Aktuell habe ich von Cubbit eine Cubit Cell zum Testen auf dem Tisch. Das Erste, was ich gemacht habe, war es nicht das Datenspeichergerät anzuschließen und auszuprobieren, sondern es einmal komplett zu zerlegen. Ganz nach dem Motto:
Die Biene liebt es, Technik aller Art in ihre Bestandteile zu zerlegen.
Motto von honeybee
Was ist Cubbit beziehungsweise die Cubbit Cell?
Bei Cubbit handelt es sich um ein Unternehmen, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, eine Speicherlösung zu entwickeln, die die Vorteile von lokaler Hardware und einer Cloudlösung kombinieren möchte.
Die Daten sollen vom Benutzer von überall ausgelesen werden können, einen lokalen Ausfall der Hardware überstehen und keine laufenden Kosten verursachen. Dazu werden die Daten auf jeder Cubbit Cell komplett mit einem nur für den Nutzer zugänglichen Token verschlüsselt und die Daten auch auf andere „dem Schwarm“ angebundene Cubbit Cells von anderen Nutzern verteilt.
Oder wie Cubbit selbst schreibt:
Wir schaffen eine 100% private, sichere und umweltfreundliche Cloud-Speicherlösung.
Unsere auf Zero-Knowledge basierende, verteilte Architektur wird von Peer-to-Peer-Zellen (Cells) im Nutzerbesitz angetrieben ? zusammen bilden sie den Schwarm (The Swarm). Diese einzigartige Architektur hat drei entscheidende Vorteile: Die Nutzer haben immer die volle Kontrolle über ihre Dateien, die höchstmögliche Sicherheit und keine Notwendigkeit für umweltbelastende Datenzentren.
Lassen Sie uns gemeinsam das Internet verändern. Treten Sie dem Schwarm bei.
Übersetzter Auszug von Cubbit
Welche Hardware ist in der Cubbit Cell verbaut?
Als Basis dient ein ESPRESSObin Board, welches in ein wabenförmiges Plastikgehäuse verbaut ist. Einige Anschlüsse wurden auf der Hauptplatine eingespart. Dazu gehören ein zusätzlicher USB 2.0 Anschluss und zwei weitere Netzwerkanschlüsse.
Prozessor: Marvell Armada 3700LP (88F3720) dual-core ARM Cortex A53 (bis zu 1.2GHz)
Speicher: 1GB DDR4 RAM
Festplatte: Je nach Ausführung, in der 512GB Version eine WD blue 1TB 2,5″ SATA
Ob der freie mSATA-Steckplatz für eine mSATA-SSD oder eine WiFi-Karte verwendet werden kann, ist unbekannt.
Im Lieferumfang ist außerdem ein 12V 2A Netzteil und ein Netzwerkkabel enthalten.
Cubbit Cell Hauptplatine
Wie kann man die Cubbit Cell zerlegen?
Die Cubbit Cell lässt sich mit etwas Geschick sehr leicht zerlegen. Dazu reicht ein handelsüblicher Schraubenzieher aus.
1. Öffnen der Cubbit Cell
Der Cubbit wird von zwei Schrauben und mehreren Halteklammern zusammengehalten. An der Unterseite sind die beiden Schrauben unter den verklebten Gummifüßchen an der Vorderseite versteckt. Nachdem man diese gelöst hat, wird die Rückseite noch von zwei Halteklammern zusammengehalten, die sich direkt unter dem Deckel, optisch über dem USB / Netzteilanschluss befinden.
Cubbit Cell von unten mit entfernten Füßen und Schrauben
2. Lösen der Platine vom Kühler
Löse zunächst das SATA/Stromkabel vom Mainboard. Um die Hauptplatine vom Kühlkörper zu lösen, welche unter dem Board liegt, müssen die vier Schrauben auf der Platine gelöst werden. Anschließend lässt sich die Platine nach oben abnehmen. Vorsicht: auf dem Kühlkörper und den Chips ist Wärmeleitpaste aufgetragen.
Cubbit Cell Board von Oben mit sichtbaren mSATA Port
3. Lösen der Festplatte vom Kühler
Die Festplatte ist ebenfalls mit vier Schrauben am Kühler befestigt. Leider erreicht man zwei davon nur, wenn man vorher den Kühlkörper entfernt.
Cubbit Cell Kühlelement
Das Plastikgehäuse der Cubbit Cell wirkt nicht sehr wertig und ist stellenweise scharfkantig. Die Plastikhalterungen an der Innenseite brechen sehr leicht.
Aber im Inneren ist die Cubbit Cell sehr aufgeräumt. Das Kühlsystem ist durchdacht und die Festplatte lässt sich mit recht wenig Aufwand im Falle des Falles austauschen.
Wie sich die Cloud-Bienenwabe in der Praxis schlägt, folgt in einem weiteren Artikel von mir.
honeybee schreibt seit Ende 2020 für die Tarnkappe. Der Einstieg war ein Reverse Engineering Artikel über die Toniebox. Die Biene liebt es, Technik aller Art in ihre Bestandteile zu zerlegen. Schraubendreher und Lötkolben liegen immer in Reichweite. Themen wie Softwareentwicklung, Reverse Engineering, IT-Security und Hacking sind heiß geliebt.