Zum Thema No-Log Zertifizierungen von VPNs

Am Ende ist die beste Möglichkeit, wie so oft, selbst zu hosten.

:metal:

Das aber ist keine Lösung, die jeder umsetzen kann. So ganz ohne technische Kenntnisse geht das nicht so einfach…

Das Aufsetzen eines eigenen VPN-Servers auf dem Raspberry Pi ist keine Raketenwissenschaft.

Einfach mal Dr. Google befragen…:question::scream:
Mit den richtigen Zauberwörtern findet man da locker hunderte „Step by Step“-Anleitungen, um einen eigenen VPN-Server zu runnen.:+1:

Das Problem bei den allg. Internet-Benutzern ist halt, dass mind. 75-80% (plus) überhaupt keine Ahnung haben, was sie dort machen!!
Geschweige denn, dass diese wissen, was ein VPN, VPS, dedizierter Server, RasPi usw. bedeutet. Ohne dieses Wissen, fehlen natürlich auch die sogenannten Zauberwörter, um Guuble zu füttern!
Zwischen Raketenwissenschaft und absoluter Ahnungslosigkeit, gibt es halt noch sehr viele Abstufungen innerhalb der Kenntnisstände…
Bei diesen Nutzern ist ein VPN-Gate, ein VPN auf RasPi oder der eigene, gehostete VPN-Server eher eine Fantasie als echte Realität!

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So schauts aus. Anonym wäre noch Handy ohne gültige Nutzer Stammdaten. Ging ja früher sehr einfach. Heutzutage mit kleiner Hürde umzusetzen.

Danke LTE zwar schon ein Geschwindigskitsvorteil gegenüber UMTS früher, wegen des aber doch recht meist mauen inklusive Volumens nicht gerade was für Hardcore-Leecher…

Apropos leech. Anti-Leech hatte damals mit was ähnlichen geworben. Später sah man, wo das hinführte.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viel Mühe er in ein Projekt investieren will, um sein Ziel zu erreichen.

Tun sie das?

Wird es das? Und von wem?

Virtual Private Networks (VPNs) wurden entwickelt, um vertrauenswürdige Endpunkte über unsichere Netzwerke zu verbinden. Ein VPN schützt gegen folgende Angriffe:

  • Ein VPN schützt konzeptuell gegen Angreifer, die nur den verschlüsselten VPN Traffic beschnüffeln könnten. Das ist das Angreifermodell, welches die Grundlage für das Konzept ist.
  • Außerdem ändern VPNs die eigene IP-Adresse, die ein Internetdienst sehen kann. Ein VPN kann gegen Tracking anhand der IP-Adresse schützen und einige Geo-IP Sperren umgehen.
  • Ein VPN schützt NICHT gegen Angreifer, die neben dem verschlüsselten VPN Traffic auch den unverschlüsselten Traffic beobachten können, der hinter dem Server rauskommt. Als billige Anonymisierungsdienste sind VPNs daher NICHT geeignet.

Es gibt keinen Grund, einem VPN Anonymisierer mehr zu vertrauen, als einem Internet Zugangs­anbieter wie Telekom oder Vodafon oder …

Ein Angreifer (Behörde), der den Datenverkehr hinter dem VPN-Server beobachten kann, kann die IP-Anonymisierung relativ einfach durch Korrelation des Datenverkehrs umgehen.

https://epub.uni-regensburg.de/11919/

In der Praxis werden vergleichbare Techniken z.B. von der Firma Team Cymru eingesetzt, um sogenannte Bad Actors im Internet zu identifizieren, die glauben, sich hinter einem VPN-Server verstecken zu können und damit anonym zu sein. Man muss nicht alle VPN-Server weltweit selbst überwachen, sondern kann die benötigten Daten von den Backbone-Providern kaufen und dann zur Deanonymisierung der VPN-Nutzer auswerten.

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Die Szene sind auch hauptsächlich „Kleinkriminelle“. Urheberrechtsverletzung hat zumindest bei mir einen gänzlich anderen Stellenwert als Waffenschieber. Die Nutzen entweder TOR oder das Büro des Verteidigungsministers.

Von der fragwürdigen Mathematik abgesehen, sind Krankheiten wie DOCSIS auch ne super Variante ohne extra Geld die Effekte eines VPNs nutzen zu können.

Jo, Tor oder man putscht und übernimmt den Präsidentenpalast.

Mit dual-VPN machst du es im Zweifel noch schlimmer, da VPN-zu-VPN Kommunikation ein eher ungewöhnliches Muster darstellt und so die Korrelation vereinfacht.

Wenn es dir nur um das Raubmordkopieren geht, dann zieh dir Hide.me und leb mit dem Restrisiko.

hide.me gibt nichts raus, weswegen sie ja ihren Hauptsitz in Malaysia haben. Und die Geschäftsleitung lebt dort wirklich. Immer wieder lustig, wenn ich von den großen Anbietern von ihren Büros in England oder EU-Staaten E-Mails bekomme, wo der Hauptsitz ja angeblich weit abseits sein soll …

Um Waldorf/ Frommer den Mittelfinger zu zeigen ist das ok, aber wenn man plant an der DEA vorbei zu kommunizieren eher nein!