Tarnkappe enttarnt LuL.to (Meinung)

Article by · 16. Februar 2015 ·

Die Wogen schlugen hoch, nachdem Marinella Charlotte van ten Haarlen ankündigte, gegen das illegale eBook-Portal LuL.to vorgehen zu wollen. Wir haben Lysander von LuL.to um einen Gastkommentar gebeten. Der wurde nun auch geliefert und wir bringen diesen nachfolgend unverändert. Ausdrücklich weisen wir daraufhin, dass Tarnkappe.info mit den darin geäußerten Ansichten und Meinungen nicht konform geht. Im Zuge einer ausgewogenen Berichterstattung wollen wir aber beide Seiten zu Wort kommen lassen.

 

 

So ein Mist, jetzt bin ich aufgeflogen. Vorbei all die Vergnügen, die ich mir durch das Abzocken von ahnungslosen E-Book-Downloadern leisten konnte. Ab morgen muss ich darben, weil uns eine frustrierte Indie-Autorin gnadenlos verfolgt und zur Strecke gebracht hat. Reuemütig werde ich ihr all meine Bankschließfächer öffnen und ihr helfen, mein mühsam ergaunertes Geld wegzuschaffen. Wie man oben auf dem Bild sehen kann, bin ich ja nicht mehr der Jüngste. Ich werde nun die letzten Tage meines Lebens in bitterer Armut fristen…

MARINELLA: AUFWACHEN – das ist alles nur ein Traum!

Das neue Besitzen heißt Teilen!

Geflissentlich werden stets bei der hier und anderswo geführten Diskussion über das „Urheberrecht“ die wissenschaftlichen Erkenntnisse und klug gedachten Alternativen ausgeklammert. Dr. Eckhard Höffner untersuchte (2. Auflage von Oktober 2011 – Anmerk. d. Redak.) in seinem Werk „Geschichte und Wesen des Urheberrechts“ (auch illegal erhältlich) den Ursprung und die Entstehung des Urheberrechts und die verschiedenen Begründungen, die in Deutschland, Großbritannien und Frankreich bei der Einführung des selben bemüht wurden. In den Staaten des Deutschen Bundes (Vorläufer der Bundesrepublik Deutschland – Anmerkung der Redaktion) wurde erst 1837 ein Schutz urheberrechtlicher Leistungen vereinbart. In England wurde dies mit der „Statue of Anne“ bereits 120 Jahre früher getan.

Erstmalig unternimmt Dr. Höffner einen lange Zeiträume umfassenden Vergleich zu den Wirkungen des Urheberrechts auf Autorenhonorare, Buchpreise und die Verbreitung von Wissen. Die Ergebnisse beider empirischen Analysen sind eindeutig und stehen im absoluten Gegensatz zur herrschenden Meinung über die Wirkungen des Urheberrechts. Die historische Entwicklung gestaltete sich in dieser Form:

Satire lul.to lysanderDurch die Einführung des Urheberrechts entwickelte sich der Buchmarkt in Deutschland, das um 1820 die führende Buchnation war, zum Schlechteren! Die Auflagen und Anzahl von Neuerscheinungen sanken ebenso wie die durchschnittlichen Autorenhonorare. Nur die Preise für die Bücher selbst stiegen. Höffner hat die frühe Blütezeit des Gedruckten beleuchtet. Er kommt zu einem überraschenden Befund: Anders als in den Nachbarländern England und Frankreich hat sich in Deutschland wegen des fehlenden Urheberrechts im 19. Jahrhundert eine beispiellose Explosion des Wissens vollzogen.

Deutsche Autoren schrieben sich damals die Finger wund. Allein im Jahr 1843 erschienen etwa 14.000 neue Publikationen – gemessen an der damaligen Bevölkerungszahl, war das fast schon heutiges Niveau. Gedruckt wurden Romane und wissenschaftliche Fachaufsätze. Ganz anders in England: „Man sieht in Großbritannien einen für die Zeit der Aufklärung und bürgerlichen Emanzipation kläglichen Verlauf (bezüglich der Anzahl neuer Bücher – Anmerkung der Redaktion)“, konstatiert Höffner.

Das Urheberrecht ist eine Anmaßung und eine Einschränkung des menschlichen Geistes.Christoph Martin Wieland.

Pro Jahr erschienen gerade mal tausend neue Werke in England. Das blieb nicht ohne Folgen: Wegen des chronisch schwachen Bücherangebotes verspielte die Kolonialmacht England innerhalb eines Jahrhunderts ihren Vorsprung – während der rückständige Agrarstaat Deutschland mächtig aufholte und bis 1900 zur ebenbürtigen Industrienation aufstieg.


Video: Geschichte und Wesen des Urheberrechts – Eckhard Hoeffner.

Weitere Informationen dazu siehe:

Der Spiegel vom 2. August 2010

– Leseliste zum Thema Copyright/Urheberrecht bei LuL.

totenkopf lul piraterie lysanderEs würde den Rahmen des Artikels sprengen, alle von gewichtigen und klugen Menschen formulierte Argumente gegen das Urheberrecht wiederzugeben. Nur ein weiterer Verweis sei dazu gemacht: Im Januar 2015 erschien das E-Book „No Copyright: Vom Machtkampf der Kulturkonzerne um das Urheberrecht“ von Joost Smiers und Marieke van Schijndel. Dies zeigt zeitgemäße und internetkompatible Alternativen zum Urheberrecht auf. Hörbar sind immer nur die Verlage und andere Vertreter der Content-Industrie, die in der Öffentlichkeit und den Medien immer wieder ihre Argumente für eine stärkere Durchsetzung des Urheberrechts vorbringen.

Liebe Autoren und Verlage! Ihr könnt es nicht mehr aufhalten. Das überkommene alte „Urheberrecht“ ist mit dem Internet ad absurdum geführt worden. Die Revolution hat längst stattgefunden. Ihr schreit noch nach Polizei und Justiz und müßt doch insgeheim erkennen: Die Bastion ist nicht mehr aufzuhalten. Setzt Kopfgelder aus, engagiert noch mehr Hacker, hängt mich und vierteilt mich – es wird mindestens drei Neue geben, die an meine Stelle treten würden. (Anmerk. d. Red.: Das erinnert stark an die griechische Mythologie der „Hydra“. Man schlug dem Unwesen einen Kopf ab, drei und mehr wuchsen nach.)

Künstler stehlen andauernd und gnadenlos und ich denke, das ist gesund.Bertolt Brecht

the sharing way

Warum habe ich die provokante Überschrift zu meinem Gastkommentar gewählt? Natürlich auch weil es um das Fangen Eurer Aufmerksamkeit geht. Doch es steckt etwas Wahres darin. Seit 2013 wird LuL.to totgesagt und niedergemacht. Abzockerei, Geldgier, Dummsuffidee, Schmarotzer etc. sind dabei noch die fantasielosen Anfeindungen. Am 10. 2. 2015 hat der, mir unbekannte, Perseus aber tatsächlich unser Erfolgsgeheimnis „enttarnt“, als er schrieb: „Auffallend bei LuL.to ist auf jeden Fall das Engagement und die aufwändig gestaltete Homepage. Auch die Behandlung der Nutzer dort und der Umgang mit Reklamationen in dem Blog macht einen freundlichen Eindruck. Von Abzockerei wie bei manchen Verlagen spürt man hier nichts.

Das ist der Grund, warum wir heute mehr zahlende Kunden für unsere Dienstleistung (nicht für den zur Verfügung gestellten Content) haben, als ebookspender und torboox zusammen jemals hatten. Und wenn ihr uns wirklich plattmachen wollt, gibt es nur einen praktikablen Weg: Ihr müßt es besser machen als wir!

So ich habe meinen Beitrag zum Sturm im Wasserglas geleistet und widme mich jetzt meiner Ehefrau Nr. 8. Bitte nehmt mich und Euch selbst nicht so wichtig…

Viel Spaß beim Trollen wünscht
Lysander

Bildquellen: LuL.to (eigene Fotomontage), Carlos Bonilla – (CC0) – Wrote – (CC BY 2.0).

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225 Comments


  • […] denke nur an Lysander, dessen “salbungsvolle Ausführungen” dazu führten, dass die Autoren für die User die Schuldigen waren, minderwertige […]

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    Thomas Elbel


    Und noch was. Auch wenn das jetzt zugegeben etwas perfide argumentiert ist: Hat dieser „Verlag Europäische Wirtschaft“ eigentlich noch irgendwas anderes von Rang herausgebracht, außer Höffners eigenen Werken? Ich finde von denen nicht einmal eine Website.
    Und wer hat sich eigentlich dieses Cover ausgedacht? Sieht gefährlich nach Self-Publishing aus.

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      Dragonhirse .


      Marinella C. van ten Haarlen hat doch auch ein ganzen Verlag bzw Buch-shop für sich ganz alleine. Was willst du uns damit sagen? Ist Self-Publishing böse wenn es einem gerade passt? Bitte um erklärung!

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        Thomas Elbel


        Ich gebe zu, es ist ein recht wackliges Argument, aber im wissenschaftlichen Bereich kann man die Qualität eines Werkes u.a. auch an den Umständen der Veröffentlichung ablesen. Es gilt die Faustregel, je renommierter der Verlag, desto selektiver die Auswahl der Veröffentlichungen. Ein derart großes Werk, dass vom Umfang und Rechercheaufwand ja irgendwo zwischen Dissertation und Habilitation rangiert, würde man eigentlich in einer renommierten Fachreihe – tunlichst mit urheberrechtlichem Einschlag – platzieren. Das hat dann auch den Vorteil der erhöhten Sichtbarkeit und garantiert die Bestellung durch alle maßgeblichen Fachbibliotheken.
        Insofern ist die Veröffentlichung eines derartigen Werkes im Selbstverlag – anders als im Falle von Belletristik – schon etwas merkwürdig.
        Aber natürlich ist es denkbar, dass sich der Autor – gerade angesichts seiner Positionierung zum Urheberrecht und zu großen Wissenschaftsverlagen (es gibt da einen kritischen Blogeintrag auf seiner Website) – ganz bewusst gegen das „herkömmliche“ System entschieden hat. Hat dann allerdings neben den oben bereits beschriebenen Nachteilen, den weiteren Malus, dass das Werk vor der Veröffentlichung wahrscheinlich keinerlei „peer-review“ unterzogen wurde.

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          Dragonhirse .


          Die Frage wann, wie und in welcher Sprache ist doch in der eigentlichen Sache irrelevant. Wichtig ist doch wie man das Urheberrecht so neuerfindet oder transformiert das die Autoren, Verlage und der Kunde was davon haben. Desweiteren sollte man immer 2 Seiten der Medaille anschauen bevor man sie zur ultimativen Münze empor hebt, das Urheberrecht ist kein Garant dafür viel Geld zu verdienen sondern lediglich fest zu halten wer die Rechte an einem Werk hat und mehr nicht.
          Ich sehe das ganze rein Wirtschafts-wissenschaftlich und hier muss klar gesagt werden das es die Masse die alles kostenlos haben will sehr viel kleiner ist als angenommen.Aber das wird gar nicht wahrgenommen sondern mit Argumenten überschriehen wieviel Arbeit so ein Buch macht, auf der anderen Seite wird aber schnell vergessen wieviel Arbeit(=Geld) die Leute reinstecken müssen um das ganze zu kaufen nur um dann fest zu stellen dass das Buch grottig ist und ich schon vorher als potentieller Raubkopierer gelte. Warum werden Bücher mit Folie verschweißt, die Antwort ist weil die Verlage und Autoren Angst haben ein ganz gewiefter könnte ja sich stundenlang in die Bücherei stellen um das zu lesen. Ich hab ausgenommen von Bibliotheken noch niemand gesehen der das gemacht hat aber alle werden immer paranoider, und genau hier muss angesetzt werden, ich vermisse die unkompliziertheit von früher wo ich noch in einem Buch schmökern konnte, wo man lesend das Buch bezahlt hat und alle glücklich waren. Ich glaube Lysander hat es und auch andere gesagt die Leute werden nicht einfach zu Raubkopierer weil es hipp ist, früher war es doch auch ähnlich da hat man ein Buch gekauft und dann rumgereicht bis es in 3 Jahren dann endlich wieder im eigenen Regal stand, da hat sich niemand aufgeregt.

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            Thomas Elbel


            Sorry, aber dieses „das Buch könnte grottenschlecht sein“ Argument kann ich nicht gelten lassen.
            Erstens gibt es heute für fast jedes Buch umfangreiche Leseproben im Netz runterzuladen.
            Zweitens kannst Du die Bezahlung der Pizza im Restaurant auch nicht mit dem schlichten Argument verweigern, sie habe nicht so geschmeckt, wie Du Dir das erwartet hast.
            Das mit der Folie verstehe ich überhaupt nicht. Geh in irgendeine beliebige Buchhandlung. Wie viele verschweißte Bücher findest Du dort? Also ich wenig bis überhaupt keine.
            Im Gegenteil: Hier in Berlin gibt es bei Hugendubel und Thalia Leseecken, wo du völlig legal und ungestört in Bücher hineinschmökern kannst, so lange und so viel Du willst, bevor Du sie kaufst oder eben nicht.
            Das Argument, dass man Bücher ja auch früher verliehen hat, ist ebenfalls irreführend (heute gibt es übrigens für Papierbücher regelrechte Onlinetauschbörsen. Alles völlig legal). Der Unterschied ist, dass man ein Papierbuch nur einmal zur selben Zeit an andere Personen ausleihen kann, während man mit nur einer einzigen elektronischen Kopie theoretisch den gesamten Weltbedarf decken kann. Sogar Lysander und Spiegelbest geben zu, dass das was sie tun, den Verlagen massiv schadet. Spiegelbest war sogar immer regelrecht stolz darauf.
            Die Paranoia, die Du Autoren und Verlagen unterstellst gibt es so nicht. Gerade im Augenblick entstehen allerorten Möglichkeiten, Bücher auch Online auszuleihen (Onleihe z.B.). Dass die noch nicht alle völlig optimal sind, rechtfertigt m.E. aber auch keine illegale Beschaffung (auch wenn eine gewisse Esther das hier immer wieder behauptet). Aber es ist m.E. ein Beweis dafür, dass die Verlage sich durchaus bewegen.

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            Dragonhirse .


            Also zu Asylon habe nur bei Amazon eine Leseprobe bekommen sonst halt nicht und zu Amazon stehe ich kritisch, insbesondere deshalb weil sie die Preise drücken und eine freie Preisgestaltung fast nicht mehr möglich ist.
            Zu den angeführten Argumenten kann ich nur sagen das es das ist was mir persönlich auffällt und nicht das was Lysander und die Download Community so anführt.
            Zu den Bücher, ja du hast Recht was die Weltversorgung angeht aber was hat der Autor am Ende davon wenn das Buch 1 Jahr braucht um einen Großen Kreis ab zu stottern oder nur 1 Stunde, ich denke nichts. Den man kann nicht automatisch erwarten das man das Buch gekauft hätte nur weil man es sich irgendwo downgeloadet hätte, das sollte man bedenken.

            Na klar kann ich eine Pizza zurück gehen lassen wenn meine Salami Pizza nach Thunfisch schmeckt.

            Wir drehen uns aber im Kreis, ich kann nachvollziehen warum Autoren das anficht wenn jemand das System unterläuft.

            Die Sache ist die, der Autor hat das bestreben sein Unterhalt zu finanzieren mit den derzeitigen Wegen wird das nicht nur wegen Illegalen Bereichen schwierig ;)

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    Thomas Elbel


    Noch eine Meckerei meinerseits. Ich finde für das Wieland-Zitat (hochaktuell übrigens; der Mann starb 1813) keine Quelle außer den Amazon-Werbetext zu Höffners Buch, egal wie geschickt ich Google suchen lasse.
    Lysander, oh Du Vielbelesener, kannst Du uns da mit einer Quelle aushelfen?

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    saubere Argumentation find ich. Bin ebenfalls der Meinung, dass das bestehende Modell nicht angemessen/tragbar ist. Die Frage bleibt, wer den Massstab setzt und warum. Ich wäre eher für eine Expertenrunde von Rechtsprofessoren mit Ethikern und Elbel & Lysander dabei (wenn beide sich dann ermüdet haben mit gegenseitiger Unsachlichkeit und persönlichen Angriffen, werden sie feststellen das sie auch sachlich miteinander können). Denn denen traue ich wesentlich mehr zur Lösung als das ich das Feld den rein kommerziellen Verlagen mit ihren Lobbygruppen überlasse. Bildung war mal was für Reiche, die Zeiten sollten vorbei sein. Und ebenso, dass Künstler und Autoren bitterarm starben weil sie nichts bekamen für Ihre Werke

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    LETZTE WARNUNG AN LYSANDER!

    Noch ein Link auf illegale Inhalte und der Schreibzugriff hier bei Disqus ist futsch. Bei Dir kommt die Abmahnung/Klage ja nicht an, sofern sich ein Verlag dagegen wehren will.

