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Meine Suche nach einem neuen VPN

Das kann ich nicht bestätigen, im Gegenteil. Bei mir funktioniert das Streaming problemlos, und auch Geoblocking lässt sich zuverlässig umgehen. Bei Mullvad sehe ich den Nachteil eher in der Anzahl der Länder, welche die Flexibilität beim Umgehen von Geoblocking stark begrenzt.

Mir sind wie gesagt DNS-Leaks aufgefallen, die mich ebenso erstaunt haben. Allerdings nicht bei jedem Server bzw. jeder Location.

Das Problem besteht ja meist in den Sessions, also was ein User bei einer bestimmten Session so gemacht hat. Das lässt sich am Ende der Leitung problemlos feststellen. Ich erinnere hier nur an die Abmahnwellen bei Torrent-Seeds. Hier wurde einfach geschaut, wer die Exe von Spiel XY seeded und die IP-Adresse dokumentiert. Die zugehörige Adresse bekam man vom Provider und schon ging die Abmahnung raus. D.h. wichtig ist in so einem Szenario lediglich, dass der VPN-Provider die IP-Adresse gar nicht einem bestimmten User zuordnen kann. Entweder, weil eine IP-Adresse mehreren Usern zugewiesen ist. Oder weil die Information, welche VPN-IP welcher „Real-IP“ wann zugewiesen war, nicht protokolliert bzw. schnell wieder gelöscht wird. Alles dahinter, also wie die Zahlung verläuft, ob ich dort im Forum diskutiere etc. ist eher zweitrangig, da die IP im Zweifelsfall zur Feststellung des Anschlussinhabers bereits ausreicht. Und wenn die IP nicht bekannt ist, kann ich als Forenuser auch mit der Session nicht in Verbindung gebracht werden.

Aktuell teste ich übrigens Hide.me. :wink:

Ich habe auch gehört, dass das Streaming mit Mullvad einwandfrei funktionieren soll. Das steht bei heise online falsch drin.

Bei mir mal so, mal so. Schweizer TV und Österreicher TV hat reibungslos funktioniert, BBC und Amerikanische Portale waren ein Glücksspiel. Ist allerdings auch schon länger als 6 Monate alt, die Erfahrung.

Die Erfahrung ist durchaus noch gültig. Allerdings betrifft das Thema „Glücksspiel“ aktuell so einige Anbieter. Ich habe bisher noch keinen Anbieter gefunden, der alle Streaming-Anbieter in jedem Land problemlos freischaltet. Oder wenigstens einen nachhaltig und zuverlässig unterstützt. Bei NordVPN gibt es z.B. Listen mit Servernummern, die aktuell Streamingdienst X oder Y unterstützen. Und das ändert sich auch immer wieder. Es ist eben ein ewiges Katz- und Mausspiel zwischen den VPN-Providern und den Anbietern von Inhalten. Auch Surfshark gibt momentan an, Probleme beim Streaming zu haben.

Eine Reihe von ausgeklügelten VPN-Blockier-Tools:

VPNs werden in der Regel verwendet, um die Server von Netflix zur Standorterkennung zu täuschen, indem Ihre Internetverbindung über eine IP-Adresse geleitet wird, die einem bestimmten Standort zugeordnet ist. Die meisten VPNs haben jedoch nur eine bestimmte Anzahl von IP-Adressen zur Verfügung. Wenn Sie also eine Verbindung herstellen, könnte Ihnen eine Adresse zugewiesen werden, die bereits von Hunderten oder Tausenden anderer Kunden verwendet wird.

Deshalb besteht die effizienteste Technik, die Netflix zum Blockieren von VPN-Verbindungen einsetzt, darin, einfach zu prüfen, ob die IP-Adresse, die Sie verwenden, mit einem VPN verbunden ist. Es gibt eine Vielzahl von Unternehmen, die Informationen über IPs sammeln. Sobald es offensichtlich ist, dass ein Nutzer einen VPN-Tunnel benutzt, wird seine Adresse in einer Datenbank als VPN-zugehörig markiert.

Sobald Netflix dies erkennt, blockiert es diese Adresse und manchmal auch andere IP-Adressen, die demselben Host gehören. Wenn Sie ein VPN für den Zugang zu Netflix nutzen möchten, wenden sich viele Menschen deshalb an Unternehmen wie ExpressVPN oder NordVPN. Diese Unternehmen unterhalten riesige Servernetzwerke und Zehntausende von IP-Adressen, die regelmäßig aktualisiert werden. Das bedeutet, dass die Chancen größer sind, eine IP-Adresse zu finden, die Netflix noch nicht als VPN-zugehörig erkannt hat.

