Share-Online.biz: Staatsanwaltschaft will gegen Uploader vorgehen


Kommentare zu folgendem Beitrag: Share-Online.biz: Staatsanwaltschaft will gegen Uploader vorgehen

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Mehr k√∂nnen wir zum jetzigen Zeitpunkt mangels Glaskugel leider noch nicht sagen. Wir bleiben aber weiterhin f√ľr euch am Ball ‚Ķ

Meine Glaskugel ist gestern -nach gr√ľndlicher √úberholung- aus der Werkstatt gerollt, und ich wage die Prognose, dass es auch die Uploader nicht treffen wird. Diejenigen, die der Content-Industrie nennenswerte Verluste beschert haben, werden kaum mit Kreditkarte bezahlt haben, und diejenigen, die man erwischen k√∂nnte, werden eher Peanuts zu verantworten haben.

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Hey, die Werkstatt brauche ich auch! :wink:

Nein, im Ernst. Ich denke, manche aktive Uploader waren sich ihrer Sache so sicher, dass sie ihre Geldströme nicht verschleiert haben. Ich denke, das bleibt noch abzuwarten, ob die Staatsanwaltschaft bei den großen Fischen wirklich komplett leer ausgehen wird …

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Ich denke, manche aktive Uploader waren sich ihrer Sache so sicher, dass sie ihre Geldströme nicht verschleiert haben. [/quote]

dazu m√ľ√üte man wissen, was genau hat share-online gespeichert. Diese Frage wurde nie gestellt noch beantwortet.

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Mir stellt sich die Frage, wenn man anhand der Zahlungsmittel die Abokunden ermittelt, ist es doch noch kein Verbrechen ein Abo zu haben? Oder doch?

Pauschal zu sagen, wer zahlt macht illegale Sachen, ist doch sicher nicht so ganz gesetzkonform oder?

Nö, aber wenn die nachvollziehen können was du mit dem acc geleecht hast, es warez ist, ist es illegal. Deswegen gab’s ua damals noch nen pw auf den winrars…

Ich frage mich immer, wo der gesunde Menschenverstand bleibt. Share Online ist immer gr√∂√üer geworden und keiner hat es gemerkt? Da gehe ich als Betreiber doch rechtzeitig in ‚ÄěUrlaub‚Äú. Der dicke Kim sollte doch als warnendes Beispiel gen√ľgen. Zieht Megaupload in einem Five-Eye-Land hoch. Wie doof kann man sein?!

Bei der Kohle dachte er halt niemand kann ihm etwas, verteidigt sich bis dato ja auch mit kräften :nerd_face:

Also das mit Kim Schmitz aka Dotcom kann ich erklären.

Megaupload war einer der Sharehoster, der bei DMCA-L√∂schaufforderungen am schnellsten reagiert hat. Und im Gegenzug dachten die Betreiber, da sie bereitwillig mitgespielt haben, k√∂nnte ihnen nichts passieren. Das sieht das Gesetz auch eigentlich so vor, aber wie man sieht war das keine Garantie, dass man nicht doch die Strafverfolgung bzw. Razzia durchgef√ľhrt hat.

Warum die Macher von Share-Online nicht das Land verlassen haben, wei√ü ich nicht. Ich h√∂rte, er soll sich auch zu sicher gef√ľhlt haben. Seine Ltd. hat mir ja sogar eine Abmahnung schicken lassen. Auftraggeber war eine Firma namens Online-Media24 Ltd.

Gegenstand der Abmahnung war, dass wir die damals √∂ffentlich einsehbare Kontonummer bei der Sparkasse Aachen von Share-Online in einem Artikel genannt haben. Aber deswegen ist dem Unternehmen als Betreiber ja keine Rufsch√§digung entstanden. Da h√§tte ich schon das Online-Portal oder den Namen der Firma nennen m√ľssen. Von daher war schnell Feierabend. :wink:

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Mein m√§chtiges Glaskugel und mein Zipfelm√ľtze sagt, dass die Uploadern nichts zu befr√ľchten haben, denn mit der Schlie√üung ShareOnline ist nun knapp 4 Jahren her, eine Verfolgungsverj√§hrung k√∂nnte bald eingetreten sein.

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Oh man ‚Ķ Ich empfehle Herodots Bericht √ľber die Schlacht bei den Thermopylen, dann h√§lt sich die Hybris in Grenzen.

Edit: Ich meine die Betreiber von Share Online, nicht den Vorposter.

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Mega hat die dmca doch damals ignoriert bzw die datei selbstständig neu geupt, war da nicht was ?

Es kann mir keiner erzählen, dass sie die PETABYTE großen Dateien immer noch gespeichert haben, das wäre extremst teuer auf Dauer!