    Ich hatte explizit geschrieben (auch in E-Mails), dass keine Links auf illegale Inhalte gesetzt werden dürfen.

    Ver**schen kann ich mich selbst!

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      Lysander


      Da hat der Karneval wohl richtig zugeschlagen. Seit ich gestern die Hinweis erhielt und ein Kommentar wg. Link gelöscht wurde, habe ich KEINEN einzigen Content Link zu LuL.to mehr gepostet! Das ist wohl mehr Selbstver**schung!

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        Wie dem auch sei, das ändert nichts an der Ankündigung. Es müsste Dir doch eigentlich klar sein, dass in einer legalen Webseite keine solchen Links erlaubt sein KÖNNEN. Ich muss kein Karneval feiern oder Alkhol trinken um zu wissen, dass das bei deinem Hintergrundwissen über das Urheberrecht entweder Fahrlässigkeit oder Vorsatz ist. Mir auch egal.

        Beides ist nicht okay.

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          Lysander


          Weder Fahrlässigkeit noch Vorsatz. Ich bin noch auf dem Stand, das der Bundesgerichtshof das Verbot von Verlinkung aufgehoben hat: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Heise-vs-Musikindustrie-Bundesgerichtshof-verwirft-Link-Verbot-1108479.html

          Speziell und explizit im Rahmen von Berichterstattungen. Bitte um kurze Aufklärung, welches höhere Instanz als der BGH hat dieses Urteil von 2010 wieder aufgehoben?

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            Tarnkappe_Mysterion


            Niemand, nicht mal der EuGHhttps://irights.info/artikel/europaeischer-gerichtshof-verlinkung-bleibt-urheberrechtsfrei-wenn-inhalte-frei-zugaenglich-sind/21522

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          Ich kann gerne den nächsten Schriftverkehr an die Personen weiterleiten, die hier schreien, das wäre alles legal. Und ja, natürlich auch die dabei entstehenden Kosten – die gehen dann auch an die Kommentatoren, die glauben, das wäre legal. Ich bitte vorab um Eure Adresse und Bankverbindung. ;-)

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            Das kann auch jeder eigenhändig überprüfen. Auch beim Amtsgericht gibt es diese Firma unbestritten. ;-)

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    Feuerzeug


    Ihr geilt euch ja immer noch an der gleichen Scheiße auf.Wem bringt es eigentlich was?Ick meine dieses LuL.to wird sicher fröhlich weiter machen solang se net erwischt werden Und diese alte wird och net mehr Bücher verkaufen.Maximal werden mehr Bücher von der gesaugt.Aber och nur damit die Leute besser gegen die meckern können.

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      Geht es auch etwas niveauvoller? Solche Begriffe wie Sch**** müssen doch nicht sein, oder?

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    Thomas Elbel


    Und wenn ich so den obigen Artikel ein zweites Mal durchlese, habe ich wegen einiger Fehlzitate das böse Gefühl, Lysander hat den Höffner – anders als ich – gar nicht gelesen, sondern nur den schlechten Spiegelartikel dazu. Wie siehts aus, Lysander?

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    Thomas Elbel


    Und der Hydra sind natürlich immer nur zwei neue Köpfe nachgewachsen. Ach Mensch lies doch wenigstens den Kram, den Du verlinkst. Es ist einfach nur peinlich.

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    Thomas Elbel


    Übrigens ist es um Gottes Willen nicht „die Statue of Anne“, sondern natürlich „das StatuTe of Anne“ oh, belesener, weitgereister und althumanistisch benamster Herr Lysander. Es wäre der Bildung sicherlich nicht abträglich, sich dazu dann auch mal zu informieren. Ist immerhin irgendwie auch die historische Grundlage Deiner Tätigkeit.
    Für eine knackige Zusammenfassung guckstu hier: https://online.ruw.de/suche/kur/Krit-des-Gutach-uebe-die-Rechtl-und-oekonomi-Machb-60e24dd93e0452d01b5bc9485dde6ea8?OK=1&i_q=elbel&i_sortfl=score&i_sortd=desc

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      Marinella C.van ten Haarlen


      Ich habe aus all seinen Kommentaren und dem, was im Netz über ihn und seine Begleiter stand, ein Profil erstellt, mal sehen, ob das zutrifft, wenn der Sheriff da war…

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        Thomas Elbel


        Da ist mit Gewissheit viel Mummenschanz dabei. Immerhin ist das hier auch die Möglichkeit, falsche Fährten zu legen. Ich habe allerdings irgendwo mal gelesen, dass es mittlerweile auch so etwas wie semantisches Fingerprinting gibt, also Identifikation aufgrund der Einmaligkeit von Syntax, Wortschatz etc. Interessanter Gedanke. Irgendwo äußert sich dieser Mensch garantiert auch ungeschützt.

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          Marinella C.van ten Haarlen


          Exakt das, was ich meinte.

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            Amüsant


            Und sicherlich wird das heutzutage auf Piraten angewandt, selten so gelacht. Wie verdammt wichtig ihr euch und dieses Problem nur nehmt, zu köstlich :)

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            ak


            Nun ich seh das wie zB. das GPS system. Wurde für und vom Militär entwickelt und wird jetzt schon lange mit einschränkungen privat verwendet.
            Warum soll es mit so einem System nicht ähnlich funktionieren, wenn jemand genug für die Nutzung zahlt?

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            ak


            Ist mir im Prinzip schon klar. Wollte nur drauf hinweisen, dass Soft- und auch Hardwarelösungen aus dem Militär oder Geheimdienstbereich auch nach einer gewissen Zeit in die private Nutzung übergehen können.
            Ob es der Normalo braucht oder nicht soll jetzt mal dahingestellt bleiben.
            Es ging mir bei meiner Antwort an Amüsant nur ums Prinzip ob und wie es funktionieren könnte.

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          lex parsimoniae


          Das könnte die Lösung sein! Welche Beweislast würde das auch toppen können. Bei solch harten Kriterien braucht man ja fast schon keinen ordentlichen Prozess mehr. Wenn die Algorithmen dazu dann auch noch von edoep erdacht wurden, steht der schnellen Aburteilung von Lysander (zur Erinnerung: aufgrund seines einzigartigen semantischen Fingerprints) wirklich nichts mehr im Wege.
          Bei soviel versammelter Expertise wäre mein Vorschlag: Legislative wird ersetzt durch Fr. van ten Haarlen, die Judikative repräsentiert Prof. Elbel. Die Exekutive? Wozu haben wir denn edoep!?!

          Und wenn Lysander dann endlich hinter verschlossenen Riegeln weilt, hat die Gang of Three die Erde wieder ein klein wenig lebenswerter gemacht.

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            Thomas Elbel


            Oh Ockham, Ockham, da Du gangest …

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            Sag mal, hast du einfach zu viel Freizeit, Thomas?

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            Thomas Elbel


            Im Gegenteil, aber ich bin begrenzt multitaskingfähig. Man nennt das auch Querprokrastination ;-)

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            Thomas Elbel


            Noch kein Zug. Semesterbeginn erst übernächste Woche. Mich flieht gerade der Schlaf. Und ich querprokrastiniere eine ausführliche Begründung einer 5,0. Mit den Korrekturen bin ich Gottseidank durch.

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            ak


            Und sonst bist du noch gesund?

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      Lysander


      Gute Autoren lernen ja zunächst mal zu lesen resp. zu begreifen was in einem Text steht , bevor sie anfangen zu schreiben. Elbel hat diese Klasse aber offensichtlich übersprungen. Die Hydrabemerkung stammt nicht aus meiner Feder. Deshalb wurde von der tarnkappe das Ganze in Klammern gesetzt und eine Abkürzung davorgesetzt: Anmerk. d. Red. – Bitte mal nachschlagen, was das wohl bedeuten kann!

      Aber so ist es eben mit den Möchtegerntrollen. Wenn sie keine Argumente haben, stürzen sich sich auf die Nebensächlichkeiten.

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        Thomas Elbel


        Nur, dass sich dieser Post von mir gar nicht auf Hydra bezieht. Der ist eins weiter oben. Unsere Lesefähigkeit scheint also mindestens ähnlich schlecht ausgeprägt zu sein. Macht nichts: Der Schnitzer mit der „Statue of Anne“ ist sowieso der unterhaltsamere.

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        Das von der Hydra hatte ich (falsch) ergänzt, stimmt.

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    emissionen


    Bin derselben meinung. Es giebt kein unterschied zwischen inspirieren lassen und nachmachen.
    Unser wissen sollte allen zugänglich gemacht werden und nicht nur denen die genügend Geld haben.
    Je wissender wir werden desto schneller, gesünder, gerechter, verständnissvoller und friedlicher entwickeln wir (unsere Geselschaft) uns weiter.

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    Thomas Elbel


    Die Schlussfolgerungen, die Höffner aus seiner ohne Zweifel fleißigen Datensammelei gezogen hat, sind vielerorts zu Recht kritisiert worden:
    https://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezbuecher&id=20537&view=pdf
    https://www.jipitec.eu/issues/jipitec-2-1-2011/2964/jipite_neurauter.pdf
    https://www.recensio.net/rezensionen/zeitschriften/rechtsgeschichte/20-2012/copy_of_ReviewMonograph244575377/@@generate-pdf-recension?language=de
    … und es gibt noch mehr.
    Aber es ist natürlich absolut verständlich, dass sich Leute wie Lysander auf so eine recht schlicht fundierte Einzelmeinung stürzen, um sich ihr Tun wieder einmal schön zu reden.
    Warum kann nicht einfach mal ein Pirat den Mut haben, die Wahrheit zu sagen:
    „I’m in it for the money.“
    Stattdessen versucht uns Künstlern nun wieder einer zu erzählen, dass er uns ja eigentlich nur vor dem schlechten Recht schützt und das wir ja alle noch viel mehr schreiben und musizieren könnten, wenn es nur kein Urheberrecht gäbe.
    Das ist einfach mal wieder das typische Piratenbullshitbingo.

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      Marinella C.van ten Haarlen


      Es ist nur wegen der Kohle, nicht wegen der Überzeugung.

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        Thomas Elbel


        Aber warum kann er das nicht einfach sagen?! Es wäre so erfrischend und luftreinigend.

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          Marinella C.van ten Haarlen


          Weil er einen auf Robin Hood macht, dessen edle Motive in neusten Forschungen auch nicht mehr so verklärt werden. Hood hat es auch nicht aus gutem Charakter vermocht, sondern weil er gut leben wollte, was damals schon den Sheriff von Nottingham auf den Plan rief. Wie die Geschichte mit Lysander und dem Sheriff endet, braucht niemand mehr zu schreiben.

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            Thomas Elbel


            Zitat Wikipedia: „Lysander fiel im Herbst 395 v. Chr. zu Beginn des Korinthischen Krieges in einem Scharmützel vor Haliartos.
            Er galt als einer der größten spartanischen Feldherren, der sich aber
            durch seinen Hochmut und seinen Ehrgeiz viele Feinde geschaffen habe.“

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Mich turned kein Mann in einer Strumpfhose an. #fail Robin Hood auch nicht in seinem grasgrünen Strampler auf Jagd durch den Sherwood Forest.

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Mein Schnurren klingt derzeit wie das Husten eines Zebras…

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Ok, ich nehme den Grog.:) Doppelte Ladung.

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            Dragonhirse .


            Mich würde interessieren warum Google mir dauernd Warnhinweise gibt wenn ich auf ihre Seite möchte. Google traut Ihnen nicht, Warum? Verschwörung? Sind Ihre Absichten in letzter Zeit auch nicht ganz so koscher? Ich trau mich nicht auf ip-media.net zu gehen. Können Sie mir sagen was man da so sehen kann?

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Das ist ein technisches Problem einer Weiterleitung auf die Seite eines Shops, den wir mit den Büchern bedienen, die Techniker klären das schon- Verschwörungen gibt es nicht. zumindest in meiner Weltvorstellung nicht, ich mache mich regelmäßig darüber lustig.

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            Dragonhirse .


            Nein Google sperrt sowas nicht von jetzt auf gleich, es sei den es wären kriminelle, pornös anstössige oder pishing Seiten. Was mich weiterhin verwundert ist das kein Google Analytic auf der Homepage drauf ist. Sprich irgendwas muss passiert sein damit google darauf aufmerksam wurde, aus spaß machen die sowas nicht. Also technisches Schnick Schnack problem klingt für mich so einleuchtend wie so manch ritterlicher Kampf gegen das Böse im Internet.

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Es ist von ip-media umgeleitet auf den Buchshop, wir wissen nicht wo dran es liegt, an google nicht. Es ist seitdem wir die Umleitung gemacht haben. Es wird in den Tagen raus sein. Alles andere ist für meinen Geschäftsbereich ohne Substanz. Es führt auf den Buchshop von tredition.

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            skreutzer


            Ich weiß jetzt nicht, ob vor 2 Tagen dasselbe dastand wie jetzt, aber weil die Umleitung HTTPS benutzen soll und das Zertifikat aber nicht für die Domain gilt, wäre das genau so ein Szenario, welches ein Phisher ausnutzen würde, um den Datenverkehr mitzulesen.

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Leider muss ich Dich enttäuschen, wir sind keine Phisher. Jedoch, Dein Hinweis hilft, weil es eine gewöhnliche Umleitung ist. Danke.

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            skreutzer


            Ich hab ja nur gesagt, dass man das als Phisher so machen würde ;-) Aber es macht schließlich keinen Sinn, die Anmeldedaten der eigenen Besucher der eigenen Webseite zu phishen (außer, man würde selbige dann auf anderen Seiten ausprobieren wollen, aber da würde man sich gleich die abschreckende HTTPS-Meldung sparen), das ist hier wie sonst oft auch ein weit verbreitetes Konfigurations-Problem. Grundsätzlich ist aber Vorsicht geboten, sofern vertrauenswürdige Daten übermittelt werden sollen (in beide Richtungen).

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      Marinella C.van ten Haarlen


      „No eggs in the trouser…, but heavy on wire!“

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      Thomas Elbel


      Oder er hat sie in Deutschland liegen lassen, als er angeblich ins Ausland gezogen ist.

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        Marinella C.van ten Haarlen


        Sorry, er ist auf der Flucht vor der Realität, die ihn früher oder später einholen muss.

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        Thomas Elbel


        Er kann sich ja von uns welche kopieren und einfügen. ;-)

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          Thomas Elbel


          Du meinst DBM: Digital Balls Management

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          Jetzt wars nur Kaffee? Der arme Monitor, was der in den letzten Tagen alles aushalten musste :)

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      Lysander


      @Thomas Elbel

      Es reicht nun mal nicht, nur ein Links zu kopieren und dann seine eigene Interpretation der Realität reinzufummeln.

      Nur ein paar Schlaglichter:
      1.) https://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezbuecher&id=20537&view=pdf
      Einer der Kernsätze der Rezension (weitestgehend allerdings eine Nacherzählung des Buches von Dr. Höffner) von Monika Dommann:

      „Die Quintessenz zum Schluss dieser vergleichenden Darstellung (S. 253–268) ist bestechend: Höffner widerlegt die in der Öffentlichkeit derzeit wieder gebetsmühlenartig vorgebrachte Behauptung, dass mit mehr Urheberrecht mehr neue Bücher und mit weniger Urheberrecht weniger neue Bücher gedruckt würden.“

      2.) https://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezbuecher&id=20537&view=pdf
      Sebastian Neurauter stellt hier viele Fragen, die er dann unbeantwortet läßt kommt dann aber zum Schluß:

      „Dann schlägt Höffner noch den Bogen zur Gegenwart und macht einen konkreten Vorschlag zur ökonomisch sinnvollen Ausgestaltung des Urheberrechts unter heutigen Bedingungen. Der Vorschlag orientiert sich an Kant, und lautet:… Aber nein, etwas Spannung muss erhalten bleiben. Nur so viel sei verraten: Höffners Vorschläge sind radikal, aber eine Überlegung wert.“

      3:) https://www.recensio.net/rezensionen/zeitschriften/rechtsgeschichte/20-2012/copy_of_ReviewMonograph244575377/@@generate-pdf-recension?language=de

      Die „kritische Auseinandersetzung“ von Isabelle Löhr endet mit der Schlußfolgerung:

      „Auf der anderen Seite ist die These von Höffner, dass das geistige Eigentum ein Monopolrecht ist und als solches durchaus negative Effekte auf die Verbreitung von Kunst, Literatur und Wissen haben kann, gerade mit Blick auf gegenwärtige Diskussionen wichtig und sollte Gehör finden.“

      „… eine recht schlicht fundierte Einzelmeinung“ (Zitat Elbel) sieht m.E.n. anders aus. In der bereits mehrfach erwähnten Leseliste (Verlinkung leider verboten) auf LuL.to kann man weitere fundierte Alternativvorschläge und Analysen zum überholten dt. Urheberrecht finden.