Netflix erhöht den Einsatz:
Obwohl Netflix ständig daran arbeitet, neue Bereiche von VPN-IP-Adressen zu finden und zu sperren, sind die großen VPN-Anbieter ebenso fleißig und kaufen und vergeben frische, neue und noch funktionierende IPs.

Einige VPNs versuchen, der Aufmerksamkeit von Netflix zu entgehen, indem sie IP-Adressen von Privatpersonen verwenden - IPs, die normalerweise von einem Internetanbieter an einen Hausbesitzer vergeben werden. Das macht Sinn: Netflix würde auf keinen Fall eine Reihe von IP-Adressen von Privatpersonen blockieren und Tausende seiner eigenen Kunden sperren.

Doch im August 2021 hat Netflix genau das getan und den VPN-Zugang gesperrt, wobei Hunderttausende legitimer Netflix-Nutzer ins Kreuzfeuer gerieten.

Es ist noch nicht klar, ob Netflix diesen Weg weiterverfolgen wird, aber wenn es das tut, sieht es nach einer großen Eskalation in den Unblocking-Kriegen aus.

Unstimmige DNS-Server-Standorte verraten die VPN-Nutzung:
Eine weitere Methode, mit der Netflix die VPN-Nutzung erkennt und blockiert, ist die Überprüfung auf Konflikte zwischen IP-Adressen und DNS-Einstellungen (Domain Name Server). Auf einigen Geräten, häufig auf iOS- oder Android-Geräten, kann die Netflix-App Ihre DNS-Einstellungen überschreiben und Ihren echten ISP-Server offenlegen. Wenn Netflix diese Diskrepanz erkennt, wird es offensichtlich, dass Sie ein VPN verwenden.

Wenn Sie die Netzwerkeinstellungen Ihres Geräts ändern oder Ihre VPN-Verbindung auf Ihrem Router und nicht auf Ihrem Streaming-Gerät einrichten, kann diese Art von Erkennungssystem umgangen werden.

Wie erkennt und blockiert Netflix die VPN-Nutzung?
Netflix möchte nicht, dass seine Nutzer Sendungen und Filme in Regionen streamen, in denen Netflix keine Lizenz für den Vertrieb hat. Um dies zu verhindern, achtet Netflix auf Verbindungen, bei denen der Standort des DNS-Servers nicht übereinstimmt, sowie auf IP-Adressen, von denen bekannt ist, dass sie zu VPNs gehören.

Hide.me

Hinter Hide.me steckt eine malaysische Firma namens „eVenture Ltd.“. Entgegen anderer VPN-Anbieter will man hier wohl genauso anonym wie die User sein. Denn sehr viel habe ich über die Hintergründe der Firma, die verantwortlichen Personen oder die Firma an sich nicht herausgefunden. Lediglich zum Gründer, Sebastian Schaub, gibt es ein paar Artikel wie diesen hier. Der Standort Malaysia ist ein halb sympathisches Durcheinander aus einem Land mit „unvollständiger Demokratie“, „schwieriger Pressefreiheit“ und einem Freiheitsindex von „teilweise frei“. Aber wenigstens geht man von einem stabilen Staat aus und Malaysia gilt als „privacy safe haven“, da es weder den 5, 9 oder 14 Eyes-Ländern angehört. Nur die engen Beziehungen zu China werden manchmal als kritisch bewertet.

Hide.me gehört nicht zu den ganz bekannten Anbietern, ist aber bereits knapp neun Jahre am Markt und deshalb kein Branchenneuling mehr. Obwohl immer wieder positiv erwähnt wird, dass Hide.me komplett deutschsprachig ist und es sogar deutschsprachige Mitarbeiter bei Hide.me gibt, ist der Anteil der Besucher aus Deutschland relativ klein. Erstaunlicherweise scheint der Anbieter aber bei Indern sehr beliebt zu sein. Die drei Missions-Ziele sind: neben kostenpflichtigen auch ein kostenloses Angebot, damit jeder einen VPN nutzen kann. Hohe Performanz, damit man quasi nichts von der Nutzung eines VPN im Alltag bemerkt und ihn daher immer nutzt. Und eine einfache Bedienung, damit VPN einer möglichst großen Nutzergruppe zur Verfügung steht und nicht nur Techno-Nerds. Man ist also scheinbar auf einer Mission, die Anonymität im Netz befördern soll. Das zeigt auch der Umstand, dass immer wieder Audits oder Transparency-Berichte betont werden. Ja man ist wohl auch stolz darauf, mit der erste Anbieter zu sein, der Audits oder Transparency-Berichte überhaupt durchgeführt hat. Allerdings ist das einzige mir bekannte Audit von 2015 und eine kritische Rückfrage in der eigenen Community wurde bis heute nicht beantwortet.