Und anhand der Dateinamen kann man sicherlich nicht zu 100 % sagen was in der Datei wirklich drin steckte.

Zum Anderen m√ľssen die erstmal beweisen, dass diese Dateien dann auch √∂ffentlich geteilt worden sind.

Das sind einfach sooo viele Baustellen, die quasi unmöglich sind.

Downloader passiert sowieso nix, denke die Uploader auch eher weniger, denn der Aufwand wäre einfach zu krass und wenn kein Rechteinhaber gegen irgendwas aktiv klagt, bringt das alles auch recht wenig.

EINZIGE was f√ľr die Beh√∂rden interessant sein k√∂nnte ist die Steuerhinterziehung. Da k√∂nnten sie hinterher sein. Ich habe aber absolut keine Ahnung wie viel so manch ein Uploader im Monat ‚Äěverdient‚Äú hat. Waren es nur 100 bis 200 Euro? Oder war das bei einigen auch sogar Dreistellig?

Downloadern passiert nichts, das ist klar, ging aber theoretisch darum, dass man downloader belangen könnte. Klar, power uploader haben bis zu 5k damit gemacht, aber eher vor 12 Jahren… zu bust zeiten vllt 2k.

Vielleicht sollte man auch einen ganz anderen Aspekt bedenken: Es werden echte Kriminelle aus der U-Haft entlassen weil aus Personalmangel keine zeitnahe Anklage erhoben werden kann. Und hier läuft man seit 3 1/2 Jahren besseren Eierdieben nach.
Viel deutlicher kann man gar nicht erkennen in welcher Schieflage sich das deutsche Rechtssystem befindet und das mittlerweile jegliche Verhältnismäßigkeit verloren gegangen ist.
Es gibt Bananenrepubliken die das besser drauf haben!

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Krass, wusste gar nicht dass die damit mehrere tausend Euro im Monat gemacht haben…

Jaa das nat√ľrlich schwer zu sagen ‚Ķ wenn man das auf langer Sicht berechnete und es dann echt Leute geben sollte, die insgesamt > 100k gemacht haben, kann ich mir schon vorstellen, dass da Interesse besteht ‚Ķ.

Das macht man aber nur bei den Inhaftierten, die wegen fehlender Anklage, schon so lange in U-Haft sa√üen, dass das zu erwartende Strafma√ü sonst √ľberschritten w√ľrde! Die haben also schon ihre Gef√§ngnisstrafe quasi vor einer Verurteilung abgesessen. Somit spart man sich beim betroffenen Gericht auch den Prozess in seiner ganzen L√§nge und urteilt zumeist nach Aktenlage‚Ķ

SO war schon kurz nach Release eine ziemlich opulente Gelddruckmaschine, an der die Power-Upper ganz kräftig mit partizipiert haben!
Das Ganze nat√ľrlich steuerfrei‚Ķich erinnere nur mal an den Immobilienh√§ndler aus Manuels Umfeld, der wie ein Wilder im Auftrag aus Aachen, Immobilien gekauft hat wie bl√∂d! Und das teilweise wohl ziemlich klischeehaft mit dem schwarzen Geldkoffer‚Ķ :joy:

Im Jahre 2007 wurde die Domain share-online.biz durch Manuel C. aus Aachen bei ebay erworben. Im Jahre 2009 wechselte der eingetragene Inhaber auf die Xlice Corp. aus Belmopan, Belize. Das Land Belize in Zentralamerika gilt als Offshore- und Steuerspar-Paradies; der Name Xlice wurde von Manuel C. schon vorher benutzt, allerdings f√ľr einen sogenannten Spreading-Service. Kennzeichnend f√ľr einen solchen Service ist, dass eine Datei mit einem Upload auf mehrere Dienste verteilt werden kann.

Dass als Besitzer der Domain zunächst eine Xlice AG (Aktiengesellschaft**!!!**) eingetragen war, mag in diesem Zusammenhang wie eine Randnotiz wirken. Hieraus ergibt sich jedoch ein entscheidender Hinweis. Irgendwann muss jemand bemerkt haben, dass es die Unternehmensform einer Aktiengesellschaft in Belize gar nicht gibt. Wohl unfreiwilligerweise hat man hiermit den Wink gegeben, dass Akteure aus Deutschland hinter Xlice stehen könnten.