      Ich habe nichts „schön geredet“, sondern darauf hingewiesen, daß die von Dr. Höffner und anderen erarbeiteten Aspekte in den von HobbyautorenInnen aufgebrachten Diskussionen geflissentlich ignoriert werden.

      Thomas Elbel ist nun einer der wenigen Diskussionsteilnehmern, der versucht ernsthaft auf die Aspekte einzugehen und aus seiner Sicht als Autor zu interpretieren.

      Allerdings trifft er daneben, wenn er dann die ökonomischen Aspekte der e-book-Piraterie wieder in den Vordergrund rückt. Geldgeilheit wurde bisher nur bei einigen der Autorinnen manifest. Die flotte Charlotte fordert z.B. von uns eine runde Viertelmillionen für den entgangenen Gewinn aus der Veröffentlichung EINES ihrer halbherzigen und halbgaren „Werke“. (Ganz nebenbei – wir haben die Titel dieser Schreiberin korrekt bei .amazon.co.jp erworben. Sie hat damit (durch die von dort strömenden Tandiemen) mehr an uns verdient, als wir bei LuL jemals mit Ihren Schinken erwirtschaften könnten).

      Und es gehört, anders als Elbel vermutet, kein bißchen Mut dazu die Wahrheit zu sagen. Ja LuL.to erwirtschaftet Geld, damit wir die technischen Ausgaben und die für dieses Portal arbeitenden Menschen bezahlen können. Wer aber eine Gewinnerzielungsabsicht vermutet hat keine Ahnung von der Form der Piraterie wie sie von LuL.to betrieben wird.

      Ich kann von meiner Rente gut leben und wenn es nicht so wäre, gäbe es tausende von Möglichkeiten im Netz (legal oder illegal) Geld zu machen.

      Und am Schluß hat Elbel nur Bullenscheiße im Sinn. Fazit: Der Versuch einer fundierten Replik fing hoffnungsvoll an und endete dann kläglich…

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        Thomas Elbel


        Netter Cherrypickingversuch. Ich kann jedem nur empfehlen, die Gesamtrezensionen zu lesen. Es ist eher einhelliger Konsens, dass Höffners Argumentation daran leidet, dass sie alle anderen Einflussfaktoren neben dem Urheberrecht ausblendet und seine These daher unfundiert ist, da er selbst nicht versucht hat, sie durch Gegenproben und versuchsweise Anwendung alternativer Begründungszusammenhänge, die sich durchaus angeboten hätten, zu falszifizieren.
        Und nicht einmal Höffner selbst behauptet (und ich habe ihn dazu persönlich befragt), dass seine These, das Urheberrecht habe damals ein Innovationshindernis dargestellt, könne mir nix dir nix auf die Gegenwart übertragen werden.
        Und selbst wenn: Es ist einfach billige Rabulistik und Winkeladvokatur, wenn mir der xte Pirat erklärt, er tue das alles nur, weil ich ohne Urheberrecht viel besser dran wäre, also quasi zu meinem eigenen Besten. Erstens ist das schlicht gelogen, den ich und alle anderen Autoren sind Herrn Lysander wurschtegal.
        Wie Herr Jester weiter unten sagt: Wenn Herrn Lysander tatsächlich irgendwas an der Debatte zum Urheberrecht und Autoren gelegen wäre, würde er sich verdammt noch mal an geltende Gesetze einbringen und sich in der erlaubten Form in den demokratischen Diskurs einbringen.
        Nur, weil ich meinerseits der Meinung bin, dass Herr Lysander ein krimineller Fatzke ist, lasse ich mich auch nicht zum Superhacker ausbilden und spüre ihm unter Anmaßung strafverfolgerischer Kompetenzen auf eigene Faust hinterher, mobbe seine (angebliche) Frau oder stalke seine (eventuell vorhandenen) Kinder.

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          skreutzer


          Na, es dürfte ja sehr schwierig werden, verhinderte „Innovation“ und Rezeption irgendwie zu messen. Was man aber relativ sicher sagen kann, ist, dass das Urheberrecht quasi sämtliche Werke von Relevanz für unsere heutige Zeit vor der vielfältigen Nutzung über den rein passiven Konsum hinaus wegsperrt. Es gibt natürlich Versuche wie https://www.techdirt.com/articles/20141229/10521029540/how-copyright-makes-culture-disappear.shtml, dem Problem hinterherzuspüren, meine Sorge ist aber mehr, dass es selbst bei baldiger Urheberrechtsreform wohl bestimmt 20-30 Jahre dauern könnte, überhaupt die erforderliche Medienkompetenz zu entwickeln, und je später wir damit anfangen, desto schlechter für uns, auch persönlich.

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            Thomas Elbel


            „vor der vielfältigen Nutzung über den rein passiven Konsum hinaus wegsperrt“
            Was genau schwebt Dir da vor?

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            skreutzer


            Ich würde erstmal alle Bücher per Print-on-Demand druckbar machen (Softcover, Hardcover) und umgekehrt gedruckte Bücher ebooken. Dann könnte man denen Social Reading (Kommentierbarkeit, Debattierbarkeit) spendieren, hinzu käme Voll-Indexierung und Querverweise zwecks echtem Hypertext (für ein paar Anregungen siehe die Vorträge der „Books in Browsers“-Konferenz). Und schließlich wäre auch die Bereitstellung von ein paar Werkzeugen ganz nett, mit denen geändert, ergänzt, zusammengefasst, neu kombiniert und die Ergebnisse distributiert werden können. Soweit, was mir dazu zuerst einfällt. Dass wir das nicht haben können, liegt nicht unwesentlich daran, dass mit den frei verfügbaren Werken und den wenigen daran interessierten Lesern kaum Momentum zusammenkommen kann, obwohl das technisch locker umgesetzt werden kann und auch nichtsdestotrotz wird (allerdings sehr langsam).

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        Thomas Elbel


        Hier übrigens noch eine von Prof. Siegrist von der Uni Leipzig: https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-15417
        Ein Zitat: „Weil Höffner die Einheiten seines „Länder“-Vergleichs zu statisch
        behandelt und die zwischen diesen bestehenden Ähnlichkeiten,
        Unterschiede und Verflechtungen und Transfers nicht systematisch
        herausarbeitet, bleibt seine These Spekulation.“
        Dito.

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      ich muss kein Fan sein von lysander um ihm dasselbe zu zu gestehen wie ich es auch Thomas Elbel zugestehe: das jemand sich engagiert nicht wegen Geld sondern weil er grundsätzlich dahintersteht und davon überzeugt ist. Geld ist ein starker Antrieb, das stimmt. Gottseidank tun wir alle auch noch Dinge aus Überzeugung. Ob das dann richtig so ist und legal, steht auf einem anderen Blatt…

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        Thomas Elbel


        Was sollte mich dazu bringen, Lysander zu glauben? In einer Szene, wo alles auf Tarnen und Täuschen beruht, soll er die löbliche Ausnahme sein?! Das hat mir so ziemlich jeder Buchpirat erzählt, mit dem ich Kontakt hatte.
        Übrigens finde ich es genauso verwerflich, wenn jemand Buchpiratenseiten nur für Ruhm und Anerkennung betreibt, denn auch die sollten doch wohl eigentlich den Autoren zustehen.

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    skreutzer


    Den technischen Aspekt gibt es auch noch, vgl. Skriptorium vs. Druckerpresse.

    Zum rechtlichen Aspekt ist zu sagen, dass es ein Irrtum ist, anzunehmen, dass es zum Urheberrecht (insbesondere die Nutzungsrecht-Situation) einen gesellschaftlichen Konsens gäbe, den gab es auch noch nie. Vorher ist das aber nie groß aufgefallen, weil fast niemand eine Druckerei, eine Radiosendung oder einen Fernsehsender hatte, heute hat das aber jeder in der Hosentasche ständig dabei. Die Praxis zeigt dabei, dass den meisten Leuten das Urheberrecht total gleichgültig ist, manche halten sich gewohnheitsmäßig daran, manche verstoßen dagegen intuitiv. Wo früher Rechtsabteilungen großer Firmen Verwertungsrechte ausgehandelt haben, müssen heute gewöhnliche Nutzer die weitreichenden Konsequenzen von unscheinbaren Mausklicks berücksichtigen, werden die Rechte der Öffentlichkeit mehr und mehr beschnitten als jemals zuvor (Schutzfristverlängerungen, DRM, usw.).

    Zum sozialen und ethischen Aspekt könnte man behaupten, dass man auf Belletristik im Zweifel auch gut verzichten kann, auf Software, Sachtexte und wissenschaftliche Publikationen aber keineswegs, das kostet Fortschritt und Menschenleben, wenn man so will. Da spielen auch die Kosten und Preise überhaupt keine Rolle, sondern Rechte, Freiheiten und Unabhängigkeit.

    Was Kopien angeht, wie hoch sind nochmal die Kosten, eine anzufertigen? Hier liegt einfach ein großes Missverständnis darüber vor, was das Produkt ist, wie ein digitalverträgliches Geschäftsmodell aussehen muss und wie insgesamt gesehen Anreize für mehr und bessere Produktion bei höherer Entlohnung zu niedrigeren Preisen für den Nutzer unter Wahrung digitaler Grundrechte eingerichtet werden können. Das mit dem Investitionsrisiko ist bei den gesunkenen Kosten und Auftragsarbeit, Crowdfunding, Subskription, Förderung, Verkauf physischer Manifestationen, freiwilligen Zahlungen, Zusatzangeboten usw. usf. schon längst nicht mehr das Thema, das kriegt man schon geregelt.

    Ein digitales Gut zu missbrauchen, das würde mich schon mal interessieren, wie so etwas aussehen soll. Von Natur aus ist es dazu ausgelegt, auf Arten und Weisen verwendet zu werden, die dem physischen Gut fremd sind.

    Man sollte berücksichtigen, dass auch unter den widrigen Umständen des gegenwärtigen Urheberrechts die Option der freien Lizenzierung besteht, unter welcher Schaffende ihre Werke veröffentlichen und welche Nutzer einfordern können, logischerweise samt dazugehörigem funktionierenden wirtschaftlichen Ökosystem.

    (Text ist pre-edit)

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      skreutzer


      Na, erstens mal haben die Urheber das Erstveröffentlichungsrecht auf ihrer Seite, das kann ihnen ja unmöglich genommen werden. Solange man sein Werk in der eigenen Schublade unter Verschluss hat, gibt’s auch keine Kopien. Wenn jemand eine Kopie will, lässt man sich das fürstlich vergüten (entweder pro Gelegenheit oder als Auftragsarbeit, sodass die ganzen Kosten schonmal gedeckt sind mit oder ohne Gewinn). Dann bleibt auch der Wert von physischen Manifestationen erhalten, die über den reinen Materialwert hinaus gerade infolge der physisch bedingten Knappheit eine Art Sammlerobjekt darstellen kann (eine Bootleg-CD ist nicht dasselbe wie die handsignierte Collectors Edition oder so). Bei Software wird oft für Wartung, individuelle Anpassungen und Garantie gezahlt. Bei E-Books kann man auch sicher davon ausgehen, dass ein guter Teil der Leserschaft den Autor durchaus unterstützen möchte (wohl auch, um Anreize für neue Werke zu schaffen durch gesichertes Auskommen) zu möglichst großem Anteil, oder bereit ist, für Bequemlichkeit (Plattform-Integration) zu bezahlen. Ferner tut sich das Feld der Kuration auf, sprich: nicht ständig neue Werke zu schaffen, sondern bestehende zu erschließen und zu verbessern, auch gegen Entgelt.

      Zugegebenermaßen ist aber freie Lizenzierung nicht, woran wirtschaftlich Verwertungsinteressierte zuerst denken, denn deren Ziel ist bekanntlich, aus möglichst allen anderen möglichst viel Geld herauszupressen statt ein in gesunden Wechselbeziehungen stehendes Ökosystem zu begünstigen, und das Urheberrecht macht das nur allzu einfach zum Nachteil aller anderen Beteiligten (das oben eingebettete Video „Geschichte und Wesen des Urheberrechts“ von Eckhard Hoeffner wäre in dem Zusammenhang nicht nur als bloße Dekoration zu sehen).

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        skreutzer


        Das Erstveröffentlichungsrecht nützt natürlich nur dann etwas, wenn es Leute gibt, die das Werk haben wollen. Diese Leute wählen dann, was ihnen die Veröffentlichung wert ist und ab welcher Schwelle sie doch eher auf das Werk verzichten. Wenn kein Bedarf da ist, weil Leser auf andere Werke ausweichen können, dann werden sich Verlage und Self-Publisher von der Vorstellung verabschieden müssen, dass sie ein Recht haben auf Abnahme. Wenn ein Verlag genügend zahlungswilliges Publikum hat und sich trotz Piraterie die Veröffentlichung lohnt, dann wird diese wohl auch stattfinden. Wenn die Piraten genügend zahlungswilliges Publikum finden, dann können sie mit den Verlagen konkurrieren um die bessere Pflege der Leserschaft. Wenn es keine zahlungswilligen Abnehmer geben sollte (wovon ich überhaupt nicht ausgehe), hängt man professionelles Schreiben besser an den Nagel und macht etwas anderes. Webseiten, Blogs und Zeitungen sitzen da übrigens im gleichen Boot mit Texten im Netz.

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    Marinella C.van ten Haarlen


    Sleep well, both of you! Till then!

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      Marinella C.van ten Haarlen


      THX:) Take your time.:)

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    deubacoba


    Ich muß gestehen, mehr als zwei Absätze diesen Kampfs gegen die deutsche Sprache habe ich mir nicht angetan. Aber das war auch schon genug.

    Jedesmal dieses Herumgeflemme von irgendwelcehn daher gelaufenen Pseudo-Robin Hoods. Diese Sozialromantik kann man sich sparen, außer den Ewig-Gestrigen Rechts und Links interessiert das doch niemanden. Wer dem Gebot der Wohlfahrt folgt, der hält doch schon aus Anstand den Schnabel (ist wie mit den Frauen). Dies empfiehlt sich erst recht, wenn man anfängt Bärenfelle zu verteilen, die einem nicht gehören. Das Sharing schon seit Angebeginn des digitalen Zeitalters auch immer ein etwas präpubertärer Sport – ich hab’s zuerst verteilt – war ist leider eine Tatsache. Mit irgendetwas muß sich der Nachwuchs ja vom Hormonstau ablenken. Richtig unappetitlich wird und wurde es aber immer, wenn sich schwierige Gestalten in die Sache einmischen, bei den Phreakern waren es die Ocelote, die plötzlich Kohle für AT&T Codes haben wollten, bei den Jungs von Sytem 8 und 16 waren es die Lurche, die Listen nur noch gegen Geld rausrückten oder die in Venlo anfingen, die Jüngeren abzuzocken. Ich erinnere mich noch gut an eine Sackratte, die tatsächlich Geld dafür verlangt hat, wenn man sich ein DSA-Abenteuer kopieren wollte, wohl gemerkt ohne die Kopien zu liefern, daß sollte man schon selbst bezahlen. Der Junge sitzt zu recht im Häfen.

    Es sind nun einmal zwei Paar Stiefel, ob man jemand etwas leiht, die gesammelten Werke von Gustav Mahler auf irgendeinem Netzlaufwerk den lieben Kollegen zur Verfügung stellt, seine durchsortierte Classic-Porno Sammlung in irgendeinem Dropbox/Google-Account vergißt – oder man anfängt die Inhalte gegen Kohle und sei durch Werbung an Mann und Frau zu bringen. Sharing hört da auf, wo Umsätze generiert werden, selbst wenn diese nicht einmal die Kosten decken. Soviel mal dazu.

    Nichts desto trotz dürfen wir uns alle den Kopf darüber zerbrechen, wie Inhalte in Zukunft verwertet werden können. Comedy, Talkshows, Radio etc. werden bereits jetzt von YouTube und Konsorten überrollt. Warum sollte man sich künstlich erzeugten Klatsch im Fernsehen reinziehen, wenn es mehr als genug Kandidaten gibt, die sich selbst zum Affen machen (ist bewußt überspitzt formuliert). Bereits jetzt konkurrieren kommerziell verwertete Inhalte mit den diversen Abstufungen von Free-Content. Wozu ein Buch von Autor XY kaufen, wenn es zehn andere Alternativen gibt, die ihre Geschichten gratis anbieten. Hier wird sich in nahen Zukunft die Spreu vom Weizen trennen. Die Top 10% werden richtig Kohle scheffeln, allerdings werden auch sie dafür arbeiten müssen. Die second tier 25% werden sich je nach Katgorie und Genre mit entsprechend weniger zufrieden geben müssen. In Deutschland würden die Armen aber immer noch genug Steuer zahlen müssen. Schwierig wird es für die Gruppe dahinter, da hier ohne finanzielles Polster oder zusätzlichen Erwerb schnell die Luft raus sein kann. Trotzdem sehe ich hier keinen Schwund an Nachwuchs. Es gibt weltweit anscheinend genug Menschen die etwas mitzuteilen haben, dies auch wollen und können. Die Einzigen, die in die Röhre schauen, sind die bisherigen Vermarkter, die sich in der Vergangenheit auf dem Rücken des Mittelmaßes ausruhen konnten und dies mit allen Mitteln versuchen werden zu verteidigen.

