Strafe für Gewaltvideos: Beihilfe, unterlassene Hilfeleistung & Körperverletzung


Kommentare zu folgendem Beitrag: Strafe für Gewaltvideos: Beihilfe, unterlassene Hilfeleistung & Körperverletzung

Ich würde lieber die Unterlassene Hilfeleistung in Kauf nehmen, als von einer Horde Machetenmongos niedergeknüppelt zu werden.

Es gibt viele Beispiele der vergangenen Monate, die zeigen, dass Zivilcourage oft das eigene Leben kostet.
Es ist aber oftmals auch Situationsabhängig.

Strafgesetzbuch (StGB)

§ 323c Unterlassene Hilfeleistung; Behinderung von hilfeleistenden Personen

(1) Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer in diesen Situationen eine Person behindert, die einem Dritten Hilfe leistet oder leisten will.

Demnach kann man die Hilfe versagen, wenns einem selber zu gefährlich ist! :wink:

Heute in einem „Streit“ zwischen Leuten einzuschreiten, kann tatsächlich schnell nach hinten gehen… Da wird aus dem „Helfer“ schnell das „Opfer“.

ABER - Was mir wichtig ist:
Falls ihr eine bedrohliche Situation als solches erkennt, setzt bitte einen Notruf ab… (selbst das - ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich).
Es kostet nichts, und kann Leben retten!

PS. Gab mal vor 1 Jahr einen Fall bei Aktenzeichen XY ungelöst, da lag ein schwer verwundeter Obdachloser, der zusammengetreten wurde, stundenlang rum…, und ist erst nach ca. 4 Stunden gefunden worden.
(war aber zu spät, ist dann verstorben)

Der Bereich wo die Tat passierte, wurde Videoüberwacht und zig Leute haben den schwer Verwundeten gesehen, und keiner hat reagiert…
Sowas muss nicht sein!

PS. Gefühlt hat die Empathie (Mitgefühl für andere) in den letzten Jahren abgenommen, und die „Verrohung“ nimmt zu…

1 „Gefällt mir“

Komme aus HB, der Stadt wo gemessen an der Einwohnerzahl Bundesweit die meisten Straftaten geschehen, 89.000 2024. Ich lebe in einem ruhigen Stadtteil aber die Gegend hier um den Hauptbahnhof bis zum Steintor-Viertel meide ich seit Jahren schon wie die Pest. Und wenn es sich nicht vermeiden lässt, ich bin da ganz ehrlich, bin ich illegalerweise bewaffnet. Das war damals vor über 30 Jahren schon gefährlich besonders in gewissen Gegenden, ich saß mal in einer Nacht in einer Gaststätte nähe Bahnhof hier, die werde ich nie vergessen. Es kam eine Person herein und machte gleich heftig Ärger, griff den Gastwirt an der daraufhin seinen Rottweiler einsetzte, die Person zog noch ein Messer und ging trotz Bisse in die Beine auf den Wirt los, der zog eine Waffe und erschoß den Angreifer. Musste damals vor Gericht als Zeuge auftreten und sagte klipp und klar das ich auch so gehandelt hätte. Rotlicht Millieu, da hat man keinen Waffenschein, und der Wirt bekam eine heftige Strafe weil eine Notwehr so nicht funktioniert, er hätte in die Beine feuern müssen. Seit diesem Tag war mir bewusst das man nach so einer Lage besser das Weite sucht in Deutschland. Opfer stehen immer schlecht da und den Tätern geht es hinterher viel zu gut!

1 „Gefällt mir“

Ach jaaa HB.
Anfang der 2000er mußte ich fast zwei Jahre dort im Bahnhof immer umsteigen. Und da ja bekanntlich soviel Verlaß auf die DB ist, war der Anschluß natürlich oft genug schon weg. Dann durfte ich mir dort über zwei Std. die Zeit vertreiben - Was ich da alles gesehen habe, im und um den Bahnhof herum, reicht für mind. eine 150-teilige Crime-Horror-Psycho-Serie (FSK ab 18 natürlich!).