Nach dem Bust von LuL.to: Quo vadis E-Book Szene?

Article by · 9. Juli 2017 ·

 

Ist die illegale E-Bookquelle mit dem Bust von LuL.to nun für immer versiegt? Genau diese Frage wird sich wohl so mancher Lesefreund, der auf kostenlosen oder preisgünstigen Lesestoff – aus welchen Gründen heraus auch immer – nicht verzichten möchte, schon gestellt haben. Denn auf den einschlägigen Seiten, wie den Boersen, dem Usenet, MyGully, aber auch bei Sumsels Lesen.to bleibt nun seither der Nachschub an Lesestoff offenbar aus. Alles, was in der Release-Szene derzeit noch erscheint, sind ausschließlich aktuelle Zeitungen & Zeitschriften.

Deshalb wäre daraus zu schlussfolgern, dass das Team von LuL.to die einzigen Einkäufer von E-Books gewesen sind, die diese der breiten Öffentlichkeit auch zur Verfügung gestellt haben. Verteiler, die nur darauf gewartet haben, was bei LuL.to gerade erscheint, gab es demnach zur Genüge. Sie haben abgegriffen, was tagtäglich dort gepostet wurde und dann auf dem Portal ihrer Wahl hochgeladen. So wurden bisher scheinbar alle versorgt. Doch wie geht es nun weiter?

Was für die Verlagsautoren, wie Andreas Eschbach, als auch für die zahlreichen Selbstpublisher ein Grund zur Freude ist, lässt in der Szene doch schon einige Unruhe, bzw. Verlustängste aufkommen: Bis jetzt ist noch kein neues, illegales Portal mit Neuerscheinungen, Spiegelbestsellern, den Lieblingsserien oder dem Lieblingsautor am Start.

Da anzunehmen ist, die Ermittler verfolgten die Spur des Geldes, läge nun die Vermutung nahe, dass gerade dieser Umstand ein solches Unternehmen von vorn herein als zu riskant erscheinen lässt. Auch kann nicht jeder X-Beliebige plötzlich sagen: „Ach, ich eröffne mal so eben ein illegales Buchportal, weil ich schnell reich werden will.“ Es wäre selbst hier schon ein gewisses Wissen über Bücher angebracht. Man sollte zumindest über die Erscheinungsdaten der Titel informiert sein – und das bei jedem Genre. Auch Bescheid zu wissen über Trends auf dem Buchmarkt, wäre von Vorteil. Und wie man bei Spiegelbest gesehen hat: ohne Programmiererfahrung läuft ebenso wenig etwas.

Zwei Vorraussetzungen also, die unabdingbar vorhanden sein müssen, für die Eröffnung eines neuen, illegalen Buchportals. Sicher keine unüberwindbaren Hürden, aber dennoch… Wie es weitergeht, wird sich zeigen. Meine Vermutung ist, dass sich eben nicht so schnell, wie bereits hier in den Kommentaren geäußert, ein Nachfolger finden wird, der ein solches Risiko auf sich nehmen wird.

Ich würde auch meinen, dass es für die Buchbranche insgesamt gut ist, nun über eine längere Zeitperiode nicht piratisiert zu werden. Ein Umstand, der bei vielen Autoren die Lust am Schreiben ganz sicher neu aufleben lassen wird – und ist es nicht gerade das, was sich auch die Leser, mich eingeschlossen, wünschen?

Bildquelle: geralt, thx! (CC0 Public Domain)

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93 Comments

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    Nina

    Ernst gemeinte Fragen an die Autoren hier, weil ich zugegebenermaßen auch keine Ahnung von der Branche habe, die Argumente für teure ebook-Preise aber immer schräg finde.

    Warum kostet das ebook eines Hardcovers oft 19 €, das eines TBs aber „nur“ 8? Der Aufwand ist doch der gleiche. Eine namhafte deutsche Autorin verlegt bei Diogenes. Eine Neuerscheinung von gerade mal 250 Seiten kostet 22 €, das entsprechende ebook 19. Da kann mir doch kein Mensch erklären, dass das Erstellen des ebooks doppelt so teuer ist wie das eines TBs, das 400 Seiten hat. Das ist doch reine Verlagsabzocke zur Steigerung des Printverkaufs.

    Warum gibt es eig. noch keine SP-Plattform für ebooks? Es muss doch deutlich lukrativer für SP-Autoren sein, eine gemeinsame Plattform à la eBay zu gründen, auf der jeder seine Bücher selbst anbietet und die dann z.B. nach Umsatz anteilig bezahlt wird. Ohne Verlage etc., die ja alle z.T. kräftig mitverdienen.

    Ich lese mind. 10 Bü/Mon. bei skoobe für 12€. Klasse! Und die Autoren verdienen auch noch was! Was ich da an Neuerscheinungen nicht finde, kommt aus der Onleihe oder ich kaufe es gebraucht bei ebay und stelle es 1 Tag nach Erhalt direkt wieder ein. Kostet max. 1,80/Buch. Verlag und Autor verdienen da leider nix.
    Solange ebooks derart gedeckelt werden, kein Verleihen, kein Weiterverkaufen etc. wird sich der Marktanteil nicht ändern. Ich bin nicht bereit, für ein ebook 8 € zu zahlen, das mir dann nach 1-2 Tagen Lesevergnügen als Datenmüll auf dem Rechner rumdümpelt.

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      Sind wir nicht alle ein bisschen Gandalf?

      Ganz einfach, weil es geht.
      Es ist vollkommen normal Produkte die die selbe Funktionalität haben zu unterschiedlichen Preisen in divergierender Aufmachung an unterschiedliche Kundengruppen zu verkaufen.
      Ansonsten würden auch alle Smartphones nur achtzig Euro kosten. Mehr sind die meisten der Dinger eigentlich nicht wert, solche Dinge wie problematische Arbeitsbedingungen, Umweltzerstörung und Rohstoffe aus Konfliktgebieten mal aussen vor gelassen.
      Man kann durchaus geteilter Meinung sein ob die Hoffnung der Autoren aufgeht das sie mehr verkaufen, wenn die Möglichkeit wegfällt Ebooks illegal zu lesen.
      Auch die Empfindlichkeiten der Betroffenen sind zwar verständlich aber irgenwie wieder auch nicht. Was haben die den erwartet? Das die Raubleser jetzt alle zu Kreuze gekrochen kommen und von sich aus Geld anbieten, aus Angst oder schlechten Gewissen rituellen Selbstmord begehen?
      Die Preisdiskussion allerdings ist sinnlos. Es ist vollkommen normal erstmal die mit hohen Preisen abzuziehen die es nicht erwarten können. Das macht fast jede Branche die im Endkundengeschäft tätig ist.
      Deshalb gibt es ja im Buchbereich die günstigeren Taschenbücher immer erst später.
      Es ist auch nicht zu erwarten das die Käuferzahlen explodieren nur weil die Preise gesenkt werden. Auch Vielleser schaffen nur eine begrenzte Menge Bücher im Monat und Nicht – und Wenigleser werden wegen Niedrigpreisen nicht plötzlich zu Leseratten.

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      Klaus

      „Da kann mir doch kein Mensch erklären, dass das Erstellen des ebooks doppelt so teuer ist wie das eines TBs,“

      Ein routinierter Verlag erstellt ein ebook im normalen Belletristikbereich mit max. 30 Minuten Zeitaufwand.
      Bereits die Dateien für das Printprodukt sind so formatiert/erstellt, dass ein Export zum epub + evtl. eine kurze Überarbeitung ausreicht.
      Im Gegensatz dazu ist ein Großteil der selbst erstellten ebooks von SPs regelrechter Datenschrott.

      ebooks sind für die Verlage ein Nebenprodukt, welches man inzwischen zusätzlich zum Print anbietet um 100% der möglichen Leser erreichen zu können.

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    Tina

    Guten Tag, also ich als LUL Kunde stehe immer noch unter Schock. Ich habe tatsächlich nicht gedacht, das es illegal ist. Ich war der Meinung das ist eine Seite von Amazon. ISDN und Gutscheine von denen. Selbst die Texte waren identisch. Ich bin 56 Jahre und habe noch nie in meinem Leben etwas illegales getan. Meine Söhnen bin ich auf die Nerven gegangen wegen Musik und Filmen, das die das was illegal runterladen könnten. Und wer tut es dann?
    Ich verstehe ja die Autoren, aber ich habe in meinem Leben schon tausende von Büchern in Papierform gekauft. Dann habe ich die zig-fach verliehen und irgendwann verschenkt. Aus Platzmangel. Da war das auch keine Urheberverletzung.
    Und ein Ebook was mit 380 Seiten € 16,99 kostet ist für mich Wucher! In Papier habe ich mir die ohne mit der Wimper zu zucken gekauft, aber wo nur was gesannt wird?
    Habe mir trotz LUL Bücher bei Amazon geladen.
    Aber einmal im Leben Bücher kaufen , soviel man möchte ohne zu überlegen, kann ich mir das leisten, das war schon schön.
    So nun können alle über mich herfallen.

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    Simone

    Besonders schöner Artikel. Worüber könnte ich den Verfasser kontaktieren?

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    Aber echt jetzt

    Es gab neue Ebooks vor ebookspender, es gab neue Ebooks vor lul.to…wieso sollte es sich nun etwas ändern?

    Klar ist, einer hat den anderen „beklaut“ Lysander hat keinen Hehl daraus gemacht, sich bei Spiegelbest bedient zu haben, umgekehrt war das nicht anders. Als Spiegelbest samt Seite weg war, haben sie eben mehr alleine gekauft und andere haben sich dort bedient.

    Nun wird es sicher eine Weile dauern und die ersten werden Bücher kaufen, säubern und ins Netz stellen und der Kreislauf beginnt wieder von vorne. Nur weil mal drei Wochen lang kaum neue Bücher aufschlagen heisst das noch lange nicht, dass die „Szene“ jetzt am Ende ist….

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      Takeshi Kovacz

      Wobei, wie hier schon mehrfach festgestellt wurde, bei lesen.to jetzt schon sehr lange praktisch Funkstille herrscht. Das ist schon ungewöhnlich. Aber ich gebe Dir Recht, es werden irgendwann wieder neue Angebote auftauchen.
      Und gleichzeitig werden sich wahrscheinlich jetzt die Anbieter von VPNs und anonymen EMail-Accounts über vermehrten Zulauf freuen. Das umso mehr, je öffentlichkeitswirksamer und „exempelstatuierender“ gegen die lul.to-User vorgegangen wird.

      Wahrscheinlich wird das Beispiel lul.to nicht nur für die Konsumenten lehrreich sein, sondern auch für künftige Anbieter. ;)

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    T K

    Ich persöhnlich wäre durchaus bereit z.B. bei Thalia oder sonst einem Buchändler für sagen wir mal 10€ im Monat eine Flatrate zu buchen bei der man sich ca. 10 Bücher im Monat frei wählen kann. Diese können dann auch von mir aus nach 31 Tagen nicht mehr zu öffnen sein. Habe ich es noch nicht fertig lade ich es mir halt doppelt. Ich würde dann sogar jede 10. Seite im Buch eine Werbung akzeptieren. So würde ich Legal bleiben und die Autoren/ Verlage würden ordentliches Geld verdienen. So bleibe ich bei einem Buch im Monat. Und kaufe mir auch oft genug noch Klassische Mengelexemplare, da hab ich dann was in der Hand was ich auch weitergeben kann und da verdient der Autor dann auch nichts.

