Kommentar von pixelloop:
Betrachten wir das doch mal darwinistisch. Der Markt ist auf Grund seiner Eigenschaften mit einem ökologischen Lebensraum zu vergleichen und die Spezies die darin wohnt ist der Industrielle. Wir wissen, nur die Spezies überlebt, die sich einem Lebensraum am besten und schnellsten anpassen kann. Tut sie das nicht, wird sie von anderen verdrängt, wie es am steigenden Marktanteil der Online TV Sender zu sehen ist. Die Natur hat den Mammuts auch nur eine gewisse Zeitspanne eingeräumt in denen sich hier Lebensraum gewandelt hat, sie haben es leider nicht geschafft sich anzupassen. Der Markt wie die Natur ist nun mal grausam und unerbittlich. Es kann nicht der Konsument als verkörperte Naturgewalt für die Versäumnisse der Spezies, sprich der Industrie als unbarmherzig deklariert werden. Aber so ist das mit dem Neoliberalismus, die Allmacht des Marktes ist immer so lange gut, bis einer heult.
Kommentar von pixelloop:
Den Punkt Geduld habe ich in unserem anderen Intermezzo angesprochen, belassen wir ihn dort. Von einem Monopol rede ich auch nicht, dass gleiche Angebot können sowohl Amazon, als auch T-Entertain und Sky Snap haben. Das bring Bewegung in den Markt und eine Belebung durch Konkurenzkampf. Es wird nur derjenige sich behaupten der das komfortabelste und breiteste Angebot hat. Das ist nun mal freie Marktwirtschaft.
Kommentar von Thomas Elbel:
Ich lebe halt nicht gern in einer Welt, in der Menschen ihre Mitmenschen als Mammuts betrachten und sich selbst als unausweisliche Naturgewalt. Ich finde es auch einigermaßen dämlich in diesem Zusammenhang immer irgendwelche Industriellen als Feindbild aufzubauen. Das hatten wir vor etlichen Jahrzehnten schon mal. Da nannte sich das dann jüdisch bolschewistische Weltverschwörung. Es gibt diesen „Industriellen“ nciht. Der ist nur ein wohlfeiles Feindbild, für Leute, die sich ihr eigenes neoliberales Konsumverhalten schönreden.
Kommentar von Thomas Elbel:
Freie Marktwirtschaft? Amazon tut gerade alles um sich aus ebendieser zu verabschieden.
Kommentar von pixelloop:
Ich deklariere niemanden zum Feindbild. Das habe ich mit keinem Wort. Ich habe versucht Dir nahezu bringen, dass gleichwohl in der Natur als auch auf dem Markt die Anpassungsfähigkeit der entscheidende Vorteil ist. Wer den Zug verpennt, der bleibt auf der Strecke. So einfach ist das. Wenn die Industrie beim Kunden abschöpfen möchte, dann muss sie Trends rechtzeitig erkennen und dem mit entsprechenden Mitteln gegensteuern. Wie jedes Produkt einen Lebenszyklus hat bei dem auch mit entsprechenden Maßnahmen die Lebenskurve verlängert wird.
Im übrigen verbitte ich mir eine Analogie meiner Äußerungen zu jedweden radikalem Gedankengut.
Kommentar von pixelloop:
Mal abgesehen von den Dumpinglöhnen und den Horrorverträgen für Autoren tut Amazon genau das, was man von einem zukunftsorientierten Unternehmen erwarten würde. Den Marktanteil ausbauen.
Kommentar von sirnobody:
Na schau mal einer an, da hat der Dämonenkiller doch mal was zu lachen-Schadenfreude ist doch die schönste Freude. Ich jedoch denke zusätzlich das das Ego des Herrn Sinclair noch erheblich größer ist als die der von ihm so belächelten. Wenigstens kann unser Sinclair Troll jetzt endlich mal etwas zur Diskussion beitragen, und muss nicht mehr nur Leute beschimpfen-das jedenfalls gefällt mir !
Kommentar von Der dünne Günther:
War mir klar dass der Post nicht an mich ging, gestört hat es mich dennoch nicht^^
Musste aufgrund der Vorlage aus den anderen Beitrag mit boese. bz - > Pöhse.bz einfach die steilvorlage verwerten
Ob es gelungen war oder nicht man möge mir verzeihen… oder auch nicht
Übrigens finde ich gekochte Kartoffeln hervorragend
Aja und edoep dass ihr das nicht dürft war mir schon klar und selbstverständlich nicht ernst gemeint ( da würde eher der alte dumme puh Bär noch dahinter stecken ) aber danke für die ausführliche Darstellung.
Kommentar von John Sinclair:
Bis jetzt hat es noch keinen einzigen aus der Oberliga erwischt.
Oder weißt du mehr?
Kommentar von John Sinclair:
So langsam werde ich neugierig auf ein Buch von dir.
Erlebt man dort eine ähnlich abschreckende Schreibweise?
Kannst du mir ein Buch empfehlen?
Kommentar von John Sinclair:
Es freut mich ungemein, dass meine Texte dir zumindest teilweise gefallen.
Da kann ich beruhigt ins Wochenende ziehen. Danke!
