Kommentare zu folgendem Beitrag: HateAid gGmbH: Fördergelder, Lobbyarbeit und die Macht hinter der Hilfe
Die Organisation HateAid hilft Betroffenen bei digitaler Gewalt. Doch die gGmbH vermischt dabei, was gar nicht zusammengehört. Ein Kommentar.
Die Organisation HateAid hilft Betroffenen bei digitaler Gewalt. Doch die gGmbH vermischt dabei, was gar nicht zusammengehört. Ein Kommentar.
Ich kann die Kritik im Artikel im Wesentlichen nicht nachvollziehen. Es wird bemängelt, dass HateAid zu viele verschiedene Dinge macht. Ich finde das dagegen hervorragend. Die Organisation hat die erforderliche Expertise und setzt diese für das Gemeinwohl ein.Ich fände es sehr schade, wenn HateAid diese Expertise verschwenden würde.
Der Artikel zitiert an vielen Stellen aus dem Transparenzbericht und aus anderen von HateAid veröffentlichen Informationen. Investigativer Journalismus war hier offentsichtlich nicht erforderlich. HateAid scheint in Bezug auf Transparenz also doch viel richtig zu machen?
Die Prozesskostenfinanzierung finde ich auf den ersten Blicken ebenfalls merkwürdig. Ein Urteil mag ich darüber aber nicht sprechen. Ich habe schlicht keine Ahnung, was hier üblich oder möglich ist.
Der Autor hat sichtlich ein schlechtes Gefühl bei den Tätigkeiten von HateAid. Das finde ich legitim. Handfeste Begründungen sehe ich dafür jedoch kaum. Meine Gefühle zu HateAid:
Der Verein gehört verboten ist aber nur meine Persöhnliche Meinung .
Ja der Autor hat leider nur festgestellt, dass der Verein irgendwie ein „Gschmäkle“ hat. Ich erkenne da aber durchaus noch mehr Problemchen:
Nach meiner Meinung ist Hateaid eine Organisation deren Hauptzweck es ist, Politiker vor Anfeindungen im Netz zu schützen - mit der Einschränkung, dass Anfeindung auch Kritik sein kann und Politiker aus dem „richtigen“ politischen Spektrum stammen müssen.
Edit: Typo
Wenn ich schon höre: interner Kriterienkatalog. Warum machen sie das nicht öffentlich?
Und warum haben wir bis heute keine Antwort auf unsere Presseanfrage erhalten? So viel von mir zum Thema Transparenz…
Beachtung ist keine Bringschuld, nur weil Sie ein paar Interviews mit entbehrlichen Gesprächspartnern führen konnten, entsteht daraus kein Anspruch gegenüber seriösen Unternehmen oder Personen. Dass Ihr sichtlich von Neid getriebener Text dabei die Erzählungen des rechten Randes übernimmt, wirft eher ein Licht auf Sie als auf Ihr Gegenüber
Mein Gott Lars, du bist doch Journalist.
Wer bitteschön erwartet denn bei einer 48h-Frist eine Antwort?
Das ist doch realitätsfremd.
14 Tage minimum. Das ist ein üblicher Wert wenn nicht gerade die Hütte brennt.
Und dann gleich noch ein „soviel zu Transparenz…“ zum nachtreten.
Also da bin ich jetzt echt etwas persönlich enttäuscht von dir. Da hätte ich schon mehr Professionalität erwartet.
Und bedenke bitte auch mal den Stellenwerts deines Magazins auf dem Medienmarkt - vor allem wenn du Anfragen mit solchen Fristen stellst. Wie ernst soll man sowas denn nehmen?
Und dann zum Inhalt des Artikels:
ich kann dem Kommentator partiuma hier nur zustimmen, ihr übernehmt einfach irgendwelche Erzählungen vom rechten Rand.
Also bitte, deine Meinung in allen Ehren, aber da suppt ja mehr unten raus als man oben jemals nachschütten könnte.
zu
Erzählungen des rechten Randes, nur weil wir eine öffentliche geförderte Organisation hinterfragen? Was für ein Bullshit, ehrlich!
Es sind jetzt 5 Tage vergangen. Ich wette, wir kriegen nicht mal in 20 Tagen eine Antwort - lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, sollte es anders kommen.
Wahrscheinlich bekommst du auch keine.
Wie gesagt: Relevanz & Frist, damit wäre der Fall für mich als Empfänger erledigt. Inhalt kenne ich natürlich nicht.
Klar darfst du hinterfragen, aber wie geschildert sind schon die Ansätze dieser Fragen so hanebüchen. Was sollen diese ganzen Unterstellungen?
Und vor allem: warum ist es jetzt ausgerechnet diese gGmbH? Das ist der Punkt mit dem „rechten Rand“.