    Gerade Letzteres führt mich zurück zum Thema teilen. In einer anderen Diskussion kam man zu dem Schluß, das Verleihen eigentlich je nach Branche entsprechend eingepreist sein muß. Hier spielt der deutsche Buchmarkt mit seiner Preisbindung natürlich eine sehr unrühmliche Rolle. Dazu kommt noch die Tradition der Bibliotheken als öffentliche Verleih-Hubs. Wenn alles richtig ticken würde, dann könnte sich jeder in der nächsten Bibliothek gegen Gebühr alles nach Lust und Laune ausleihen – und damit wäre das Thema auch schon erledigt. Leider steht da ein „wenn“ – zum einen sind selbst die Zentralbibliotheken immer noch nicht infrastrukturell auf die Jetzt-Zeit eingestellt (liegt a bisserl am Durchschnittsalter beim Personal), hier muß die Politik, also die Gesellschaft mal Dampf machen, denn was nutzen uns Datenhighways, wenn wir keine Inhalte zum durchpumpen haben. Zum anderen gibt es da Stakeholder, die sich mit allen Mitteln dagegen wehren, mal etwas Sinnvolles mit dem Netz anzustellen. Da wären die guten Verlage, die natürlich ihre Umsätze schrumpfen sehen, wenn Hinz und Kuntz sich ihren Lesestoff per OPAC ziehen. Viel schlimmer für diese Tröten wird es aber, wenn die Autoren spanne, daß die Vermarkter der Zukunft Bibliothek und nicht Verlag heißen. Da könnte schnell das Printgeschäft,d as Lektorat und andere Dienstleistungen überig bleiben (und selbst das lläßt sich heute schon optimieren). Die anderen Bremser an der Stelle haben so große Namen wie Amazon, Libri, Google etc., denen würde es gar nicht passen, wenn es neben ihren Exklusiv-Kanälen richtige Konkurrenz von öfffentlicher Seite gäbe. Definitiv uninteressant oder maximal Notlösungen sind die handvoll Free-4-All Angebote. Zu diesen hat aber keines der in den letzten Monaten geschlossenen Angebote gehört.

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    Links zu illegalen Downloads oder Webseiten sind nachweislich in Deutschland verboten. Deswegen habe ich ein Posting gelöscht. Bitte auch künftig keine solchen Links setzen, ansonsten muss ich leider wieder aktiv werden. Nach einmaliger Verwarnung ist der Schreibzugriff hier weg.

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      Esther


      Moment: Ist dann schon lul.to in einem Satzzusammenhang ein Link?

      Esther

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        dale-gribble


        War der entfernte Link nicht sogar zu irgendeinem LuL-Inhalt? Irgendwie paradox unter einem Artikel von/über LuL Links zu eben dieser Seite zu löschen.

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          skreutzer


          Ich schätze mal, das bezieht sich darauf, dass ich mich für die Liste der Publikationen zum Urheberrecht interessiert habe, wie sie im Artikel genannt, aber nicht verlinkt war. Unbedarft habe ich die dann erwähnt und Lysiander direktverlinkt, was ein Armutszeugnis wäre, wenn das verboten wäre, aber nach geltender Rechtsprechung kann das durchaus so sein. Letztendlich ging es ohnehin nur darum, an die Buchempfehlungen zu kommen, denn ein paar Cent oder geschenkt wäre noch zu teuer bei piratierten restriktiv lizenzierten Werken.

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            dale-gribble


            Okay, ich hab mir den Post noch mal rausgesucht. Das war natürlich schon eine sehr explizite Verlinkung auf illegale Angebote, nicht nur auf die Seite im Allgemeinen. Trotzdem scheint die Grenze da nicht ganz klar definiert.

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            skreutzer


            Ja gut, mir ist das ja relativ wurscht, von mir aus braucht der Link auch nicht nach lul.to gehen, braucht man ja nicht noch SEO dafür machen statt für die Autoren der Titel, nur ist mir eben auch woanders keine derartige Liste bekannt (da scheint sich der Pirat also mehr um das Thema bemüht zu haben als die Hüter von Kunst und Kultur). Eine nicht akzeptable Einschränkung des Zitatrechts wäre es allemal, wenn der Link wirklich unrechtmäßig wäre. 09 F9 sag ich da nur.

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        nein, aber da stand https:// etc. pp. – das IST ein Link!

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          skreutzer


          Also, einen aktiven Link finde ich aber immer noch in den Kommentaren. Wobei sich meiner Kenntnis entzieht, ob das nur für direkte Links auf eine urheberrechtsverletzend bereitgestellte Datei gilt oder auch für vorgeschaltete Seiten.

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    VanityBackfires


    Was ist denn das für ein Bullshit? LuL, Robin Hood der Urheberrechtsverletzer? Wie kann man so einen Artikel schreiben, in dem man auch noch völlig ironiefrei von „zahlenden Kunden“ spricht? Die Seite pervertiert den Grundgedanken des Filesharings. Hoffentlich zieht euch bald wer aus dem Verkehr. Menschen, die sich für das Bereitstellen von Content, der ihnen nicht gehört, bezahlen lassen, verdienen die volle Härte des Gesetzes.

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      Lysander


      Bullenscheiße ist ja ein recht gutes Naturdüngemittel. Aber Robin Hood der Urheberrechtsverletzer? Wo habe ich das denn geschrieben? Bitte mal über Robin Hood schlau machen ->

      Und was ich nicht verstehe: wo „pervertiert“ denn LuL.to „den Grundgedanken des Filesharings“? Wo gibt es Downloads umsonst? Bei uploaded & Co.? Mit einem Monatskonto für 10-20 Euro. Oder mit einem kostenlosen Konto dort, bei dem ich mich durch den Werbedschungel quäle und mit meiner kostenbaren Lebenszeit bezahle? Warum werden 95% der angebotenen Downloads von den Uppern auf kostenpflichtigen OCH platziert? Und werden die Werbebanner dort nur angebracht, damit es etwas bunter ist?

      Bei LuL.to gibt es eben keine „User“ deren Ziel das Jagen und Sammeln ist um die nächste externe Festplatte voll zu bekommen. Ja bei uns sind es zahlende Kunden, die zu Recht erwarten, als solche optimal bedient zu werden. Bei uns braucht man keine 10 Euro einzubezahlen wie beim seligen ebookspender, um darüber abzustimmen zu dürfen, welche Titel gekauft werden. Die Wunschliste wird jeden Tag bearbeitet und die Titel mit 30-40 Votes garantiert gekauft.

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        Esther


        Naja, bei LibGen gibt es schon kostenlose und werbefreie direkte Downloads. Dafür stehen dort eben die neuesten Titel nicht zur Verfügung.

        Da wir weder die Bezugsquellen noch die Finanzierung von LibGen kennen ist der Vergleich müsig. Das ist in weiten Teilen schlicht ein völlig anderes Angebot und wahrscheinlich auch eine andere Art von Nutzern.

        Esther

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          Doch, Bezugsquellen und Finanzierung von LibGen sind bekannt, mir zumindest.

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            Esther


            Gut Manuel – sie sind jedenfalls nicht öffentlich bekannt.

            Und wenn die Verlage das ebenfalls wissen und dennoch nichts unternehmen wollen werden sie dafür Gründe haben.

            Esther

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            Einige Verlage wissen es durchaus. Aber da gibt es eine ganze Reihe von Gründen, die freilich mit Rationalität oft nichts zu tun haben. Der schlimmste Feind der Volksfront von Judäa sind bekanntlich nicht die Römer, sondern die judäische Volksfront. Ich bin sehr gespannt, wie groß der Leidensdruck noch werden muss.

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            Thomas Elbel


            Russen, richtig? Falls ich recht habe, finde ich es jedenfalls nicht weiter verwunderlich, dass es unser aller Freund Putin nicht sonderlich kratzt, wenn irgendwelche Kriminellen in seinem Land westlichen Verlagen wirtschaftlich schaden.

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            Die russischen Verlage sind bei teilweise zweistelligen Umsatzeinbußen im Jahr auch nicht gerade begeistert. – Putin ist es aber wohl schlichtweg wurscht, solange sich da nichts gegen seine Diktatur wendet. Wirtschaftliche Argumente interessieren ihn bekanntlich nicht, und vielleicht ist es ihm sogar recht, wenn Verlage verschwinden und die Leute stattdessen Staatsfernsehen sehen.

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            Thomas Elbel


            Das war sehr erhellend. Danke. Frau „Esther“ mag sich dann mal überlegen, was für Strukturen sie da fördert und segnet.

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            Esther


            Wo genau habe ich denn irgendwelche Strukturen gefordert oder gefördert, Herr Prof. Schreibe-Mist.

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            Thomas Elbel


            Mit Ihrer penetranten Werbung für LibGen, liebe Frau S.

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            mario


            Ach ja, die frau S. ^^

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            Thomas Elbel


            Übrigens, lieber Herr Bonik, da Sie schon mal hier sind: Gibt es irgendwelches Datenmaterial respektive Statistik zu der ständig – auch von Frau „Esther“ wiederholten Gebetsmühle, dass Piraterieangebote mehrheitlich von armen Leuten genutzt werden, die sich die Bücher nicht leisten können? Also eine Art Statistik zum sozioökonomischen Hintergrund der Nutzer von Piratenangeboten?

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            Ist mir leider nichts bekannt. – Was Piraten in Deutschland angeht, verweise ich auf das nicht ganz unamüsante Kapitel „Was Piraten wirklich wollen“ in https://abuse-search.com/Gutenberg%2034m.pdf in unserer Gutenberg-3.0-Studie.

            Auch das Angebot von LUL, das ja hauptsächlich aus schlimmem Schmonz besteht, macht ja nicht den Eindruck, als richte es sich an arme Studenten, die sich zwischen Buch oder Brot entscheiden müssen. – Da habe ich für LibGen tausendmal mehr Verständnis.

            Esther hat, scheint mir, hauptsächlich Angst davor, dass ihr Sohn beim Klauen erwischt wird und es dann teuer wird.

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            Thomas Elbel


            Ja. Das ist ebenfalls sehr aufschlussreich und entspricht meinen Erfahrungen im Urheberdiskussionsforum der Piratenpartei. Zwei der notorischsten Verteidiger der Piraterie dort, die auch mehrfach mit dem Armutsargument kamen, waren beide wissenschaftliche Assistenten mit Vollstelle an deutschen bzw. österreichischen Lehrstühlen, wie ja die Piratenpartei selbst im Schnitt überhaupt eher ein Akademiker- und Mittelklasseklüngel war.

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            Thomas Elbel


            Oh, the irony.
            Mir wird hier von Frau S. erzählt, ich habe Piraterie zu dulden, weil sie zwar illegal, aber sowieso nicht verhinderbar und im Übrigen aus Sicht Ihrer bettelarmen Söhne und der kapitalistischen Weltverschwörung der Fachbuchverlage und der bösartigen Abwesenheit von Onlineleihangeboten als quasi Notwehr moralisch gerechtfertigt sei. aber wenn ich Frau S.‘ personenbezogene Daten „share“, was nicht einmal illegal ist, dann kommt aber sofort die Datenpolizei.

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            Piraten sind ja auch nicht gleich Piraten. Es gibt 1000 unterschiedliche Sorten. Aber ich gebe zu, Du hast mit der Verallgemeinerung nicht angefangen sondern Thomas.

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            „Was Piraten wirklich wollen“ weiß man nicht für alle Piraten. Wo will man Kindergartenkinder mit Augenklappe verorten, wo Funktionäre der Piraten-Partei, die inzwischen gemerkt haben, dass der Job gar nicht so locker ist?

            (Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen in der Hängematte abhängen, die Beschäftigungsmedien ohne Gefahr bei den Kulturschaffenden abgreifen und dann: mal sehen. Sich gelegentlich mal beschweren, wenn doch Gefahr aufkommt. Aber ich will es jetzt nicht googlen: Gibt es die Piraten-Partei eigentlich noch?)

            In jenem Kapitel geht es um eine bestimmte Sorte Downloader, die ganz dringend Sachen zu Vermögensanlagen oder neuesten Fernsehern sucht und sich dann beschwert, wenn die entsprechenden Warentest- bzw. Finanztest-Hefte gerade mal nicht zu finden sind. Da wird es dann – egal, wohin man sich in dieser ganzen Debatte stellt – obszön. Das sind keine armen Ophthalmologie-Studenten aus Pakistan.

            Schade, dass niemand auf den „schlimmen Schmonz“ reagiert hat. Ich habe ja als Künstler und Herausgeber viel mit mir irgendwie zugelaufenen Texten gemacht – wenn man so will: als Pirat -, aber da ging es dann um Texte von nicht ausreichend bekannten Künstlern oder alte Sachen von vergessenen Autoren, ich werde ja noch sagen dürfen: mit Anspruch. Und übrigens sehr analog.

            Was mir LUL im Wesentlichen anbietet, ob verlegt oder self-published, möchte ich nicht im Original und nicht in seinen Iterationen. Das würde ich nur lesen, wenn man mich dafür bezahlt. Dass sie auch Spiegel-Besten-Listen o. ä. abgreifen, ändert am Gesamteindruck nichts.

            (Wenn man dann da so in der Hängematte liegt, sollte man doch bitte auch den Nachweis erbringen – die einzige Bedingung … -, dass man anspruchsvollstmöglich liest, jeden Monat mit Grundeinkommen optimal zum Nutzen auch der anderen nutzt. Und alles dafür tut, um über das LUL-Niveau hinaus zu kommen.)

            Wenn LUL früher stirbt als LibGen, wäre es ein Grund für Kulturoptimismus?

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            Esther


            Auch das habe ich nie behauptet, Herr Prof. Schreibe-Mist.

            Es ist schon erheiternd, was aus einem Menschen, der offensichtlich weder des Lesens noch des Schreibens mächtig ist so alles werden kann.

            Esther

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            Thomas Elbel


            Schön, dass Sie sich an Ihre eigene Argumentation nicht erinnern. Es ging doch um Ihre Söhne und die allzu teuren Fachbücher. Sie erinnern sich, Frau S.?

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        VanityBackfires


        Hab nie behauptet, dass die Bezahlhosteruploader besser sind. DIe sind genauso scheiße, und denen gehört ebenfalls das Handwerk gelegt. Das rechtfertigt eure Sache noch lange nicht. Downloads umsonst gibt es unter anderem bei Angeboten wie LibGen und auf unzähligen Trackern. Und ja, es gibt auch noch OCH, die freeuserfreundlich sind.

        >Ja bei uns sind es zahlende Kunden, die zu Recht erwarten, als solche optimal bedient zu werden.

        Und genau das ist ja das absurde. Ihr macht hier fröhlich auf seriöses Unternehmen, ohne auf das absurde daran zu achten. Was bist du, CEO? Nein, LuL ist eine der leider unzähligen Seiten, die den Grundgedanken des Filesharings – alles für alle für immer für nichts – schamlos ausnutzen, um Profit zu generieren.

        Euer Laden schadet denen, die wirklich an die Idee des Filesharings glauben, die eine Reform des Urheberrechts wollen.

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    Dragonhirse .


    Ich arbeite in der Regel 40 Stunden pro Woche manchmal sogar 60 wenn es dumm läuft, als mir damals der Geldbeutel geklaut wurde mit 80€ Bargeld hatte ich einen Verlust mit wiederbeschaffung von ~300€.

    Warum bin ich nicht damals auf die Idee gekommen ein Kopfgeld im 6 stelligen Bereich zu verfassen und jede Menge Anwälte zu beauftragen? Ich glaub ich weiß es, ich hab als normaler Arbeiter nicht das Geld dazu, als normaler Arbeiter wurde mir von der Polizei gesagt das ich besser darauf aufzupassen habe und ich es als schmerzhafte Lektion sehen soll. Das war es, keine Hausdurchsuchungen kein Großeinsatz mit SEK, GSG9 oder Geheimdienst :((

    Ok genug von mir, weinen tut wahrscheinlich niemand. Ich will dieses Problem ganz ohne Moral und Gesetz angehen obwohl es wahrscheinlich schon zu spät ist. Aber vll sollte sich der ein oder andere Autor auch mal freuen das sein Werk auf so einer Seite steht, den es ist erstens kostenlose Werbung und zweitens bringt es meiner Meinung nach auch Geld. Es ist für mich ein mythos das alle alles nur umsonst haben wollen. Als bsp. möchte ich die TV Serie Game of Thrones anmerken, dieser Text zeigt hier (https://www.basicthinking.de/blog/2013/04/02/raubkopien-inklusive-game-of-thrones-bricht-alle-rekorde-das-pay-tv-dilemma/) zeigt gut das Raubkopie eben nicht zum Untergang führt sondern meist das die Serie, das Buch weiter verbreitet wird. Und genau deshalb können auch Gehälter von 1 Millionen Dollar pro Folge gezahlt werden. Man sieht Raubkopie ist ärgerlich aber nicht zwingend das Ende.