Aber nun zu meinen Ergebnissen:

(W/O ist wie üblich der Speed ohne VPN)

Wie vielleicht nicht auf den ersten Blick erfasst werden kann, hat Hide.me verschiedene Preismodelle. Man kann ein Abo auf der Webseite machen und hat dann unlimitierten Traffic auf bis zu 10 Geräten gleichzeitig. Oder man schließt ein Abo in der Smartphone-App ab, zahlt u.U. dann deutlich weniger, kann diesen vom Traffic her ebenfalls unlimitierten Tarif aber nur auf diesem einen Gerät nutzen. Oder man nutzt Hide.me kostenlos und hat neben diversen Einschränkungen auch begrenzt Traffic (10GB pro Monat pro Gerät) und nur bestimmte Server zur Verfügung. Aber egal welchen Tarif man auch nimmt, der Speed war bei mir immer sehr gut, auch wenn die Leitung nie ganz ausgereizt wurde. Selbst bei ausländischen Servern waren Up- und Download durchweg top, nur der Ping ging mit der Entfernung des Servers etwas hoch. Die Desktop-App misst den Ping übrigens auch und zeigt ihn in der Serverliste an:

Dabei sind die Werte durchaus zuverlässig und auch für alle Server immer vorhanden. Da gab es oben ja einen Kandidaten, bei dem das überhaupt nicht funktioniert hat. Schön ist hier auch, dass man sich Favoriten unter den Servern anlegen kann. Allerdings kommen wir hier dann auch schon zu einem merkwürdigen Punkt. Der Anbieter wirbt mit 2000+ Servern in 75+ Locations. Länder sind jedoch nicht Locations, d.h. wenn man in einem Land in zwei Städten Verbindungspunkte hat, sind das zwei Locations. Also liegt die Zahl der Länder, in die man sich verbinden kann, deutlich unter „75+“. Aber selbst dann verstehe ich nicht, wie ich die „2000+“ Server überhaupt nutzen kann. Auch die Support-Seiten geben nur an, wie man Locations wechseln kann, nicht den spezifischen Server.

Aber vielleicht wird hier auch im Hintergrund rotiert, denn Netflix erlaubte den Zugriff, ebenso das von mir verwendete Testforum. Der BBC iPlayer erkannte den VPN aber und verweigerte das Abspielen. Das kann aber auch nur ein temporäres Problem gewesen sein, da man vielfach lesen kann, dass andere Tester den iPlayer problemlos nutzen konnten. Und auch wenn ich die Server durchweg auf ein paar Blacklists gefunden habe, technisch waren sie wohl gut aufgesetzt, denn die DNS-Server passten in meinen Versuchen immer zur Server-Location des VPN und leakten nicht. Einen Ad-Blocker gibt es nicht, aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ein separater Ad-Blocker, zum Beispiel als Browser-Erweiterung deutlich flexibler einzusetzen ist.

Positiv finde ich durchweg die Apps, egal ob unter Windows oder auf Android. Sie liefen stabil, die Verbindungen wurden schnell hergestellt und das Ziel des Anbieters, dass man die Verwendung des VPN im Alltag nicht spürt, hat bei mir weitestgehend geklappt. Nur selten spürte ich den schlechten Ping, allerdings nur, wenn ich mich manuell auf einen entfernten Server verbunden hatte. Auch die Einstellungen sind umfangreich und dennoch verständlich dargestellt. Hier nur ein kleiner Einblick:

Das Icon im Windows-Tray hat mir besonders gut gefallen. Da gibt es ja teilweise grauenvolle Umsetzungen bis hin zu einem schwarzem Icon auf fast schwarzem Grund. Das Icon von Hide.me kann man hingegen in den Einstellungen farbig gestalten, was dann so aussieht:

Verbunden: image

Nicht verbunden: image

Verbindung wird ab- oder aufgebaut: image

Fazit: Hide.me gefällt mir gut. Die Performance ist gut, die Technik wirkt ausgereift und der Anbieter fiel mir bisher nicht durch dubiose Skandale auf. Die Anzahl der Server und Locations ist umfangreich, wenn auch nicht die beste Auswahl am Markt. Und die Features reichen von Wireguard über Kill Switch bis hin zu Split Tunnel und sind somit als umfangreich bzw. state-of-the-art zu bezeichnen. Auch Dual Stack (v4 und v6) wird unterstützt. Ich hatte über den gesamten Testzeitraum von über einem Monat nie Probleme mit dem Service. Manchmal vergaß ich sogar, dass ich ihn überhaupt nutzte.

