Rokkr: App nach dem Schema Vavoo & WATCHED

Rokkr ist mittlerweilse ein beliebtes Programm beim App Store Google Play. Dies ist ein selbst erstellter Klon aus dem Hause Vavoo & WATCHED.

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Bildquelle: Levi Stute

Rokkr ist mittlerweilse ein beliebter Mediaplayer bei Google Play. Über 500.000 Installation zählt der App Store. Wer sich Impressum und Aufbau der kostenlosen App anschaut, bemerkt sofort, dass ihm das System bekannt vorkommt. Rokkr ist ein hausgemachter Klon aus dem Hause Vavoo und WATCHED.

Rokkr ist Browser und Mediaplayer in einem

rokkr

Dies sei pures Entertainment, das „rokkt„, verspricht die Schweizer Betreibergesellschaft. Die Rokkr AG hat ihren Sitz exakt dort, wo auch Vavoo und WATCHED beheimatet sind. Nämlich in der Morgartenstraße 3 in 6003 Luzern. Zufall? Nein, schaut man sich die Webseite des Anbieters an, kommt einem das Aussehen direkt bekannt vor.

Auch das Design der App erinnert stark an die beiden Vorgänger. Die Rokkr App fungiert als eine Art Streaming-Media-Center. Man kann sich darüber TV-Serien und Kinofilme aus den verschiedensten Quellen anschauen. Und die hängen, wie bei Vavoo bzw. WATCHED üblich, von der verwendeten Bundle-URL ab. Das heißt, die Betreiber veräußern woanders Jahresabos für Bundle-URLs, die gegen entsprechende Bezahlung einen uneingeschränkten wie illegalen Filmgenuss versprechen. Die App hingegen ist wie üblich kostenlos.

Ist die App illegal?

Wenn das so wäre, müsste man im gleichen Atemzug alle Browser verbieten. Man kann auch mit dem Firefox oder Tor-Browser legale wie illegale Seiten ansurfen. Und so verhält es sich auch mit dem Mediaplayer. Rokkr unterstützt legale Mediatheken und Videoplattformen genauso, wie das offensichtlich rechtswidrige Streaming von Filmen und Episoden von Serien. Von daher ist der Download, die Installation sowie die Nutzung der Rokkr App legal. Entscheidend ist jeweils die Wahl der Bundle-URL.

Rokkr TV-BOX

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Rokkr läuft plattformübergreifend

rokkr bei Google Play

Auf allen gängigen Plattformen mit Ausnahme von iOS ist Rokkr vertreten. Die Software läuft auf Android, verschiedenen Linux-Distributionen, macOS und Windows. Mit ein paar Handgriffen kann man Rokkr sogar auf dem Amazon Fire TV Stick installieren. Wer mehr wissen möchte, kann dafür gerne die Suchmaschine seiner Wahl betätigen. Bei Github hat man schon den Quellcode diverser Erweiterungen hinterlegt, die man für Eigenproduktionen benutzen darf.

Die Kollegen von TorrentFreak haben kürzlich berichtet, dass die ACE juristisch vor einem US-Gericht gegen einen Verkäufer von Jahresabos von WATCHED vorgeht. Cloudflare soll die Daten der Hintermänner preisgeben. Sollte WATCHED tatsächlich fallen, was unwahrscheinlich ist, hätten der bzw. die Betreiber mit Vavoo und Rokkr immerhin zwei weitere Apps in der Hand. Oder was glaubt ihr, wieso man drei derart ähnliche Apps aus dem gleichen Hause vertreibt? Schreibt uns eure Meinung bei uns im Forum.

Rokkr ausprobieren? Hier geht es.

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Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.