Man könnte sich ja auch tausende andere gGmbH’s aussuchen die es seit Jahrzehnten gibt und bei denen all das offenbar keine Rolle spielt. Erst wenn es etwas „wokes“ betrifft wird ein Fass aufgemacht. Das darf gerne noch mal eine Runde drehen im Kopf.
zu 1: Ich habe nicht gefordert, dass eine Namensliste veröffentlicht werden muss. Mein Punkt war: Wenn 11 % der Unterstützung an ‚Promis‘ gehen, die in der Regel über eigene Ressourcen verfügen, wäre es für die Transparenz eines gemeinnützigen Vereins sinnvoll, auch die Struktur der restlichen 89 % im Tätigkeitsbericht zu erläutern. Das ist eine Frage der Transparenz, keine Forderung nach einer Namensliste.
zu 2: Ich unterstelle nichts, sondern interpretiere den von HateAid selbst angesprochenen Kriterienkatalog. Wenn ein Verein Leistungen explizit an „demokratische Werte“ knüpft, ist es eine logische Schlussfolgerung, dass die politische Einordnung der zu unterstützenden Person eine Rolle spielt. Die Veröffentlichung des Kataloges wäre auch hier wieder eine Frage der Transparenz.
zu 3: Ich habe drei Punkte aufgeführt: Anonymität, DSA und die „Innerparteilichen Anlaufstellen“. Letzteres um meine Abschlussthese zu unterstreichen. Mein Hinweis auf die Forderung nach weniger Anonymität und die Ausweitung des DSA bezog sich auf die offiziellen politischen Forderungen von HateAid (siehe: https://hateaid.org/politische-forderungen/).
Edit: Formulierung
Sie sprechen von Bürgerlobbyismus. An diesem wäre erstmal gar nichts falsch, aber vertritt HateAid denn wirklich die Interessen von uns Bürgern? Bei einigen politischen Forderungen kann ich ja mitgehen und finde diese auch gut, aber einige muss ich ablehnen. (Vor allem das Thema DSA).
Desweiteren finde ich es schon sehr faszinierend, wie sie in Punkt 1 von Bürgerlobbyismus sprechen aber in Punkt 3 gleich feststellen, dass Sie dem Bürger gegenüber nicht Rechenschaftspflichtig ist. Der veröffentlichte Tätigkeitsbericht ist schon sensationell dünn und dann kann schon die Frage aufkommen, warum nicht an voller Transparenz gearbeitet wird. Gibt es vielleicht doch etwas, was man nicht wissen soll?
Zu der Gewinnabsicht: Eine gGmbH darf Gewinne machen, das ist erstmal unbestritten. Die Frage ist eher, was damit passiert. Auch hier könnte man mehr Informationen an die Öffentlichkeit bringen. Die veröffentlichte Bilanz ist in der Form wenig aussagekräftig, da man den großen Block der Aufwendungen einfach in der Position „Zweckgebundene Aufwendungen“ verschwinden lässt. Aber nicht einmal eine vollständige Aufstellungen aller Projekte kann ich irgendwo finden.
Ihre Position gegenüber den Autor finde ich in der Beziehung auch frech, dass er politische Personen auf ihre Verbindungen hin untersucht, (Punkt 4 und 5) was ja eine der Hauptaufgaben eines Journalisten sein sollte. Man kann und darf das gerne Hinterfragen, ob wir dem dann glauben, steht ja wieder auf einem ganz anderen Blatt.
Auch die Herabwürdigung mit seiner geringen Leserschaft, Vorwurf der Unprofessionalität und das alles noch ins „Rechte“ schieben, bringt mich schon an die Frage: Warum dieser Einsatz von ihrer Seite für dieses Thema? Selbst bei HateAid?
Edit: Projektbezogen → Zweckgebunden
zu 1. Warum sollte denn jetzt eine, ja was eigentlich, Berufsliste der Betroffenen veröffentlicht werden? Was soll das denn bringen? Und auf welcher Grundlage sollen jetzt hier Betroffenendaten veröffentlicht werden?
Warum beantworten Sie übrigens die Frage nicht warum das „verdächtig“ ist, dass das nicht passiert?
Demokratische Werte sind bspw. Gleichberechtigung und Unvoreingenommenheit. Noch mal: warum die Schlußfolgerung, dass eine Parteizugehörigkeitsprüfung erfolgen würde? Dass Parteizugehörigkeit irgendetwas ändern würde? Das würde ja gerade demokratischen Werten entgegenstehen.
Völlig haltlose Unterstellung.
Anonymität: wo verlangt oder nimmt HateAid darauf Bezug dass es weniger Anonymität geben sollte? Wieder wird die Frage von Ihnen umgangen und nicht beantwortet warum sie das hier reinmischen ohne ersichtlichen Grund.
DSA: " Der Digital Services Act (DSA) gilt. Die Online-Plattformen sind nach dem EU-Digitalgesetz verpflichtet, Risiken für die Gesellschaft u. a. durch die Anpassung ihrer Algorithmen sowie durch die Moderation von Inhalten zu minimieren."
Was genau ist ihr Problem damit, Risiken für die Gesellschaft durch Algorithmen und Moderation zu minimieren? Warum sind sie dagegen? Was ist daran falsch?