Neben der Frage, wo die 2000+ Server sein sollen, stimmt mich aber auch die fehlende Transparenz der Betreiberfirma skeptisch. Auch der Preis, der selbst bei Aktionen mit langer Laufzeit selten unter 5 Euro geht, ist relativ hoch. Dafür gehört Hide.me aber auch nicht zu den zweifelhafte Anbietern wie ExpressVPN oder NordVPN, die in meinen Augen ein viel zu aggressives Marketing betreiben (Stichwort „Testsieger“). Hide.me wird hingegen oft das Verlinken von positiven Reviews vorgeworfen. Aber wer wäre nicht stolz auf gute Reviews und wer betreibt kein SEO? Kritisch finde ich lediglich die Superlativen auf der Homepage. So ist Hide.me z.B. nicht wirklich „der schnellste VPN“, hat dieses Prahlen aber aufgrund seiner durchweg tadellosen Performance gar nicht nötig. Schön ist hingegen, dass die Homepage keine Fremdtracker einsetzt, ebenso wie die Android-App.

Bezüglich der No-Logs-Policy könnte man höchstens noch skeptisch werden, weil Hide.me schließlich sowohl eine Begrenzung auf 10 Verbindungen hat, als auch im Free-Tarif das Datenvolumen beschränkt. Das sind alles Daten „per User“, also muss man hier wenigstens Zeitweise schon etwas loggen. Dazu kommt noch, dass Hide.me meines Wissens keine eigenen Server besitzt und sie lediglich sorgfältig auswählt, betreibt bzw. deren Sicherheit gewährleistet. Was auch immer das bedeuten mag.

Zusammenfassend ist Hide.me für mich durchaus ein interessanter Kandidat (allerdings hatte ich kürzlich eine recht miese Erfahrung mit dem Support). Technisch fand ich die App ebenso angenehm zu bedienen wie jene von Mullvad. Dafür bekam ich deutlich mehr Locations, zu denen ich mich verbinden konnte. Hinsichtlich Vertrauen haben für mich jedoch noch immer Anbieter wie Mullvad oder OVPN einen Vorsprung.

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HIDE.ME - Informationen noch 6 Tage online ^^

Norton Secure VPN

Ob nun Norton, Symantec oder Veritas, unter einem dieser oder der zahlreichen anderen Marken- bzw. Firmennamen ist dieses Unternehmen wohl jedem bekannt, der schon einmal mit Computern zu tun hatte. Die Geschichte dieser Firma geht ja auch bis in die Steinzeit der IT zurück, genauer gesagt bis ins Jahr 1982. Und wie es sich für eine ordentliche US-amerikanische Firma gehört, wurde in den Jahrzehnten bis heute mit zahlreichen Firmen kooperiert, verschmolzen, man hat sich getrennt und wieder Teile abgespalten. Den alten Hasen werden vor allem die 1990er noch im Gedächtnis sein, als Symantec-Produkte in der „Findungsphase“ waren. So wurden oft einfach Programme aufgekauft und in das eigene Programm als „neues Feature“ integriert. Dann eventuell fehlende Teile des Originalprogramms ließen sich teilweise mit Parametern wieder aktivieren, die in den Foren geteilt wurden. Berüchtigt waren die Programme dieser Firma aber vor allem, weil sie ein Windows-System komplett zum Erliegen bringen konnten. Vor allem die Deinstallation musste oft von erfahrenen Usern vorgenommen werden, wollte man nicht ständig Probleme mit fehlenden dll oder ähnlichen Dingen haben.

Mittlerweile nennt sich die Firma NortonLifeLock, da die Marke Symantec von Broadcom erworben wurde. NortonLifeLock hat seinen Firmensitz in Arizona, also den Vereinigten Staaten und ist damit im Kernland der 5-Eyes-Staaten beheimatet. Schaut man sich die Geschichte der Firma an, sieht man auch Verflechtungen zu den Big Playern der US-IT-Industrie wie IBM. Will man den amerikanischsten aller US-basierten VPN-Dienste (aus welchem Grund auch immer), dann ist man hier wahrscheinlich genau richtig.

Aber zunächst zu meinen Ergebnissen:

(W/O bedeutet wie immer Internetspeed ohne VPN)

Norton Secure VPN habe ich im Rahmen eines Abonnements von Norton 360 getestet, was kurz gesagt die Internet Suite von NortonLifeLock ist. Auf dem Android-Smartphone und einem iPad habe ich die separate App getestet, die wenigstens auf Android sechs Tracker enthält und mich auch sonst nicht gerade begeistert hat. Alternativ kann man auch die Norton 360 App verwenden, die hat nur fünf Tracker.

