BND darf Wohnungen betreten – vom Auslandsgeheimdienst zur Eingreiftruppe


Kommentare zu folgendem Beitrag: BND darf Wohnungen betreten – vom Auslandsgeheimdienst zur Eingreiftruppe

Also tut mir leid, aber so langsam sind wir in einem Überwachungsstaat angelangt, es reicht echt mal!

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Es kotzt mich langsam an mit der Regierung und was die alles machen wollen.
Ich Frage mich, was die noch alles machen wollen und noch mehr frage ich mich warum die immer wieder gewählt werden, ist ja nicht so das dieser Schwachfug erst seid gestern gewollt ist.
Die sollten sich lieber mal um die ernsten Probleme im Land kümmern!

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Geliefert wie bestellt sage ich da nur.
Wenn die Bürger es nicht so wollen würden, hätten diese Konstrukte keine Möglichkeit so zu agieren.

Und wer behauptet, es wurde so ja nicht bestellt, wird als Verschwörungsheini abgestempelt.

Bei der praktischen Ausführung dieser Hausdurchsuchung frage ich mich allerdings, wie das konkret ablaufen soll.

Mein Privater Arbeitspc ist passwortgeschützt, Secureboot und anderen Schnickschnack.
Wie wollen die dort ran kommen?

Mein Laptop liegt unter einem Berg Wäsche und wird sowieso übersehen werden.

Falls mein Firmenlaptop mal zu Hause liegt, würde das die rechtliche Frage aufwerfen, ob die Behörden die Erlaubnis haben, auf Firmeneigentum Schadsoftware aufzuspielen und ggf. Firmengeheimnisse auszuspionieren.

Dabei vielleicht noch das Firmennetzwerk zu kompromittieren.

Sofern sie die Schutzmechanismen des HP Secure Boot Systems vorbeikommen.

Das alles erscheint mir wieder, nur das übliche, nichts Halbes und nichts Ganzes.
So, wie es die Politiker bei vielen Themen machen.
Wenn sie keine Ahnung davon haben, und auch keine Leute, die davon Ahnung haben, sollen sie es einfach lassen.

Es gibt Konzepte und Tools für Keylogger, die im Boot-Bereich (Bootsector, MBR oder EFI-Bootloader) installiert werden – meist im Rahmen von sogenannten Evil Maid Attacks.Der Name, der Begriff kommt vom „Evil Maid Attack“ (böse Zimmerfrau-Angriff). Dabei wird der Boot-Bereich manipuliert, um einen Keylogger einzubauen, der z. B. die BitLocker-PIN, LUKS-Passphrase oder VeraCrypt-Passwort beim nächsten Start abfängt.Beispiele und bekannte Umsetzungen

  • Joanna Rutkowska (bekannte Sicherheitsforscherin) hat 2009 einen Proof-of-Concept für TrueCrypt gezeigt, bei dem der Bootloader manipuliert wird, um einen Keylogger einzubauen.
  • Es gibt öffentliche Tools und Demos wie EvilAbigail oder ähnliche Skripte auf GitHub, die genau das demonstrieren (für Linux mit LUKS).
  • In der Praxis: Solche Angriffe modifizieren den Master Boot Record (MBR) oder die EFI-Systempartition (ESP), um den Keylogger persistent zu machen.
  • Es gibt auch reale Malware-Fälle wie ESPecter (UEFI-Bootkit mit Keylogger-Fähigkeit), aber das ist eher selten und meist staatlich finanziert.

Warum das funktioniertDer Boot-Bereich ist meist unverschlüsselt (auch bei Full-Disk-Encryption), damit der Computer überhaupt starten und das Passwort abfragen kann. Ein Angreifer mit physischem Zugriff (z. B. Hotelzimmer, unbewachter Laptop) kann von einem USB-Stick booten und den Bootloader austauschen. Wenn da also irgendwelche Herrschaften physischen Zugriff auf deine HW bekommen, hast du fast immer verloren.

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Wo deine Aussage komplett zu bezweifeln wäre, man hat da nicht im Ansatz verloren sondern nur die falsche Hardware gehabt wo es möglich ist. Schaue dir die Geräte von Nitrokey an, wo genau das in Kombination mit deren Sticks geprüft wird, ob das passiert ist. Technisch möglich ja natürlich, aber kann genauso leicht erkannt werden, da sowas zu überprüfen kein Hexenwerk ist.