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      Michael

      Ja, das finde ich auch ein interessantes Konzept. Das wird aber weder von Thalia noch einem anderen vergleichbaren deutschen Laden kommen. Irgendwann kommt ein großes US-Unternehmen und setzt ein vergleichbares Konzept um, so wie es auch der Musik- und Filmindustrie erging.
      Ich zahle z.B. ca. 20 Euro im Monat für verschiedene Film/Serienflatrates, natürlich nicht superaktuelle Produktionen, sondern 2-3 Jahre alte Filme/Serien und natürlich die neusten Eigenproduktionen der Anbieter. Für 20 Euro würde ich sofot eine E-Book- und Hörbücherflatrate abonnieren, natürlich auch mit Einschränkungen (nicht die aktuellsten Titel, nur x Werke gleichzeitig usw.). Aber laut den Kommentaren hier konzentrieren sich die Autoren und Verleger lieber darauf, ihre Zielgruppe (!= Kunden) abzumahnen.
      Und ich bin mir sicher, Bücherautoren können mit der „Sucht“ der Zielgruppe genauso umgehen, wie z.B. die Filmbranche. Auf Netflix habe ich z.B. eine Serie angefangen, die mir sehr gefiel. Die neuste Staffel gab es aber nur bei Amazon zum Kauf (oder iTunes usw.), aber da ich auch Amazon hab, hab ich mir die neuste Staffel dann einfach für ein paar Euro auf Amazon geholt. Das ist, wenn man mal alles eingerichtet hat, superbequem. Bequemer (und fairer und sicherer) als jeder illegale Download.

      Aber letztendlich muss das jeder selbst wissen, ob er/sie a) illegal runterlädt und b) wie die einzelnen Autoren mit der Piraterie umgehen.

      Aber ich glaube ich verabschiede mich jetzt aus den Kommentaren zu diesem Thema. Die Stimmung ist mir hier einfach viel zu aggressiv (von beiden Seiten aus) geworden (was ich verstehe, aber ich muss da nicht mitmachen).

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        Schrieb auch mal Romane

        @Michael die Autoren „konzentrieren“ sich nicht auf Abmahnungen. Sie wollen nur nicht mehr Monat für Monat 30% Verlust durch eBook-Piraterie hinnehmen.
        Es gibt seit Jahren mehrere bequeme Flatrates. (Für eBooks und auch für Hörbücher)
        Ich war tatsächlich so naiv, dass ich geglaubt habe, die eBoo-Piraterie würde durch so ein Angebot weniger werden. Leider ein Irrtum.
        Kaufen ist uncool, leihen ist uncool. Nur Autoren um den Lohn für ihre Arbeit zu bringen ist anscheinend richtig cool. Traurig.

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          Michael

          @Schrieb auch mal Romane
          Als ob es den Piraten darum ginge die Autoren um ihren Lohn zu bringen. Das ist ein trauriger Nebeneffekt, aber keine Absicht. Es geht mehrheitlich sicherlich auch nicht um Coolness, wer gibt schon damit an, dass er Zeug illegal lädt?
          Es geht mMn grundsätzlich um den Preis, die Verfügbarkeit und Bequemlichkeit. Und da können die genannten Portale kaum mithalten. Der Link zu lesen.net mit dem Vergleich zeigt doch die Probleme: Entweder nur die Indiebücher oder nur die Bestseller. Dann gegenseitiger Boykott und zusätzlich noch massive Einschränkungen der Wiedergabegeräte. Da hätte ich dir schon von Anfang sagen können, dass diese Angebote Piraterie nicht spürbar eindämmen werden. Der Preis ist bei allen super, aber dafür stimmt teilweise weder die Verfügbarkeit noch die Bequemlichkeit.

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            Schrieb auch mal Romane

            @Michael
            Es wird immer neue Ausreden und Rechtfertigungen geben.
            Möglich, dass nicht jeder alles in einem Angebot vereint findet. So ist das auch im rl, damit muss man leben. Aber es ist keine Rechtfertigung, um Straftaten zu begehen und anderen Menschen wissentlich Schaden zuzufügen.

            Wir Self Publisher bieten unsere eBooks sehr viel günstiger als die Verlage an. Zum „Dank“ müssen wir hier fast täglich lesen, dass unsere Geschichten nichts wert sind und wir froh sein dürfen, wenn sie überhaupt jemand liest.

            Mein vorletzter Roman ist im Dezember erschienen. Am ersten Verkaufstag habe ich 130 Stück verkauft (Einführungspreis war 99 Cent, ausgezahlt werden 29 Cent pro Verkauf).
            Nur 16 Stunden später war mein Roman überall auf den illegalen Seiten und ich habe nur noch 42 Stück verkauft. Normalerweise steigen die Verkäufe in den nächsten Tagen..
            Es ging zwar jedes Mal wieder etwas nach oben, nachdem eine Takedown Note an uploaded.net geschickt wurde, doch mein Roman wurde wenige Tage später wieder hochgeladen und die Verkäufe brachen dann erneut ein. Sie haben sich auf diesem niedrigen Level mühsam bis Januar gehalten, bevor die Verkaufszahlen dann richtig abgestürzt sind.

            Schreiben ist für mich kein Hobby, es ist meine Leidenschaft und es ist mein Beruf, Michael. Ich habe Rechnungen zu bezahlen, wie jeder Mensch auch. Was glaubst du, wie ich mich gefühlt habe.

            Jetzt haben wir Juli und die Rechnung für diesen Roman sieht so aus: Tantiemen für Verkäufe und Kindle-Leihen: 1.484,43 Euro (natürlich vor Steuern). Kosten für Cover und Lektorat: 940 Euro. Arbeitslohn für 3 Monate: 534,43.
            Es wird auch nicht mehr viel dazu kommen. Im Juni habe ich 5 Exemplare verkauft und im Juli bis jetzt 2.
            Wenn ein Buch erstmal so weit im Saleseank abgefallen ist, wird es unsichtbar im Shop (Der Salerank meines Romans liegt in diesem Monat zwischen 35.000 und 50.000 bei den eBooks).

            Ich gehörte zu den sogenannten Midlist-Autoren bei Amazon. Das bedeutete, dass meine neuen Romane zwischen Rang 200 und 20 erreichten (von allen eBooks auf Amazon.de).
            Ich schreibe ganz bewusst „gehörte“, denn ich kann das finanzielle Risiko nicht länger eingehen und weiter Romane schreiben. Ich habe in diesem Frühjahr noch einen letzten Versuch gewagt, mit dem gleichen niederschmetternden Verlauf.

            Für mich kam die Sperrung von lul.to leider zu spät. Trotzdem gehöre ich zu 36 Autoren, die Strafanzeige erstattet haben. Ich habe das aus Solidarität gemacht, denn mir persönlich nützt es nichts mehr..

            Ich werde meinen Beruf als Autorin natürlich weiter ausüben. Nur Romane wird es nicht mehr von mir geben. Ich bin übrigens nicht die einzige, die sich in den letzten Monaten so entscheiden musste.

            Für meine Fans und meine treuen Leserinnen tut es mir sehr leid. Wie ich mich dabei fühle, möchte ich hier nicht schreiben. Ich denke, wer einen Hauch Empathie hat, kann es vielleicht nachvollziehen. Alle anderen werden zynische Kommentare schreiben.

            Die Nutzer, die illegal meine Bücher geladen haben, können sich jetzt auf die Schulter klopfen: es gibt eine nichts könnende, wertlose Self Publisherin weniger.

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            Es tut mir richtig weh, Deine Worte zu lesen.

            Bleib tapfer, mich haben die lulis anders fertiggemacht. Irgendwann erholst Du Dich.Dann schreibst Du wieder.
            Wir sind alles andere als wertlos, vielleicht bitter, aber nicht erfolglos.

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            Michael

            @Schrieb auch mal Romane: Das tut mir wirklich leid, dass du deswegen dein Hobby nicht (mehr) zum Beruf machen kannst.
            Ich habe ein paar Fragen bzw. Anmerkungen. Auf den ersten Blick scheinen mir hier nicht nur die Piraten das Problem zu sein, sondern eine Verkaufsprovision von 70%? Oder ist das ein Tippfehler? Ganz ehrlich: Da hätte ich mich schon vor dem Problem der Piratie gefühlt wie von Wegelagern umgeben zu sein.
            Etwas über 500 Euro im Monat sind natürlich echt lächerlich wenig um davon leben zu können. Vor allem da sich so ein Roman sicherlich nicht in einem Monat schreiben lässt? Ich glaube da würde ich das, wenn überhaupt, nur noch als Hobby betreiben, mit all den Nachteilen (teilweise Jahre bis zur nächsten Veröffentlichung usw.).

            Was ich auch nicht so verstehe: Bei dem was du schreibst, müsstest du ja eine vergleichsweise hohe Fanbasis haben, oder? Dass dann die Piraterie einen solch krasse Auswirkung hat, verstehe ich nicht. Ich mein wir reden hier von 99 Cent Büchern… da war lul.to jetzt auch nicht viel billiger. Bei den ganzen Fachbüchern kann ich es irgendwie verstehen, die kosten ja teilweise 40 Euro aufwärts. Aber ein 99 Cent E-Book runterzuladen von einer Autorin von der man Fan ist? Ok, muss ich nicht verstehen.

            Ich kann mir für dich nur wünschen, dass du irgendwann wieder zurück zum (Romane) Schreiben finden wirst. Ein paar Gedanken, vielleicht sind sie Unsinn, aber vielleicht findest du (oder andere) darin was hilfreiches:
            – Kontaktdaten deiner Leser sammeln und damit näher an deine Kunden rücken und sie dadurch stärker binden. So ist dann auch irgendwann bei einer ausreichend großen Fanbasis Crowdfunding möglich, was ein großen Teil der Risiken minimiert
            – Ich weiß nicht wieviel Marketing Self Publisher im Bereich der Belletristik benötigen, aber ich denke es schadet nicht, sich mal bei anderen Branchen Inspirationen zu holen (Fortsetzungsromane, Early Access für Vorauszahler (sprich Kapitelweise veröffentlichen usw.).
            – Was ich so gelesen habe, scheint es auch ohne Piratie nicht wirklich lohnenswert zu sein, als SP bei den typischen Märkten aktiv zu sein (bei 70% Provision), ich denke der Erfolg hängt langfristig als SP vor allem davon ab, wie gut man seine Leser an sich binden kann. Und da helfe so anonyme Verkaufsplattformen wie Amazon meiner Meinung nach nicht wirklich

            (Anmerkung: Vielleicht sind meine Ideen alle Unfug, ich bin branchenfremd).

