Polizei nutzt Databroker: Überwachung ohne Richterbeschluss?


Kommentare zu folgendem Beitrag: Polizei nutzt Databroker: Überwachung ohne Richterbeschluss?

Die Polizei nutzt Databroker und kauft offenbar Standortdaten aus Apps. Datenschützer warnen vor Überwachung ohne Richterbeschluss.

Ich weiß schon, weshalb mein GPS so gut wie immer aus ist, und ich keine öffentlichen WLAN-Netze verwende.

Ebenfalls ein weiterer Grund, Werbeblocker auch außerhalb des Heimnetzes zu verwenden.
Am besten eine VPN nach Hause herstellen und aus dem Heimnetz auch von unterwegs surfen.

:+1:

Dito. Die Handy-Gen sieht das allerdings komplett anders!

Würd auch mal gern so eine datenbank anguckkken,… ist bekannt welche verwendet werden oder von wo…? Eine Leseprobe wär ausreichend , bloss mal reinschaun :slight_smile:

Ich nutze so gut wie es geht „Open Source APPS“ kann „BlockADS“ empfehlen in F-Droid Store. WIr gehen echt in Richtung DDR so schlimm.

https://datarade.ai/

:wink:

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der unrechtsstaat wird ja immer intensiver.

naja, ich kann da den f-droid store empfehlen, den dort bekommt man das programm (viele würden jetzt app schreiben) tracker controll. das teil ist gar nicht so verkehrt, aber man merkt bei nutzung das einige programme, wo man das nicht denken würde, dann plötzlich nicht oder eingeschränkt funktionieren.

aber zum thema, ich bin der meinung das eine massnahme die einen richtervorbehalt haben, eben genau das haben: ein richter muss dem zustimmen. tut der staat dies nicht, dann handelt er komplett illegal. ist also nichts weiter als noch ein krimineller. umgekehrt bedeutet es aber auch, ein richter könnte dem zustimmen und schon ist es legal die daten zu erwerben.

100% zustimmung.
Eine „Applikation“ ist ein Programm, und da ich schon Programme entwickelt habe, bevor man Denglisch „App“ sagte, bleibe ich bei Programm.

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ADINT kann dabei helfen, folgendes aufzudecken:

  • Werbetreibenderidentität – Marke, politischer Akteur, Mantelseite, Partner, App-Herausgeber, Händler.
  • Finanzierungsstelle – wer die Anzeige bezahlt hat, sofern die Plattformen dies offenlegen.
  • Kampagnen-Timing – Erstauftritt, letzter Auftritt, Kampagnenspitzen, saisonale Angriffe.
  • Geografischer Fokus – Länder, Regionen, Liefermärkte, Sprachausrichtung.
  • Kreative Strategie – Bilder, Videos, Aussagen, Aufhänger, emotionale Rahmung, Handlungsaufforderung.
  • Erzählmuster – wiederkehrende Argumente, angstbasierte Behauptungen, Betrugsmotive, Desinformationsstrategien.
  • Technische Testumgebungen – Landingpages, UTM-Parameter, Tracking-Pixel, Redirect-Ketten, CDN-Assets.
  • Plattformabdeckung – ob eine Kampagne auf Meta, Google, TikTok, LinkedIn, X, Snap, Microsoft, Pinterest, Amazon usw. aktiv ist.
  • Risikoindikatoren – Identitätsdiebstahl, irreführende Haftungsausschlüsse, verdächtige Domains, wiederholte Änderungen der Landingpage, Klonmarken, Umgehung von Richtlinien.

ADINT wird erst dann wirklich leistungsstark, wenn man es mit klassischer OSINT kombiniert: Domain-Recherche, passives DNS, WHOIS/RDAP, Archiv-Snapshots, App-Store-Recherche, Social-Media-Profil-Mapping, Unternehmensregister, Datenbanken für Betrugsmeldungen und Medienbeobachtung.

Ethische Regeln – nicht verhandelbar:

ADINT verwenden für:

  • Recherche in öffentlichen Werbebibliotheken
  • Markenschutz
  • Desinformationsüberwachung
  • Betrugs-/Malvertising-Erkennung
  • Kreative Wettbewerbsanalyse
  • Politik- und Wahltransparenz
  • Verbraucherschutzforschung
  • Plattformverantwortung

ADINT darf nicht verwendet werden für:

  • Überwachung von Privatpersonen.
  • Kauf oder Nutzung von vermittelten mobilen Werbe-IDs zur Lokalisierung von Personen.
  • Schaltung von Anzeigen zur Geofencing des Wohnorts, Arbeitsplatzes, Krankenhauses, der Schule oder eines geschützten Ortes einer Person.
  • Erhebung sensibler personenbezogener Daten.
  • Umgehung von Plattformkontrollen, Authentifizierung, Ratenbegrenzungen oder rechtlichen Beschränkungen.

