Die Initiatoren vom Hacker- & Makerspace DevLab-TSA laden am 21. November ins gutbürgerliche Brauhaus in Wuppertal ein. Was passiert dort?
Ob wir wollen oder nicht, Weihnachten rückt immer näher. Da war es naheliegend, schon jetzt mehrere Tische für das X-Mas Meeting 2026 zu reservieren. Um 16.30 Uhr geht’s los. Es gibt kein Open End. Denn sobald die Gastwirtschaft schließt, stehen wir im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße. Das ist aber kein Problem, weil man von dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln prima wegkommt.
Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Location
Es gibt einen kostenpflichtigen Parkplatz direkt am Brauhaus, der selten überfüllt ist. Gegenüber ist direkt der nächste Parkplatz bzw. ein Parkhaus. Ansonsten kann man sein Fahrzeug auf der Straße abstellen. Beinahe überall stehen in Sichtweite Parkscheinautomaten. Wer zusätzliche Kosten sparen will, füttert diese besser mit seinen Münzen.
„Sie flitzen, wir blitzen!“
Wichtig: Die Stadt Wuppertal ist berühmt-berüchtigt für eine regelrechte Armada an fest installierten Blitzern. Wer die Vorschriften missachtet, muss recht tief in die Tasche greifen. „Sie flitzen, wir blitzen!“ war lange Zeit der berüchtigte Slogan der Begrüßungsschilder an den Ortseingängen von Wuppertal. Statt die Besucher willkommen zu heißen, setzte das Ordnungsamt traditionell auf eine unmissverständliche Warnung an alle Autofahrer. Wie gesagt, ähnlich aggressiv geht man auch gegen Parksünder vor.
Welches Konzept steckt hinter dem DevLab-TSA e.V.?
Es fanden sich vor ein paar Jahren mehrere Menschen mit völlig unterschiedlichen Interessen zusammen. Die eigentliche Gründung des Vereins fand im Jahr 2020 statt. Was die Menschen einte, war die Frage, wo man in Ruhe im angemieteten Areal seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann. In den Räumlichkeiten des Vereins gibt es aufgehübschte Zweiräder (Mofas etc.), 3D-Drucker, Retro-Spielekonsolen, uralte Homecomputer, Holzbänke und vieles mehr.
Wer diesen Sommer bei der Feier von Tarnkappe.info dabei war, der weiß, wovon ich spreche. Die Crew führte gerne jeden Interessierten durch ihre „heiligen Hallen“. Jede gestellte Frage wurde beantwortet. Manche Besucher kamen aus dem Umland und hatten vom DevLab-TSA noch nie etwas gehört. Doch das ist kein Zufall. Warum das so ist, dazu kommen wir noch später.

Amitac is „connecting people!„
Wirklich beeindruckend ist die Zusammensetzung der unterschiedlichsten Charaktere. Da gibt es André aka Amitac (früher Ami), der mit seiner sozialen Art von Anfang an viele menschliche Beziehungen aufgebaut und gepflegt hat. Man nennt ihn auch Nokia. Why? Well, that’s because he’s connecting people. André ist es, der als Brückenbauer die Gruppe zusammenhält und gerne auch mal mit einem derben Späßchen für gute Stimmung sorgt. Es gibt noch mehr Entertainment. Wer dem Gaming überdrüssig ist, darf sich beim Musik-Streaming mit Sing-Along-Modus eines der beiden Mikrofone schnappen, um alte Elvis-Songs, Phil Collins, aber auch Hardrock oder Heavy Metal stimmlich zum Besten zu geben. Gut, diese Option fällt im Brauhaus mangels Fernsehgerät und eigener Hi-Fi-Anlage natürlich weg.
Viele unterschiedliche Interessen und Charaktäre
Grillmeister Dennis kümmert sich unter anderem um die administrativen Aufgaben. Er hält den Kontakt zur Wuppertaler Stadtverwaltung, beantwortet Presseanfragen und füllt den eigenen Blog mit Videos und Beschreibungen. Wer interessiert ist, sollte den Kalender immer mal wieder nach neuen öffentlichen Events abgrasen. Man erfährt auch, welche neuen Projekte gerade angelaufen sind. In den beiden nebeneinander gelegenen kleinen Industriehallen stellt der Verein Plasmaverteiler, ESP-Boards, eine Industrie-Bohrmaschine, eine Holzbank oder beispielsweise ein selbst gebautes E-Kart vor. Das Gefährt hat Kamal übrigens eigenhändig konzipiert und erstellt. Der fahrbare Untersatz ist noch nicht fertig. Doch auf dem Video sieht man, wie schnell das elektrische Gokart schon über das Gelände sausen kann.
Kai kümmert sich um das Schrauben an den benzinbetriebenen Zweirädern. Wieder andere haben sich der Demoszene verschrieben. Sie programmieren, tracken Musik oder malen Grafiken auf dem Amiga, C64, Windows-PCs und auf anderen Computern, um sich kreativ auszutoben. Oder sie besuchen gemeinsam Events für Retrocomputer-Fans, wie die diesjährige Gamescom. Und dann wären da noch Initiatoren wie JustEpyx, den die Spiele vom Sega Game Gear, ZX Spectrum, Amiga oder alte DOS-Games reizen. Doch es gibt noch viel mehr zu entdecken. Die Leser von tarnkappe.info waren zumindest alle hellauf begeistert von dem friedlichen Miteinander, der Tatsache, dass man so viel Krach im Industriegebiet machen kann, wie man will und davon, wie gut es zwischenmenschlich klappt.