            Darf ich fragen in welchem Bereich du weiterhin als Autorin arbeiten wirst? Also was mich interessiert, was lohnt sich im Gegensatz zu Midlist-Romanen?

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            Schrieb auch mal Romane

            @Michael

            Ist dir überhaupt bewusst, wie respektlos dein Kommentar ist?
            Ich habe „mein Hobby nicht zum Beruf gemacht“. Mein Beruf ist Autor. Das habe ich deutlich geschrieben.

            Die Provision bei 99 Cent ist tatsächlich so hoch.
            Viele Self Publisher machen Einführungspreise, damit ihre Neuerscheinungen „gesehen“ werden. Verlage bezahlen mehrere 1.000 Euro für Werbeanzeigen.
            Wie wir unsere E-Books vermarkten ist unsere Entscheidung. Es bedeutet nicht, dass wir unsere Arbeit gering schätzen und es bedeutet auch nicht, dass unsere Arbeit nichts Wert ist und bedeutet erst recht nicht, dass es »legitim« ist, uns zu beklauen.

            Warum Romane, die 99 Cent kosten, nicht legal gekauft werden, musst du mich nicht fragen. Ich kaufe E-Books und zwar genau aus dem gleichen Grund, aus dem ich für Waren und Dienstleistungen bezahle.

            Piraterie hat diese „krassen Auswirkungen“. Ich dachte, ich hätte das deutlich erklärt.

            Stimmt, 500 Euro sind lächerlich. Ich muss genauso Sozialabgaben und Miete zahlen, wie jeder andere Bürger auch. Und genau aus diesem Grund schreibe ich keine Belletristik mehr.

            Noch einmal, stimmt. Deine Vorschläge sind Unfug. Rechne dir einfach mal aus, wie viele E-Books für 99 Cent man verkaufen muss, um davon leben zu können, dann wir dir sehr schnell klar, dass „anonyme Verkaufsplattformen wie Amazon“ ihre Berechtigung haben. Käufer gehen dahin, wo sie das gesuchte Produkt finden.

            Ich muss leider auch sagen, dass ich es ziemlich dreist finde, wie hier ständig erzählt wird, wie wir Autoren unseren Job zu machen hätten – den wir übrigens sehr gut machen, wie unsere Verkaufszahlen beweisen, bevor die illegalen Downloader zuschlagen.

            Du bist kein Einzelfall. Hier werden die absurdesten „Businesspläne“ gepostet. Ich frage mich echt, was die Beweggründe sind. Fühlt man sich dann besser, wenn man die Autoren beklaut? So nach dem Motto: „Warum machen es die dummen Autoren nicht so, wie ich es vorgeschlagen habe? Selbst schuld, wenn sie beklaut werden. Sie wollen es offensichtlich nicht anders«.

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            Michael

            @Schrieb auch mal Romane: Nein, das war es mir nicht und das wollte ich auch nicht. Vielleicht die Erklärung was ich mit Hobby zum Beruf meinte: Also alle Biographien von Schriftstellern die ich kenne, haben damit angefangen, dass das Schreiben von Romanen erst eine Freizeitaktivität war und die Autoren erst später davon leben konnten. Ich wolle damit keinesfalls die Schriftstellerei herabwürdigen. Wieso sollte ich auch, meine Freundin bestreitet 50% ihres Lebensunterhalts durch Schreibaufträge.

            Und selbstverständlich ist es eure Entscheidung zu welchen Bedingungen ihr eure E-Books vermarktet. Ich war nur erschrocken darüber, wie wenig letztendlich nach einem Kauf für euch übrig bleibt (ich ging von 30% Provision aus, so wie bei vielen anderen Marktplätzen für andere Produkte).

            Und ich wollte dir bzw. euch auch nicht sagen wie ihr euren Job machen sollt. Es sollten nur grobe Ideen sein, wie man in Zeiten der Ebook Piratiere evtl. doch seine Produkte an die Kunden bringt (und die Piraterie wird euch noch sehr lange eine Plage sein). Und dass ich mich nicht auskenne in der Branche hab ich ja schon angekündigt, wenn meine Anmerkungen als Arroganz ankamen, dann tut mir das leid, das war nicht beabsichtigt.

            Ich beklaue keine Autoren mehr, damit hab ich vor über 10 Jahren aufgehört, also nach dem Ende meines Studiums (und die Gründe waren damals einfach wegen Geldmangel). Ich lese sowieso nur noch Fachbücher und die kaufe ich im Rheinwerk Verlag im Ebook Bundle (die dann nur 5 Euro kosten)

            Und was soll die Anmerkung mit Businessplänen? Es ist doch Fakt, dass die Situation zumindest für dich untragbar geworden ist, da du ja nicht mehr weiter machst. Sprich entweder aufhören oder eine andere Strategie, oder nicht? Und wie du drauf kommst, dass ich Autoren für dumm halten würde, das würde mich auch interessieren.

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          Bücher aus Papier werden auch verliehen. Ein Buch bis zu 10x und gebraucht gekauft oder verkauft oder verschenkt. Das war normal. Verstehe nicht warum das mit ebook anders ist.

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      Lester B.

      @T K worauf wartest du?

      Skoobe Flat 11,99
      Amazon Flat 9,99
      Onleihe Flat ca 2,00 (die gibt es 10 Jahren!)

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        Soweit ich weiß, ist z.B. bei der Amazon Flat gar nicht alles drin, oder sehe ich das falsch? Für die anderen Flatrate-Modelle kann ich überhaupt nicht sprechen.

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          Benway

          Onleihe hat hartes DRM und Wartezeit,
          Skoobe nur auf bestimmten Geräten,
          Amazon fast nur SP – für mich alles nicht interessant.

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            Biene M.

            @Benway Was stört dich denn an dem DRM? Es ist ein doch ein geliehenes E-Book. Genauso könntest du dich beschweren, dass Büchereibücher markiert sind.
            Ich bin seit letztem Jahr auf Stütze und ich hole mir sehr viele E-Book über die onleihe. Die 1.70 im Monat bezahle ich gerne.

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        Takeshi Kovacz

        Wie ich an anderer Stelle in den Kommentaren zu diesem Beitrag bereits anmerkte, das sind keine wirklichen Optionen.

        Leider kann man hier nicht zu einem einzelnen Kommentar verlinken.

        https://www.lesen.net/ebook-flatrate-vergleich/

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        eine Leserin

        Die Amazon Flat bietet nicht wirklich eine gute Auswahl, wenn man bestimmte Bücher sucht. Die taugt eher für „Erlenbisleser“, die mal in verschiedene Sachen reinlesen wollen.
        Die Onleihe (zumindest einige, die ich kenne) ist an und für sich großartig, boykottiert allerdings den Holtzbrinck Konzern, womit die meisten namhaften Buchverlage wegfallen.
        Skoobe gibt es nur als App, ist somit für die meisten Ereader untauglich.
        Ist irgendwie alles nicht so wahnsinnig super.

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          Tja, sowas in der Art habe ich befürchtet. Neuerscheinungen kaufen ist extrem teuer. „Bretonisches Leuchten: Kommissar Dupins sechster Fall“ von Jean-Luc Bannalec, derzeit Platz 1 der Rubrik „Paperback Belletristik“ der Spiegel Bestsellerliste kostet als Paperback 14,99 € und als E-Book nur 2 Euro weniger, nämlich 12,99 €. Gebraucht gibt es das bei Amazon sogar in gedruckter Form ab EUR 9,55 (im Amazon Marketplace ankaufalarm).

          Diese Preisgestaltung für E-Books ist eine Frechheit! Womit bitte ist das gerechtfertigt? Es gibt keine Druckkosten, keine Versandkosten, E-Books müssen nur auf dem Server und in keinen Lagerräumen aufbewahrt werden u.s.w. Kein Wunder, wenn E-Books ein Nischendasein fristen. Wer ist schon bereit, so viel Geld für die digitale Version zu bezahlen, wenn es das gleiche Buch für nur 2 Euro mehr zum Anfassen, zum Verleihen und in den Schrank stellen gibt!???

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            Takeshi Kovacz

            D’accord! Aber gleich wird Dir wieder jemand vorrechnen, dass das ja alles gar nicht stimmt, weil ja Druck- und Vertriebskosten nur einen ganz kleinen Anteil am Buchpreis haben. Seltsam nur, dass die vielen Kleinverlage – zumindest diejenigen, die in den von mir bevorzugten Genres veröffentlichen – es durchaus schaffen, E-Books durchgängig für ein Drittel des Preises der Papierbücher zu anzubieten. Und auch ohne von Fach zu sein, glaube ich nicht, dass die „Kleinen“ es sich leisten können, verlustbringende Ebooks mit den Papierbücher querzusubventionieren.

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            Sehe ich ganz genauso mit den kleinen Verlagen. Die Großen wollen einfach nicht an den Preisen drehen. Nun ja, sie haben ja das Monopol, oder etwa doch nicht?

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            Volker

            DIE Verlage haben DAS Monopol.
            Und jetzt denken wir noch mal gaaanz scharf nach!

            Was Du unterstellst, wäre ein Kartell, Das ist aber genauso großer Unsinn!

          • comment-avatar

            Sebastian

            Ja, Verlage habe eine Monopol-Stellung hier. Schaust du dir die Struktur der Verlage an, wirst du bemerken, das viele unter einer Art Holding stehen, da viele kleine Verlage aufgekauft werden. Beispiel: Golkonda-Verlag wurde aufgekauft vom Europa Verlag GmbH & Co. KG.

            Geehrter Volker, denk du mal ganz scharf nach, bevor du alles wieder in Großbuchstaben schreibst. Anstatt Monopol und Kartell begrifflich auseinander zu sägen. Erkläre uns doch deine Sicht um die Preisgestaltung im Buch-Sektor.

          • comment-avatar

            Takeshi Kovazc

            Rein sachlich gesehen hat der User Volker schon Recht mit dem, was er in diesem unwiderstehlich klugschei**enden Tonfall von sich gegeben hat. Ein Monopol im Wortsinn kann natürlich nur eine einzige Firma haben.

            Jeder dürfte wissen, was Lars gemeint hat.

            Eine Diskussion über die Frage, ob die (Groß-)Verlagslandschaft vielleicht tatsächlich als eine Art Kartell angesehen werden könnte, wäre vielleicht tatsächlich interessant, vor allem vor dem Hintergund, dass sich den Löwenanteil des Marktes einige sehr wenige Konzerne teilen. Ist es vielleicht gar ein Oligopol statt eines Kartells? ;)

          • comment-avatar

            Volker

            Lieber Sebastian,

            meine Erläuterung wurde knapp gehalten, damit sich Lars nochmals über die Begrifflichkeiten klar wird:
            Monopol ist ein Kompositum, kommt aus dem griechischen und bedeutet „alleine verkaufen“, den ersten Teil kennst Du vielleicht von den Begriffen Mono und Stereo.
            Es ist also sachlich unmöglich, dass mehrere Verlage ein Mono-pol haben, außer sie gehören alle einem Besitzer. Dies ist nicht der Fall.
            Das war mit der Großschreibung der bestimmten Artikel gemeint, die Defintion einer Singularität kann nicht Plural verteilt werden.