    OK kommen wir weg vom Globalplayer und gehen zu den kleinen Autoren die sicherlich nicht in dem Maße davon profitieren und wahrscheinlich auch eher finanziellen Verlust machen, liegt das rein an der Piraterie ? Ich für meinen Teil denke nicht, die Maße will Qualität und dafür ist sie auch bereit zu zahlen. Allerdings nicht zu den Amazon Bedingungen und den Preisen.

    Die Frage ist kommen Autoren wirklich besser weg wenn alles nach geltendem Recht abläuft? Ich für mein Teil sag Nein den ich gebe Autoren keine zweite Chance, ist das erste Buch schlecht wird auch das zweite Buch nicht gekauft, erst wenn im Bekanntenkreis mehrheitlich gesagt wird das dieses oder jene Buch diesmal gelungen ist wird wieder überlegt es mir an zu schauen.

    Auch wäre es mal zu überlegen ob man jedes Buch über ein Verlag verbreiten muss oder man andere Wege nimmt.

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      Dragonhirse .


      Das lässt sich beliebig erweitern. Two and a half men, Big Bang Theory und und und.Hier geht es aufzuzeigen das illegale Piraterie eben so weit schon verankert ist das die großen schon damit rechnen und das auch noch erfolgreich.

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    Axel Küber


    Biatch! Auf den Flohmarkt zu gehen und da gebrannte Spiele verkaufen würde mehr Eier erfordern.Morgens einmal avax leersaugen, nachmittags die WordPress-Theme vollklatschen und abends einen runterholen auf seine Robin Hood Story…

    Wär ich bestohlener Rechteinhaber, würde ich die Miniklöten dieses Lysander schon längst vor Gericht gezerrt haben und seine Mutti müsste für den Rest ihres Lebens ziemlich viel ackern um den Kleinen seine Rechnungen zu bezahlen

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      Lysander


      Das war ja zu erwarten. Nachdem sich hier seit heute morgen erwachsene Menschen mit konträhren Meinungen treffen und austauschen. Kommt jetzt der erste Troll, der offensichtlich Probleme mit seinen Hoden hat.

      Meine Mutti ist im gesegneten Alter von 96 Jahren friedlich gestorben. Aber sie hatte viel Humor und würde mit mir herzlich lachen.

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        MoMo


        Steinigt mich ruhig alle aber irgendwie mag ich lysander, auch wenn ich lul.to null mag oder gar besuche.

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          MoMo


          Naja wenn du seine Nachrichten liest, erkennst du ganz schnell das er kein Scriptkidy ist. Er zeigt schon ein gewisses Alter. Und auch Dirk von Kino.to mochte ich.

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Guten Morgen, wie wahr. Er hat bis jetzt noch nicht einmal auf den langen Blogbeitrag von mir logische Gegenargumente geben können.

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Not better yet, can’t talk. :(( Take your time. :)) CU

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            Na. Dafür haben wir Dich aber heute recht erfolgreich von der Arbeit abgehalten.

            As said: job first!

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            ak


            Aber das nur Frauen Multitasking können muss ich dir nochmal widerlegen:)

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      Esther


      Auch dir sei gesagt, was edoeps verbliebenen Intellekt leider übersteigt:

      Man kann nur Leute vor Gericht stellen, die man kennt. Man braucht z.B. eine Anschrift, um jemanden laden zu können.

      Die Anschriften der Piraten sind nicht bekannt, Lysander hat schon gefühlte 100 Mal geschrieben, dass er nicht in Deutschland lebt.

      Das wird nichts mit dem „Vor-Gericht-Zerren“.

      Esther

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        Axel Küber


        Wenn Sie es nicht fertig bringen, sollten Sie aufhören zu jammern. Es gibt keinen Artenschutz für bestohlene Schriftsteller. Lul.to gehen ins Risiko…Wenn sie den Einsatz nicht mitgehen und sehen wollen, dann haben Sie das Spiel nicht gewonnen aka verloren. Vielleicht lohnt sich für Sie der Gang zum Anwalt ja doch nicht, ihre Entscheidung.

        Ungenutztes Potential ist verschwendete Energie

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    Der Lysander!

    Was will er uns mit seinem Geschwurbel nur sagen? Dass er ein wahrer Robin Hood ist? Ein Retter der Geknechteten, ein Kämpfer für die Entrechteten?
    Oder hat er nur in selten gesehener Einfalt eine vorsätzlich begangene, gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung zugegeben, begangen durch eine von ihm organisierte Gruppe? Und die Ermittler werden sich freuen: Je schöner die LuL-Seite, je vollkommener das Team, je besser abgesprochen die Abläufe und versteckter die Geldflüsse desto höher die eingesetzte kriminelle Energie und organisierter die Vereinigung….

    Gesetze gelten eben mal für ALLE, ob es dem Herrn Robin-Lysander nun gefällt oder nicht. Wenn er was daran ändern wollte, könnte er sich ja als Lobbyist betätigen oder sogar als Politiker darum kümmern. Vielleicht hat er schon mal davon gehört, dass er über ein passives Wahlrecht verfügt, alt genug scheint er ja zu sein. Das ist aber alles mühsam und nicht aus der Anonymität zu machen und deshalb offenbar nichts für Robin-Lysander.

    Im Übrigen reißt er hier aus der Anonymität heraus sein Mundwerk schon recht heftig auf. Wobei – schon mancher ist an seinem eigenen Mist erstickt. Kerls wie Lysander bin ich schon zu Hauf vor Gericht gegenüber gesessen. Da ist aus dem anonymen Robin-Großkotz meistens ganz schnell ein heulendes „War nicht ich, sondern die anderen“-Elend geworden.

    Lysander, ich habe dann für dich ein Papiertaschentuch zur Hand. Das ist zwar ganz schön spartanisch, ich werde aber sicherlich nicht, wie weiland die Samier, den Fehler machen, dir göttliche Ehren zukommen zu lassen. Im Gegenteil: Hochmut kommt vor dem Fall und dein Fall wird tief und heftig sein.

    Bis dann als….

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      Lysander


      Ja – als meine liebe Mutter diesen (und drei weitere) Namen für mich auswählte, dachte sie ich hätte damit später bessere Chancen auf dem humanistischen Gymnasium (speziell in griechisch. (Nun – auch Mütter können sich irren).

      Danke auf jeden Fall für die überaus freundliche Geste mit dem Papiertaschentuch!

      Das mit den bösen Kerls macht mir richtig Angst, obwohl ich dachte der Detlef arbeitete beim Arbeitsgericht und da geht es mehr um langweilige Kündigungsfristen. Aber ich bin seit 39 Jahren nicht mehr in Deutschland gewesen und nicht so sehr mit den aktuellen Justizgegebenheiten dort vertraut.

      An eines aber erinnere ich mich noch gut: „Am deutschen Wesen (und an den deutschen Gesetzen) soll die ganze Welt… „

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        Die ohne Argumente greifen immer tief in die alte Schublade – warum wundert mich das nur nicht – genau so habe ich dich eingeschätzt…

        Und…übrigens…wer soll an deinem Wesen genesen?

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          Esther


          Also – ohne Argumente sind bisher nur du und diese Indie-Autorin.

          Dass Piraterie illegal ist bestreitet kein Mensch. Niemand ist daran gehindert den Rechtsweg zu gehen. Das hat – etwa beim Ebookspender – auch schon funktioniert. Das Ergebnis sind dann eben neue und meist bessere Angebote.

          Damit erreicht man allenfalls Verschiebungen auf dem Schwarzmarkt, aber man kann offensichtlich nicht den legalen Markt auf Kosten des schwarzen stärken.

          Natürlich muss sich da etwas ändern – die Frage ist nur wie.

          Esther

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Argumente habe ich schon vorgetragen, Esther. Die willst Du nur nicht akzeptieren.

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            Dass Marinella C.van ten Haarlen keine Argumente hat, kann keiner behaupten. (Es sei denn, er verzichtet gerne auf die Früchte seiner Arbeit.) Ganz im Gegenteil!!! Als geschädigte Rechteinhaberin hat sie die besten Argumente! Sie arbeitet und erbringt ihre Leistung in Form von Buchtexten. Und Lysander klaut ihre Arbeitsergebnisse und verdient selbst damit. Dass sich hier was ändern muss, ist klar und offensichtlich. Es muss verhindert werden, dass Lysander illegal mit der Arbeit anderer Geld macht.
            Ob es einen besseren legalen Weg als den derzeitigen gibt, können ausschließlich die Menschen entscheiden, denen die Früchte dieser Arbeit auch gehört. Aber nicht Lysander und schon gar nicht unter dem Deckmantel eines Robin Hood.

            Dass ich nicht argumentiert habe, siehst du falsch.

            Zitat Wikipedia:
            Argument (lateinisch argumentum, eigentlich Veranschaulichung, Darstellung; im übertrag.Sinn Beweismittel, …)

            Ich würde bei meinem Argument sogar von einem deduktiven Argument reden, denn ich sehe die Lysander als Gründer und Mitglied einer kriminellen Vereinigung als logisch und kausal gültig an. Da Lysander das alles auch noh einräumt ist als ein Geständnis zu werten und daher Beweismittel genug.

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            Marinella C.van ten Haarlen


            @disqus_dSdQMupY7B:disqus Ich will kein Öl ins Feuer gießen, weil ich versuche ihn zu bewegen, mit uns Autoren anders umzugehen. Die Juristen sehen das alle so wie Du. Gruß Marinella

          • comment-avatar

            Esther


            Hallo Marinella,

            das deine Aktion blinder Aktionismus ist ist inzwischen oft genug gesagt worden. Du hast Recht – und nicht die geringste Chance Recht zu bekommen. Du machst massiv Werbung – für Lul.to, aber auch für dich.

            Dann achte wenigstens auf deine Sprache. Im Moment machst du Negativwerbung für dich und Positivwerbung für Lysander. Ich gehe mal davon aus, dass das nicht deine Absicht ist.

            Esther

          • comment-avatar

            Esther


            Piraterie ist illegal. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Das bezweifelt niemand.

            Ganz offensichtlich sind diese Gesetze aber nicht mehr durchsetzbar. Selbst wenn es wirklich gelingt eine Seite zu beseitigen, bilden sich sofort neue ebenso illegale Angebote.

            Die ständige Wiederholung dessen, was niemand bestreitet ist nicht gerade sinnvoll.

            Als PR-Gag mag das angehen, ansonsten ist das alles blinder Aktionismus.

            Esther

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            Würde ich so nicht sehen.

            Die Gesetze wegen Diebstahl, Betrug, Urkunden- und Geldfälschung werden ja auch nicht abgeschafft, nur weil es immer wieder Lysanders gibt, die klauen, betrügen, TÜV-Gutachten oder Dollarnoten fälschen.

            Deine Sichtweise zugrunde gelegt, sind somit keine Gesetze durchsetzbar!

          • comment-avatar

            Esther


            Nunja, solche Gesetze werden hin und wieder übertreten und das hat für den Übertreter meist Folgen.

            Wenn es um Piraterie geht ist es in der Regel gar nicht möglich jemanden zur Verantwortung zu ziehen und wenn man wirklich mal eine kleine Seite wie den ebookspender kaputt gemacht hat, hat man damit andere illegale Anbieter gefördert.

            Das ist schon ein erheblicher Unterschied.

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            Eben nicht.
            Wenn ich die öffentlichkeitswirksamen Piraterieverfahren der letzten Monate und Jahre so ansehe, sind sehr wohl einige Leute zur Verantwortung gezogen worden. Sogar mit Freiheitsstrafen.

            Und es ist immer so – Wenn ich einen Autodieb fasse sind damit nicht alle Diebe weg, sondern andere übernehmen früher oder später sein Gebiet und klauen munter weiter. Also fördere ich deren Tätigkeit? So ist zumindest deine Argumentation, übertragen auf die Urheberrechts-Sache.

            Esther, so funktioniert’s einfach nicht.

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            Esther


            Wenn du recht hättest wäre dagegen nichts zu sagen. Piraterie ist eindeutig illegal und es ist kein Aufreger, wenn Piraten vor Gericht landen. Allerdings sieht es auch im Filmbereich nicht so aus, als hätte man nun Piraterie merklich unterbunden.

            Im Buchbereich hat man noch nicht einmal Spiegelbest erwischt, Lysander ist ohnehin nicht greifbar. Öffentlichkeitswirksam sind da höchstens die Misserfolge.

            Esther

            Am 16.02.2015 um 17:05 schrieb Disqus:

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            Esther


            Das ist aus der Feder eines arbeitslosen Säufers mit Selbstwertproblemen ein Kompliment. Weiter so Ochsenfrosch!

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            Ochsenfrosch


            Da sieht man, was die Ehe mit einem verbitterten alten Weib aus mir gemacht hat. Ich bin ein arbeitsloser Säufer mit Selbstwertproblemen und drei missratenen Bälgern.

            Du hast ja so recht.

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            ak


            Armer alter Kerl. Wenns bei euch zuhause auch so zugeht, dann brauchts du min 2 Fl. Schnaps pro Abend :)
            Ist ja sonst nicht zum aushalten, ohne gewalttätig zu werden :)

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            Thomas Elbel


            Wer einen Auftragskiller hoppnimmt, fördert auch die Konkurrenz. Das ist ein Nullargument.

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            Lysander


            Aber, werte Frau Esther, wenn es so hübsch argumentativ zugeht (von 2 bis 3 Ausnahmen mal abgesehen) wie hier und heute ist der Aktionismus doch auch mal gute Unterhaltung. Ich mußte beim Lesen heute schon ein paar mal schmunzeln und einmal kräftig lachen.

            Überhaupt habe ich das Gefühl Esther vertritt hier das gesunde Mittelmaß. Sie verurteilt mein Piratentum, verleugnet aber nicht die Realitäten, die dazu führten das es uns gibt.

            Wie man uns los wird, steht oben in meinem Gastbeitrag.

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            Esther


            Ich verurteile nichts und niemanden.

            Ich kann die Nutzer dieser Seiten gut verstehen – mein eigenes Kaufverhalten diskutiere ich hier nicht. Zum Richter über die Anbieter hat mich niemand bestellt.

            Dass lul.to nach deutschem Recht illegal ist habt ihr selbst nie bestritten. Gesetze, die man so offensichtlich nicht anwenden kann wird man über kurz oder lang ändern müssen. Und das ist der Aspekt, der mich hier interessiert.

            Esther

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            Lysander


            Das habe ich dann mißverstanden.
            Ich korrigiere mich: Frau Esther verurteilt mich nicht, aber sie sieht mich und LuL.to (nach heutigen in Deutschland gültigen Gesetzen) als illegal an.

            Einig sind wir uns darüber, daß diese Gesetze fallen werden (de facto schon gefallen sind). Alternativen und konstruktive Gegenvorschläge sind in den von mir oben genannten Texten vielfältig vorhanden.

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            Lysander


            Dabei übersieht der Herr Hobbyjurist allerdings, daß das deutsche Strafrecht für deutsche Staatsbürger gilt und für Menschen die sich im Inland aufhalten und „auf allen Schiffen und in allen Luftfahrzeugen, die berechtigt sind, Hoheitszeichen der BRD zu führen“ (§4 StGB). Nichts davon trifft auf mich zu. Ich bin weder Gründer noch Mitglied von juristischen Phantasie-Konstruktionen, noch ein Bewohner dt. Luft- oder Wasserfahrzeuge.

            Detlef schrammt damit erneut an der Geschwurbelgrenze. Das passiert immer dann wenn man zum Thema um das es hier geht, nichts Neues oder Geistreiches zu schreiben hat.

            Die typische Reaktion der Reaktion, wenn sie merkt, daß die Menschen (vulgo: revolutionären Massen) schon lange andere Realitäten geschaffen haben. Ganz andere, als die, die sie in ihren überholten Gesetzen zu betonieren versuchen.

            Da müssen „Exempel statuiert“ werden, Köpfe rollen! Damit der Pöbel gefälligst schnell den Finger vom Downloadknopf nimmt

            Und dabei ist das Urheberrecht nur ein ganz, ganz kleiner Schauplatz. Diese Strategie wendet die Reaktion seit Jahrhunderten an. Egal ob sie uns vorschreiben wollen, was wir denken, rauchen, lesen – immer werden die ökonomischen Sachzwänge vorgeschoben „Wenn das alle machen würden…!“

            Es sind die GVUs, GEMAs GEZs die sich nur deshalb dagegen wehren, weil sie dann überflüssig und all das Geld was in ihren Kanälen verschwindet sichtbar werden würde.