Was ist falsch an Anlaufstellen für Betroffene solcher Vorfälle?
Welche Forderungen HateAid stellt können Sie ja nachlesen. Wenn Sie persönlich sich dadurch nicht vertreten fühlen ist das ok. Es gibt auch noch andere Bürger außer Ihnen. Ich fühle mich da sehr wohl vertreten.
Für andere Interessen gibt es andere Interessenvertreter.
Das Problem liegt also wo…?
Gewinnabsicht: wie gesagt, Gesellschaften sind dem Gesetzgeber gegenüber offenlegungspflichtig, der Öffentlichkeit gegenüber nur in einem gewissen Maße.
Wenn diese Vorgaben nicht eingehalten würden, dann würde der gemeinnützige Status entzogen oder die Firma geschlossen.
Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, dann sind sie wohl mit der kompletten Weltwirtschaft nicht einverstanden, denn das ist schlicht Normalität in jedem Land dieser Welt und für jede Firma dieser Welt.
„Selbst bei HateAid“: nö.
Ich muss nicht irgendwo arbeiten um deren Tätigkeit wertzuschätzen.
Und ich würdige garnichts herab, im Gegenteil weise ich darauf hin, dass man auch etwas realistischere Ansätze verfolgen und anderer Leute Zeit und Arbeit respektieren sollte.
Wenn jemand selbst Journalist und Unternehmer ist, dann sollte er eigentlich wissen, dass man von anderen Unternehmen nicht erwarten kann, dass eine 24 (oder 48) Stunden Hotline für Presseanfragen zur Verfügung steht.
Was würde denn ein durchschnittlicher Kleinunternehmer wohl sagen wenn Montags eine Anfrage von einem thematisch nicht unbedingt verwandten Nischenmedium hereinflattert mit einer „Fristsetzung“ von 48h und einem anhängenden Fragekatalog und dann am Mittwoch ein Artikel veröffentlich wird mit dem spöttischen Kommentar darunter, dass „das wohl hier die tolle Transparenz“ sein soll?
Also ich bitte Sie, das kann doch nicht ihr ernst sein.
Die Tarnkappe hatte Presseanfragen an Rewe, die Deutsche Post und andere gestellt. Alle hatten innerhalb von 48 Stunden reagiert. Eine Frist von 48 Stunden sagt doch erst einmal nur aus, dass man dem Unternehmen mitteilt: „Hey, wir wollen etwas über euch schreiben. Wir geben euch aus Respekt die Chance, darauf zu reagieren.” Eine Nachricht, dass sie mehr Zeit bräuchten, hätte ausgereicht. Am Ende hatten sie eine ganze Woche Zeit.
Das Problem ist das Kugeln als Trusted Flagger mit klarer politischer Schlagseite. Sie können ihren Lobbyismus machen und Verfahren durchführen, aber jemand, der Hetze und Co. melden darf, hat politisch neutral zu sein und darf nicht voreingenommen sein.
Dass die komplette Entschädigung, die dem Geschädigten zusteht, mit fadenscheinigen Argumenten einkassiert wird, ist der eigentliche Skandal.
Auch die Aussage, ach der Tarnkappe muss man nicht antworten, finde ich fadenscheinig und herabwürdigend. Aber gut, wir haben da wohl einen wunden Punkt bei manchen Leuten getroffen.
Wir drehen uns hier im Kreis. Ich habe meine Kritik an der Transparenz und den politischen Forderungen von HateAid dargelegt. Da wir offensichtlich unterschiedliche Auffassungen davon haben, was eine sinnvolle politische Forderung ist und welche Transparenz man von HateAid erwarten darf, ist diese Diskussion für mich an dieser Stelle erschöpft.
„Entnrhrliche Gesprächspartner“?
Was genau ist damit gemeint bzw wer hat denn deren „Entbehrlichkeit“ festgestellt? Im Gegensatz zum Artikel klingt das eher nach ‚rechts‘, allerdings nicht vom ‚Rand‘. Menschen als „entbehrlich“ zu bezeichnen ist faschistoid, siehe 3. Reich, UDSSR unter Stalin, Pol Pots Rote Khmer usw…
Und ‚von Neid getrieben‘…?!?
Jetzt mal im Ernst, wo lesen Sie das denn bitte heraus? Oder ist es eher das
keine kreativere Schmähung einfällt?
Und warum überhaupt so wütend und angepisst im Ton? Ich hätte da zwar schon (wirklich naheliegende) Vermutungen, verzichte aber mal darauf.
PS: Off Topic: Erinnert sich noch wer hier an ‚Was bin Ich‘? Ich hätte jetzt gern den Heiermann ins Schwein. ![]()
Willkommen in der Realität. Wunsch und Realität sind zwei paar Schuhe. Es wurde sich an journalistische Standards gehalten. Sie hatten die Möglichkeit zur Stellungnahme und haben sie nicht genutzt
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