            Deshalb kommt nur der Begriff des Kartells (Preisabsprache weniger, aber marktbeherrschender Anbieter) hier in Frage, ist Ökonomie erstes oder zweites Semester.
            So, ein Kartell kann aber nur geschlossenen werden, wenn Ähnliches oder Gleiches verkauft wird, – dies ist bei dem Kulturbereich „Literatur“ (egal ob fiktionale oder non-fiktionale) nicht wirklich möglich, da ja jeder etwas wirklich anderes anbietet.
            „Du, ich lese jetzt doch nicht Robert Musil, sondern Nora Roberts, die ist billiger“, ist nur eine scheinbare Alternative.
            Damit rede ich nicht im Geringsten für oder gegen die Preispolitik von Verlagen bzw. Verlagsgruppen, sondern plädiere einfach für einen Hauch von Sachlichkeit bei einem „freien Journalisten“, wie sich Lars ja bezeichnet.
            Ich bin defintiv kein Experte für Preisgestaltung von Büchern, habe also nur irgendwelche Vermutungen und Gefühle zur Preisgestaltung, weiß aber dass bei vernünftigen Verlagen noch immer die Quersubventionierung als Hauptargument für relativ teuren Blockbuster-Schund herhalten muss, was mir bei vielen Verlagen nicht realistisch vorkommt.
            Auch E-Books kommen mir (sowohl was die Produktionskosten wie auch die Weiterverwertbarkeit betrifft) deutlich zu teuer vor.

            Never mind
            Volker

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            Manuel Bonik

            Holtzbrinck, Bertelsmann, Bonnier – zieht man deren Verlage vom deutschen Buchmarkt ab, bleiben im Wesentlichen Suhrkamp und Kleinverlage übrig.

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            eine Leserin

            Und für Büchereien bei den Holtzbrinck Verlagen übrigens das 2,5 fache. Mit einer Lizenz für fünf Jahre oder 52 mal verleihen.

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          jemand, der die Identität eines Dritten missbraucht hat

          Aus einem Beitrag von lesen.net:

          Die Verlagsgruppe Holtzbrinck, die zusammen mit Random House die eBook Flatrate Skoobe betreibt, hatte sich darum der Onleihe komplett verweigert. Bis jetzt, denn am gestrigen Montag vermeldeten Holtzbrinck und Divibib eine Einigung (Pressemitteilung beim “Buchmarkt”). Damit sind künftig auch die Titel von Rowohlt, Droemer Knaur, S. Fischer, KiWi und weiterer Holtzbrinck-Verlage bei den derzeit knapp 2.700 im Onleihe-Verbund organisierten Bibliotheken zu haben.

          Die Holtzbrinck-Gruppe hat verweigert nicht die onleihe. Die hätten schon gerne.

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            eine Leserin

            Das stimmt so nur bedingt. Holtzbrinck hat sich anfangs verweigert, dann aber ein „Angebot“ an die Onleihe gemacht, das absolut nicht finanzierbar ist für die meisten kleineren Verbünde :/
            Nachzulesen z.B auf der Seite der Onleihe Franken oder Schwaben.
            Ich werde gerne, sobald ich am Rechner bin heute Nachmittag das Dokument verlinken :)

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            eine Leserin

            Hier ist der Link zum Dokument aus Franken :)
            https://www.dropbox.com/s/g3rc23wyoa3658v/Boykott%20Holzbrink%20Erlangen-Franken-Onleihe.docx?dl=0

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    TeeB

    @Thorsten

    An welcher Stelle setzt Michael Raubkopierer mit Kinderschändern gleich? Sowas liebe ich: gleich bei einem Stichwort ohne Sinn und Verstand aufschreien! So machen das die Gutmenschen und es hilft übigens ÜBERHAUPT nicht weiter.

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    Autorin A

    Ich melde mich hier mal als Autorin zu Wort. Ich sehe da oben, es wäre heilsam, wenn wir dann erkennen, dass sich gar nichts verändert. Ich habe den Eindruck, dass es gar kein Argument der Welt gibt, keine Autorenstimme, die von Ebook Dieben akzeptiert wird. Sie wollen fest daran glauben, dass sie keinem schaden und dass wir Autoren eh nichts verkaufen. Wenn wir nachweisen, dass wir viel verkaufen, heißt es „Dann kann ich ja auch klauen, schadet nicht …“
    Wenn wir nachweisen, dass wir uns kaum was von den Büchern bleibt, heißt es „Such dir nen Nebenjob.“
    Es werden haarsträubende, völlig falsche Dinge von Laien der Buchszene – und nichts anderes sind Piraten – hier als Wahrheiten verbreitet. Von „Ebookerstellung kostet doch praktisch nichts“ bis hin zu abenteuerlichen Spekulationen diverse Entgelte betreffend.
    Alles falsch.
    Es bringt überhaupt nichts, Menschen zu überzeugen, die etwas Bestimmtes um jeden Preis glauben wollen, jedes Gerichtsurteil noch umdeuten oder für sich selbst neue Gesetze erfinden – ihr solltet selbst Autoren werden.

    Falls es jemanden wirklich interessiert, ohne dass ihr euch eigene Märchen klöppelt, hier ein Teil der Wahrheit:
    Ich bin eine ganz „durchschnittlich erfolgreiche“ Autorin. Also ich lebe von meinen Einnahmen, ohne Reichtümer anhäufen zu können. Eine sogenannte Midlistautorin. Das bedeutet, bevor hier wieder Quatsch erzählt wird, dass meine Bücher weder bei den Top 30 sind noch auf den letzten Plätzen, sondern im Bereich 200-5000 auf und ab schweben. dadurch ergibt sich ein sehr aussagekräftiges Bild, denn es sind weder Ladenhüter noch Ausreißer.
    Nach dem lul.to offline war, veränderte sich etwas. Aus den anderen Börsen nimmt eine Agentur die Bücher durch anmahnen für mich raus, bei lul.to ging dies bekanntlich nicht. Das bedeutet, jetzt gibt es meine Bücher praktisch nicht mehr gratis, zumindest nicht ohne großen Aufwand.
    Jeder Autor weiß, dass die meisten Bücher eine Art Halbwertszeit von 8 Wochen haben. Das heißt, Start, viel verkaufen, dann wird es immer weniger. Was ist bei mir passiert?
    Das Buch, das jetzt längst auf dem absteigenden Ast sein müsste, hält sich stabil in den Verkäufen. Zufall? Ich denke nicht. Ich hatte das letzte andere Buch vor über einem halben Jahr, es landete nach 3 Stunden schon auf Lul.to. Ich verkaufte kaum etwas von diesem Buch, war enttäuscht. Lul.to ist offline und tadaaaa …! Das Buch erholt sich! Die Verkäufe sind etwa eine Woche nachdem lul weg war, gestiegen, und zwar so stark, dass es mehr ist als kurz nach der Veröffentlichung, ohne dass ich eine Werbemaßnahme gemacht hätte! Und das andere neue Buch hält sich über die Maßen konstant wie gesagt. Die Verkäufe meiner anderen Titel haben sich – Achtung! Verfünffacht!!! Ich kann es kaum glauben, bin natürlich super zufrieden damit. Hier von einem Zufall zu reden, das schaffen jetzt wahrscheinlich nur Piraten.
    Jeder glaubt an seine eigenen Wahrheiten. Ich hoffe, dieser Zustand hält sich eine Weile.

    Und zu dem Geldargument, dass die Bücher zu teuer sind: Ich habe unter anderem Kurzromane für 99 Cent, die werden geklaut. Bei Lul.to gab es sogar die Bücher von mir, die dauerhaft gratis im Netz eingestellt waren.

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      LeserB

      Zu den Ranglisten: Bei Amazon sind die Ranglisten ja nicht sonderlich aussagekräftig, da Ausleihen via „Kindle Unlimited“ (KU) oder PrimeReading mit reingerechnet werden. Von den „Top 100 Bezahlt“ sind nur ca. 5% NICHT via KU erhältlich. Diese 5% nicht KU-Ebooks sind die wahren Bestseller, zB aktuell der neue Bannalec, etc. Den Rest kann man vergessen. KU Autoren erhalten ja auch nur einen Bruchteil der Tantiemen pro Ausleihe aus einem Ausschüttungstopf. Amazon hatte KU in letzter Zeit stark beworben mit einem Gratis-Monat. Da konnte man dann selbst erleben, dass die KU-Bücher zu 99,9% Schrott sind…

      Ebooks sind m.E. völlig unattraktiv. Wer halbwegs denken kann, kauft (gebraucht oder neu) ein gedrucktes Buch und verkauft danach über Booklooker ö.ä. Dann kostet das Lesen eines Bestsellers meist statt 15-20 Euro als Ebook (das man nicht verkaufen kann) nur 4-5 Euro (Differenz zwischen Einkauf und Verkauf eines Print-Buches). Somit wird auch in Zukunft der Ebook-Markt ein Schattendasein führen.

      Die Sperrung von lul hätte m.E. viel schneller erfolgen müssen, Bedanken können sich die geschädigten Autoren besonders bei Amazon, die den Zahlungsweg an lul bis zum Schluss anscheinend nicht sperren wollte. Da sitzen die eigentlichen Übeltäter!

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        Hasi schreibt

        Natürlich hätte Amazon handeln können, nicht nur bei dem Zahlungsweg.
        Aber „die eigentlichen Übeltäter“ sitzen nicht bei Amazon. Die sitzen vor ihren Lese-Apps und lesen illegal erworbene e-Books.

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        Autorin A

        Auch das ist komplett falsch. Für die Ausleihen erhält man oft mehr, je nach Buchlänge, als für einen normalen Verkauf.
        Ich bin weiterhin gespannt, wie viel Halbwissen sich hier noch offenbart.
        Dass man „pro Ausleihe“ was erhält stimmt auch überhaupt nicht. Die prime-Autoren erhalten eine Pauschale, unabhängig von der Anzahl der Ausleihen. Die KU Autoren erhalten eine Vergütung pro gelesene KENP-Seite.

        Nur weiter. Ich finds lustig.

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          Leser B

          Liebe Autorin A, Halbwissen ist zumindest bei mir sicher nicht vorhanden. Ich verkaufe selbst Bücher über Amazon und die KU-Tantiemen sind ziemlich unterschiedlich. Normal bekomme ich knapp 6 Euro pro verkauftem Buch, das inkl. Steuern 10 Euro kostet, Über KU sind es zwischen 1 und 4 Euro – je nach gelesenen Seiten und Größe des KU-Geldtopfes, den Amazon ausschüttet. Ich erzeuge übrigens meine EPUBs selbst, ebenso das Cover. Kostet mich 0 Euro. Und ich brauche auch keine teure Agenten, die für meine Rechte kämpfen und illegale Kopien löschen. Piraten sind mir völlig egal, Jeder Leser ist mein Freund und nicht mein Feind. Ich verwende meine Energie lieber für gute Bücher als für Abmahnungen mit zweifelhaftem Ausgang…

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            Autorin A

            Gut, dann nennen wir das in deinem Fall: Von sich auf andere schließen – zu Unrecht. Ein KU Buch für 10 Euro ist nicht der Standard, das müsstest du ja dann wissen. Das ist der doppelte bis dreifache übliche Preis.
            Da muss es dir doch klar sein, dass andere Autoren mit einem üblichen Preis von 3-5 Euro ganz andere Zahlen und Rechnungen haben.
            Ebooks sind unattraktiv? Warum verkaufst du dann welche?
            99,9% der Bücher sind schrott? Du kennst sie alle? Alle Thriller, Jugendromane, Krimis und Lovestories gelesen? Das bedeutet zum Beispiel, dass meine Bücher so ziemlich alle Schrott sind, denn ich will ja nicht die Statistik sprengen.

