THEA1200
THEA1200 - Offizielles Produktfoto von Retro Games Ltd. / PLAION.
Bildquelle: PLAION

THEA1200 – drei klassische Amiga-Computer unter einer Haube

Pünktlich zu Weihnachten kommt die neue Emulator-Hardware THEA1200 heraus, sie vereint den A500, A600 und A1200.

Im Gegensatz zum THEA500 Mini* vom gleichen Hersteller handelt es sich beim THEA1200 um einen Nachbau des Amiga 1200 in Originalgröße und mit einer funktionierenden Tastatur. Beim Einschalten startet (leider unsichtbar) ein minimales Linux-Betriebssystem auf der eingebauten ARM-Hardware. Es erscheint stattdessen das eigene Karussell-Menü zur Spieleauswahl und Systemsteuerung.

Im Hintergrund läuft eine angepasste Version des Amiga-Emulators, der auf UAE / Amiberry basiert. Die Hardware kann laut der Pressemitteilung der RetroGames Ltd. sowohl den ECS-, OCS- als auch den AGA-Modus emulieren. Es werden folglich die Fans von drei bekannten Amiga-Reihen, die Commodore hergestellt hat, auf ihre Kosten kommen.

Zocken, USB-Sticks anschließen oder die Workbench starten?

Wer will, kann in Erinnerungen schwelgen. 25 Amiga-Klassiker kann man direkt starten. Darunter bekannte Games wie „Siedler II“, „Defender of the Crown“ (I und I) nebst der Turrican-Trilogie, „Beneath a Steel Sky“, „Lure of the Temptress“, „Ruff ’n’ Tumble“ und vielen andere mehr. Das Gerät kommt mit einer funktionierenden Maus und einem Gamepad im Retro-Stil daher. Das Softwarepaket WHDLoad soll auch laufen.

Die Emulator-Hardware kann man mittels HDMI auch an moderne Monitore oder TV-Geräte* anschließen. Du willst keine reine Spielkonsole, sondern auch damit arbeiten? Kein Problem. Der THEA1200 wird mit der Workbench 3.1 (Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche) ausgeliefert. Und wer etwas Neues aus der Amiga-Demoszene, Programme oder Spiele übertragen will, kann dafür einen der vorhandenen USB 2.0-Anschlüsse benutzen. Das klingt für Retrofans fast zu schön, um wahr zu sein, oder!?

Der einzige Pferdefuß der Emulator-Hardware: kein Steckdosen-Netzteil

Über den USB-C-Port an der Rückseite läuft die Stromversorgung. Doch die Hardware wird man ohne ein Steckdosen-Netzteil verkaufen. Dieses kostet im Handel je nach Ausführung und Hersteller etwa 5 bis 15 Euro. Der THEA1200 benötigt lediglich ein Standard-USB-Netzteil mit 5 Volt (5V) und mindestens 2 Ampere (2A / 10 Watt). Genau diese Spezifikationen erfüllen immerhin fast alle herkömmlichen Smartphone-Ladegeräte oder Multi-USB-Steckdosenleisten.

DevLab hat schon mehrere Geräte vorbestellt

Manche im Wuppertaler Hacker- und Makerspace DevLab sind regelrechte Amiga-Fanatiker, sie haben die Hardware schon mehrfach geordert. Man wartet sehnsüchtig auf den 4. Dezember, wenn das gute Stück endlich lieferbar sein wird. Wer sich selbst ein Bild machen will, ohne die Hardware zu kaufen oder eine Messe zu besuchen, muss wohl bis nächsten Sommer warten. Spätestens bei der nächsten Party von Tarnkappe.info kann man sich den THEA1200 live und in Farbe anschauen. Etwas Leckeres zu essen wird es auch wieder geben, versprochen!

THEA1200: Veröffentlichung war für Sommer geplant

Beispielsweise Amazon* oder der Publisher dieses Produkts, PLAION (ehemals Koch Media), nehmen die Vorbestellungen an. Den ursprünglichen Veröffentlichungstermin im Juni 2026 verschob der Hersteller der englischen Grafschaft Bedfordshire, um die Entwicklung final abzuschließen. Außerdem konnte man so die offizielle Amiga-Lizenzierung umsetzen. Der Verkaufspreis liegt bei Amazon bei 189,99 Euro.

Nein, zugegeben, das ist kein Pappenstiel. Aber dafür sind die großen klassischen Amiga-Modelle unter einer Haube vereint. Man kann die Workbench benutzen, ist auf keine alten Commodore-Monitore o.ä. angewiesen und kann problemlos eigene Dateien auf das Gerät übertragen.

Amiga

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Lars Sobiraj

Über

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Früher brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert. In seiner Freizeit geht er am liebsten mit seinem Hund spazieren.