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            WOW – ein als Revoluzzer und Anarchist getarnter Kleinkrimineller!

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            Lysander


            …und Hobbysatiriker bitte nicht vergessen! Und – Herr Hobbyjurist – fällt die Bildung einer kriminellen Vereinigung nun doch unter die Kleinkriminalität?

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            Magst mir verzeihen? Ist mir total durchgerutscht.

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            Lysander


            …wenn es der Wahrheitsfindung dient…

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            sagte Fritz Teufel im November 1967

            -> sogar hier klaut der Herr Lysander

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            Lysander


            Ich meine das war 1967.

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            Esther


            Ihr zwei seid Spitze!

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            Lysander, Lysander – oder soll ich dich lieber mit deinem richtigen Namen ansprechen? Lieber nicht, denn dann wäre die Narretei schon viel zu früh vorbei und deine Maskerade gefallen…

            Einen unmittelbar verbesserten Vertipper als Fehleinschätzung zu bezeichnen, lässt ja schon mal klar erkennen, wie du tickst. Ein Hinweis von dir ist nicht nötig und klammheimlich bin ich höchstens hinter dir (her)…

            …und wieso nachtreten? Dass du der Oberklauer bist, hast ja schon selbst zugegeben.

            Also mein lieber P…… öhm Lysander – das Papiertaschentuch für dich ist bereits gepackt!

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            Esther


            Ob LibGen und Lul.to schon kriminelle Vereinigungen sind bezweifle ich.

            Aber im Filmbereich gab es plötzlich auch Morddrohungen unter verschiedenen Anbietern. Die Gefahr, dass Leute, denen es wirklich ausschließlich um die eigenen Gewinne geht sich in diesem Bereich breitmachen – und die besseren Anbieter verdrängen – sehe ich schon.

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            Thomas Elbel


            https://de.wikipedia.org/wiki/Weltrechtsprinzip

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      Nicht wirklich :)

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      Marinella C.van ten Haarlen


      Dragon hat auch die Spracherkennungsoftware…

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        Marinella C.van ten Haarlen


        Da würde Dir Erstaunliches auffallen. Da sind Leute identisch, von denen man es zunächst nicht annimmt. Niemand kann seinen Ausdruck so verstellen, dass er als jemand anders durchgeht. Schwieriger allerdings wird es in der logischen Analyse.
        Bordeaux- klingt immer gut, in jeder Lebenslage

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          skreutzer


          Aber Software könnte doch den Ausdruch so verstellen, oder nicht? Ob es so etwas tatsächlich gibt, weiß ich jetzt nicht, aber selbst wenn nicht, kann man seinen eigenen Text mit ebendieser Software auch abgleichen und dann solange anpassen, bis er nicht mehr als ähnlich eingestuft wird. Die Technik ist an der Stelle doch unparteiisch, oder nicht?

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    Marinella C.van ten Haarlen


    @Lysander

    Danke Lysander für Deinen doch
    sehr aufschlussreichen Beitrag.
    Ich habe in Afrika gelernt, dass man mit Würde auf seinen Gegner zugehen muss. Das will ich auch bei Dir versuchen.
    Ich träume nicht, sonst würde ich mich mit Euch nicht auseinandersetzen. Es kann allenfalls mit Dir und Deinem wirklich toll gemachten Shop(!) ein Alptraum sein.
    Ich bin auch keine „frustrierte Indie Autorin“, sonst würde ich Dir nicht in dieser Form antworten. Egozentrisch bin ich und auch cholerisch, das gebe ich zu.
    Ich stimme Dir in vielen Punkten uneingeschränkt zu. Ja, teilen ist die Devise. Es
    geht aus soziopolitischen Gründen auf diesem Planeten sonst nicht mehr weiter.
    Das sehen die wenigsten Bewohner schon. Das zeichnet Dich aus. Das ist als
    Kompliment gemeint.
    Nur die Zeit der Piratenromantik ist vorbei. Das gilt für Dich wie auch für die Jungs, die Jamaika aufmischten.
    Natürlich brauchen wir eine Evolution im Buchmarkt. Zweifellos, auch ist der derzeitige Stand des
    Urheberrechtes überholt. Es muss dringend eine Änderung her, weil die
    technischen Verfahren, um uns Autoren und Verleger vor Outlaws zu
    schützen, bald mehr kosten als das Buch.
    Du sprichst über 1820, über die nicht funktionierenden Verordnungen des Deutschen Staatenbundes 1837. Das war vor der Industrialisierung.(Nicolas-Joseph Cugnot musste mit seinem Dampfkesselwagen etwa 6 km/h in der Stunde fahren, weil die Menschen fürchteten, dass sich ihr Gesicht verzog, wenn der Holzkarren beschleunigte.) Und die Digitalisierung ist keine reine Revolution, sondern allenfalls ein Umbruch. Nennen wir es den „Digitalen Frühling“

    Südafrikanische Verleger gaben
    Autoren für die Fortsetzungsromane, die in ihren Zeitungen abgedruckt wurden,
    noch bis weit in die 1950 er Jahre, eine
    Flatrate. Ein Honorar von R200, gleich wie hoch die Auflage war. Damals wurden
    Bücher in Zeitungen abgedruckt.

    Teilen!
    Jedoch nicht, wie Du das machst. Wo fragst Du, wie kann ich Euch
    entlohnen? Euch, mit deren Gut ich Geld verdiene, gleich wie viel?
    Ich teile, wo ich kann. Ich sehe Bildung als das wichtigste Element, um Kriege und Gewalt
    zu verhindern. Das habe ich in 35 Jahren Afrika gelernt. Gerade, weil ich, wenn auch Du mich wegen der vielen Orte, an dem die Bücher erschienen, lächerlich machst. Ich habe in Lateinamerika, als
    ich z.B. mit bajalibros einen Vertrag schloss, eine den Ländern angepasste Preisstruktur verlangt. Da liegen wir nicht auseinander.
    Kein z.B. Andenbauer kann sich, in dieser vom Kapitalismus beschissenen Welt, ein
    Buch auf sein Handy laden, wenn das Buch mehr kostet, als das gebrauchte Handy mit dem er es lädt- um nicht mit der Preisbindung (ich finde diese zum Kotzen:= Petition in Sachen lul.to) zu kollidieren, gab ich die Bücher unter verschiedenen Erscheinungsorten heraus. (So viel Intelligenz traue ich Dir allemal zu, dass Du meinen Grund verstehst.) Weil ich allerdings keine Lust
    hatte, 30 verschiedene E- Pubs zu fertigen, für den und den Großhändler, habe ich eines gefertigt, daraus hast Du Spott produziert.

    Im Grunde, weil ich versuchte, dem gerecht zu werden, was Du aus scheinbar edlen Motiven verlangst, ziehst Duüber mich her. Du bestrafst u.a. damit den Andenbauer oder Leute, die wirklich kaum etwas haben. Glaube mir, ich habe Armut gesehen, sonst würde ich über solche Selbstverständlichkeiten nicht nachdenken.

    Teilen!

    Was Du nicht tust. Du teilst weder Geld mit mir, das ich zweifellos verdiene, wenn Du meine Werke anbietest, noch die Information, dass Du sie überhaupt anbietest. Du nimmst Dir einfach das, was Du willst.

    Wir haben Vertragsfreiheit, vielleicht will ich keine Geschäfte mit Dir oder
    in Deinem nett gemachten Shop machen. Weil Du aber ein Mensch bist, dem durchaus
    zutraue, in pseudosozialistischer Revoltenmanier, das Recht in die eigene
    Hand zu nehmen, wenn er etwas durchsetzen will, wirst Du als Kakerlake
    tituliert. (Was ich auch nicht mag. (Klassenkampfsprache) Ich stimme Dir auch zu, dass
    Kakerlaken keine Schmarotzer sind!“)

    Was mich abseits allem, auch Deinem durchaus richtigem Vortrag mit dem „Statue of Anne“, 8das war 1720 etwa) dem v(üb)erkommenen Urheberrecht, stört: Der Sozialismus ist daran gescheitert, dass einige meinten, den Sozialismus für Staatsverbrechen zu verwenden. Sie haben die Theorien von Marx und Engels missbraucht, dem Volk gegenüber missinterpretiert, um eine Machtposition zu gewinnen,
    die sie nicht halten konnten. Weil das Volk mit den Füßen abstimmte. Schon Erich Honecker verglich 1979, anlässlich eines Besuches bei Samora Moisés Machel, Mosambik, den Sozialismus mit einer edlen Art Piraterie gegen den bösen Kapitalismus. Das rechtfertigte alles, was das Bild, (auch derer aus der Karibik zuvor), der Piraten noch heute verklärt. Jahrzehntelanger Krieg, ungezählte Opfer inklusive. Den will ich sicherlich nicht mit Dir, aber Du hast ihn mir erklärt, den Krieg, weil Du mir die Existenz
    nehmen willst, um Deine Überlegungen zu rechtfertigen. Nicht nur mir, sondern auch anderen, die mit Dir die Auseinandersetzung scheuen.

    Was Du betreibst, ist nicht anders als Krieg. Ein Wirtschaftskrieg, den Du führst, weil Du
    keinerlei Rücksicht auf die Existenzen von vielen anderen Menschen nimmst.

    Das, was Du willst, ist „DDR light“ oder vergleichbar die korrupte Strategie von José
    Eduardo dos Santos in Angola, Du nimmst Dir einfach, was Du willst. Ich finde
    derzeit kein besseres Beispiel als dos Santos- ich bitte mir diesen Umstand
    nachzusehen.

    Was ist aus all den Träumen geworden, die der Sozialismus uns verhieß? Nix.

    Du erinnerst an José Eduardo dos Santos, der nahm sich erst einmal alles von allen
    Seiten, er versprach Gerechtigkeit und Teilhabe, was gerade in Afrika so
    wichtig und richtig ist. Nun sind all seine Ideen gescheitert und ich glaube, in
    der Schweiz oder in Österreich laufen Verfahren gegen ihn wegen Korruption. Was Du und er betreiben ist eine Art Neopatrimonialismus, er politisch und Du in
    Kulturfragen. Beide seid Ihr Despoten. Bei ihm hungert das Volk, bei Dir
    sollen die Verlage und die Autoren darben. Damit versuchst Du, eine Rechtfertigung zu finden,
    für die Illegalität, auch das kann ich nachvollziehen. Ist menschlich. Das, was mir die
    meisten hier absprachen.

    Du legst die Preise fest, sozialistisch, gebe ich zu.

    Lysander, es geht auch nicht um ein Buch als Download, sondern um den Fakt, dass Du die Bücher überhaupt anbietest.

    Irgendeiner der zahllosen Geister der letzten Tage schrieb, dass eine große Vertriebsplattform hinter Dir hängt, die die Buchpreise in Europa zum Einbrechen bringen will. Das will ich nicht glauben,
    weil ich nicht denke, dass Du Dich zum Werkzeug Dritter machen würdest, wenn Du
    schon einmal auf dem Revolutionstrip bist.

    Ich will Dich natürlich nicht bremsen, Deine Vorstellungen von einer gerechten Welt zu vertreten. Die ist ungerechter, als die, die wir jetzt haben, weil jeder bezahlt werden sollte, für die
    Leistung, die er oder sie erbringt.

    Ich reagierte mit der Justiz, weil mir alles andere zuwider ist. Ich habe eine Belohnung auf Eure Ergreifung ausgesetzt, das ist richtig, niemand arbeitet umsonst, auch die IT Leute nicht.
    Auch die Autoren nicht. Ich habe eine Petition gestellt, weil ich auch mit der
    Politik rechne, wenn es um Kultur geht.

    Andererseits sprichst Du von schlauen Theoretikern, die aber in der Praxis keine Erfahrung besitzen, klingt wieder nach dem gescheiterten Geschäftsmodell des Sozialismus. Im Sozialismus wuchsen die Kartoffeln auch schneller, weil sie angeblich „glücklich“ waren.

    Ich werde mit einer Autorenflatrate reagieren, das heißt, ich biete alle meine Werke für einen Preis an,
    der zeitlich nicht begrenzt ist, sondern einmal zu entrichten ist und dann
    nicht mehr. So kann man über einen neuen Shop, Euch Einhalt gebieten und
    gleichsam die Veröffentlichungen verkaufen. Ich werde zudem Werbung in die
    Bücher übernehmen müssen, weil ich Dich, was mich und meinen Verlag betrifft, preislich uninteressant machen will.

    Ich will, dass sich Dein Sozialismus nicht lohnt.

    Ich kann auch mit der Flatrate leben, weil ich die Bücher in verschiedene Sprache übersetzt habe und eben auch im Ausland anbieten kann.

    Alleine, um die Hydra zu umgehen und etwas zu bringen, dass die Autoren sichert. Jeder kann es mir nachmachen. Dann breche ich eben in die ungewisse Zukunft auf.

    Du hast mir viele Dinge vorgeworfen und über mich hergezogen, dass mich Menschen bedroht, beleidigt und verleumdet haben, die von Deinem System profitieren, gleich, ob Du es als
    Revolution verklärst oder einfach nur die bekannte sozialistische Art ist, dass
    einer absahnt und die anderen in die Röhre gucken.

    Ich ersuche Dich, den Krieg zu einem Waffenstillstand zu bringen, mach mir Vorschläge

    In diesem Sinn

    Marinella

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      skreutzer


      Ja gut, piratiert zu werden, führt oft erstmal zu emotional aufgeladener Entrüstung. Wenn man aber dann von der persönlichen Betroffenheit absieht, stellt sich doch die Frage, welche systematisch bedingten Probleme dazu geführt haben und wie man die auflösen kann, indem Autoren und Leser die Bedingungen für die Produktion und Nutzung von Werken verhandeln. Die Piraten sind da doch auch nur ein Symptom und nicht die Wurzel.

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        skreutzer


        Inwiefern missbraucht? Ich teile meine geistige Leistung, damit sie GEbraucht werden kann, nur deshalb bringe ich sie ja hervor. Was meinen Kram angeht, jedenfalls.

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          skreutzer


          Ich schreibe Software, das ist wahrscheinlich nicht direkt zu vergleichen, aber ein zutiefst bedarfsgetriebenes Unterfangen. Ich finde es durchaus unterstützenswert, Autoren zu einem Auskommen zu verhelfen, nur hat das für die Mehrzahl der Autoren in der Vergangenheit überhaupt nicht funktioniert und droht nach einer kurzzeitigen Besserung wieder so zu werden. Die Anzahl der verfügbaren Werke nimmt nicht ab, sondern zu, weil die Backlist digitalisiert wird und immer mehr Leute immer mehr schreiben, was auch nicht wieder verloren gehen, sondern höchstens als irrelevant ignoriert werden wird. Dann gibt es etliche Autoren, die aus anderen Gründen als wirtschaftlichen schreiben, aber die sollen hier ja nicht Gegenstand der Betrachtung sein (außer dem Umstand, dass die per Hobby mit professionellen Schreiberlingen konkurrieren). Bei denen, die professionell schreiben, gibt es einen großen Teil, der das im Auftrag oder für eine Nische tut oder z.B. seminarbegleitende Bücher schreibt, wo also das Buch ein zusätzliches Standbein ist. Und die Autoren, die dann noch übrig bleiben, die Kunst und Unterhaltung schreiben, die müssen sich dann schon eine Leser-Community erarbeiten, sich irgendwelche kreative Vermarktung einfallen lassen usw., wie das eben schon immer ist, und hier kann man freie Lizenzierung auch eingeschränkter fassen als bei Werken von praktischem Nutzen.

          Ein Recht auf Abnahme seitens eines Publikums besteht nicht, auch kein Autoren-Berufszwang, nichtsdestotrotz leisten wir uns als Gesellschaft gerne diverse Unterstützungen und Förderungen wie die Künstlersozialkasse, oder man könnte die Leermedienabgabe und GEZ-Beitrag mal einer vernünftigeren Verwendung zuführen, was aber nur als Hilfe gedacht ist, nicht als Geschäftsmodell. Wir werden nicht hergehen und jedem, der etwas schreiben will, pro Jahr 20.000 Euro geben solange bis er aufhört (merkt Cory Doctorow an), das bedingungslose Grundeinkommen haben wir bisher nicht.

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            skreutzer


            Nur um mal eine Überlegung weiterzuverfolgen: jemand schreibt einen Text von schlechter Qualität, der ohne nennenswerte Aufmachung vorliegt (nennen wir es mal „Manuskript“), der aber für freie Lizenzierung vorgesehen ist. Auf einem allgemeinen Marktplatz, wo Dienstleister (Einzelpersonen wie spezialisierte Firmen), Rechteverwerter und Leser anzutreffen sind, ist dieses Manuskript veröffentlicht, und Leute beginnen sich dafür zu interessieren. Leser können einen Dienstleister für Lektorat und Aufbereitung bezahlen, nicht-restriktive Rechteverwerter können Angebote für die physische Distribution und bevorzugte Behandlung machen oder ihrerseits Kosten übernehmen oder unter sich aufteilen, Leser können eigene Zeit und Geld investieren in die Verbesserung des Textes, der am Ende jedermann gleichermaßen zur Verfügung steht. Grob gesagt, so oder so ähnlich, provisorische Details wären zu durchdenken.