            Danke, dass du mir das gesagt hast, das werde ich meinen Lesern sofort mitteilen. Alles Ramsch. Deine Bücher natürlich nicht, die gehören selbstredend zu den 0,1 % der brillanten Exemplare.

            Ganz ehrlich? Wer so was von sich gibt, der hat sich in der Tat als jemand geoutet, der keine Ahnung hat. Und ein echter Autor erhebt sich nie dermaßen über seine Kollegen und fällt ein so unqualifiziertes Urteil. Da würde ich jetzt, wenn ich urteilen müsste, dir unterstellen, du gehörst zu dieser Gruppe verblendeter Autoren, die sich für das Geschenk an die Leser halten und neben denen jeder andere verblassen muss.

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            Noch.ein.Autor

            @Leser B

            „Kollege“ das was du hier von dir gibst, ist ebenso dämlich wie das Sägen am Ast auf dem du mit anderen draufsitzt.

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            Leser B

            @Noch.ein.Autor: Wenn du wirklich ein Autor wärst, dann würdest du den Unterschied zwischen „dass“ und „das“ kennen. Du kennst diesen Unterschied – wie aus deinem Post ersichtlich – nicht. Vielleicht solltest du mehr Geld für ein Lektorat ausgeben und weniger Geld für Rechtsanwälte …

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            Noch.ein.Autor

            Richtig, da fehlt ein „s“. Und Autoren kennen den Unterschied zwischen Lektor und Korrektor ;-). Ahnte ich es doch.

            Danke, hat geklappt.

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            Leser B

            Aus der Wikipedia „Lektorat“: Als Bearbeitungsform umfasst das Lektorat für gewöhnlich die rechtschreibliche, stilistische, grammatikalische und inhaltliche Verbesserung von Texten.

            Aus der Wikipedia „Korrektor“: Bei der Buchproduktion wird das Korrektorat oft von Lektoren übernommen.

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            Noch.ein.Autor

            Das meinte ich mit Insiderwissen. Es fehlt dir!

            Gut, dass Wiki dir eine Erklärung gab, die für Lieschen Müller ausreichend ist, die aber jedem ernsthaft arbeitenden Autoren als unsinnig erscheinen muss. In der Praxis funktioniert es nicht, weil der Lektor ganz anders liest, als ein Korrektor. Ebenso wie jeder Autor, ist er in gewisser Weise betriebsblind, vor allem, wenn es dramaturgische Eingriffe gab.

            Aber da du ja zugegeben hast, alles selbst zu machen, und deine Buchproduktkion nichts kostet (!) kannst du das natürlich nicht wissen und musst bei Wiki nachsehen.

            Lass es gut sein. Und lass dich beim Nest beschmutzen nicht erwischen. Ich glaub nicht, dass du ernsthaft Bücher schreibst. Vielleicht als Hobby, aber dann lern erst einmal, dass es erbärmlich ist, wenn man sich für den Gott unter den Literaten hält und auf alle anderen sch … Das kommt nicht gut!

          • comment-avatar

            Name*

            ihr scheint beide nicht viel Ahnung zu haben. „Das“ ist beide male richtig geschrieben mit einem s.

            „„Kollege“ das was du hier von dir gibst, ist ebenso dämlich wie das Sägen am Ast auf dem du mit anderen draufsitzt.“

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      Katzenstreu

      Echt jetzt?
      Das wäre ja krass und würde heißen, das die Piraten fast die Hälfte des Marktes ausmachen würden.
      Da ist zu überlegen ob die angedachte harte Haltung einiger Autoren wirklich so eine gute Idee ist.
      Ich denke mal, das sich die Begeisterung für eine Reihe oder einen Lieblingsschriftsteller schnell abkühlt, wenn da so ein Schreiben ins Haus flattert. :-)
      Würde auch erklären warum das bisher sowenige wirklich machen wollen. Die warten vermutlich erstmal ab, wie es ihren Kollegen ergeht die das durchziehen.
      Auf der anderen Seite wären die Downloader extrem kaltschnäuzig, da die sofort einfach die Alternative genommen hätten. Oder die haben alle richtig anonymisiert, vielleicht denken die das aber auch nur.
      Ich hätte da erstmal ganz andere Sorgen, wenn ich in deren Haut stecken würde.

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        Noch.ein.Autor

        @Katzenstreu

        schon wieder etwas falsch ausgelegt. Die Piraten, bzw. Downloader machen nicht die Häfte des Marktes aus, sie nehmen mindestens 30% vom Marktumsatz weg. An Tagen, in denen keine Piratenaktivitäten stattfinden, also nach einem Take down, einer Löschung oder davor, sind die Umsätze um diesen Prozentsatz höher.

        Umsatz = Markt

        Piraterie = Diebstahl = Verlust

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        Autorin A

        Wenn man sich mit dem Verkaufssystem von Ebooks beschäftigt, weiß man, dass man das keinesfalls schlussfolgern kann. Wir Autoren sind auch nicht so blöd zu glauben, dass jeder illegale Downloader ein echter Leser ist. Und wir sind nicht geneigt, auf eine Abmahnung zu verzichten, weil ein einzelner Ebook-Dieb uns dann etwas lieber hat.
        Wer Bücher klaut, der hat Geschichten und Geschichtenerschaffer nicht verstanden, nicht verdient und hat null Empathie und Anstand. Solche wollen wir nicht als Leser haben.
        Katzenstreu … ernsthaft? Glaubst du, dass man seinen „Lieblingsschriftsteller“ beklaut nach Strich und Faden? Betrügst du deine Liebliingsmenschen und Freunde?

        Naja, immerhin hat der Leser dann ein echtes Autogramm von seinem Lieblingsautor auf der Abmahnung. Da zahlt er doch sicher gern was für so im Nachhinein.

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          Das mit der Unterschrift wäre aber nur bei Independent-Autoren der Fall, die für solche Späße wahrscheinlich eh kein Geld übrig haben. Bei den anderen Autoren sind für die Abmahnungen die Verlage und deren beauftragten Rechtsanwaltskanzlein zuständig. Damit haben die Verlags-Autoren nichts am Hut.

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            Autorin A

            Und du denkst, wir Independent Autoren sind eher keine Lieblingsschriftsteller von diversen Lesern? Und wieso glaubt ihr eigentlich alle, dass wir so wenig verdienen, dass wir dafür kein Geld ausgeben würden?
            Das meine ich jetzt ganz ernst. Wisst ihr so wenig über das Geschäft? Sind das wirklich die Vorurteile? Kein Geld, keine Verkäufe und Scheißbücher?

            Vielleicht solltet ihr mal von Selfpublishern was anderes lesen als Einhandliteratur und vögelnde Werwölfe *lach*
            Ein Buch von mir hat ein großer Verlag übernommen und im Lektorat wurde an der Geschichte gar nichts geändert, kaum dass ein Satz umgeschrieben wurde. Keiner wird den Unterschied von Verlagsbuch zu meiner Version überhaupt feststellen können.
            Es gibt reichlich Selfpublisher, die sehr professionell arbeiten, auch wenn das das Weltbild eines Piraten ins Wanken bringt. Sie arbeiten wie kleine Verlage, sie zahlen pro Titel für Lektorat, Cover und Co. meist eine vierstellige Summe. Glaubt mal nicht, dass die keine paar hundert Kröten für Abmahnungen auftreiben können.

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            Abmahnungen müssen in Vorkasse bezahlt werden. Wenn es viele sein sollten, käme da einiges zusammen. Und nein, das war von mir überhaupt nicht wertend gemeint. Ich bin kein Selfpublisher und habe deswegen auch keinen riesigen Einblick in diesen Sektor. Ich sprach auch nicht von schlechten Büchern oder unfähigen Autoren, deren Inhalte endlos lange überarbeitet werden müssten.

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            Autorin A

            Es kommt hier in der Gesamtheit aber so rüber, das kannst du nicht abstreiten. Auch wenn „da einiges zusammenkommt“, ist das nicht schlimm. Schließlich muss der Abgemahnte die Kosten tragen. Und nicht jeder von denen ist vollpleite und leistet deswegen Offenbarungseid.
            Das Risiko der SP ist gering, die meisten Downloader haben das Geld, um die Abmahnung zu bezahlen. Dann kostet es uns unterm Strich eben nichts. Ich kenne auch Ebookdiebe persönlich. Sind alles Beamte, Anwälte, Lehrer, Unternehmer. Leute mit Kohle. Es wird auch Arme geben, aber man darf nicht glauben, dass keiner von uns da sein Geld wiedersieht. Das Risiko ist überschaubar und man kann sogar Plus machen.

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            Nein, im Durchschnitt weht den Autoren hier im Kommentarbereich ein sehr straffer Wind ins Gesicht. Das streite ich überhaupt nicht ab. Nur ist meine Meinung nicht gleich die Summe aller Meinungen der Leser.

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            Autorin A

            Das ist richtig. Ich habe deine Aussage aber in diese Richtung interpretiert, denn hier scheint eben fast jeder dieser Ansicht zu sein. Man fragt sich natürlich, warum die Bücher von uns talentlosen Nichtskönnern dann wie blöd runtergeladen werden.

            Ich kenne auch Verlagsautoren, die unabhängig von ihrem Verlag noch Anzeige erstattet haben. Ich werde mich nochmal erkundigen, wie sich das in dem Fall auswirken kann.

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            Michael

            @Autorin A: Sind Abmahnungen im Privatbereich inzwischen nicht auf 150 Euro gedeckelt + Schadensersatz, also vielleicht 5-10 Euro für das E-Book? Ob sich das für die Autoren lohnt, müssen wir wohl abwarten.

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            Takeshi Kovacz

            Plus machen? Klingt nach einen guten Geschäftsmodell.

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            Autorin A

            Absolut. Tipp: Nicht alte Links raussuchen, sondern aktuelle. Diese Regelung, die du verlinkt hast, hat sich kurz danach nicht durchgesetzt und wurde geändert. Um die 155 Euro Summe zu umgehen, wurde der Schadenersatz mit rechtlich völlig legalen Mitteln erhöht. Dazu wurden die Kosten transparent aufgeschlüsselt und dargelegt, dass höhere Ermittlungskosten entstehen.