Kommentar von mario:
das habe ich mich auch schon gefragt ^^
ich mein nicht abschreckend… aber für einen autor drückt er sich manchmal eher „komisch“ aus. kann aber auch am leser - in dem fall an mir - liegen.
Kommentar von pixelloop:
What shall well do with female sailor… ![]()
Kommentar von newone:
Ich lebe halt nicht gern in einer Welt, in der Menschen ihre Mitmenschen als Mammuts betrachten und sich selbst als unausweisliche Naturgewalt.
Soweit so gut
Da nannte sich das dann jüdisch bolschewistische Weltverschwörung. Es gibt diesen "Industriellen" nciht. Der ist nur ein wohlfeiles Feindbild, für Leute, die sich ihr eigenes neoliberales Konsumverhalten schönreden.
Hier vermischt du aber eine Menge Dinge: neoliberales Konsumverhalten und die jüdisch bolschewistische Weltverschwörung? Nicht der militärisch industrielle Komplex?
Es geht nicht um ein Feindbild sondern um die Bewertung der beteiligten handelnden Player. Das können auch Einzelpersonen sein. Wenn meine Mutter anfängt familäre Belange mit big Data zu vereinfachen, finde ich sie auch Kacke ![]()
Kommentar von Thomas Elbel:
Sorry, aber das ist mir zu eindimensional. Wer ist in Deinem Satz „man“? Die Anteilsinhaber? Dann würde ich Dir zustimmen. Aber wettbewerbspolitisch möchte man sagen: „Jetzt ist auch mal gut.“ Und auch in vielen anderen gesellschaftspolitischen Dimensionen hat Amazon den Zenit klar überschritten. Du nennst ja selber Beispiele.
Kommentar von Thomas Elbel:
Ich habe das Gefühl, das was Du mir nahebringen willst, ist der folgende Satz: „Ey Alter, Marktwirtschaft ist halt so. Gewöhn dich dran.“
Ist mir persönlich ja etwas zu schlicht, aber wenn Du meinst.
Kommentar von Thomas Elbel:
Nein. Du verstehst mich miss. Mir geht es darum, dass in Diskussionen über Kreativwirtschaft halt sehr oft von irgendeiner gesichtslosen „Industrie“ gesprochen wird. Dieser werden dann pauschal negative Attribute wie „Kundenfeindlichkeit“ oder „Rückwärtsgewandtheit“ oder „Lernresistenz“ angeklebt. Das ist meines Erachtens eine starke Vergröberung, denn es gibt diese „Industrie“ nicht, sondern eine sehr heterogene Landschaft von großen und kleinen, dummen und schlauen, schnellen und langsamen etc. Außerdem werden dabei die u.U. nachvollziehbaren Gründe für manches als defizitär beurteilte Verhalten komplett ausgeblendet. In vielen Fällen - ohne dass ich das Dir oder anderen Anwesenden - unterstellen will, redet man sich dabei aber nur eigene Defizite schön. Z.B. nicht nachhaltiges Konsumverhalten. Genau so, funktionieren aber Feindbilder. So haben sie vor siebzig Jahren auch funktioniert. Projektion alles Bösen auf die Gegenseite, Schwarzweißmalerei, Selbstgerechtigkeit.
Kommentar von Thomas Elbel:
Definiere Oberliga. Es reicht doch schon, dass die Premium-Uploader Szene verunsichert ist. Die sorgen immerhin für den Nachschub.
Kommentar von Thomas Elbel:
Ich verstehe das nicht. Anfangs benutzt die Evolution und Adaption an Naturereignisse als Metapher für den Markt (was m.E. hinkt, weil der Markt ein menschliches Konstrukt ist, dass auf Willensentscheidungen beruht; Konsumverhalten kann sich z.B. ändern, wenn der Konsument Nachhaltigkeit als Faktor priorisiert).
Weiter unten sagst Du, die darwinistische Sicht sei unangebracht.
Übrigens. Selbstverständlich gibt es jede Menge kleine Verlage, Indie-Labels, mittelgroße Gamesschmieden etc.
Die Entwicklung, die ich beklage und die Pixelloop offensichtlich als eine Art unabänderliches Naturgesetz betrachtet, begann für mich genau 1983, als sich ein Teil der FDP entschied, dass liberal weniger mit bürgerlichen Freiheitsrechten, als vielmehr mit unregulierten Märkten zu tun hat. Anschließend haben Sie dann anderthalb Jahrzehnte Steigbügelhalter für eine ähnlich gewickelte CDU gespielt und erst als die SPD selbst neoliberales Gedankengut implementierte gelang der Machtwechsel. Heute ist Silicon Valley die Wiedergeburt der Chicago School im digitalen Gewand. Wir können uns nun alle aussuchen, ob wir das naturgesetzlich betrachten oder dagegen anrennen. Ich bin klar für Letzteres.
Kommentar von pixelloop:
Ist schon interessant, wenn Du das einem Unternehmer unterstellst. Fressen, oder gefressen werden. Ich befinde mich ständig im Kampf mit der lokalen Mitbewerbern und auf einem hart umkämpften Markt geht es um jeden Prozentsatz des Marktanteils. Ohne das ich mein Unternehmen stätig auf neue Bedürfnisse hin optimieren würden, hätte ich schon lange zu machen können.