Durchsuchungen gegen Nutzer von ebookspender.me ergangen!

Kommentar von pixelloop:
Die Schattenseiten des Kapitalismus. Die Frage nach Moral und gesellschaftspolitischer Richtigkeit stellt sich heute kaum noch. Nehmen wir doch mal Kik als Beispiel. Die Leute verdienen teilweise nicht einmal 5 € die Stunde und arbeiten unter Bedingungen, die an Produktionstätten in Indien erinnern und das mitten in NRW. Alles bekannt, hinlänglich durch die Medien publiziert. Mit welchem Ergebnis? Die Umsätze steigen nach wie vor, die Kunden lehnen trotz ihres Kaufs auch jegliche moralische Verantwortung ab und die Politik schaut weg. Wenn es also weder den Kunden, noch die Politik schert, wie kannst Du dann von einem global player soziales Verantwortungsgefühl verlangen? Meine Betrachtungsweise ist nicht eindimensional und ich behaupte auch nicht, dass ich für richtig befinde. Nein, aber ich nehmen die Umstände als Tatsache hin und wettere nicht mit gehäucheltem Gutmenschentum dagegen. Der Wunsch nach grenzenloser Bereicherung ist ein tiefer Bestandteil der menschlichen Persönlichkeit und ihn wird es immer geben. Viele sind daher auch zu fragwürdigen Wegen bereit, die es zu beschreiten gilt um dies zu erreichen.

Kommentar von Thomas Elbel:
Dann verstehe ich einfach immer noch nicht, was Du mir sagen willst. Kann natürlich ein Empfänger-, kann aber auch ein Senderproblem sein.
„Fressen, oder gefressen werden.“ hört sich für mich jedenfalls gefährlich nach genau jener etwas platitüdenhaften Denke an, die ich Dir unterstelle. Aber vielleicht siehst Du das in Wirklichkeit auch alles viel differenzierter. Falls dem so sein sollte, hast Du es aber bis jetzt aber noch nicht rüber gebracht.
Ansonsten habe ich vor Selbständigen wie Dir die größte Hochachtung, ich selber habe für sowas weder die Nerven, noch das Talent.
Ich hoffe aber, Du unterstellst umgekehrt mir nicht, dass ich nicht weiß, was Marktwirtschaft bedeutet, und dass Adaptionsfähigkeit eine notwendige Fähigkeit für Marktteilnehmer auf der Produzenten- bzw. Distributorenseite ist. Sorry, aber dass sind für mich Binsen und darum geht es mir nicht im Mindesten. Wenn wir uns über Markt unterhalten, würde ich with all due respect auf einem gewissen Diskussionsniveau bestehen wollen.
Die Kreativwirtschaft befindet sich m.E. in einer Schieflage, die sich nur zum Teil mit „gesunden“ Marktmechanismen zu tun hat. Da ist auch viel pathologisches dabei. Marktwirtschaft finde ich genau so lange akzeptabel, wie alle zwar hart, aber mit fairen Mitteln kämpfen. Ernstgemeinte Frage: Hat es Dein Unternehmen bei Deinem täglichen Kampf denn ebenfalls mit Null-Euro-Plagiaten der eigenen Arbeit zu tun?

Kommentar von pixelloop:
Natürlich sehe ich das auch differnziert. Leider habe ich selbst auf lokaler Ebene oftmals keine andere Chance als manchmal meine Position mit teils zu resoluten Mitteln zu verteidigen. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass der Markt oftmals unerbittlich ist und man gelegentlich einfach gezwungen ist die Kundenbindung mit zwiespältigen Methoden zu sichern.

Die vertriebene Produkte meines Unternehmens lassen sich nur kombiniert verwenden und die Zusammenstellung ist in gewisser Weise auch Kunst, da stets hoch und einzigartig individualisiert. Man könnte es zwar mit erheblichen Aufwand replizieren, aber bei weitem nicht so leicht wie digitale Medien. Aber wie gesagt, danich beruflich wie privat sehr viel Kreativität zu Tage lege und meine in der Freizeit geschaffene digitale Kunst repliziert wurde, kann ich Frustration diesbezüglich gut nachvollziehen.

Kommentar von newone:
k. - wenn ich das Verhalten von handelnden Größen kritisieren kann, ohne den Stempel -der mit dem Feindbild tanzt- aufgedrückt zu bekommen … :slight_smile:
Es ist halt wie so häufig ein multifaktorielles Unterfangen. Greets

Kommentar von Thomas Elbel:

Die Schattenseiten des Kapitalismus. Die Frage nach Moral und gesellschaftspolitischer Richtigkeit stellt sich heute kaum noch.
Vielsagende Grammatik. Fragen haben sich noch nie selbst gestellt. Sie müssen von Menschen gestellt werden. Z.B. von mir oder dir.
Nehmen wir doch mal Kik als Beispiel. Die Leute verdienen teilweise nicht einmal 5 € die Stunde und arbeiten unter Bedingungen, die an Produktionstätten in Indien erinnern und das mitten in NRW. Alles bekannt, hinlänglich durch die Medien publiziert. Mit welchem Ergebnis? Die Umsätze steigen nach wie vor, die Kunden lehnen trotz ihres Kaufs auch jegliche moralische Verantwortung ab und die Politik schaut weg. Wenn es also weder den Kunden, noch die Politik schert, wie kannst Du dann von einem global player soziales Verantwortungsgefühl verlangen?
Wie kann ich das nicht tun?!
Meine Betrachtungsweise ist nicht eindimensional und ich behaupte auch nicht, dass ich für richtig befinde. Nein, aber ich nehmen die Umstände als Tatsache hin und wettere nicht mit gehäucheltem Gutmenschentum dagegen.
Du unterstellst also allen, die moralisch höherwertig argumentieren, pauschal Heuchelei? Na, so kann man es sich natürlich einfach machen.
Der Wunsch nach grenzenloser Bereicherung ist ein tiefer Bestandteil der menschlichen Persönlichkeit und ihn wird es immer geben
Bitte nie von sich selbst auf andere schließen. Ich habe freiwillig auf 50% meines Gehalts verzichtet, weil der Job mir sinnvoller erschien. Damit will ich mich nicht zum Helden hochstilisieren. Ich will nur beweisen, dass menschliche Motivation etwas komplexer ist, als in Deinem Menschenbild.
Viele sind daher auch zu fragwürdigen Wegen bereit, die es zu beschreiten gilt um dies zu erreichen.

Nur weil andere sich wie Arschlöcher benehmen, muss ich mir das ja nicht zu eigen machen.

Kommentar von Thomas Elbel:

Natürlich sehe ich das auch differnziert. Leider habe ich selbst auf lokaler Ebene oftmals keine andere Chance als manchmal meine Position mit teils zu resoluten Mitteln zu verteidigen. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass der Markt oftmals unerbittlich ist und man gelegentlich einfach gezwungen ist die Kundenbindung mit zwiespältigen Methoden zu sichern.

Ohne wirklich zu wissen wovon du redest, ist es schwer, dazu etwas zu sagen. Nicht jede Schlitzohrigkeit ist gleich moralisch verwerflich. Ich meinerseits bin halt im weitesten Sinne ordoliberal. Es ist die Aufgabe des Staates, dich vor unfairem Verhalten deiner Konkurrenz zu schützen. Momentan haben wir das Problem, dass die nationalstaatliche Regelungsmacht ihre Grenzen in der Globalisierung findet. Resignatives Fügen ins vermeintlich Unvermeidliche ist da aber m.E. der falsche Weg.

Kommentar von Thomas Elbel:
Dann tu doch mal Margarine zur Forelle. Wer sind denn diese ominösen handelnden Größen und was genau kritisierst Du an Ihnen?

Kommentar von mario:
ich finde das gerade recht amysant. denn das dachte ich mir bei den anderen auch - so nach dem motto: wieso haben die ihren beitrag vorher nicht inhaltlich gelöscht oder geändert?

naja, so ist das manchmal ^^

Kommentar von newone:
Nein, nein :slight_smile: du verstehst mich miss. Meine Weltsicht ist von Ambivalenz und Subjektivität geprägt. Als mit dieser Ambivalenz in Betrachtungen Geschlagener, fällt mir auf, dass du pixelloop mit der gleichen Waffe zu Leibe rückst, wie es der moderne Neoliberalist (oder im anderen Fall: der Neoliberalismuskritiker) tut.

Dies ist sicher nicht dein Ansinnen und macht gerade mal eine mittelschlanke Fessel …

Kommentar von Thomas Elbel:
Sorry, mate, but you’re losing me on this one. Welche neoliberale Waffe nutze ich zur Leibesrückung?

Kommentar von newone:
Habs schon befürchtet - lassen wir es. Schreib demnächst mal dazu: i declare an interrest :slight_smile:

Kommentar von Thomas Elbel:
Okay. Aber wenn Du das woanders tust als hier … Link bitte. Und keine leeren Versprechungen :wink:

Kommentar von newone:
:slight_smile: Ich lese deine Kommentare schon recht gern - in der letzten Zeit wurden die Kommentare von dir und einigen anderen Lesenswerten immer mehr vom eigenen Standpunkt des Handelns geschrieben. Bei Usern unterhalb der bekannten Barriere - ok - bei den anderen wächst das Vergnügen des Lesens mit der „Schönheit“ der Argumentation. Ich glaub dir dann auch viel eher :wink:

Kommentar von newone:
Du gehörst du den von mir gern gelesenen Kommentatoren. Wenn du allerdings in dieser Art und Weise mit pixelloop argumetierst, irritiert mich das.
In vorhergehenden Kommentaren war nicht immer zu merken, dass du zu den Geschädigten gehörst - das las sich, speziell in diesem Blog und seiner Ausrichtung deutlich angenehmer.

Ich glaub dir dann auch mehr :wink:

Kommentar von Thomas Elbel:
Du glaubst mir mehr, wenn ich mein Stakeholdership unter den Tisch fallen lasse? Hmmm. Ich finde es eigentlich glaubhafter sich zur eigenen Interessiertheit zu bekennen, damit man verortbar ist. Bei vielen anderen hier kann ich immer nur vermuten, was genau sie hierher treibt und warum sie in einer bestimmten Richtung argumentieren. Das empfinde ich wiederum als unangenehmes Schattenspiel. Am liebsten wäre mir, wir würden uns alle von Angesicht zu Angesicht gegenüber sitzen und jeder müsste erst mal bekennen, mit welchen Interessen er sich an der Debatte beteiligt.