PC Fritz: Maik M. in Kassel verhaftet

Article by · 2. Mai 2014 ·

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Der glatzköpfige Betreiber von PC Fritz wurde vorgestern in Kassel verhaftet. Ermittlungsbehörden konnten seinen Aufenthaltsort aufgrund seiner Logins im eigenen Webshop ausfindig machen. M. hatte sich bei pcfritz.de offenbar ohne VPN oder Proxy eingewählt, um die Produktpalette seines Shops zu verändern.

Am Mittwoch, den 30. April wurde Maik M., der angeblich an Krebs erkrankt ist, in Kassel verhaftet. Die Ermittlungsbehörden hatten realisiert, dass die bei pcfritz.de angebotene Produktpalette auch nach der Verhaftung der drei Verdächtigen Anfang April verändert wurde. Tarnkappe berichtete darüber.

Kürzlich wurde nach Informationen von Tarnkappe.info der Import von etwa 1.5 Millionen Datenträgern von China nach Deutschland verhindert. Auf Betreiben von Microsoft wird wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrugs und diversen Verstößen gegen das Marken- und Urheberrecht ermittelt.

Die von der Boulevardpresse heute verbreitete Nachricht, die Ermittler hätten die IP-Adresse des Verhafteten von Facebook erhalten, ist nach unseren Informationen falsch. Es dürfte jetzt nur noch eine Frage der Zeit sein, bis pcfritz.de komplett abgeschaltet wird.

Hintergrund: Am 18. September 2013 wurden Geschäfts- und Lagerräume der Firma PCFritz sowie Privatwohnungen in Berlin und Halle durchsucht. Das Unternehmen wurde verdächtigt, illegale Kopien des Microsoft-Betriebssystems Windows 7 als Originale in Umlauf gebracht zu haben.

Maik M. fiel letztes Jahr durch groß angelegte PR-Kampagnen unter Einsatz diverser Stars und Sternchen auf. So wurden mit Bussen diverse PC-Fritz-Werbetouren organisiert, an denen B- und C-Promis teilgenommen haben. M. trug stets ein blaues T-Shirt in der Farbe des Unternehmens und kokettiert mit seinem baldigen Krebstod. Als Gäste hatte er Oliver Pocher, Joey Heindle, Micaela Schäfer, Gina-Lisa Lohfink und andere Prominente angeheuert, um für die FRITZBUS Deutschland Tour die maximale mediale Aufmerksamkeit zu erwirken.

P.S.: Frau Micaela Schäfer ist offenbar angesäuert. Sie schrieb auf ihrer Facebook-Seite: „Echt krank, wenn das wirklich so sein sollte! Vorzutäuschen, man hat Krebs und müsste bald sterben nur um seine Firma ins Gespräch zu bringen! Respektlos allen gegenüber, die gegen diese Krankheit kämpfen.“ Auch die Kommentare einiger Besucher ihrer FB-Seite sind durchaus wert, gelesen zu werden.

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