Crimenetwork.co – Sicario sagt Interview kurzfristig ab

Admin Sicario von Crimenetwork.co sagte kürzlich das Interview ab. Grund sind angeblich die Aussagen des Admins von Crimebiz.net.

Crimenetwork.co, CNW

Admin Sicario von Crimenetwork.co sagte kürzlich das geplante Interview ab. Da der Betreiber von Crimebiz.net angeblich die Idee mit dem Interview „geklaut“ habe, verzichtet er auf eine Befragung, ließ er uns durch seinen Techniker Rudolf Hetz ausrichten. Auch unseren dortigen Account hat er kurzerhand geschreddert.

Sicario vom CNW sagte das Interview ab

Die Betreiber der beiden Fraud-Foren Crimenetwork.co und Crimebiz.net kamen in den letzten Wochen fast zeitgleich auf uns zu, um für ein Interview anzufragen. Laut dem IT-Beauftragten von Crimenetwork, Rudolf Hetz, sei derzeit ein deutschsprachiges Interview von Motherboard.Vice.com geplant. Zudem fragte Hetz bei uns per E-Mail an, ob wir uns einen solchen Artikel auch vorstellen könnten. Nach einer Bestätigung der Identität und einer ausführlichen Kommunikation per Jabber und anfangs per E-Mail, gaben wir unseren Lesern die Aufgabe, Fragen für das Interview zu sammeln. Drei Tage später kam dann der Aufruf für Wettbewerber Crimebiz.net, die Kommunikation mit dessen Betreiber lief per Jabber und E-Mail zeitgleich.


Account bei Crimenetwork.co gelöscht

sicario

Vor wenigen Tagen wurde unser Account beim Crimenetwork ohne Vorwarnung oder Angabe von Gründen gelöscht. Auf meine Anfrage beim Techniker kam als Antwort zurück, dass er davon nichts wüsste. Wohl aber habe sich Sicario sehr über unsere Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Crimebiz.net aufgeregt.

Weil die Idee mit dem Interview „geklaut“ wurde, ließ er mitteilen, dass man am Gespräch nicht mehr interessiert sei. Meine Frage, ob man denn glaube, dass Sicario das Interview an sich erfunden habe und deswegen das Urheberrecht daran besitze, konnte Rudolf Hetz natürlich nicht beantworten. Ich versuchte ihm klarzumachen, dass die Kommunikation sowieso parallel lief. Sicario besitzt natürlich nicht das Copyright an Interviews. Die gab es schon vorher, die wird es auch nach dem Ende des CNW noch geben.

Kinderkacke ist noch nett ausgedrüct!

Tage vergingen ohne jegliche Mitteilung, ob der schlecht gelaunte Herr Sicario vielleicht doch noch umzustimmen sei. Der Grund dafür war offensichtlich. Beim Crimenetwork wurden testweise die neuen Jabber-Notifications eingeführt, die Hetz technisch betreut. Auf meine wiederholte Nachfrage kam dann die Antwort, Sicario sei bei seiner Meinung geblieben. Ich kann dazu leider nur sagen: Kindergarten!

Crimenetwork.co muss sich im Vergleich zum anderen Anbieter überhaupt nicht verstecken, ganz im Gegenteil. Von daher gab es nicht mal einen Hauch eines Grundes dieses Interview abzusagen. Da hätte man sich eher am Gespräch mit Fraudsters stören können, die besitzen wenigstens noch einen gewissen Marktanteil im Graubereich. Crimebiz steht noch ganz am Anfang und wer weiß, wie lange es die geben wird, weil das Projekt nur eine Person alleine betreut.

Auch Crimebiz-Interview auf der Kippe

crimebiz.net

Dazu kommt, dass das Crimebiz-Interview wahrscheinlich gar nicht zustandekommen wird, weil dafür nicht genügend (sinnvolle) Fragen eingereicht wurden. In der Folge wird es wohl überhaupt kein neues Interview aus diesem Bereich geben. Auch das weiß der Macher des CNW. Sorry, aber mit einem solch merkwürdigen Verhalten war schlichtweg nicht zu rechnen. Die ganze Arbeit hätten wir uns echt sparen können. Tut mir leid für die Leserinnen und Leser, die ihre Zeit investiert haben und sich auf ein Interview gefreut haben.

Oder lag es vielleicht doch eher an den teils provokanten und gut gestellten Fragen, mit denen man sich hätte auseinandersetzen müssen!? Doch das wird auch bei Motherboard/VICE nicht viel anders sein. Nur halt mit dem Unterschied, dass deren Redakteure bei neuen Beiträgen nicht ihre Community einbinden.

Tarnkappe.info

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.