            Schau einfach mal nach aktuellen Quellen.

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            Takeshi Kovacz

            Statt einer bloßen Belehrung wäre eine Quelleangabe für alle Interessierten weitaus fruchtbarer gewesen.

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            Echt

            @Autorin A
            Ich verstehe leider immer noch nicht, was ihr mit Abmahnungen meint. Eine Abmahnung geht gegen ein Verhalten vor, und dieses soll unterlassen werden. Das war bislang immer der Upload eines Werkes und nicht der Download. 30.000 User abzumahnen wird sich niemand leisten können. Es muss durch aufwendiges Data-Mining erstmal erforscht werden, wer der User ist und was dieser User runtergeladen hat und ob ihr überhaupt die Rechte habt, an dem Werk, was runtergeladen wurde. Das Alles erfordert eine enorme Arbeit, die verschlingt Geld und Zeit. Ich sehe die Jahre schon dahin schwinden bis es zur ersten Abmahnung kommt. Wie lange war dieses lul.to Portal online? Geht ihr auch gegen Autoren Kollegen vor, die sich dort angemeldet haben, um sich einen Überblick zu verschaffen?

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            Abmahnungen von Downloadern sind möglich, sogar bei Sharehostern wäre das möglich. Es wird nur halt bisher nicht gemacht, weil es sich finanziell gesehen nicht gerechnet hat.

            Wenn jemand nicht nur wenige sondern Werke massenhaft illegal gekauft hat, dürfte sich das für die Kanzlei (Kostennote abhängig vom Gegenstandswert + Kosten der Ermittlung etc.) als auch für den Verlag (Schadenersatz) lohnen. Aber warten wir doch erstmal ab ob und wann die Behörden die Daten an die abmahnende Kanzlei weitergibt. Wer Post bekommen hat, bitte bei mir melden!! Ich blicke noch nicht zu 100% durch, ob es sich hierbei (ähnlich wie bei Autor Richard) um gezielte Panikmache oder um einen ernsten Hintergrund handelt. Warten wir es doch erstmal ab. Klar kämen die nach einiger Zeit über Amazon (USA) per Rechtshilfeersuchen an die Daten der Käufer der Gutscheine heran, sofern diese damit ihr Guthaben bei LuL aufgeladen haben und nicht per Fake-Account angemeldet waren.

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            Autorin A

            @Echt
            Ob wir gegen Kollegen vorgehen, die sich einen Überblick verschaffen?
            Dieser Satz beweist, dass hier kein Unrechtsbewusstsein herrscht und sich die Piraten wie ungerecht behandelte Kinder fühlen. Ein Autorenkollege, der sich einen Überblick verschaffen will, beklaut mich nicht. Damit gibt es keine Downloads und damit dann auch keine Abmahnung. So weit muss man doch mitdenken können.
            Man kann sicher nicht alle 30 000 erwischen. Dazu kommt, dass jeweils nur der Urheber des Werkes den speziellen Downloader des Werkes abmahnt. Das verteilt sich auf viele Schultern. Nicht einer mahnt 1000 Leute ab.

            Wieso siehst du Jahre schwinden, bis es zur Abmahnung kommt? Ich kann hier nur noch kopfschüttelnd sitzen. Wirklich jetzt. Während wir hier plappern, werden die Daten ausgewertet, das dauert keine Jahre. Danach werden wir informiert. Und dann sehen wir, welche Bücher von wem feststellbar geladen wurden. Und dann kommt die Abmahnung. Ich sehe keinen Grund, Jahre zu warten.

            Weißt du, womit jemand zumindest mir gegenüber hätte erreichen können, dass ich auf eine Abmahnung verzichte?
            Mit einer ehrlichen Entschuldigung, mit einem Hauch von Respekt. Mit etwas, aus dem ich ansatzweise entnehmen kann, dass ich es hier nicht nur mit dummdreisten Typen zu tun habe, die nichts anderes verstehen als den Holzhammer.
            Ich denke da an Spiegelbest, der geweint hat wie ein Mädchen, als ein anderer Pirat sich an seinem Diebesgut vergriffen hat. Na, wie fühlt sich das an, wenn man beklaut wird?
            Scheiße. Und dabei ist es nicht mal sein eigener Kram gewesen.

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            Noch.ein.Autor

            Doch, @Lars und andere, es handelt sich um eine von uns Autoren sehr ernstgemeinte Angelegenheit.

            Und je mehr von uns hier mitlesen, umso mehr steigt die Bereitschaft mindestens ein schmerzhaftes Exempel zu statuieren.

            Eine Kollegin hat sehr ernsthaft darauf hingewiesen, was uns vielleicht nach Erhebung der Daten … sie werden aktuell ausgewertet … dem einen oder anderen kleineren Up, oder Downloader gegenüber milder gestimmt hätte.

            So etwas wie eine Entschuldigung, ein Einsehen, ein geäußertes Unrechtbewusstsein. Was kommt stattdessen?

            Trotziges Beharren ohne Bereitschaft auch nur auf ein einziges sachliches Argument einzugehen. Und das ist extrem zynisch!

            Wie würdet ihr es finden, wenn jemand euch permanent von eurem Geld 30 – 40% klaut? Wenn derjenige den Stinkefinger zeigt und euch vor den Latz knallt, dass ihr froh sein sollt, dass ihr überhaupt beklaut werdet?

            Genau das passiert hier gerade.

            Danke für so viel Ansporn, aber so richtig gegen jeden vorzugehen, den wir erwischen. Bisher habe ich überwiegend mitgelesen hier und noch abgewogen. Jetzt ist es mir scheißegal, wer von euch von mir und etlichen Kollegen demnächst Post bekommt.

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            @Autorin A
            Du nimmst an, hier seien Alles Piraten, weil du dir einen Satz rausfischt, der meint wir hätten hier kein Unrechtsbewusstsein. Sind wir nicht alle ein wenig Spiegelbest, nein sind wir nicht.

            Das sind recht viele Annahmen die du hier tätigst, Tag ein und Tag aus. Wir wissen von dir genauso wenig wie du von uns weisst. Wir wissen nicht mal ob du echt bist, oder doch nur die Kopie von Richard beziehungsweise M.

            Nun zu den Ermittlungen. Klar die Daten werden in deiner Fantasie in Null Komma Nichts, einer rasenden Geschwindigkeit ausgewertet, die IPs zu den Anschlüssen ermittelt und dann schwappt die Welle los.

            Solltet ihr 1000 Leute erwischen, wird 90 Prozent Fake-Accounts\Zwei-Accounts und anonyme Zahlung geleistet haben, somit bleibt am Ende kaum was übrig. Selbst jemanden anhand eines amazon Gutscheins ermittelt werden wird es für euch noch schwieriger, da ich diese ja auch auf ebay kaufen oder weiterverschenken kann. Klar dann wird der Gutschein Verkäufer abgemahnt, weil er nicht ausdrücklich verboten hat, mit dem von ihm gehandelten Gutschein, keine Urheberrechtsverletzung zu begehen. Als nächstes mahnt der Pirat die Bank ab, die ihm den Kauf des Gutscheines ermöglichte. Achja, meine Fantasie brennt durch.

            Oh und Lul.to wurde ja auch nach nur wievielen Wochen hochgenommen? Achja, waren es nicht doch Jahre.

            Ich wünsche dir @Autorin A und allen anderen Autoren gute Buchverkäufe und weniger Ärger mit Piraten.

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            Autorin A

            Also irgendwas spinnt hier auf der Seite, ich kann gar nicht auf antworten drücken unter manchen Kommentaren.
            @Echt: Man kann sich mehr als einen Satz rausfischen, um zu dieser Annahme zu kommen. Kommentare von M und Richard kann ich hier nicht sehen, aber wie gesagt, die Seite spinnt auch ein wenig, oder das ist nur bei mir so.
            Natürlich dauerte es Jahre, um lul.to hochzunehmen. Aber es dauert nicht Jahre, um Userdaten auszuwerten. Ich rechne mal mit Wochen bis Monaten.
            Warum warten wir nicht alle, was wirklich dabei rauskommt? Wir spekulieren uns hier um Kopf und Kragen. Vielleicht gibt es ja Ergebnisse, aber nicht speziell Downloader zu meinen Büchern? Auch möglich. VIelleicht sind meine illegalen Leser ja cleverer? Das weiß ich alles noch nicht.
            Wenn es so ist, wie die meisten hier glauben, dann hat ja kein Donwloader was zu befürchten. Keine Ahnung, warum hier dann überhaupt gepostet wird. ;)

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            Noch.ein.Autor

            Ich ergänze das mal … und SP sind womöglich ein Stück weit motivierter etwas gegen Piraterie zu unternehmen.

            Warum? Weil eBooks den Löwenanteil unserer Umsätze ausmachen, im Vergleich zu den meisten Verlagen.

            Lieber Lars, doch, den „Spaß“ können wir uns erlauben. Nur, dass es uns bitter ernst damit ist.

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            Hasi schreibt

            @Lars „Ghandy“ Sobiraj
            Wenn du ständig um einen beachtlichen Teil deines Einkommens gebracht wirst, dann sagst du dir folgendes: Die paar hundert Euro für eine oder zwei oder auch drei Abmahnungen gebe ich doch mit Kusshand aus, um diesen Typen mal so richtig Stress zu machen.
            Und genau das wird passieren.
            Diese Autoren haben sich einen Anwalt genommen, der in einer Kanzlei arbeitet, die auf diesem Gebiet einen Ruf wie ein Donnerhall hat.

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          Sebastian

          Wow… die Autorin A schreibt sich hier den Frust aus der Seele.

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            Autorin A

            Deine Fantasie ist beneideswert. Die Autorin A berichtigt in erster Linie die völlig laienhaften Sichtweisen von Leuten, die noch nie von Piratenseiten runter und in die echte Autorenszene reingekommen sind.
            Den Frust von der Seele … nicht nötig. Wenn du meine Texte wirklich gelesen hast, dann ist dir nicht entgangen, dass sich meine Umsätze durch das Ausknocken von lul.to tüchtig gesteigert haben. Das versetzt mich eher in Feierlaune.
            „Frust“ würde ich das nicht nennen, was ich hier mache, eher ein amüsiertes Beobachten. Die Unwissenheit und die Vorurteile über Autoren sind beachtlich. Und die Art, wie das hier als Tatsache hingestellt wird … ich mache ständig Screenshots und schicke das Zeug hier Kollegen.
            Schön, dass ihr zur Abwechslung mal uns unterhaltet. Arbeitsteilung!

            Hier bitte Daumen hoch oder wahlweise Grinsesmiley einfügen.*wink*

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            Sebastian

            Danke Autorin A, aber Neid benötigst du nicht, denn meine Fantasie ist talentfrei und meine Worte kommen hier ohne Leidenschaft. Es freut mich über aus, dass ihr euch amüsiert. Screenshots macht und Grinsend mit den Daumen winkt. Schreibt ein Buch drüber, seid Cory Doctorow. Ich würde mich freuen etwas drüber zu lesen, oder ich greife doch wieder zu „Pirate Cinema“.