Ein Stück Hippie-Kultur ins Jahr 2026 projiziert?
Aus der Hippie-Kultur der 60er Jahre übernahm man zumindest das Ideal einer solidarischen Gesellschaft, in der jede und jeder so sein darf, wie sie bzw. er ist. Um Vergleich mit den Hippies zu bleiben: Es gibt auch im DevLab-TSA gemeinschaftliche Besitztümer und Ressourcen, die man zusammen nutzt. Auch hier hat das Wohl des Kollektivs mehr Bedeutung als der Egotrip eines seiner Mitglieder.
MC DevLab-TSA: Verdiene dir erstmal dein Patch!?
Womöglich wird man jetzt sagen: Da kann nichts schiefgehen, doch weit gefehlt! Die bisherige Erfahrung mit anderen Makerspaces im Bergischen Land hat die Gründer gelehrt, dass sie neue Mitstreiter am besten erst mal gut kennenlernen sollten.
Dennis erklärte auf Nachfrage, man habe unbewusst in Teilen die Tradition von Motorradclubs (MCs) übernommen. Wer dabei sein will, der muss sich erstmal in der Gruppe beweisen. Schlechte Laune und Menschen, die man sich nicht aussuchen kann, gibt es auch so schon genug. Und nein, natürlich gibt es kein Patch, also einen Aufnäher, auf der Lederkluft. Doch es hat sich dennoch bewährt, Prospects (Anwärter auf die Mitgliedschaft), im Devlab Aspiranten genannt, für eine gewisse Zeit zusammen mit einem zugewiesenen Paten mitlaufen zu lassen.
Man möchte lieber organisch langsam wachsen, als den Überblick zu verlieren, erzählt Dennis. Schließlich gibt es viele Geräte, an denen man sich verletzen oder die Maschine beschädigen kann.

Was erwartet euch im Brauhaus?
Es geht recht früh los, die Veranstaltung startet um 16.30 Uhr. Es ist ratsam, die Teilnahme fest zuzusagen oder alternativ überraschend zu kommen. Denn kommen zu wenig Gäste für die vielen reservierten Tische, dann könnte es Probleme mit dem Gastwirt geben.
Das Brauhaus ist übrigens ein sehr schönes Gebäude. Doch laut ist es dort natürlich auch. Man redet miteinander, schwelgt in Erinnerungen, isst und trinkt, was auf der Speisekarte steht. Egal ob dick oder dünn, jede und jeder ist herzlich willkommen. Bei dem Konzept konnte ich nicht nein sagen. Tarnkappe.info wird auf jeden Fall dabei sein, um unseren Lesern die Möglichkeit zu geben, sich vor Jahrsende noch einmal zu treffen. Hunde sind im Brauhaus leider nicht erlaubt. Das scheitert aber nicht an der Toleranz des Vereins, sondern offenbar an der des Betreibers der Gastwirtschaft.
Manchmal wechselt man die Tische, um woanders das Gespräch aufzunehmen. Ein anderes Jahr blieben alle mehr oder weniger auf ihrem Platz sitzen. Doch grundsätzlich gilt hier wie im Industriegebiet: Alles kann, nichts muss. Wem nicht nach Unterhaltung ist, dem wird man auch keine aufzwingen.
Ich als Gründer von Tarnkappe.info bin auf jeden Fall dabei. Und wen auch immer ich mit diesem Artikel begeistern kann, der sollte nicht zögern, mitzufeiern. Wir sehen uns dann am 21. November in der Innenstadt von Barmen. Anschrift: Kleine Flurstraße 5 in 42275 Wuppertal.
Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel
Um die Anbindung in Erfahrung zu bringen, haben wir flugs einen Chatbot als Informationsquelle missbraucht. Die Location ist mit folgenden Bussen, Bahnen und der Schwebebahn erreichbar:
- Bushaltestelle Kleine Flurstraße (direkt beim Brauhaus):
- Bus 610 (verbindet Barmen und Wichlinghausen)
- Schwebebahnstation Werther Brücke (ca. 5–7 Minuten Fußweg):
- Schwebebahn (Linie 60)
- Buslinien: z. B. 332, 608, 624, 640
- Zentraler Knotenpunkt Alter Markt (ca. 6–8 Minuten Fußweg):
- Schwebebahn (Linie 60)
- Buslinien: u. a. 601, 608, 610, 611, 628, 632, 640, SB67
- S-Bahnhof / Regionalbahnhof Wuppertal-Barmen (ca. 10–12 Minuten Fußweg):
- S-Bahn: S8, S9
- Regionalzüge: RE4, RE7, RB48.
Wir sehen uns dann am 21. November ab 16.30 Uhr, bis dahin!
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