BankingSync
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Bildquelle: ChatGPT

BankingSync bringt Bankumsätze ins selbst gehostete Haushaltsbuch Actual Budget

BankingSync importiert Bankumsätze in das digitale Haushaltsbuch Actual Budget. Docker und Tailscale helfen bei der Kontrolle der Daten.

Mit BankingSync kann man alle Bankumsätze ins selbst gehostete Haushaltsbuch „Actual Budget” importieren. Ein digitales Haushaltsbuch verrät mehr als nur die Ausgaben. Kontoauszüge offenbaren das Gehalt, Miete, Einkäufe, Abonnements, Reisen, Lieferdienste, Medikamente, Spenden, Vereinsbeiträge, Rücklastschriften, Gewohnheiten und vieles mehr. Aus diesen Daten entsteht ein sehr genaues Bild der Person. Viele Finanz-Apps verkaufen dies als Bequemlichkeit. Sie legen aber selten offen, welche Daten sie dabei sammeln, verarbeiten und für fremde Zwecke auswerten können. Gerade die eigene Finanzverwaltung sollte deshalb nicht zur nächsten Datenquelle für fremde Plattformen werden, die die Daten womöglich später an Dritte verkaufen.

Sei deine eigene Bank, bewahre die Finanzdaten lokal auf

Bei einer selbst verwahrten Kryptowährung ist „Be your own bank” mehr als nur ein Spruch. Wer seine Schlüssel selbst verwahrt, bewahrt sein Geld selbst auf und benötigt für Transaktionen keinen klassischen Online-Finanzdienstleister mehr.

Beim Girokonto bleibt das Konto natürlich bei der bisherigen Bank. Für Open Banking ist weiterhin die Open-Banking-Schnittstelle PSD2 nötig. Was man sich mit „Actual Budget” in Kombination mit „BankingSync” zurückholen kann, ist eine Finanzverwaltung auf der eigenen Festplatte. Alle Budgets, Kategorien, Verläufe und Auswertungen bleiben auf der eigenen Infrastruktur und landen nicht wieder in einer fremden App.

Actual Budget bleibt auf der eigenen Infrastruktur

Actual Budget setzt genau dort an. Die Software läuft im Browser, lässt sich per Docker betreiben und kann auf einem eigenen System liegen. Das kann eine kleine VM im Homelab, ein VPS oder ein bestehender Docker-Host sein. Wer seine Ausgaben kategorisiert, Monatsverläufe prüft und Budgets plant, muss diese Auswertung nicht zwangsläufig an eine Cloud-App abgeben.

bankingsync

BankingSync ersetzt den CSV-Import

Beim Bankabgleich gab es bisher Probleme. „Actual Budget” lässt sich zwar selbst hosten, der Nutzen steht und fällt jedoch mit den Umsätzen des Kontos. Wer sie regelmäßig als CSV aus dem Onlinebanking ziehen und von Hand importieren muss, verliert schnell die Lust daran. BankingSync stammt von Roman Spies, einem langjährigen Mitglied der Tarnkappe-Community. Das Tool übernimmt genau diesen Schritt. Der kostenlosse Dienst verbindet europäische Banken über Enable Banking mit „Actual Budget” und schreibt neue Umsätze automatisch dem passenden Konto zu. BankingSync ersetzt das selbst gehostete Haushaltsbuch nicht, sondern ergänzt es um den Bankimport, der ihm im Alltag gefehlt hat.

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BankingSync: Kein neuer Dienst für die eigenen Kontodaten

Damit unterscheidet sich BankingSync von vielen Finanz-Tools. Der Dienst baut weder ein neues Portal für die eigenen Kontodaten noch eine weitere Oberfläche, die aus Umsätzen ein Profil erzeugt. BankingSync holt die Buchungen ab, erkennt bereits importierte Transaktionen und übergibt neue Umsätze an die eigene Actual-Budget-Instanz. Die Auswertung läuft danach komplett in Actual Budget. Ganz ohne Drittanbieter funktioniert Open Banking natürlich auch nicht, da europäische Banken über eine PSD2-Schnittstelle angebunden werden müssen. Das komplette Haushaltsbuch wandert so aber nicht zu einem fremden Finanzdienstleister, dem man vertrauen muss.

Ein guter kleiner Dienst zwischen Bank und dem eigenen Budget: BankingSync läuft als einfacher Docker-Container, ohne sich irgendwie dazwischen zu drängen. Der Dienst speichert seinen Zustand in seinem eigenen persistenten Volume und kann direkt mit und neben „Actual Budget” laufen. Wenn man beide Dienste im selben Docker-Netzwerk betreibt, bleibt die Verbindung zur Budget-Instanz komplett intern. „Actual Budget” muss dafür nicht einmal öffentlich erreichbar sein. BankingSync holt die neuen Umsätze, trägt sie ein und bleibt Teil des selbst aufgebauten Server-Setups.

