Filecrypt.cc von Google & Firefox blockiert

Sowohl beim Browser Google Chrome als auch beim Firefox von Mozilla wurde der deutschsprachige Linkcrypter Filecrypt.cc als betrügerische Webseite gemeldet und blockiert. Zumindest bei Google besteht das Problem nun nicht mehr.

Kurz notiert: Der Online-Dienst Filecrypt.cc steckt in Schwierigkeiten. In zahlreichen Untergrund-Foren wie Boerse.to, Szenebox.org etc. haben sich diverse Nutzer beschwert, weil sie mit ihrem Browser nicht mehr ohne weiteres auf Filecrypt.cc zugreifen können. Bei unserem Testlauf bestanden beim Besuch der Webseite keinerlei Probleme.

Statt der eigentlichen Webseite bekamen die Besucher nur noch eine Fehlermeldung von Google Safe Browsing bzw. von Mozilla angezeigt. Angeblich wurden die Nutzer durch “Tricks” dazu gebracht, schädliche Software zu installieren oder persönliche Informationen wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen von sich preiszugeben. Fest steht: Dies hat sich ohne Zweifel negativ auf die Zugriffszahlen der Seite ausgewirkt. Nach eigenen Angaben gab es aber gar keinen Grund für diese Sperre bzw. Warnung.

Bei der Szenebox erklärte Nuka vom Filecrypt.cc-Team, dass man aufgrund einer Fehlermeldung von Kaspersky Lab extra eine JavaScript-Datei untersucht und in veränderter Form bei sich eingebunden hätte. Das hatte dann zur Folge, dass Google die Seite dann sogar als sehr gefährlich eingestuft hat. „Das Kuriose daran ist, dass sowohl die Online- Überprüfung von Kaspersky als auch von VirusTotal zu dem Entschluss gekommen sind, dass die Datei sicher ist. Also ist uns vermutlich unsere Hilfsbereitschaft zum Verhängnis geworden“, schreibt Nuka. Und weiter zum Thema Qualität des Supports: „Der Support von Kaspersky ist auch ein schlechter Witz, eine “false postive”-Meldung konnten wir nicht auslösen, da das File ja laut deren Onlinecheck sauber ist. Der Support verweist uns auf den Privat-, Kleinunternehmen-, Großkundensupport nur unter Vorweisung einer gültigen Lizenz.“ Das heißt, man hilft nur den Personen, die ihre Produkte gekauft haben. Webseitenbetreiber haben so aber keine Chance, Warnmeldungen ausschalten zu lassen. Außer, sie würden dafür extra eine Lizenz der russischen Antivirensoftware erwerben. So kann man seine Produkte wohl auch vermarkten.

Besuch von Filecrypt.cc – Wie kann ich das Safebrowsing deaktivieren?

Wer Probleme beim Besuch des deutschsprachigen Linkcrypters haben sollte, muss in seinen Browser-Einstellungen sollte das Safebrowsing deaktivieren. Weitere Informationen für den Firefox sind hier verfügbar. Die Anleitung, wie man Safe Browsing für den Chrome deaktiviert, können hier eingesehen werden. Das Problem dürfte in den nächsten Tagen behoben sein. Auch bei VirusTotal wird keine Warnung mehr angezeigt.

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Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.

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10 Kommentare

  1. Ohrfeigenfestival sagt:

    Darüber wird berichtet, aber nicht dass flashx schon länger versucht jeden Nutzer nen JS/Kryptik.BJF unterzujubeln.

    • René sagt:

      Und Lars soll alles wissen? Wie wäre es, wenn du Lars dafür Belege zukommen lässt?

      • Ohrfeigenfestival sagt:

        Lars weiß doch immer alles.

        Mein Virenscanner (ESET) springt regelmäßig an, um das zugehörige File in die Quarantäne zu schubsen.

        Btw. schön, dass du für Lars einspringst, bist seine neue Freundin?

        • René sagt:

          Werd Erwachsen Junge ;)

        • René sagt:

          Na was soll der Scheiß, ob ich seine Freundin bin? Wenn du des Lesens kundig bist, kannst du erkennen, dass ich männlich bin und mich nicht hinter einem lächerlichen Nick verstecke.
          Du scheinst ja auch nicht wirklich in der Lage zu sein, das Kontakt Formular benutzen zu können um Lars auf deinen angeblichen Skandal hinzuweisen. Jeder Tarnkappen Leser weiß, dass Lars kein hauptberuflicher Journalist ist sondern auch noch einem normalen Job nachgeht. Somit ist er auch nicht 24/7 im Netz unterwegs um alle Seiten zu kontrollieren.

  2. Pudelmütze sagt:

    “Wer Probleme beim Besuch des deutschsprachigen Linkcrypters haben sollte, muss in seinen Browser-Einstellungen sollte das Safebrowsing deaktivieren.”
    Wozu macht man sowas dann erst, wenn es jeder letztlich doch deaktivieren soll? Da kann man auch sagen, du kannst die HIV-Infizierte Hure ruhig ohne Gummi vögeln.
    Zumal die Warnseiten die Möglichkeit einräumen, die Warnung als Irrtum zu melden, als auch die Warnung zu ignorieren, heißt betroffene Seite als Ausnahme zu speichern, ohne das man gleich die ganze Funktion abschaltet.

  3. René sagt:

    Ich hatte mit Eset keine Probleme. Aber ich hätte sowas eher von antivir erwartet statt von Kaspersky.
    Wenn man bei Szenebox mal liest, wollten die Jungs eigentlich nur helfen und dann reagiert Google.
    Muss man nicht verstehen!

  4. fdgd84 sagt:

    Habs gestern auch spüren dürfen.
    Wie hier generell mit umgegangen wird ist schon sehr fragwürdig.

  5. soso sagt:

    lächerlich wie das seit monaten regelmäßíg bei allen möglichen szeneseiten zu finden ist… kaspersky war schon immer lächerlich und anfällig für false-positives, inzwischen gilt das gleiche für google safe browsing

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