Plattformnative Quellen:

  • Meta-Werbebibliothek
  • Google Ads Transparenzzentrum
  • TikTok-Bibliothek für kommerzielle Inhalte / Kreativzentrum
  • LinkedIn-Anzeigenbibliothek
  • X-Anzeigen-Repository
  • Microsoft Ad-Bibliothek
  • Snap-Bibliothek für politische Anzeigen
  • Pinterest-Anzeigenarchiv
  • Werbe-Repository im Apple App Store
  • Amazon Ad Library API
  • Booking.com-Anzeigenverzeichnis

Github-Liste für ADINT:

Guter Ansatz, aber hilft leider nur begrenzt. Dein Mobilfunk-Provider weiß dank der Funkmasten ziemlich genau, wo du dich aufhältst. Die Daten werden ebenfalls erfasst und verkauft. Um das zu vermeiden, müsstest du komplett in den Flugmodus schalten. Man kann der Weitergabe der Ortung widersprechen (Opt-Out), aber ob das etwas bewirkt, kann man ja nicht kontrollieren. Wenn du es doch versuchen willst: https://www.pc-fluesterer.info/wordpress/2025/07/01/verkauf-der-bewegungsprofile-durch-mobilfunk-provider-widersprechen/
Andererseits: Apps, die GPS abfragen, kann man mit Fake Traveller oder Private Location täuschen. Ich halte mich meist irgendwo in Afrika auf (damit die Zeitzone zu meiner passt, sonst kommt die Nachtfärbung zur Unzeit :wink:).

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Die Dreieckspeilung ist mir schon klar, wird auch durch die Polizei bei Straftaten ausgewertet.

Dennoch handelt es sich hierbei um etwas komplett anderes, als die „Jedermanns“ Auswertung über Werbung oder WLan netze.

So könnte jeder Hansel über die Auswertung des WLANs und z.b. dieser Seite https://wigle.net/ deinen Standort ermitteln.
Die Daten der Funkzellen sind nicht so einfach für jeden zugänglich.

Das stimmt, aber im ursprünglichen Beitrag ging es ja auch nicht um „jeden“, sondern um Kauf und Benutzung von Bewegungsprofilen durch die Polizei. Und die Databroker bekommen ihr Futter eben auch von Mobilfunk-Providern, ermittelt über die Funkmasten. Dagegen hilft abschalten von WLAN genau nichts.

Nein, im Beitrag geht es um die Auswertung der Daten aus Werbenetzwerken und Bewegungsprofilen die aus den Werbetracking heraus ausgewertet werden können.

Damit sind nicht diese Daten der Werbetracker, sondern die Provider gemeint.
Und genau diese Daten bekommen sie hier eben nicht, sondern die Behörden Kaufen die ausgewerteten Daten der Werbeindustrie.
Provider Anfragen gibt es eben gegen gesetzliche Voraussetzungen.
Databroker daten aus Werbenetzwerken gibt es gegen Bares, basieren aber nicht oder nur bedingt auf Provider Daten.

Je nach Databroker kann die Datenbank unterschiedliche Daten aus unterschiedlichen Quellen enthalten.

Wie auch immer, ändern kannst du es so oder so nicht.
Auf jeden fall muss ich trotzdem, weil es sich nicht verhindern lässt, absichtlich noch Tür & Tor offen lassen.

Nur weil ein Einbrecher die Fähigkeit hat, eine Haustür aufzubrechen,
kommt auch niemand auf die Idee, sie einfach Offen stehenzulassen.

Manchmal schon…zum Test meiner „Bouncing Bettys“ (Höhen-Kalibrierung)
:laughing: :wink:

IMHO machen wir den zweiten vor dem ersten Schritt. Was mir bei der ganzen Diskussion zu kurz kommt ist, dass wir überhaupt nicht über das Erheben der Daten reden. Dort sollten wir zu erst ansetzen. Die Polizei nutzt was existiert. Das hat sie bei Corona Daten gemacht und macht es woanders auch. Aber warum ist es erlaubt diese Daten überhaupt zu erheben? Nur um die Wirksamkeit der Werbung zu verbessern? Ich würde behaupten Nein. Diese Daten werden einzig und anleine für Überwachungszwecke erhoben. Und wenn überhaupt, sollte das den staatlichen Akteuren vorbehalten sein und für einen privaten Anbieter illegal sein.

Naja…Datenerhebung als solches allgemein, stammt nunmal aus den Anfängen des Internet. Diese wurden erhoben, um zur rein technischen Verbesserung beizutragen und wurden von privaten Firmen manifestiert. Das ist halt bis heute gleich geblieben…nur das sich die technischen Gründe für diese Erhebung gewaltig geändert haben. Eigentlich hätte nur eine Regulierung der Gründe durch private oder staatliche Lenkung solche Auswüchse verhindert! Irgend eine Art von Regulierung ist eigentlich bis heute nicht wirklich gewünscht, da diese gegen den Grundgedanken eines „freien“ Internets steht. Diese „Freiheit“ wird halt mittlerweile durch Provitgier unterwandert und bis an die Grenze des Machbaren ausgenutzt! Das nun staatliche Behörden der Meinung sind, sich über ihren Dienstherren zu stellen, um sich in illegaler Weise die eigenen Arbeitsaufträge zu erleichtern, brauchts keinerlei Gesetze und deren Vertreter mehr auf der Welt.