Auf dem iPad hat mich nach der Installation über WLAN der seit Jahren bekannte „Fehler 1005“ bei Aktivierung des Accounts begrüßt, weshalb zunächst keine Nutzung des VPN möglich war. Ein Wechsel zu mobilen Daten half bei mir, für Nutzer ohne LTE-Modul ist das natürlich keine Option. Mit aktiviertem VPN konnten Internetseiten dann aber leider oft entweder gar nicht oder nur sehr langsam geladen werden. So macht die Internetnutzung mit VPN also keinen Sinn. Weitere Tests, die ich über mehrere Monate vorgenommen habe, waren teilweise besser, aber bis heute habe ich kein konsistentes Nutzungserlebnis mit diesem Dienst.

Meine ermittelten maximalen Speedwerte sehen auf den ersten Blick prima aus. Allerdings waren die Uploadgeschwindigkeiten durch die Bank mittelmäßig bis schlecht und die Pingwerte teilweise unterirdisch. Alle Werte brachen vor allem dann gravierend ein, wenn man recht weit entfernte Locations wählte. Aber manchmal waren Verbindung wie z.B. zu einer UK-Location besser als eine nähere Verbindung. Insgesamt lässt sich also kaum nachvollziehen, welcher Server nun gerade eine gute Wahl ist. Erstaunt war ich dennoch, dass die App zirka 30 Länder zur Auswahl bietet. Das Fenster zur Auswahl des Landes ist aber nicht sonderlich praktisch konzipiert und lässt sich auch in der Größe nicht verändern:

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Auch gibt es am Anfang der Liste keine Suchfunktion, mit der man die Auswahl filtern könnte. Am Anfang der Liste steht lediglich ein Eintrag, mit dem man die Wahl des Servers der Anwendung überlässt.

Ansonsten war ich teilweise positiv überrascht. Netflix zeigte Kataloge von Deutschland, den USA und der Schweiz an und spielte die Titel ohne Fehlermeldung ab. Auch das Forum bemängelte nicht einen der gewählten VPN-Server und sogar der BBC iPlayer funktionierte tadellos. Am meisten hat mich erstaunt, dass ich keinen der getesteten Server auf einer Blacklist gefunden habe. Lediglich die DNS-Server haben mich etwas erstaunt. Mir scheint, hier werden einfach AWS-Server in den USA gemietet und die DNS-Einträge „umgebogen“. Ein Adblocker ist auch eingebaut, der genauso gut oder schlecht wie der von Surfshark oder NordVPN funktioniert. D.h. auch hier werden die googleadservices in den Google-Suchergebnissen blockiert.

Die Optionen sind recht spärlich. Ich war aber dennoch positiv überrascht, dass Funktionen wie ein KillSwitch oder Split Tunnel vorhanden sind.

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Enttäuscht war ich hingegen vom Stellenwert des VPN-Clients im Programm. Klickt man mit der rechten Maustaste auf das Icon von Norton 360, so taucht die VPN-Funktion hier nirgendwo auf:

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Zwar verbindet sich der VPN zuverlässig und automatisch beim Windows-Start, sofern man das so eingestellt hat. Und das Programm merkt sich sogar den zuletzt verwendeten Server und bleibt dabei. Am Tray-Icon und auch sonst kann man aber nirgendwo erkennen, ob man nun überhaupt verbunden ist oder nicht. Man muss erst das Hauptprogramm Norton 360 über „Mein Norton öffnen“ starten und sieht dann dort die benötigten Informationen:

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Fazit: Norton Secure VPN hat mich in manchen Aspekten positiv überrascht, in anderen aber wiederum enttäuscht. Insgesamt macht dieser VPN-Service somit einen sehr durchwachsenen Eindruck auf mich. Auch wirkt die VPN-Funktion noch unfertig, ja beinahe versteckt wie ein experimentelles Feature. Fast fühlte ich mich an die alten Tage erinnert, in denen irgendein Programm gekauft und krude als neues Feature in das eigene Programm integriert wurde. Zieht man noch die Firma und deren Location in Betracht, dürfte Norton Secure VPN nur für die wenigsten User interessant sein. Ja, an guten Tagen kann man offenbar Streaming-Dienste entsperren oder Geoblocking umgehen. Als zuverlässigen und vor allem anonymen VPN-Service würde ich Norton Secure VPN jedoch nicht bezeichnen.

Habe die Hide.me - Info mal um 365 Tage online verlängert…

HIDE.ME – Informationen / Infrastruktur

…bis September 2022

Vorab zur Info: Am Freitag kommt von hide.me ein Sonderangebot.

Danke für die Ankündigung!

