Intel-Patent: Bitcoin-Mining-Chip steigert Energieeffizienz

Ein von Intel entwickelter Chip soll CPU-Kerne mit einem Bitcoin-Hardware-Beschleuniger verbinden und weniger Energie beim Minen verbrauchen.

Intel, Patent

Neuigkeiten beim amerikanischen Halbleiterhersteller Intel. Das Unternehmen will sich das Design eines System-on-a-Chip (SoC) in einem Patent zum Schürfen der Kryptowährung Bitcoin per Patent schützen lassen. Der Patentantrag vom September 2016 wurde nun beim Patentamt veröffentlicht. Das SOC soll zum einen eine um 15 Prozent geringere Fläche benötigen und zum anderen 35 Prozent weniger Energie verbrauchen.

Intel springt auf den Krypto-Zug auf

Zwar ist das Minen von Digitalwährungen aktuell sehr angesagt. Allerdings gibt es einige Kostenfaktoren, die die Rentabilität des Bitcoin-Minings beeinflussen, wie die beträchtlichen Anschaffungskosten für die Hardware und zudem hohe Energiekosten. Im kommerziellen Umfeld werden keine CPUs oder GPUs mehr verwendet. Sondern ASICs (Application Specific Integrated Circuit), die einen besonders hohen Energiebedarf aufweisen. Um dennoch Gewinn zu erwirtschaften, spielt auf der Gegenseite der aktuelle Bitcoin-Preis eine zentrale Rolle. Da Intel nun ein energiesparendes Chip-Design für Krypto-Mining zum Patent angemeldet hat, könnte das neue Verfahren das Schürfen für die Miner ressourcenschonender und damit gleichzeitig auch profitabler machen.


Der Hardwarebeschleuniger von Intel trägt die offizielle Bezeichnung „Bitcoin Mining Hardware Accelerator with Optimized Message Digest and Message Scheduler Datapath“. Er soll besonders effizient nach der Kryptowährung schürfen. Er besteht aus einem CPU-Kern sowie einem Beschleunigerchip mit zwei angepassten Recheneinheiten für Hash-Funktionen. Mit dem Patent zum SoC liegen auch Informationen über ein entsprechendes Multi-Chip-Modul (MCM) vor. Dieses Modul wird zum Beispiel in Servern oder tragbaren elektronischen Geräten verbaut. Die Technologie lässt sich unter anderem auf ASICs, DSPs und FPGAs anwenden. Das heißt, sie können entsprechend in Desktop-PCs, Notebooks und sogar Smartphones eingesetzt werden.

Für Intel wären das nach den verunglückten Treiberupdates, vor denen man selbst vor kurzem warnen musste, ja endlich mal wieder positive Nachrichten, die das Unternehmen gut gebrauchen kann.

Tarnkappe.info

Ich bin bereits seit Januar 2016 Tarnkappen-Autor. Eingestiegen bin ich zunächst mit Buch-Rezensionen. Inzwischen schreibe ich bevorzugt über juristische Themen, wie P2P-Fälle, greife aber auch andere Netzthemen, wie Cybercrime, auf. Meine Interessen beziehen sich hauptsächlich auf Literatur.