Kommentare zu folgendem Beitrag: PrivadoVPN im Test – hält der Schweizer Anbieter, was er verspricht?
Da ich sowieso gerade auf der suche nach einem neuen Anbieter bin, werde ich diesen mal Testen.
Besten Dank!
Mit der Möglichkeit, bis zu 10 Geräte gleichzeitig zu nutzen, punktet PrivadoVPN zusätzlich. Dennoch muss man ganz klar sagen, dies ist bei Weitem kein Alleinstellungsmerkmal! Denn einige VPN-Anbieter locken sogar mit der Möglichkeit, unendlich viele Geräte gleichzeitig betreiben zu können.
Ich glaube, da wurde etwas verwechselt?! Privado gibt an, dass unendlich viele Geräte gleichzeitig registriert werden können. Allerdings sind dann nur bis zu 10 parallele Verbindungen inkludiert!
Nein, ich habe mich an die Aussage von Privado gehalten, mit der sie auch Werbung machen. https://privadovpn.com/de/features/access-on-multiple-devices/ „Bis zu 10 Geräte mit einem VPN Konto.“
Übersetzungsfehler finden sich auf deren Seite immer wieder … würde mich also nicht wundern, wenn der Fehler bei denen liegt.
Vielleicht hat Privado auch nur einen Logik-Fehler?! Denn 10 Geräte, die parallel mit dem Netz verbunden sind, ergeben ja zwangsläufig dann auch 10 Verbindungen parallel…
1,99 EUR/Monat für 24 Monate
Weiss jemand ob die RAM Disk verwenden?
Laut vpntester.org hat Privado keine RAM-Only Server am Start!
Das Problem mit Privado ist, dass mittlerweile alle Server mit falschen GEOIP Daten aus Amsterdam, Frankfurt, Los Angeles und Ashburn betrieben werden.
Woher hast du diese Info denn? Selbst betroffen?
Das kann an Privado liegen, muss es aber nicht zwangsläufig! Genauso gut kann nämlich sein, dass das Tool, die Site oder beispielsweise der Streaming-Dienst, mit veralteten IP-Datenbanken (z.B. Maxmind) arbeitet und deshalb diese Rückantworten liefert.
Einfach mal auf https://bgp.tools / https://check-host.net gehen und eine Privado Server IP/Domain eingeben (z.B. ist-009.vpn.privado.io). Nicht alle GeoIP Datenbanken sind aktualisiert jedoch steht bei DB-IP z.B. immer der neue Fake Standort. Jetzt einfach mal einen Ping auf Check-Host machen und sich fragen, wie von Frankfurt der Ping in die Türkei 1-2ms sein kann. Dann einen Traceroute machen um zu erfahren, dass es auch nur nach Frankfurt selber geht.
Ich komme nach deinem Beispiel, von Frankfurt nach Istanbul, im Schnitt auf 118 - 120 ms!
Die vier Standorte, die du oben nennst, sind nicht die tatsächlichen Server-Standorte, sondern die Standorte der genutzten BGP-Router, die nur untereinander kommunizieren. Damit kann Privado (als ASN) mit seinen „benachbarten“ ASNs Daten austauschen. Du kannst das BGP-Routing nicht mit dem normalen „Internet-Routing“ eines priv. Benutzers gleichsetzen, denn…
Kurzer Hintergrund:
BGP ist ein Exterior Gateway Protocol (EGP), das zur Durchführung von Domain-übergreifendem Routing in TCP/IP-Netzwerken verwendet wird. Ein BGP-Router muss eine Verbindung (auf dem TCP-Port 179) zu jedem der BGP-Peers herstellen, bevor BGP-Updates ausgetauscht werden können. Die BGP-Sitzung zwischen zwei BGP-Peers wird als externe BGP (eBGP)-Sitzung bezeichnet, wenn sich die BGP-Peers in unterschiedlichen autonomen Systemen (AS) befinden. Eine BGP-Sitzung zwischen zwei BGP-Peers wird als interne BGP (iBGP)-Sitzung bezeichnet, wenn sich die BGP-Peers in denselben autonomen Systemen befinden.
Standardmäßig wird die Peer-Beziehung mit der IP-Adresse der Schnittstelle hergestellt, die dem Peer-Router am nächsten liegt. Wenn jedoch der Befehl neighbor update-source verwendet wird, kann eine beliebige betriebliche Schnittstelle, die die Loopback-Schnittstelle (in deinem Beispiel dann die 91.148.239.80) umfasst, angegeben werden, um TCP-Verbindungen herzustellen. Diese Methode des Peering mit einer Loopback-Schnittstelle ist nützlich, da sie die BGP-Sitzung nicht beenden kann, wenn es mehrere Pfade zwischen den BGP-Peers gibt. Andernfalls würde die BGP-Sitzung abgebrochen, wenn die zur Einrichtung der Sitzung verwendete physische Schnittstelle ausfällt. Darüber hinaus können auf den Routern, auf denen BGP mit mehreren Verbindungen ausgeführt wird, die Last über die verfügbaren Pfade verteilt werden.
BGP ist also ein optionales Feature für routenbasierte VPN-Gateways, welches von fast allen Anbietern eingesetzt wird!
Schau dir das Ganze mal hier an z.B.: https://stat.ripe.net/special/bgplay#bgplay_fetch.resource=91.148.239.80
…oder noch besser hier: https://he.net/
das bzw. etwas weniger evtl. sogar wäre von Deutschland aus nach Istanbul zu erwarten.
Jetzt schaut man sich z.B. im Looking Glass von Gcore den Ping von Frankfurt und von Istanbul zu 91.148.239.80 an. Von Frankfurt aus 0.743ms avg. jedoch von Istanbul aus 117ms. Das heißt, der Sever in Istanbul muss sich zu dem Server in Frankfurt (der laut Privado eigentlich aus Istanbul ist verbinden und hat deshalb einen sehr hohen Ping). Der Server in Frankfurt ist allerdings gleich um die Ecke und erreicht den Server von Privado in unter einer ms. Damit die Server allerdings trotzdem als Istanbul etc. Server durchgehen, wurden bei den GeoIP Datenbanken falsche Einträge hinterlegt. Selbst wenn Privado nur einen Router in Frankfurt, Amsterdam etc hätte müsste es trotzdem eine Leitung nach Istanbul zum richtigen Server geben und diese würde weitere Latenz hinzufügen, da der Traffic nur in Frankfurt übergeben werden kann. Es ist nicht möglich, einen Server in der Türkei von Frankfurt aus (routing über Frankfurt only) in unter mehreren ms zu erreichen. Allerdings setzt Privado nur auf Server in 4 Städten weltweit. Die Socks5 Proxys werden alle von einem Standort in den USA betrieben, egal welches Land man ausgewählt hat.