Momentan scheint der Preiskampf ja immer heftiger zu werden. Surfshark für 1,90 EUR im Monat, Cyperghost ebenfalls, PIA für 1,84 EUR. Das ist schon arg billig.

Das ist aber die sich jährlich wiederholende Preisschlacht kurz vor „Black Friday“ und Konsorten…Bei manchen Anbietern ist anscheinend das ganze Jahr „Black Friday“. Da wechselt sich ein neues Angebot stetig mit einem alten ab, und die ursprünglich gelisteten Grundpreise sind nur noch Makulatur…

Ja, für manche scheint es immer einen Grund zu geben, „Sonderaktionen“ zu starten. Deshalb habe ich ja auch weiter oben positiv bei Mullvad angemerkt:

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Ich hatte gerade einen wirklich unangenehmen Support-Chat mit einem Mitarbeiter von Hide.me.

Zunächst wollte ich wissen, in wie vielen Ländern Hide.me Server hat, da die Seite bei Hide.me nach „Locations“ geht und nicht nach Ländern. Natürlich verwies mich der Mitarbeiter auf besagte Seite. Ich bat ihn dennoch um aktuelle Zahlen, denn ich dachte, dass dies doch sicher zum absoluten Standard eines Supports gehört. Er antwortete mir dann folgendes: „We Offer 1800+ dedicated servers with Gigabit speed in 72+ different locations“. Ich hatte zwar nach Ländern gefragt, aber gut. Auf zur zweiten Frage, die ich in meinem Erfahrungsbericht schon hatte.

So wollte ich wissen, ob ich in der Windows- oder Android-App direkt auf einen der „1800+“ Server zugreifen könne. Die darauf folgende Diskussion, die ich nur als „grenzdebil“ beschreiben kann, dauerte dann sage und schreibe 28 Minuten (sic), bis ich endlich die folgende Antwort bekam: „no you cannot connect to the specific server. But you can connect to specific location“.

Mir ist völlig schleierhaft, warum mir der Support 28 Minuten lang Geschichten aus tausend und einer Nacht erzählt hat, bei denen wahrscheinlich 99% von euch irgendwann mit „Kack die Wand an!“ reagiert und aufgegeben hätten. Letztlich war das eine wirklich ärgerliche und enttäuschende Erfahrung. Damit ist Hide.me in meiner Liste ein ganzes Stück nach unten gerutscht. Schade eigentlich, denn vor dieser Erfahrung war dieser Anbieter in meinen aktuellen Top 3.

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Mir scheint, das ist nicht ihre Stärke…

Und noch ein EDIT: gerade hatte ich das gleiche Gespräch mit dem Chat-Support von Surfshark. Was soll ich sagen? Fabelhaft! Der Mitarbeiter hat das Thema sofort verstanden und innerhalb weniger Minuten diese und weitere meiner Fragen beantwortet.

Tja, vielleicht war er auch nur so mitteilungsbedürftig, da du der erste Mensch warst in den letzten sechs Wochen, der den Chat genutzt hat :rofl: :rofl:
Und der Kollege dort hat vor lauter Langeweile, die letzten 240 Arbeitsstunden mit Nase bohren und Büroklammern verbiegen, totgeschlagen?

Das „Gespräch“ machte auf mich eher den Eindruck, als habe der Supportmitarbeiter a) keine Lust auf Support und war b) nicht darauf vorbereitet, auf tiefer gehende Fragen als „Was ist ein VPN?“ oder „Bin ich damit auch garantiert unsichtbar?“ zu antworten. Das Niveau bei Surfshark war hingegen von Anfang an „technischer“.

Adguard VPN

Bei Adguard denken die meiste User wahrscheinlich an den Adblocker oder an die diversen DNS-Server, welche die Firma seit vielen Jahren betreibt. Seit letztem Jahr bietet Adguard jedoch auch einen VPN-Dienst an, den ich mir nun angesehen habe. Die Firma selbst wurde 2009 in Russland gegründet, seit 2014 ist der Firmensitz jedoch auf der griechischen Seite von Zypern in Limassol beheimatet. Skandale sind mir persönlich keine bekannt. Es gab nur hin und wieder kleinere Vorkommnisse, von denen ein Credential Stuffing Incident noch zu den größeren gehört. Damals mussten alle User ihre Passwörter ändern und Adguard verbesserte die Sicherheit diesbezüglich. Heute prüft Adguard z.B. alle Passwörter gegen die Datenbank von „Have I Been Pwned“:

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(Die E-Mail-Adresse ist übrigens frei erfunden…)

Und man kann seinen Account zusätzlich mit 2FA schützen.