            *daumenhoch* :D

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          Katzenstreu

          „Katzenstreu … ernsthaft? Glaubst du, dass man seinen „Lieblingsschriftsteller“ beklaut nach Strich und Faden? Betrügst du deine Liebliingsmenschen und Freunde?“

          Ja glaube ich ernsthaft, da ansonsten Deine Verkäufe nicht so massiv hochgeschnellt wären.
          Wo sollen die Steigerungen sonst her kommen?
          Marsianer die durch die Abschaltung von lul.to aus ihrem tausendjährigen Schlaf gerissen worden?
          Ist ganz einfach, die Quelle für den billigen Stoff ist versiegt jetzt wird wieder das gute Zeug genommen bis es wieder billigen Stoff gibt. Traurig aber wahr.
          Im übrigen könnt ihr das vermutlich ganz einfach überprüfen.
          Einfach mal schauen wer nur Band eins gekauft oder bisher gar keinen gekauft hat und jetzt sagen wir mal bei Band dreizehn einsteigt.
          Mich verwundert eher das die so schnell aus ihrer Schockstarre erwacht sind und das ist eigentlich wirklich komisch, jetzt helfen das Geld zusammenzubekommen damit gegen die vorgegangen werden kann.
          Zum Teil zwei da kann ich Dich beruhigen, sowas mache ich nicht mal mit Leuten die ich gar nicht mag. :-)
          Zu solche Kunden will ich nicht, da wäre ich nicht so wählerisch, Hauptsache die Kasse klingelt.

          Zu Thema Abmahnungen, die Aussage von deinem Kollegen zwei Abmahnungen gönne ich mir um zu zeigen das ich mir nicht alles gefallen lasse, finde ich wesentlich realistischer als so einiges Andere was da so verkündet wurde.
          Dagegen ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden aber ich bin wie schon am Anfang der ganzen kleinen Diskussion einfach mal der Meinung, das ihr maximal ein paar Hundert beglücken werdet.
          Und ich bleibe auch dabei das eine Abmahnung kein Instrument der Strafe ist. Es ist eine Möglichkeit einen Streit aussergerichtlich beizulegen. Will die Gegenseite nicht und kann gewichtige Argumente ins Feld führen kommt nichts raus. Kann sie das nicht, KANN was rauskommen und dann kann das auch als Strafe empfunden werden.
          Ich bin auf jeden Fall weiterhin der Meinung, das ein Einstieg in das Massenabmahnungsgeschäft mit Sicherheit nicht reputationsfördernd ist.
          Ganz nebenbei, wie kommst Du und Andere eigentlich zu der Ansicht, das man nur weil man nicht Eure Position vertritt gegen Euch ist? So ist zumindest mein Eindruck, das eine abweichende Ansicht recht ungnädig aufgenommen wird. Das so eine Haltung geradezu eine Einladung ist, um ein bisschen rumzutrollen liegt eigentlich auf der Hand. In gewisser Weise ist es amüsant wie hier alle so schnell auf die Palme gehen. Eigentlich ist in erster Linie Lars zu bedauern, der das alles einhegen muss.

          Ansonsten einen angenehmen Abend

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        Hasi schreibt

        „Das wäre ja krass und würde heißen, das die Piraten fast die Hälfte des Marktes ausmachen würden. Da ist zu überlegen ob die angedachte harte Haltung einiger Autoren wirklich so eine gute Idee ist.“

        Welcher Markt? Autoren zählen nur zahlenden Leser zu ihren Lesern und keine Diebe.
        Und ja, unter diesem Gesichtspunkt ist es sogar eine ausgezeichnete Idee, endlich mal hart durchzugreifen. Die Autoren können dabei nur gewinnen.

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          Takeshi Kovacz

          „Welcher Markt? Autoren zählen nur zahlenden Leser zu ihren Lesern und keine Diebe.
          Und ja, unter diesem Gesichtspunkt ist es sogar eine ausgezeichnete Idee, endlich mal hart durchzugreifen.“

          Die sogenannten „Diebe“ sind durchaus ein nicht zu vernachlässigender Teil des Marktes, insbesondere dann, wenn deren Anteil wirklich so groß ist wie ständig behauptet wird. Das ist eine (im Fall von lul.to) im Grunde durchaus zahlungswillige „Kundschaft“, die dem legalen Markt verloren gegangen ist. Warum auch immer, das sei hier mal dahingestellt.

          Man sollte es nicht müde werden, bei solchen Gelegenheiten die Musikwirtschaft zu betrachten. Die hat auch lange gebraucht für eine Anpassung ihres Geschäftsmodells an die Realitäten (sprich: Nachfrage).

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            e-Book writer

            „Man sollte es nicht müde werden, bei …“ Doch, man wird es müde @Takeshi Kovacz

            Musik und e-Books zu vergleichen ist Unsinn. Frag dich doch einfach mal, wie oft du ein Album deiner Lieblingsband gehört hast und wie oft du ein und das dasselbe Buch gelesen hast.
            Ganz abgesehen davon, kennst du die Zahlen, weißt du was Bands von Anbietern wie spotify ausgezahlt bekommen? Vermutlich nicht. Ich weiß es. Und es ist beschämend wenig.
            Aber Bands können ihre Verluste zum Teil kompensieren. Sie gehen auf Tour und verkaufen nach dem Gig ihre Merchandising-Artikel. Würdest du 50,- bezahlen, um einem Autor auf einer Lesung zuzuhören und anschließend einen überteuerten Kaffebecher von ihm kaufen?

            Wir Autoren wissen, kaum werden unsere Titel von den Piraten-Seiten gelöscht, schnellen unsere Verkaufszahlen nach oben. Wir können sozusagen die Uhr danach stellen. Genauso wie wir sehen, wann ein Titel illegal hochgeladen wurde, weil dann die Verkaufszahlen nach unten rauschen. Amazon zeigt uns Verkäufe und Ausleihen nämlich in Echtzeit an.

            Das heißt: Angebot und Nachfrage.
            Gibt es kein illegales Angebot, wird gekauft.
            In den vergangenen Jahren hat sich daran nichts geändert. Auch kein Flatrate-Angebot, was es ja schon länger gibt – und nach dem hier trotzdem immer laustark verlangt wird.

            Was du „zahlungswillige „Kundschaft““ nennst, sind Leute, denen es ums Prinzip geht. Die haben ohne zu zucken eine illegale Plattform finanziert, aber nicht im Traum daran gedacht, die Autoren für ihre Leistung zu bezahlen.

            Wenn diese 36 Autoren dieser „Kundschaft“ jetzt mal kräftig auf die Füße treten, ist das verständlich und nachvollziehbar. Und für die Nutzer könnte es sogar recht lehrreich sein.
            Wenn sie nach dieser Erfahrung den betreffenden Autor boykottieren, wird dieser Autor garantiert gut damit leben können, denn die Rechnung lautet: „einer weniger, der mich beklaut“ – und nicht: „einer weniger, der meine Bücher kauft“.

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            Takeshi Kovacz

            „Gibt es kein illegales Angebot, wird gekauft.
            In den vergangenen Jahren hat sich daran nichts geändert. Auch kein Flatrate-Angebot, was es ja schon länger gibt – und nach dem hier trotzdem immer laustark verlangt wird.“

            Welches Flatrate-Angebot?

            Kindle Unlimited? Vermeintlich das größte Angebot. Zieht man 1,5 Mio. fremdsprachige Titel ab, bleibt ein Haufen Schund, unter dem die zugegebenermaßen vorhandenen Indie-Perlen untergehen. Top-Titel praktisch nicht vorhanden.

            Skoobe? Das sind keine Ebooks, wenn ich nur auf einem Handy/Tablet in einem proprietären und schlecht aufbereiteten Format lesen kann.

            Onleihe? Schwaches Sortiment, hartes DRM, nur Epub.

            https://www.lesen.net/ebook-flatrate-vergleich/

            Aber die Diskussion über vorhandene Flatrates betrifft die Masse der Autoren, die sich hier beteiligen, ohnehin nicht, die sind wahrscheinlich alle bei KU zu finden. Und es gibt meiner Meinung nach schon wegen der Preise eigentlich gar keinen vernünftigen Grund, die Self Publisher und Indies schwarz zu konsumieren.

            Raubkopien hat es schon in Pre-Internet-Zeiten gegeben und wird es, auch wenn es einem nicht gefällt, immer geben. Aber mit einem attraktiven legalen Angebot besteht zumindest die Chance, einen Teil der Kunden zurückzuholen. Diese Erkentnnis hat sich ja nun in (fast) allen Bereichen durchgesetzt, sonst hätten wir kein Spotify, Netflix oder die Abo-Modelle von Adobe und Microsoft. Dass sich nicht alles für die Urheber immer rechnet und dass vieles verbesserungswürdig ist, steht auf einem anderen Blatt.

            Und doch, auch bei Vorhandensein eines illegalen Angebotes wird gekauft, aber natürlich nicht alles um jeden Preis.

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      Jason Borowski

      Deine Antworten sind schon etwas polemisch und erinnern an andere Poster hier aus der Vergangenheit.

      Deswegen bin ich mir nicht so ganz sicher, ob Deine genannten Zahlen stimmen und Du jetzt tatsächlich mehr verkaufst.

      Kann natürlich gut sein, wenn z.B. von den 30.000 LUL-Nutzern jetzt ein Teil dringend weiter ständig Buch-Nachschub benötigt, und der jetzt einfach nicht mehr vorhanden ist da ja LUL die Hauptquelle war für neue eBooks, dann kann es natürlich schon gut sein, dass jetzt 1000, oder vielleicht auch 3000 Leute plötzlich verstärkt ihre eBooks bei Amazon kaufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es deutlich mehr sind als ca. 3000. Machen denn da 30000 Leute schon so einen Unterschied?

      Ich hätte jetzt gedacht, dass es schon ein paar Millionen Leute geben würde, mittlerweile eBooks kaufen.

      Gut, was ich natürlich nicht mit eingezählt habe sind die anderen Platformen, die Bücher von LUL weiterverbreitet haben, so wie Leute die ihre eBooks von LUl selbst mit anderen geteilt haben. Trotzdem halte ich es für schwer vorstellbar, dass das mehr wie 10% des eBook Marktes ausmachen würde.

      Diese ganze Diskussion gab es ja auch schon mit Musik-CDs. Warum noch CDs kaufen, oder auch MP3s, wenn man alles streamen, auf Youtube anhören (und runterladen) kann? Sollten diese Künstler nicht auch für ihre Arbeit entlohnt werden? Ja, aber das ist eben nicht die Realität und der technische Fortschritt, wenn Du Support willst, dann sammel Spenden für Deine Bücher oder finde andere Wege um zusätzliche Umsätze zu generieren (wie z.B. Bands jetzt durch die Konzerte und Merchandising den grössten Teil ihrer Einkünfte haben, und von der zusätzlichen Popularität über Youtube & Co profitieren.)