Lieber General17, ich sprach nicht von der möglichen Überprüfung einer infizierten HW mit einem Keylogger der die Verschlüsselung aushebelt, sondern von der Umsetzbarkeit.
Ich z.B. habe eine Überwachungskamera in meiner Wohnung. Somit ich sofort im Bilde ob jemand fremdes diese betritt.
Und es geht auch nicht darum welche HW du in deinen eigenen vier Wänden einsetzt oder ob diese „falsch“ ist.
Es geht darum das der Staat in deine Wohnung eindringen und diese mit den heutigen technischen Mitteln verwanzen darf.
Und ich bin als Bürger dieses, wie Ghandie schon völlig korrekt anmerkte, gezwungen diesem Handeln entgegen zu wirken.
Jetzt erzähl Du mir noch das jeder doch selber Schuld sei wenn er die „FALSCHE“ HW benutzt.
Aber es sei dir selbst überlassen was du für einen zeitlichen Aufwand betreibst, damit deine Privatsphäre wirklich privat bleibt.

Ich kann mich nicht dagegen erwehren oder absichern das jemand in meine Wohnung eindringt, wer rein will kommt auch rein, aber eines weiß ich genau und da bin ich auch kein gesetzestreuer Bürger mehr, erwische ich da einen bei mache ich ihn tot, und es ist mir schnurz egal wie lange ich dafür einsitze!

Willkommen in China, wie war das damals noch, wo es angefangen, hat das, man SIM-Karten nicht mehr so Registrieren könnte, und sie machen es nur um den Terror zur verhindern. Ja, nee ist klar … Und so geht es immer und immer weiter.

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Okay, in dem Kontext stimme ich dir zu. Natürlich ist man gezwungen diesem Handeln entgegen zu wirken. Ich habe schon vor Jahren gesagt wir steuern immer mehr auf DDR 2.0 zu, aber auch unser lieber @Ghandy hatte mich ausgelacht. Naja ja, die Leute kaufen halt von der Stange ihre Hardware und ich verstehe das natürlich auch. Aber man kann dem halt auch mit dementsprechender Hardware entgegen wirken. Machen die wenigsten, da sie nicht so paranoid sind.

Naja jein, HK ist immernoch sehr Schlupfloch reich das angeht. Meine 3 HK E-Sim konnte ich in deren App auch nach der Registierungspflicht ohne persönliche Daten bekommen

Die Medaille hat aber auch hier zwei Seiten.
Dazu empfehle ich hier mal einen (~4 Jahre alten) Artikel über den ehem. Chef des BND, Gerhard Schindler: https://www.publicomag.com/2021/08/bitte-hoeren-sie-jetzt-mal-weg/

Kurze Einblicke:

Nach Ansicht der Karlsruher Richters gilt jeder der sieben Milliarden Menschen weltweit als Grundrechtsträger, der vor deutschen Gerichten dagegen klagen kann, dass der Dienst aus Berlin sein Telefon anzapft. Auch dann, wenn er damit von Afghanistan aus eine Terrorzelle in Europa steuert.

Im Inland darf der Bundesnachrichtendienst sowieso nicht operieren. Und deutsche Staatsbürger generell nicht überwachen, auch dann nicht, wenn sie in einem Ausbildungscamp des IS Anschläge trainieren.

Kurz zusammengefasst: Den BND, so wie es jetzt aussieht, könnte man sich auch einfach sparen.

Nur haben wir nach der Niederlage des IS tausende dessen Kämpfer hier Zuflucht gewährt, wegen der unschönen Bilder die es sonst gegeben hätte.
Was also tun? Uns weiter darauf verlassen, dass ausländische Dienste uns die unmoralische Drecksarbeit abnehmen?
Der Ami hat ja schon angekündigt das in Zukunft evtl. etwas laxer zu handhaben.