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      ein sehr guter sachlicher Diskussionbeitrag. Man muss nicht Marinellas Bücher lieben, aber das fand ich jetzt echt gut. Ich teile nicht alle Ihre Gedanken, aber einiges davon vollziehe ich nach. Ich denke das die Simplifizierung des Themas E-Book auf Recht & Gesetz allein keine Lösung bringen wird. Vermutlich müssen wir auf beiden Seiten stärker die gesellschaftlichen Belange einbringen, denn wir leben von gesellschaftlichen Strukturen. Sicherlich kommt das Fressen vor der Moral, aber wenn sich die Gesellschaft nicht weiterentwickeln kann, wird sie eines Tages vor den vollen Fleischtöpfen sitzend trotzdem verhungern. In Lysanders und in Ihren Sätzen sehe ich durchaus einige Gemeinsamkeiten – neben all den vielen extremen Gegensätzlichkeiten… aber man muss ja mal irgendwo anfangen, eine Brücke zu bauen.

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        Marinella C.van ten Haarlen


        Danke Perseus, ich habe versucht eine Brücke zu bauen, obwohl ich eigentlich das Opfer der Machenschaften von lul.to bin. Leider ging die Brücke nur bis zur Hälfte, von der anderen Seite kam wenig. Gruß Marinella

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    skreutzer


    Danke für die Leseliste zum Urheberrecht! Leider dürften etliche der dort erwähnten Titel nicht frei lizenziert sein, sodass bei den digitalen Fassungen selbst geschenkt noch zu teuer wäre, weil es die Freiheit kostet, damit etwas vernünftiges anstellen zu dürfen. Also werde ich mich wohl an die Print-Ausgaben halten müssen (die ja auch reichlich eingeschränkt sind, aber immerhin nicht absichtlich) und das als „Unterhaltungsliteratur“ von geringem praktischen Nutzen lesen.

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      skreutzer


      Ja, die hätte auch direkt verlinkt werden können. Und weiter wäre die Frage, ob man da auch neue Vorschläge anbringen könnte, optional auch von nicht-piratierbaren, weil frei lizenzierten Beiträgen, die auch oder auch nicht auf lul.to zu finden sind. Alternativ könnte man an anderem Ort mal eine Liste einrichten oder evtl. gibt es schon eine irgendwo.

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        Lysander


        Das stimmt, diese Liste ist sicherlich noch nicht vollständig.

        Sofern es Wünsche nach weiteren Titeln zum Thema gibt: Einfach ein kurzes Supportticket auf LuL.to schreiben…Wenn die e-books im Netz zum Kauf angeboten werden, kaufen wir sie ein und setzen sie dann auch auf die Liste.

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          skreutzer


          Auch unpiratierbare, weil frei lizenzierte Titel?

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            Lysander


            Sofern es in lesbarem deutsch oder englisch verfaßt ist und zum Thema gehört, nehmen wir das gerne auf.

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            skreutzer


            Das vorausgesetzt, klar. Ich habe auch den verlinkten Vortrag von Herrn

            Hoeffner mal kommentiert, der zwar zu einem ganz brauchbaren Schluss kommt und die ökonomischen Anreize gut durchdacht darstellt, auf dem Weg dorthin jedoch etliche Kollateralschäden verursacht und sich fast ausschließlich auf physische Produkte bezieht. Ob er aber den Digitalbereich schon bewusst als Geschäftsfeld der alten Verlagswelt abgeschrieben oder nur unabsichtlich übersehen hat und ob dieses Video bewusst gewählt wurde, um großen Teilen der alten Buchbranche den Untergang zu empfehlen bei zunehmend digitalgestütztem Konsum, statt sie möglichst ins Digitale hinüberzuretten, bleibt wohl erstmal noch offen. Statt diesem Vortrag würde ich lieber Cory Doctorow eine deutsche Synchronstimme spendieren.

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            skreutzer


            Auch mag ich https://www.youtube.com/watch?v=fc5JXKnjaPA mal einwerfen, sofern noch nicht bekannt.

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            Lysander


            Danke für die Mühe das Video zu verlinken!
            Google verkauft die Aushebelung des Urheberrechts als Großtat. Und doch glaubt ja da auch niemand das ein solcher Wallstreet-Konzern das uneigennützig tut. Leider müssen wir schmerzlich feststellen: LuL.to ist nicht google :-)

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            skreutzer


            Dass es überhaupt soweit kommen konnte und vielleicht wieder kommen wird, liegt nach meiner Einschätzung daran, dass solche Unternehmen im Gegensatz zu den Bibliotheken, Verlagen und Autoren digital denken und das jetzt aber nicht zum Wohle der Allgemeinheit tun, sondern die antiquierte Gesetzeslage und bestimmte Mechanismen missbrauchen, um sich größtmöglich zu bereichern (nicht primär monetär gesehen, sondern vor allem im Hinblick auf den Aufbau von Abhängigkeiten, woraus sich beliebige monetäre und sonstige Forderungen generieren lassen). Unter hohem persönlichen Risiko den Dialog mit Autoren aufzunehmen und sich nicht nur im Pragmatismus des Faktischen zu ergehen, halte ich daher für sehr begrüßenswert, wünsche mir gar ein deutsches Piratbyrån. Immerhin gibt es einige Bestrebungen, alternative, ganzheitlich digitalverträgliche Ökosysteme aufzubauen, wovon wir hoffentlich in Zukunft mehr zu sehen bekommen werden.

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    Lysander


    @edoep
    Das ist ja genau der Irrtum. Auf ein (längst de facto nicht mehr existierendes) Urheberrecht zu verzichten, heißt doch nicht, mit e-books kein Geld mehr zu verdienen zu können.

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    Du böses Weibsbild, natürlich versuchen sie das. Kannst Du Ironie nicht mal mit entsprechenden Tags versehen, damit das jeder versteht? ;-)

    Aber mal im Ernst:

    Die Preise der E-Books sind im Handel viel zu hoch im Vergleich zum gedruckten Buch. Ich glaube nicht, dass Lysander und die anderen Leute so wahnsinnig viel an LuL.to verdienen. Dumm ist nur, dass bei den niedrigen Preisen bei LuL kein Cent an die Autoren geht, die ihre Werke ja schließlich erstellt und viel Zeit und Mühe darin investiert haben.

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      Wie war das noch? Gleiches gesellt sich gern? ;-)

      Wenn es um den moralischen Aspekt geht, ist der Gewinn IMHO schon von Interesse. Man darf nämlich nicht Umsatz = Gewinn ansehen, was aber viele Leute gerne tun. Die Serverkosten und der zeitliche Aufwand so ein illegales Portal zu betreiben, sind nicht ohne. LuL verlinkt ja nicht einfach auf externe Sharehoster, soweit ich weiß. Auch werden dort keine Magnet-Links zum Empfang frischer Abmahnungen angeboten.

      Don’t get me wrong: Es ist ohne Frage illegal die Werke Dritter bei sich zum Verkauf anzubieten. Aber es ist leider auch ohne Frage ein Geschäftsmodell, das entstanden ist, weil die Verlage es selbst (aus den verschiedensten Gründen) nicht auf die Kette kriegen. Das soll das Verhalten von Lysander nicht entschuldigen oder moralisch für einwandfrei erklären. Man sollte die Ursachen bei der Betrachtung dennoch nicht unter den Tisch fallen lassen.

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        Marinella C.van ten Haarlen


        „Dass die Verlage gefordert sind, genau wie die Politik / die Rechtssprechung, endlich die rechtlichen Grundlagen in die Gegenwart zu adaptieren – keine Frage. Mir ist sehr wohl klar, dass die Piraterie nur ein Symptom und nicht die Ursache ist, und auch mit angemessenen, revidierten Offerten der Verlage und zeitgemaesser und der digitalen Form Rechnung tragender Jurisdiktion wird man die Piraterie niemals komplett abschaffen koennen, jedoch auf ein akzeptables Mass herunterschrauben.“ Du sprichst mir aus der Seele.

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        Wenn deine Katzen nur entfernt mit meinen ´Kampfhund´ sind, würd ich mich nicht auf die verlassen :)

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      Lysander


      @edoep:disqus
      Hinter der britischen Flagge verbirgt sich doch sehr deutsches Denken! Deutsches Recht ist nun mal nicht „Welt-Recht“.

      Fakt ist, daß es Länder auf dieser Erde gibt, wo mit der Internet-Dienstleistung
      „e-book-Download“ weder gegen geltende Rechte verstoßen wird, noch die evtl. daraus resultierenden Einnahmen steuerpflichtig sind!

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        Wo gibt es denn gar kein kein Copyright oder Urheberrecht ?

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          Lanzi


          Der Download Lars ist in den meisten Ländern kein Delikt – nur der Upload!

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          Lysander


          Da fragt der investigative Journalist! :-)

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        Lanzi


        Ich gebe Lysander ungerne recht, aber dies stimmt! So ist der download grundsätzlich auch in der Schweiz, Russland etc. erlaubt. Der Upload allerdings nicht unbedingt

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          Das ist aber nicht damit gleichbedeutend, dass kein Urheberrecht vorhanden wäre. Meine Frage war ironisch gemeint, Herr Lysander von sonstwo.

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        Marinella C.van ten Haarlen


        @Lysander Ich komme gleich mit der Antwort, ich bin noch nicht fertig mit dem Schreiben. Marinella

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        Marinella C.van ten Haarlen


        Nordkorea… IS Staat, der Koran als einziges Buch…

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        Marinella C.van ten Haarlen


        „Du bist und bleibst eine petitesse. “ Das war herrlich weiblich.:)

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          Marinella C.van ten Haarlen


          Bei Esther habe ich aufgegeben. :(

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          Marinella C.van ten Haarlen


          Ah, ich ziehe doch das Parkett vor, wobei meistens meine Zehen leiden… ich glaube, das Tänzchen mit Dir würde ‚Lysander‘ nur schwerlich überstehen. Ich bin ja eher harmlos gegen Dich, Detlev und zwei andere.

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        Lysander


        Auf die Knie ihr Nichtswürdigen! Denn edoep ist zu uns niedergestiegen! Nun heißt es zittern und „Tango tanzen“. Die Schwester von Marinella. Die Scharfrichterin.

        Sie kann alles sehen: das Ich bin größenwahnsinnig bin, weil ich auf kluge Alternativen zum verfaulten Urheberrecht hinweise und das Frau Esther einen Mini-IQ hat, weil sie die göttliche Logik dieser Person anzweifelt. Ihr bleibt rein gar nichts verschlossen oder vorborgen.

        Wir müssen uns in den Staub werfen vor solch blendender Weisheit. Auch wenn für uns die universelle Intelligenz dieser Lichtgestalt nicht faßbar ist, so wissen wir jetzt, das sie 5,2 Millionen Mitglieder „auf dem Kieker“ hat und noch heute zum Nachtmahl verspeisen wird.

        Und so bleibt nur bange zu hoffen, daß sie ihre eigene Weissagung wahr macht: „Unlogischen Schmarrn gedenke ich fuerderhin zu ignorieren“ und wir nie wieder in Ihr Angesicht schauen müssen…

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          Marinella C.van ten Haarlen


          So eine coole Schwester zu haben, kann nicht jede Scharfrichterin von sich behaupten.:)
          Lysander, wenn Du ein wenig nachdenken würdest, wäre für Dich die Lösung einfach, aus der Nummer rauszukommen.
          Du musst gestehen, mein, von Dir, als nichtswürdige Zeilen unkommentierte Ausführung zeigt deutlich einen Schritt nach vorne.
          Ich denke, ich bin die letzte, die Dich richten möchte. Ich will nur Gerechtigkeit. Ich ahne, dass es da ganz andere gibt, die Dich wirklich nicht mehr vom Richtblock entkommen lassen wollen. Da bin vollkommen harmlos, auch edoep ist da eher doch zu einem Tänzchen aufgelegt. Ich bin wirklich die harmloseste Zeitgenossin.

          Im Übrigen, wenn ich irgendwann mal einen Cent aus Dir herausbekommen sollte, würde ich das Geld spenden für vergewaltigte Mädchen im Ostkongo. Goma, Bukavu. Ich will selbst keinen Cent daran machen. Weil mein Gewissen mir das so vorgibt.

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          An deiner Stelle würd ich mir überlegen, ob ich mit edoep auf die Art Tango tanzen will.
          Manche schaufeln sich ihr Grab selbst :)

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            ak


            naja dann kann er nach dem schaufeln eben nicht mehr tanzen sondern nur mehr reinfallen.
            und esther darf zuschaufeln :)

          • comment-avatar

            ak


            HeHe, die Schaufel gibts du gefälligst Esther. Soll doch auch einmal vor Arbeit schwitzen und nicht nur wegen eingebildeten Sex :)

          • comment-avatar

            Lysander


            Die hat doch schon die Hoden von SB taxiert (sollen größer sein als die meinen), So eine würde ich weder zum Tangotanzen noch für sonst etwas anfassen. Ich bin zudem sehr glücklich verheiratet.

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          Lysander


          „Dich in Deiner Irrelevanz ignorieren.“
          Ist das jetzt ein Versprechen?
          Ich wäre so dankbar!

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          Esther


          Lars wird deinen geistigen Dünnschiss ohnehin wie immer gleich löschen, aber ich lasse mir jetzt doch die Gelegenheit nicht entgehen:

          Du klingst nicht arrogant – du klingst manisch. Deine Zeit verbringst du keineswegs in irgendeinem Job – den den von dir bisher behaupteten Arbeitgebern wärst du zur Verschwiegenheit verpflichtet. Du hockst zu jeder Tages- und Nachtzeit vor dem Computer, plusterst dich auf und schreibst substanzlosen Mist.

          Du bist auch keine Frau – das zeigen deine offensichtlich im Vollrausch entstandenen sexistischen Ausfälle.

          Du hast keinen vernünftigen Job und keinen Funken Selbstbewusstsein – sonst hättest du es gar nicht nötig dich derart aufzuplustern und Unsinn mit Unverschämtheiten zu mixen.

          Du magst dir großartig vorkommen, wenn du dich schlechten Indie-Autoren, die hier mit Piraterie kokettieren zur Verfügung stellst. Du schadest diesen Autoren, die sich hier blamieren aber. Das ist genauso nichtsnutzig und aufgeblasen wie alles andere, was du tust.

          Du säufst wie ein Loch – sonst würdest du ein weibliches Fake nicht mit sexistischen Ausfällen kaputt machen.

          Du tust mir von Herzen leid.

          Du schadest weder mir noch Lysander. Du schadest dir massiv selbst und Lauten wie dem Professor Schreibemist und Marinalle Möchtegern-Weltweit.

          Wenn dieses Irrenhaus-Getue dich erfüllt – bitte schön. Solche Kreaturen gehören zum Netz. Beeindrucken kannst du damit niemanden. Du bist ein armes Schwein.

          Esther

          • comment-avatar

            ak


            Schon wieder ein Schub Schizophrenie?

            Du warst doch bis vor ca. 2 Tagen noch ein Herz und eine Seele mit Marinella.

            Und jetzt auf einmal nichtmehr? Bei dir sind schon ein ganzer Hornbach voll Schrauben locker :(

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Nur Zitat: „Hornbach voller Schrauben“ ich lag neben dem Bett…vor Lachen.:)

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            ak


            Ich kenn sie ja schon länger :) Umsonst bin nicht schon fast auf 5% IQ runter :)

          • comment-avatar

            ak


            leider nein. wenn du einen guten vertrag in petto hast, ich bin interessiert :)

          • comment-avatar

            ak


            Schade :)

          • comment-avatar

            ak


            Da hast du auch wieder Recht. Hab bei Hundehütte und `shades of Grey`mit den `Ketten`wohl etwas überreagiert.

            Sorry

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            ak


            Dir und deinen 2 Kampfkatzen kann man ja gar nicht böse sein. Geschweige denn alles ernst nehmen :)
            Bin noch von ein paar gekochten Kartoffeln aus dem RL gestern ein bisschen nervlich angeschlagen. Deshalb ein bisschen dünnhäutig wenns um meine Lieblinge geht. :)

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            Lysander


            @disqus_0l60LVRyBf:disqus
            Aber liebe Frau Esther, lassen Sie doch die edöp und die Marinella Tango tanzen. Es sind einfach die frühkindlichen Deprivationserfahrungen, die offensichtlich nur noch mit digitalen Streicheleinheiten und (auch negativer) digitaler Aufmerksamkeit etwas gemildert werden können.