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        Noch.ein.Autor

        @Jason Barowski

        Zitat: Diese ganze Diskussion gab es ja auch schon mit Musik-CDs. Warum noch CDs kaufen, oder auch MP3s, wenn man alles streamen, auf Youtube anhören (und runterladen) kann? Sollten diese Künstler nicht auch für ihre Arbeit entlohnt werden? Ja, aber das ist eben nicht die Realität und der technische Fortschritt, wenn Du Support willst, dann sammel Spenden für Deine Bücher oder finde andere Wege um zusätzliche Umsätze zu generieren (wie z.B. Bands jetzt durch die Konzerte und Merchandising den grössten Teil ihrer Einkünfte haben, und von der zusätzlichen Popularität über Youtube & Co profitieren.) Zitatende

        Und es gab Antworten darauf, dass die Musikszene schlicht nicht vergleichbar ist mit dem eBook-Markt. Wer lesen kann, hats vielleicht mitbekommen.

        Was hier richtig nervt, sind gebetsmühlenartig vorgetragene immer gleiche Argumente. Nur das Wort „Support“ ist mal neu. Ich nehme an, entliehen aus dem beruflichen Background des Schreibers. Deshalb mal zurückgefragt, ist die Aufragslage so mies, dass nicht mal Geld für ein eBook da ist?

        Muss man da zum Dieb werden?

        Oder wie wärs mit einem Nebenjob, der genug einbringt, damits für legales Lesen reicht? Wurde zwar auch schon gesagt, aber ist ja vielleicht untergegangen ;-)

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    Rick

    Diese Phase ist vor allem heilbar für die große Masse der Selfpublischer, die nun erkennen, dass ihre Verkäufe sich nicht signifikant erhöhen werden.

    Diejenigen, die sich bei lul.to und anderen ausgiebig bedient haben, werden noch genug Lesestoff „auf Lager“ haben und die neuen Käufe werden, wenn der illegale ebook Nachschub ausbleiben sollte, wieder auf die groß beworbenen Titel und Autoren entfallen.

    Wer auf lul.to die ganzen „Vampir vögelt Werwolf“-„Literatur“ gesehen hat, der möge mal berichten, ob diese Bücher auch bei Amazon irgendwo „vorne“ erscheinen.

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      Autorin A

      Lieber Rick,

      hier eine kleine „Aufklärung“. Die „Vampir vögelt Werwof“- Bücher KÖNNEN gar nicht bei „Amazon vorne“ erscheinen. Grund: die meisten Erotik-Titel werden in den Charts verborgen, erscheinen nicht. Ihnen wird kein Ranking zugestanden. Warum? Weil dann die Top 100 wohl fast ausschließlich aus Porno bestehen würde. Die Erotikautoren schreiben nämlich ziemlich gute Verkaufszahlen. Und ja, eins der Vögelbücher hatte es vor zwei Wochen auf Rang 35 geschafft. Unter einem „Tarntitel“, dass die Erotik nicht gleich so auffiel.

      Erotiktitel sind damit nicht standardmäßig im Ranking vertreten. Dass du sie da nicht siehst, hat also gar nichts zu sagen bezüglich der Verkäufe.

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    Hasi schreibt

    Die „Lust am Schreiben“ wird sicher noch mehr aufleben, wenn die Betreiber und Nutzer zur Kasse gebeten wurden.

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      Kalle

      Die Lust am Schreiben wird wohl nur bei sehr wenigen nicht unmittelbar symphatischen Leuten davon abhängen, ob jemand zur Kasse geboten wird, der etwas nicht zum gewollten Preis gelesen hat.

      Sehr schön fand ich auch den wiederholten Hinweis empörter „Schriftsteller“, die keiner kennt, in anderen Kommentaren bei tarnkappe zu diesem Tema, dass es doch Bibliotheken gäbe, in denen allerdings ihre Werke wohl kaum zu finden sind, aber selbst wenn, doch ihnen auch keinen Gewinn einbrächten.

      Nö, ich wär auch froh, wenn jemand meinen Text nicht irgendwo billig kauft, sondern billig leiht oder gar nicht zur Kenntnis nimmt. Was für ein Gewinn!

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        Ichbins

        Sehe ich auch so.

        Am meisten regen jene Leute auf, von denen bis heute kein Mensch etwas gehört hat. Sicher gibt es auch sehr gute Autoren, die nur im Eigenverlag schreiben, aber die kann man sich wohl an einer Hand abzählen. Mir fallen da gerade mal ZWEI ein. Also zwei, die auch viel schreiben. Denn eines ist klar: wer als Selbstverleger nicht viel schreibt, verdient auch nichts.

        Nehmen wir Frau van ten Haarlen…. wäre sie wirklich „berühmt“, würde man ihren Namen ja kennen. Aber was ich mitbekommen habe: vorher hat den Namen hier noch (fast) keiner mitbekommen. Komisch …

        Abgesehen davon: Energie UND ZEIT für …nennen wir es mal „harmlose“ Raubkopierer-Seiten ist also vorhanden. Aber wirklich kriminelle Seiten mit Kinderpornos und so sind oft Jahre im Netz und gehen nicht offline?

        Und: ich hab mal einige Zeit illegale eBooks an die jeweiligen Verlage gemeldet, natürlich mit Link damit sie sofort abusen können. Sah ich dann Wochen später nach … war exakt der gleiche Link (!) noch online. War übrigens in 100% der gemeldeten Fälle so. Und ich weiß, dass ich da nicht der Einzige bin, der genug gemeldet hat …und merken musste dass das Zeugs noch Wochen danach online war. Wohlbemerkt unter extakt dem gleichem Link. Der Kram, klar … wird halt neu online gestellt – aber der Link wäre ja ein Neuer! Und da habe ich gemerkt: es juckt die Verlage gar nicht. Also melde ich nichts mehr. Weil ich als Leser legaler eBooks fühle mich verarscht. wenn eben nach Wochen alle Links noch aktiv sind! Obwohl es dann beim ersten Melden hieß: „Bitte nenne uns die genauen Links, damit wir schneller handeln können!“

        Ha ha ha!

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          Könnt ihr jetzt bitte einfach mal aufhören, auf der Autorin rumzuhacken? Es reicht mir jetzt.

          Nicht nur normale Leser haben in der Vergangenheit mehrfach vergeblich versucht, Links zu Schwarzkopien bei den Verlagen zu melden, damit diese dagegen vorgehen. Auch mehrere mir persönlich bekannte Piraten-Jäger sind am mangelnden Interesse diverser deutscher Verlage GESCHEITERT, weil sie schlichtweg nichts gegen die Piraterie im Internet (per Notice & Takedown) etc. unternehmen wollten. Bei einem Marktantei von E-Books von maximal 4% (Belletristik) geht den meisten Verlagen das Thema am Arsch vorbei, um es mal etwas blumiger auszudrücken.

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            kant

            Ich würde die seichte Kritik nicht unbedingt als „herumhacken“ verunglimpfen.

            Aber das muss man ja nicht vor Pseudojournalisten erwähnen, die neben reisserischen Überschriften nun auch auf „blumige Ausdrücke“ zurückgreifen um ihre „neutrale“ Haltung zu rechtfertigen …

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            Wenn man selbst nicht angegriffen wird, mag die Kritik vielleicht „seicht“ erscheinen. Ansonsten nicht. Das ist immer eine Frage der Perspektive.

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            Autorin A

            Hinweis: bei dieser 4% Zahl, die umhergeistert, handelt es sich um Erhebungen von Büchern, die im VLB eingetragen sind. Die Mehrheit der Bücher von Selfpublishern sind dort NICHT eingetragen.
            Man kann die guten Autoren, die auch in SP schreiben, an zehn Oktopussen nicht abzählen, das ist völliger Quatsch. Nur weil IHR nicht davon gehört habt, existieren sie dennoch.
            Zur Aufklärung, falls es einer wirklich hören will:

            1. Sehr viele Autoren sind hybrid! Das heißt, sie sind im SP UND bei Verlagen unterwegs, einfach weil SP meist mehr einbringt als Verlagsbücher.

            2. Die 4 % gelten nur für das VLB. Bei Selfpublishern kommen die Einkünfte aus über 80% von Ebooks, bei den meisten gute 95%. Nichts da 4% und nicht schlimm.

            3. Von den Leihbibliotheken, über die hier alle lachen, gibt es verschiedene. Bei der Leihbib Kindle Unlimited ist es bei vielen Autoren so, dass zwei Drittel der Gesamteinnahmen aus der Leihbibliothek kommen. Ja, da fällt die Kinnlade runter. Und bevor jetzt einer kreischt, da käme ja nichts bei rum: Es sind auch für Midlistautoren locker 3-4 stellige Monatsbeträge aus der Leihbib drin, wenn man viel schreibt. Es ist also sehr wohl relevant. Das Buch wird nach Länge und damit nach Leistung vergütet.

            4. Schon mal überlegt, dass fast alle Autoren unter einem anderen Namen schreiben? Gerade bei verschiedenen Genres? Ihr kreischt, keiner hätte was von denen je gehört. Dabei sind sie auf eurem Kindle oder E Reader, sie heißen nur anders. Ihr könnt überhaupt nicht wissen, ob es derselbe Autor ist.

            Ich bin wie gesagt eine nicht so bekannte Autorin, habe trotzdem tausende Leser. Ich habe auch schon in Piratenbörsen meine Bücher überall auf den Wunsch listen gesehen, obwohl mich „keiner kennt“.

            Dass die Autoren sich hier nicht unter echtem Namen zeigen, ist kein Wunder. Wir sind angreifbar, man kann uns immens schaden und unseren Büchern. Und hier ist genug Aggression unterwegs, dass man das nicht riskiert. Genau wie ihr hier alle nicht unter eurem echten Namen seid.

            Ernst gemeinte Fragen beantworte ich gern aus Autorensicht. Natürlich kann auch weiter wild im Land der Sagen und Fabeln spekuliert werden.

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          Michael

          Es gehen doch regelmäßig Seiten und Gruppen hoch, die Kinderpornos tauschen/verkaufen. Erst vor ein paar Tagen wurde doch eine Darknet Seite hochgenommen mit über 90.000 Mitgliedern.

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            Thorsten

            @Michael Setzt du jetzt Raubkopierer mit Kinderschändern gleich? Was ist denn das für ein Vorurteil. In deiner Welt sind wohl alle Priester schwul und vergehen sich an Kinder, so sind also auch Schwule die, die sich an Kinder vergehen. Na merkste die verdrehte Logik und wie schnell ein Vorurteil entstehen kann. Und nein Priester sind nicht per se Schwul und auch keine Kinderschänder. Genauso wenig wie Schwule sich an Kinder vergehen. Leider ist unsere Welt voller Vorurteile und wenige checken die Fakten.

            Kinderporno und der Menschenhandel sind Kapitalverbrechen, die gehören mit aller Härte des Gesetzes bestraft, da die Opfer ein lebenlang unter den Folgen leiden.

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            Michael

            @Thorsten: ich habe auf Ichbins geantwortet, der sich darüber beschwerte, dass so viele Kinderpornoseiten online seien aber sich die Behörden nur um Piratenseiten kümmern


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