Als Dissident, der sich schmerzlich bewusst ist, dass die Geheimdienste mittlerweile völlig unverschämt zur Bekämpfung der Opposition instrumentalisiert werden habe natürlich auch ich Bauchschmerzen.
Aber Tatsache bleibt auch, dass ein Land nun einmal einen Geheimdienst braucht. Zumindest, solange es im Interesse fremder Mächte steht.

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Oder manchen ist es egal weil Privatsphäre etwas ist das sie nicht wirklich hatten. Ich bin 78 in Warnemünde geboren und aufgewachsen. Ich wusste schon bevor ich in der Schule schreiben lernte das jeder Brief den ich mal schreiben werde ob zur Oma zum Geburtstag, Verwandten, Freunden, Kollegen… von der Stasi geöffnet und gelesen wird. Telefon Gespräche in den Westen waren nur in der Post möglich. Man gab die Nummer an ging dann in eine Box nahm den Hörer ab und wartete bis die Leitung stand. In der Zeit konnte man ein husten oder stimmen hören. Das war Absicht, als Warnung 'sag nichts falsches wir hören mit ’ . Man hat sich halt an sowas gewöhnt. Wir haben trotzdem gelebt. Meine Eltern verstanden die Aufregung um Snowden überhaupt nicht. Es war ja nichts neues wirklich. Als Anwalt hatte Otto Schily laut angemahnt wie Terrorismusbekämpfung die Bürgerrechte einschränkt und das der Staat Gespräche von Anwälten und RAF Häftlingen heimlich mitgehört hat. 20 Jahre später ruft der selbe Mann den 'grossen Lauschangriff ’ ins Leben. Es hört nie auf. Klar kann man sich dagegen wehren. Lohnt es sich? Es ist ja auch nicht so das der BND alle 80 Millionen Bürger und deren Wohnsitze als verdächtig erklärt. Und selbst wenn dann wäre das noch weit von einer DDR 2.0 entfernt. Weil Du könntest dich immer noch dagegen wehren

Ja, ich kenne das auch noch, nur am Rande aber selbst ich hatte dank meiner Eltern eine eigene Stasiakte. Natürlich haben wir uns daran gewöhnt aber es bleibt in den Köpfen und wenn man sich die Anzeigen von Politikern wegen Beleidigung anschaut kann man fast von der selben Meinungszensur sprechen wie damals. Chatkontrolle durch die EU und die BRD ist gezwungen sie umzusetzen, so weit auch nicht, ich würde sagen wir stehen sehr kurz davor. Ja das ist nur meine Meinung, aber was in der Hinsicht abgeht ist schon nicht mehr feierlich

Da ich mein Smartphone mit GrapheneOS immer dabei habe, egal ob in der Freizeit, an der Arbeit oder im Schlafzimmer u.a. wegen Wecker/Hörbuch, kann mir der BND sowas von egal sein.
Internet wird von mir nur über Mobilfunk (5G mit unbegrenzten Datenvolumen) verwendet. Damit ist auch kein Router etc. im Haushalt vorhanden, den man manipulieren kann.
Mein Laptop verschlüsselt mit Linux hat auch keinen wirklich festen Standort und geht auch nur über das 5G Mobilfunknetz (Handy als HotSpot) in Internet, meistens von Unterwegs.
Das BND kann von mir aus an den Schlüpfer meiner Partnerin schnüffeln, geilere Sachen bekommen die aber in unserer Mietwohnung leider nicht in die Hände ;D

3 deiner 4 Ansätze erfordern und aktives Ausführen einer Software im Hochgefahrenem und Angemeldetem zustand.

Dieser Zustand ist bei einer geheimen Hausdurchsuchung schon außen vor.

Der 4. Ansatz erwartet ein Booten von USB oder zumindest einen Zugriff auf ein Externes Medium.

Bei meinem Firmenlaptop eines ziemlich großen Konzerns ist das alles Deaktiviert.
Ich weiß auch nicht, wie „gut“ der HP Secure Wolf Boot ist und was für Möglichkeiten dieser zulässt.

Dann steht auch immer noch der Asket der Firmenspionage im Raum, wenn der BND E-Mails und Daten aus meiner Firma mitlesen würde.

Da würde selbst Adolf vor Neid erblassen.