Dass es sich bei der Xlice Corp. allerdings nicht um ein real existierendes Unternehmen handelt , war auch eine der Erkenntnisse der ZEIT-Redakteurin Kerstin Kohlenberg im Jahre 2013, als sie sich im Zuge eines Artikels √ľber die Piraterie des Films ‚ÄěCloud Atlas‚Äú tats√§chlich nach Belmopan begab, dort aber nur auf die Verwaltung einer Briefkastenfirma traf. M√∂gliche Schreiben zu Rechtsanspr√ľchen Gesch√§digter landeten also maximal in einem Postfach in Mittelamerika, wo ihnen naturgem√§√ü wenig Aussicht auf Erfolg beschieden war. Frau Kohlenberg war bereits damals auf der richtigen Spur, als sie mit dem Unternehmen Online Media 24 Ltd. in Aachen in Kontakt trat. Dieses war zuvor als Empf√§nger von Zahlungen an Share-Online aufgetaucht ‚Äď Gesch√§ftsf√ľhrer (Director) der britischen Ltd. ist ebenfalls Manuel C. aus Aachen, der 2007 die Domain Share-Online.biz erwarb. Auf telefonische Anfrage gab man ihr seinerzeit zu verstehen, dass man lediglich die Buchhaltung f√ľr ein Unternehmen aus Belize erledige.

Ich glaube eher nicht, dass selbst die professionellsten Eierdiebe, mit der Causa SO vergleichbar wären!!

:wink: :rofl:

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Da wäre ich mir nicht so sicher. Seinerzeit bei FTP-Welt wurde auch gegen die Downloader ermittelt:

Die Staatsanwaltschaft M√ľhlhausen/Th√ľringen ermittelte nach Schlie√üung des Portals gegen Tausende solcher Kunden. Insgesamt hatte das Portal 45.000 registrierte Kunden, unter denen sich 17.500 zahlende Kunden befanden. Die meisten von ihnen zahlten ihre Rechnungen per Kreditkarte, alternativ hatte FTP-Welt auch die Bezahlung per Telefonrechnung angeboten. Zur Ermittlung der Personalien von √ľber 15.000 Kunden schrieb das Landeskriminalamt Th√ľringen bundesweit 1.009 Banken an. Unmittelbar nach der Verhaftung der Betreiber von FTP-Welt meldeten sich die ersten Nutzer des Service telefonisch bei den Strafverfolgungsbeh√∂rden, teilweise kam es zu sofortigen Selbstanzeigen.
Quelle

Dass SO eine offensichtlich illegale Plattform war ist allen Beteiligten klar, sonst w√§re sie nicht gebusted worden. Zus√§tzlich sind OCH mit diesem Gesch√§ftsmodell mittlerweile als illegal eingestuft. Niemand muss dir nachweisen, dass du wirklich was illegales gemacht hast. Sonst m√ľsste die Polizei ja direkt neben dir stehen, wenn du deinen Computer benutzt.

@acherontia Vielleicht dauern die Ermittlungen bei SO ja deswegen so lange, eben weil die Behörden besseres zu tun haben?

Ich hab meine Glaskugel gegen einen RA f√ľr Strafrecht ausgetauscht! :wink: Und der sagt eindeutig:

Die Verjährungshemmung

In der g√§ngigen Praxis kommt des √Ėfteren auch das Mittel der Verj√§hrungshemmung zum Einsatz. Dies bedeutet, dass ein gewisser Hemmungsgrund den Stillstand der Verj√§hrung nach sich zieht. Der Zeitrahmen, in dem der Hemmungsgrund eingetreten ist, wird in die Frist der Verj√§hrung ausdr√ľcklich nicht ber√ľcksichtigt !!

Welche Hemmungsgr√ľnde f√ľr die Verj√§hrung gibt es?

Es gibt auf der Grundlage des deutschen Gesetzes zahlreiche verschiedene Hemmungsgr√ľnde.

Die g√§ngigsten Hemmungsgr√ľnde sind

  • ein vertraglich vereinbartes Leistungsverweigerungsrecht einer Partei
  • das sogenannte schwebende Verfahren
  • Ma√ünahmen der Rechtsverfolgung (Achtung: gewisse Vollstreckungsma√ünahmen k√∂nnen einen Neustart der Verj√§hrung mit sich bringen)
  • das Vorliegen von h√∂herer Gewalt

Ein sogenannter Stillstand in der Rechtspflege aufgrund von Personalmangel gilt ausdr√ľcklich als h√∂here Gewalt‚Ķ!!

In diesem komplexen Fall auf Verjährung oder Regelverjährung zu hoffen oder abzuwarten, wird garantiert nicht die beste Option sein!
BTW → Im Strafrecht sind die Hemmnisse der Verjährung auch noch einmal ganz devizil aufgedröselt. Jede Einreichung von Beweismitteln oder Anträgen durch die Ermittlungsbehörden, die Staatsanwaltschaft bei Gericht, lässt z.B. die ganze Prozedur wieder von vorne losgehen etc. pp. !!

Vielen Dank f√ľr den erleuchteten Rat, geehrter Herr Solmecke.

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