Aber nun zu meinen Ergebnissen:

(W/O bedeutet Internetspeed ohne VPN-Verbindung)

Von den Speedwerten war ich ehrlich gesagt überrascht. Gehört Adguard VPN damit doch zu den schnellsten Anbietern, die ich je getestet habe. Teilweise wurde auch der Upload komplett ausgereizt, was die Vermutung nahe legt, dass da sogar noch mehr Speed möglich wäre. International ist der Speed prinzipiell gut, nur manchmal laggen ziemlich weit entfernte Server merklich. Dafür gibt es aber auch Server wie die in Belgien, die in meinen Tests wahre Speedmonster waren. Und auch wenn ich wie üblich ein paar der Server auf Blacklisten gefunden habe, funktionierte der Zugriff auf Netflix und das Forum problemlos. Beim BBC iPlayer musste ich jedoch erst reconnecten, bis es dann aber auf den zweiten Versuch bereits problemlos funktionierte. Wieder mit exzellenten Speedwerten, dieses Mal natürlich des UK-Servers. Hier findet man übrigens eine Liste der unterstützten Streaming-Services und -Länder.

Überrascht war ich auch von den DNS-Servern, jedoch nicht nur in positiver Hinsicht. Schön ist, dass man in der Android-App, die übrigens keine Tracker enthält, in den Einstellungen einen DNS-Server wählen kann. Man hat hier die Wahl zwischen „normal“, ad-blocking, Familien-Filter und vielen weiteren DNS-Servern, auch von Drittanbietern. Man kann sogar seine eigenen Einträge hinzufügen. Ein Familienfilter leuchtet mir persönlich jedoch nicht ein. Denn da sich diese Einstellung nicht mit einem Passwort schützen lässt, ist deren Sinnhaftigkeit fraglich. In der Windows-App gibt es solche Funktionen hingegen nicht. Dafür passten die DNS-Server in den Leak-Tests erstaunlich häufig nicht zu den gewählten VPN-Locations.

Interessant finde ich in den Einstellungen der Windows-App die „Ausnahmen“ (in der Excel-Tabelle bezeichne ich das als „Selective Mode“):

So kann man eine Liste anlegen, die je nach Einstellung als White- oder Blacklist verwendet werden kann. In der Android-App gibt es hingegen mit den „App-Einstellungen“ eine Liste, in der man für jede App einzeln einstellen kann, ob diese über den VPN läuft oder nicht.

Dass der Service erst 2020 auf den Markt gebracht wurde, merkt man jedoch noch hier und da an manchen Stellen. Auf der Homepage sieht man zum Beispiel, dass die meisten Ressourcen ausschließlich auf den Adblocker Adguard verweisen bzw. diesen behandeln. Und in der App gibt es so grundlegende Fehler wie eine nicht funktionierende Serversuche:

Will man den Fehler melden, landet man übrigens immer wieder auf der Startseite der Homepage. Aber auch User des Adblockers Adguard haben es nicht sonderlich bequem, denn hier wird vom Kunden erwartet, dass er einen Bugreport in Github einstellt. Insgesamt ist der Support nicht gerade als „hoch verfügbar“ zu bezeichnen. So gibt es keinen Chat und der E-Mail-Support bittet per automatischer Antwort um Verständnis, dass die Bearbeitung der Anfrage 2 bis 5 Tage dauern wird.

Was ich recht schade finde, sind die fehlenden Verbindungsinfos in der Windows-App. Das sind alle Informationen, die angezeigt werden:

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Einen Adblocker hat man in der Windows-App übrigens nicht. Man kann aber natürlich gerne die Adguard-App installieren und auch zusätzlich bezahlen. A propos „bezahlen“: entgegen der Gepflogenheit anderer Anbieter gilt die Geld-zurück-Garantie von Adguard VPN nur für das Jahresabo, nicht für ein Monatsabo. Wer Adguard kostenlos nutzen will, der kann das auch tun. Es gibt eine Free-Version, die jedoch auf 3 GB Datenvolumen im Monat begrenzt und auf 20 Mbit/s gedrosselt ist.

Fazit: Der Speed ist überraschend gut und würde mir persönlich reichen. Nur die DNS-Server stimmen mich kritisch und der Support ist schlecht erreichbar und steht daher in dringenden Fällen nicht zur Verfügung. Auch die App macht noch einen unfertigen Eindruck. Selbst die Kontoinformationen sind nicht richtig synchronisiert. Richtig skeptisch wurde ich aber beim Lesen der „Privacy Policy“. Hier fühlt sich Adguard wohl EU-Recht verpflichtet und behauptet zwar, nur zum Betrieb eines VPN benötigte Informationen zu loggen, legt dies aber in meinen Augen recht weit aus. Abschnitte wie der folgende sind meines Erachtens zumindest diskussionswürdig:

Usage information. It is crucial for a VPN service to understand how much traffic you are using. That is why we collect data about how you interact with our services, how much traffic you’ve used, and for how long have you been using our services.