Tatsächlich? Die Kommies waren eigentlich immer etwas weiter was Spitzeleien und Zersetzung anging.
Bleibt die Frage, ob der BND in Zukunft sowas wie die Abteilung Fremde Heere unter Canaris sein soll oder doch eher sowas wie der SD bzw. das Reichssicherheitshauptamt unter Himmler.

Ich kenne dieses Überwachungsszenario glücklicherweise nur von den Besuchen bei den Großeltern väterlicherseits. Die wohnten im Raum Brandenburg bei den Havelseen und ich war dann bei Nachbarskindern und habe mir nichts dabei gedacht, als ich offen und laut über Politik gesprochen habe. „Psst… Psst, das könnte jemand hören, das ist zu gefährlich“, hieß es sofort als Reaktion. Ich kannte das gar nicht. Wusste nicht, was ich falsch gemacht haben soll?!

Die Frage ist, ob so ein Zustand erstrebenswert ist? Wohl kaum. Und nein, die werden natürlich nicht bei 80 Millionen Schafen in die Bude einbrechen. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man auch unbegründet ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten kann.

Da muss nur jemand neidisch sein und zeigt dich anonym wegen irgendeinem Firlefanz an. Ich erinnere da an den tollen Hacker, der in meinem Namen angekündigt hat, er würde am Folgetag eine Bombe in einer jüdischen Kirche zur Explosion bringen. Ich konnte es gerade noch verhindern, dass hier eine mobile Eingreiftruppe einreitet, um mir alles auseinander zu nehmen. Jemand anderes behauptete gegenüber dem der Datenschutzbehörde NRW, ich hätte eine Kamera auf die öffentliche Straße gerichtet. Von der zweiten Hausdurchsuchung mal ganz abgesehen, die auch total irrsinnig war. Oder als Post aus Karlsruhe kam, ich hätte doch eine Verfassungsschutzbeschwerde eingelegt, das hatte jemand in meinem Namen getan. Oder die Vorladung ins Polizeipräsidium, weil ich einem Gefangenen Briefe geschrieben habe. Mein Ex-Chef Sascha B., der in Bergisch Gladbach noch immer einen Pflegedienst betreibt, hat einfach mal frech gelogen bei der Polizei, ich hätte versucht, seine Facebook-Konten zu hacken. Habe ich nicht, habe ich nicht mal probiert, hat mich nie interessiert. Das reichte dann auch wieder für eine Vorladung. Und … und… und, es gibt noch mehr Beispiele.

Du kannst gar nicht so krumm denken, wie die Leute, die dir was antun wollen. Ich bin niemand, der sich gerne streitet aber lasse mir auch nicht alles sagen. Die meisten Anzeigen wegen der Tarnkappe sind natürlich von Menschen gekommen, die missgünstig sind. Ja, sollen sie doch selbst was Ähnliches aufbauen, wenn sie es besser können, wie ja so oft geschrieben wird. Macht aber keiner, weil es mit viel Arbeit verbunden ist.

Ich werde nie vergessen, wie mein Vater alle einzelnen Teile wieder ins Auto packen musste, weil er sich gewagt hatte, die Grenzpolizisten bei der Einreise zu kritisieren. Ich glaube, das hätte ich mir in Anbetracht der Selbstschussanlagen, Wachtürme und bewaffneten Militärs nicht getraut. Gebracht hat es ihm auch nichts. Na ja, außer Stress mit meiner Mutter. :wink:

Der BND hat in meiner Wohnung nichts verloren, die anderen Behörden genauso wenig, Ende der Diskussion. Es gab eine Zeit, da schützte das Recht unsere vier Wände wie eine Festung, das wird immer mehr aufgeweicht.

da frage ich mich doch glatt ob es sehr verboten ist wenn man, ganz zufällig und man hat es ja nicht richtig mitbekommen und vergessen etc., fallen im haus hat. ich habe hier noch sowas wie bärenfallen zum beispiel. ausserdem kontruiere ich gerne mal sachen, warum nicht auch mal tödliche fallen die ultramässig schmerzen machen? aber warscheinlich ist selbstschutz auch mal wieder verboten. lusitigerweise sind dann aber messerverkäufer in der messerverbotszone erlaubt?!?!