ActualBudget

BankingSys hat nur einen Lesezugriff

BankingSync verfügt auch nur über lesenden Zugriff. Der Dienst kann nur die Umsätze abrufen, aber keine Überweisungen auslösen oder Geld bewegen. Beim ersten Abgleich importiert das Tool per Voreinstellung erst einmal die Kontobewegungen der letzten 30 Tage. Danach beachtet er nur neue Buchungen, die das Tool noch nicht kennt. Vorgemerkte Umsätze kann man ebenfalls übernehmen und später aktualisieren, sobald die Bank sie endgültig umgebucht hat. Hinzu kommt eine sinnvolle Duplikatserkennung, der Sync-Status und optionale Warnungen, wenn ein Abgleich scheitert oder man eine Bankfreigabe mal wieder erneuern muss.

Selfhosting ist aber absolut kein Sicherheitskonzept. Es bringt nur dann mehr Kontrolle, wenn man es auch wirklich dementsprechend betreibt. Wer „Actual Budget” und „BankingSync” einfach offen ins Netz stellt, tauscht die Abhängigkeit von einer App gegen eine selbst geschaffene vermeidbare Angriffsfläche. Finanzdaten gehören nicht hinter eine vielleicht sogar schon wieder vergessene Portfreigabe. Sie gehören in ein System mit regelmäßigen mit Updates, Backups, starken sicheren Zugangsdaten. Außerdem sollten die Daten so wenig wie möglich von außen erreichbar sein.

Ein eigener Server schafft keine Sicherheit durch seine bloße Existenz und einmal UFW auf Ubuntu eingerichtet. Man muss ihn auch entsprechend behandeln. Erklärung: Die Abkürzung UFW steht für Uncomplicated Firewall. Das ist die standardmäßig mit Ubuntu ausgelieferte Firewall-Verwaltung, die man mit wenigen Befehlen konfigurieren kann.

Actual Budget

Tailscale statt offener Portfreigabe

Mit Tailscale müssen weder „Actual Budget” noch „BankingSync” öffentlich erreichbar sein. Beide Dienste bleiben im Tailnet und sind trotzdem auf den eigenen Geräten erreichbar. Es wird keine Portfreigabe am Router benötigt, ebenso wenig ein DynDNS-Dienst oder ein öffentlicher Reverse Proxy für private Finanzdaten. Wer unterwegs sein Budget prüfen möchte, greift über Tailscale auf die eigene Instanz zu. Die Online-Dienste bleiben für den Benutzer erreichbar, ohne dauerhaft offen im Netz zu stehen.

Tailscale Funnel sollte bei einem solchen Setup nicht zum Dauerzustand werden. BankingSync nutzt standardmäßig Port 8443 für seine HTTPS-Oberfläche. Funnel kann einen solchen Dienst über eine ts.net-Adresse öffentlich erreichbar machen. Das kann bei der Einrichtung oder für einen benötigten Rückweg hilfreich sein. Als dauerhafte Eingangstür zur eigenen Finanzverwaltung sollte man Funnel trotzdem nicht verwenden. Eine öffentliche Oberfläche sollte bei Kontodaten die Ausnahme bleiben. Das wäre ansonsten auf Dauer wie eine Einladung an Cyberkriminelle, sich die ganzen Daten doch einmal genauer anzuschauen.

Weniger Drittanbieter zwischen Konto und Auswertung

Mit BankingSync entfällt bei Actual Budget der manuelle CSV-Import. Die Umsätze landen automatisch im eigenen Budget, während die Finanzverwaltung auf der eigenen Infrastruktur bleibt. Tailscale schützt sowohl Actual Budget als auch BankingSync vor dem offenen Netz. Wie gesagt: Funnel kommt nur in den wenigen Fällen zum Einsatz, in denen man kurz eine öffentliche Adresse braucht. Dadurch bleibt Actual Budget alltagstauglich, ohne eine weitere Auswertungsschicht über die eigenen Finanzdaten zu legen.

Am Ende geht es nicht um die Bank, sondern um Finanz-Apps, die sich zwischen Konto und dem Nutzer positionieren und aus den eigenen Daten ein Geschäftsmodell machen. Die Zwischenstation über die App fällt mit diesem Setup weg. Das Konto bleibt natürlich bei der Bank, aber die Auswertung wandert ins selbst gehostete Budget. BankingSync holt die Umsätze und Actual Budget verarbeitet sie weiter. Wer beide Anwendungen vernünftig nutzt, erhält ein digitales Haushaltsbuch, das im Alltag funktioniert, ohne das eigene Finanzleben öffentlich zu machen.