Und besonders spannend:

We retain Personal Data for as long as necessary to continue providing you with our products and services, or until you revoke your consent to share this information.

Quellen: ebenda

Insofern ist Adguard wohl in die Kategorie „durchwachsene Erfahrung“ zu stecken. Kein schlechter VPN-Service, aber auch noch weit vom Olymp der Anbieter entfernt. Und so einige Ecken und Kanten müssen sich noch rund lutschen. Mal sehen, wie sich der junge Service in den nächsten Jahren so entwickelt.

Ach ja, und noch ein Hinweis auf den Bezahlprozess. Man kann nur per Kreditkarte oder Paypal bezahlen. Und die Abwicklung erfolgt über eine Firma namens „Paddle“, die in folgenden Ländern Niederlassungen hat:

:uk: Paddle.com Market Limited: Judd House, 18-29 Mora Street, London, EC1V 8BT, United Kingdom
:ireland: Paddle Payments Limited: Core B, Block 71, The Plaza, Park West, Dublin 12, Ireland
:us: Paddle.com Inc: 3811 Ditmars Blvd, 1071, Astoria, NY 11105-1803, USA

Quelle: https://paddle.com/support/contact/

Nachtrag: fünf Tage nach meiner E-Mail an den Support habe ich leider noch immer keine Antwort erhalten. Zudem habe ich noch eine weitere Anfrage gestellt, die eine völlig idiotische Rückfrage enthielt: haben Sie den Client schon einmal neu installiert? Mit so einem schlechten Support und so langen Reaktionszeiten kann die Klärung einer Kleinigkeit Wochen (!) dauern. Völlig inakzeptabel!

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Ich habe die Tabelle nun einmal etwas angepasst:

image

Neu ist der Anbieter NordVPN am Anfang der Liste, da dieser die letzten drei Jahre mein genutzter Anbieter war und somit wenigstens in Teilen mein Benchmark ist.

Außerdem habe ich noch vier Kriterien hinzugefügt, die mehr oder weniger sinnvoll sein könnten. Zu den fragwürdigeren Kriterien gehört sicher die Frage, ob der Anbieter Server ohne Festplatten hat, also die Session im flüchtigen Ram hält. Das wird oft und gerne als Kriterium genommen, ob ein Anbieter Logs hat bzw. Informationen zugänglich sind, wenn Server beschlagnahmt werden. Dass es dieses Merkmal fragwürdig ist, sieht man bereits an der Ausprägung bei NordVPN. Laut Support werden ausschließlich Ram-only Server verwendet, was letztlich aber auch nicht gegen die Herausgabe von Daten geholfen hat. Wie auch, wenn der Anbieter kooperiert?

Das zweite Argument war meine persönliche Erfahrung mit dem Support des Anbieters. Hier habe ich ja mittlerweile alles Mögliche erlebt. Von unverschämten, über lustlosen bis hin zu total netten und kompetenten Mitarbeitern war alles dabei.

Gerade für das Umgehen von Geoblocking ist die Anzahl der Länder wichtig, die der Anbieter im Sortiment hat. Hier wird gerne mit „Locations“ geworben. Wahrscheinlich, weil man so mit größeren Zahlen werben kann, als wenn man die Länder angibt. Mich interessiert allerdings die Auswahl der Länder, weshalb ich dieses Kriterium mit in die Liste aufgenommen habe.

Und natürlich ist der Preis ein wichtiges Argument. Und wie man sieht, schwankt dieser auch ungemein. Deshalb habe ich den jeweils aktuell günstigsten Preis gesucht und dahinter angegeben, wie lange man sich für diesen Tiefstpreis vertraglich binden muss. Als Quelle dienten für mich Seiten wie stacksocia.com, reddit, comparitech und natürlich die Seiten der Anbieter selbst.

In den vorherigen Beiträgen habe ich die Liste entsprechend aktualisiert. Nur den Artikel zu OVPN konnte ich nicht mehr ändern. Hier machte mir die Forensoftware einen Strich durch die Rechnung. :wink:

Falls jemand Ergänzungen oder Korrekturen hat, immer her damit!

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Vielleicht noch den Punkt der Jurisdiction (Land des Firmensitzes / Hauptsitzes) hinzufügen, um zu wissen, welcher Rechtsprechung der Providerunterliegt…

Prima Idee, habe ich nun ergänzt.