            Und bitte beleidigen Sie nicht die Schweine – das sind hochintelligente Tiere.

            Mir zeigen die hilflosen Zuckungen der zwei das die zitierten Experten-Vorhersagen das Urheberrecht betreffend, wahr sind. Denn sonst könnte man ja Gegenargumente bringen (oder wie ich) zumindest nach Experten suchen, die fundierte Gegenmeinungen wissenschaftlich unterlegen.

            Doch es wird zur Gewissheit: Denen geht es nicht um die Sache.

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            Marinella C.van ten Haarlen


            Enjoy your evening, until later ..some day.:)

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      Marinella C.van ten Haarlen


      Das stimmt nicht, ich verstehe Dich.

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      Ich versuch dich „böses Weibsbild“ zu verstehen :)
      Es gelingt nicht immer :)

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        Wenn du meinst. Die gek. kartoffel lässt sich weiter oben über deinen alk konsum und intellekt aus. Die lernt es nie.

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        mario


        :(

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    Lanzi


    Die Idee „das neue Besitzen heißt Teilen“ ist nicht nur eine richtige Idee – sie ist auch schön! Sie darf aber nicht heißen „einer verdient dabei“! Denn die Idee des Besitzen und Teilens ist letztlich eine sozialistische Grundidee! Dies hat ebookspender so auch umgesetzt, nicht jedoch Lysander! Der fällt aus dieser Sicht unter die Sparte „Kakerlaken und andere unappetitliche Insekten“! Lysander teilt nicht – Lysander schmarotzt!
    Das es anders geht zeigte nicht nur ebookspender sondern auch zum Beispiel gen lib ;) Über die Indiautorin verliere ich schon deswegen kein Wort, weil man der Dame nun wirklich keine weitere Plattform für ihren Egozentrismus bieten sollte.

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      Könnt ihr anstatt den Ebookspender o.Ä. aufzumachen, nicht einfach zu einer Lesung der Autorin/des Autors gehen, um ihm ein T-Shirt abzukaufen oder einfach so 10 Euro in die Hand zu drücken? Weil euch das Werk gefällt. Weil ihr etwas zurück geben wollt. Weil es nur fair ist, die Buchautoren nicht verhungern zu lassen (bis auf die 1%, die bekannt geworden sind).

      Ich arbeite selbst als Journalist. Das ist ein sich ewig drehendes Hamsterrad, das immer schneller gedreht werden will. Hamster leben ja bekanntlich nicht sonderlich lange. Das wird auf freischaffende Autoren aller Art auch zutreffen, wenn das so weiter geht.

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        lanzi


        Ich auch Lars, aber ich würde niemals Bücher als eBooks herausgeben lassen! Aus zweierlei Gründen a. ist der Markt mit 4 Prozent am Gesamtmarkt zu vernachlässigen und b. damit ich dann nicht jammern muss, jemand gebe meine Dateie weiter!
        Tatsache bleibt, die Indis nehmen sich zu wichtig und die gesamte eBookszene ignoriert die statistische Wirklichkeit! Ansonsten habe ich seit Jahren Bücher aus Holz immer weiter gegeben, warum sollte man also nicht elektronische Bücher weiter geben?

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          machtnix


          Zwischen weitergeben und für was weiß ich wie viele Nutzer zum Download anzubieten ist aber ja schon ein kleiner Unterschied. Ganz abgesehen davon, dass ein Buch aus Holz physisch den Besitzer wechselt.
          Insgesamt wird das Urheberrecht oder ganz allgemein überhaupt die mögliche Gewinnerzielung aus digitalen Medien aber mit der steigenden Masse an Publikationen ohnehin irgendwann an seine Grenzen stoßen.
          Und ganz ehrlich, wie viel an Musik oder Literatur die heute auf den Markt gekotzt wird ist derart künstlerisch wertvoll, dass die auch nur kurze Zeit später überhaupt noch jemand haben will, bzw. kennt. So haben dann viele Werke einen realen Wert der weit unter dem Wert liegt, der noch vor kurzer Zeit bestand hatte.

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      Lysander


      „Kakerlaken sind schlau…“

      Aus: „Interview mit Professor Kakerlak – Überleben ist auch eine Wissenschaft“
      https://www
      …und übrigens: keine Schmarotzer.

      Sozialistisch fand ich es nun nicht gerade wie SB sich mit den Kundengeldern, die ihm anvertraut waren von dannen gemacht hat. Bei uns braucht man übrigens nicht jeden Monat was einzahlen, wie auf einst auf ebookspender & boox.

      Und sozialistisch ist es auch nicht, die hart schuftenden Uploader nicht angemessen zu bezahlen, wie es auf auf den genannten Piratenseiten nun mal war.

      Weil es bei einigen scheinbar noch nicht angekommen ist: Die Autoren, die mit uns zusammenarbeiten erhalten 100% der Downloadvergütung die über die technischen Kosten hinausgehen. (Nachzulesen u.a. hier: https://bl*g.lul.to/post/109890780088/geschichten-aus-dem-piratenleben-oder-schizoide

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        lanzi


        Bei durchschnittlich 2 cent pro download ;) – bei ebookspender brauchten die uploader nichts zu bekommen, weil es letztlich ein privater Spendenkreis war! Nochmals Besitz sollte man teilen, aber uneigennützig!

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          Lysander


          Alle die es „uneigennützig“ getan haben sind nicht mehr da.
          Wir machen es zum Nutzen aller Beteiligten (Kunden, visionäre Autoren, Piratentruppe).

          Und die durchschnittlichen 2-10 Cent pro Download kommen ja deshalb zustande, weil wir bei solchen Titeln nur die technischen Kosten umrechnen. Ein Autor aber bestimmt den Preis für die Dienstleistung „Download“ für seine Werke selbst und wir geben den gewünschten Preis dann ein (sofern dieser unter dem amazon-Preis liegt).

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            deubacoba


            Sekundiere.

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        Thomas Elbel


        Allet klar. Dann nehme ich den Herrn Lysander mal beim Wort:
        Hiermit beantrage ich meine Gewinne aus Eurer Distribution meiner Werke „Asylon“ und „Elysion“. Den Preis bitte ich entsprechend Eurer Regeln 1 cent unter dem Amazon-Preis festzusetzen. Alle hieraus mir zustehenden Erlöse trete ich jetzt und für alle Zukunft an den Piper Verlag ab. Außerdem bitte ich um halbjährliche, nachvollziehbare Dokumentation der erfolgten Downloads als Beleg für Abrechung und eine jeweils aktuelle Zusammenstellung Eurer „technischen Kosten“ und der auf mich entfallenden Anteile.
        So. Und jetze, Aldä?

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          LuL Gastkonto


          Ja Mensch! Das ist doch mal ein konstruktiver Beitrag.

          Herzlich willkommen im Kreis der Autoren, die Lul.to als weiteren Vertriebsweg für ihre Werke gewählt haben.

          Bitte schrieben Sie mir eine PM auf LuL.to, damit wir die Details festmachen können. Die technischen Kosten können sie übrigens bereits jetzt sehen, wenn Sie Ihren Namen in unsere Suchmaschine eingeben. Neben den Titeln erscheinen
          diese in den hellgrünen Feld.

          Ich freue mich ehrlich in Ihnen einen weiteren visionären Autoren bei uns begrüßen zu können!

          PS: Kommentar muß mit Gastkonto geschrieben werden, da lt. disqus mein reguläres Konto vom Mod. als Spammer markiert wurde.

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      Esther


      Darf es das nicht? Wer bestimmt das? Illegal sind in Deutschland beide Formen von Piraterie gleichermaßen.

      Die Urheber gehen in beiden Fällen leer aus, verbieten kann man Piratenseiten offensichtlich auch nicht effektiv. Schon deshalb muss auf Dauer eine legale Lösung her.

      Ein beträchtliches Maß an Professionalität setzen beide Modelle voraus – was andernfalls passiert hat der ebookspender gerade vorgeführt. Bei libGen ist die Finanzierung völlig unklar, es gibt allenfalls mal ein bisschen Werbung. Ist das moralisch besser oder verwerflicher als eine Paywall?

      Ist Piraterie verwerflicher, wenn ein Gewinn erwirtschaftet wird?

      Diese Unterschiede sehe ich nicht so recht.

      Esther

      PS: Die üblichen Verdächtigen können jetzt gerne unter Zurschaustellung der eigenen moralischen Überlegenheit die übliche Karusseldiskussion über die Verwerflichkeit der Piraterie starten. Das ist nur ziemlich sinnlos, weil die gesetzlichen Verbote die Ausbreitung der Piratenseiten kaum gehemmt haben.

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        Lanzi


        LibGen ist ziemlich einfach, du kaufst ein eBook entfernst allfällige DRM und ähnliches, und offerierst es der Allgemeinheit Esther. Ganz so, wie du es auch mit einem gekauften Buch aus Holz machen kannst.
        Ich habe in meinem Leben öfters mal Bücher aus Holz an Bibliotheken verschenkt – da verdient der Autor auch nichts, wenn dies außerhalb von Deutschland ist.

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          Esther


          Ganz so einfach ist das auch nicht.

          Mit privaten Spenden allein lässt sich eine Bibliothek dieser Größe nicht aufbauen. Zudem ist es zumindest in Deutschland schon illegal den Kopierschutz zu entfernen. Ich vermute, dass eine Bibliothek hinter LibGen steht.

          Auch LibGen hat Kosten – für den Kauf von Büchern, die Bereitstellung der Technik, evtl. auch Personalkosten und einiges mehr. Irgendwie muss das finanziert werden, wie wissen wir einfach nicht.

          Lul.to finanziert sich über eine Paywall, bietet viele Bücher aber auch rasch nach dem Erscheinen an. Sie haben mindestens die gleichen Kosten, bestreiten aber nicht auch noch Gewinn zu machen.

          Mir leuchtet nicht ein, was daran verwerflicher ist als an einer Seite wie LibGen. Gesetzlich verboten ist ohnehin beides und die Urheber profitieren nur in Ausnahmefällen von diesen Angeboten.

          Esther

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            Lanzi


            Wie weiter unten schon mal richtig erwähnt wurde, nicht überall ist es überhaupt verboten! Wenn ich ein Buch unbedingt sofort bei Erscheinen haben muss, kann ich es ja kaufen, warum aber sollte ich es anschließend nicht weiter geben? Das entspricht nun mal nicht dem normalen Verständnis von „gekauft“ – und genau weil dies so ist, halte ich dies auch nicht für verwerflich. Verwerflich sind diejenigen die das gleiche Geld für digital wollen und dabei noch via hartem DRM und Eigentumseinschränkungen ein neues Verständis von von „gekauft“ einführen möchten.

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            Esther


            Nunja zwischen „Weitergeben“ und öffentlich zum Download anbieten gibt es nicht nur eine Zwischenstufe.

            Rechtlich ist es erst einmal egal, ob Piraten an den Downloads verdienen oder draufzahlen. Verboten ist beides, zu verhindern ist nichts davon.

            Natürlich müssen neue legale Lösungen her. Aber das kann gerade im Ebookbereich offenbar nur der Staat mit seinen Bibliotheken leisten. So ohne weiteres kann und will man aber keine großen Bereiche faktisch verstaatlichen.

            Wie ein Nebeneinder von öffentlich-rechtlichen gebührenfinanzierten Angeboten und werbefinanzierten privaten Anbietern auf dem Buchmarkt aussehen könnte weiß aber noch niemand.

            Bis es soweit ist füllen die Piraten diese Lücke – ob sie nun an ihren Angeboten verdienen oder nicht.

            Esther

            PS: Um es vorwegzunehmen: Gäbe es nur Menschen, die wie manche Mitschreiber aufs Lesen verzichten würden sich solche Fragen nicht stellen. Gäbe es nur Leute, dei so grundanständig sind wie manche Mitschreiber es zu sein glauben würde keiner Piratenseiten nutzen.

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            Lanzi


            Man muss ja nicht beim download verdienen. Siehe gen lib ich kaufe pro Jahr ca. 150 Bücher, natürlich räume ich die aus und genauso sehe ich es auch bei elektronischen Titeln. Und nein, Geld würde ich dafür sicherlich nie nehmen, aber bei mir verstauben muss es auch nicht.

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            Ja, hinter LibGen stehen im Wesentlichen Bibliothekare, die einfach ihre Bibliothekseinkäufe zweitnutzen.

            Die Kosten sind sehr überschaubar, im vierstelligen Bereich. Es gibt einen – mir – namentlich bekannten privaten Geldgeber, und gelegentlich machen die mal einen Spendenaufruf.

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            Lanzi


            Und sind mir damit richtig sympathisch, nicht wie diese „Möchtegern-piraten“ denen es wahlweise um Geld verdienen geht und ihrem eigenen Ego! Und vor allem bleiben die unseligen Indis außen vor!

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        Thomas Elbel


        LibGen hat laut Heise auf der Hauptseite seit über einem Dreivierteljahr eine Paywall errichtet und es wird dort vermutet, dass die Derivatsseiten bald folgen. Wieder so eine Esthersche Fehleinschätzung.
        Ob Piraterie verwerflicher ist, wenn Gewinne erwirtschaftet werden?!
        Gegenfrage: Wenn ich Bankräuber bin, sollte ich dann nicht in Zukunft einen Teil der polizeilich beschlagnahmten Beute mit dem Argument zurückfordern, dass der Bankraub ganz schön mühsam war, ich mir extra einen Diamantschneider gekauft habe und die Beiträge für meine Bankräuberberufshaftpflicht horrend sind?

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          Marinella C.van ten Haarlen


          Nur Zitat: Berufsräuberhaftplicht lol, ich fliege gleich wieder aus dem #Bett

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            ak


            Du brauchst ein grösseres Bett :)

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          skreutzer


          Wenn schon unzulässige Vergleiche angeführt werden, dann doch besser statt einem Bankraub der Vergleich mit einer Gelddruckerei: Geld als abstraktes Zahlungsmittel repräsentiert Arbeitszeit, und damit man sich nicht einfach ohne Gegenleistung ein Anrecht auf die Arbeitszeit anderer Leute verschaffen kann, wird das offizielle Zahlungsmittel künstlich verknappt. Wenn Leute Falschgeld drucken und das in Umlauf bringen, sinkt der Wert, die Kaufkraft des Geldes, man bekommt weniger Arbeitsleistung anderer Leute dafür, weil an anderer Stelle die Falschgelddrucker selbige in Anspruch nehmen, ohne eine Gegenleistung dafür erbracht zu haben. Wenn das Falschgeld jetzt aber von jedermann unfassbar einfach herzustellen ist und die künstliche Verknappung nicht mehr funktioniert (Text kann sich von Haus aus ungehindert ausbreiten, heute mehr denn jemals zuvor), wäre es dann nicht an der Zeit, den Austausch von Leistung und Gegenleistung neu zu organisieren?

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            Thomas Elbel


            Ich verstehe Deine Argumentation nicht ganz, obwohl ich finde, dass sie ein geradezu geniales Argument FÜR einen uneingeschränkten Fortbestand des Urheberrechts darstellt.
            Mein Ausgangspunkt war der folgende Satz von Frau Birgit „Esther“ S.:
            „Ist Piraterie verwerflicher, wenn ein Gewinn erwirtschaftet wird?“
            Meine Antwort darauf ist schlicht ja. Denn das weitere Argument, dass ja auch der Buchpirat (Lysander et al.) eigene Kosten habe, ist für mich aus den in dem Bankräuberbeispiel angeführten Gründen nicht schlagkräftig.
            Abstrakt ausgedrückt: Allein die Tatsache, dass mir die unberechtigte Aneignung und/oder Verwertung fremder Wirtschaftsgüter auch Kosten verursacht, rechtfertigt es nicht, dem eigentlich Berechtigten diese Kosten entgegenzuhalten und damit die illegal erwirtschafteten Erlöse zu rechtfertigen.
            Ist das jetzt deutlich geworden?

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            skreutzer


            Wenn man künstlich hervorgerufene Knappheit für ein Feature hält und nicht für einen Bug, mag das so sein, ja. Für immaterielle Güter und besonders Text ist diese aber nicht herzustellen, verursacht realen Schaden und kann durch Alternativen des Überflusses umgangen werden, indem die künstlichen Verknapper einfach keine Berücksichtigung mehr finden.

            Gewinn mit Unterhaltungsliteratur anderer Leute zu machen, scheint mir auch eher unangebracht. Wenn dies jedoch zu den Selbstkosten geschieht, dann sehe ich nicht, weshalb man unterscheiden sollte, ob man einen Dienstleister für das Hosting bezahlt oder selbst hostet (das ist: Peer-to-Peer-Filesharing), denn in beiden Fällen tragen die Nutzer die Kosten selbst für die Bereitstellung, mehr ist das Anfertigen von Kopien schließĺich auch nicht wert.


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