BREIN: illegale IPTV Hoster sollen strafrechtlich verfolgt werden

Kommentare zu folgendem Beitrag: BREIN: illegale IPTV Hoster sollen strafrechtlich verfolgt werden

„Anbieter, die solche illegalen Dienste anbieten und bereitwillig ein Auge zudrücken, sollten strafrechtlich verfolgt werden.“

…ich persönlich glaube nicht, dass es in den niederlanden noch so viele hoster gibt, die bei solchen kriminellen machenschaften ein auge zudrücken, so wie es im gedanke von brein der wunsch ist! ich vermute eher, dass die holländischen hoster selber nicht wirklich wissen, was auf ihren ganzen servern so alles betrieben wird, was aus technischer sicht schliesslich auch nicht all zu schwer wäre!
holländische hosting-anbieter haben in den letzten 10 jahren einiges getan, um piraterie entgegenzuwirken - die niederlande sind auf grund dieser tatsache schon länger nicht mehr der mainspot für anbieter aus dem warez bzw. piraterie-bereich!. es gibt natürlich noch genug angebote aus dem grauen und schwarzen bereich, die auf holl. servern gehostet werden - aber dann zumeist so, dass der server-betreiber dies nicht ohne weiteres mitbekommen kann!

ein älterer bericht von dem blog „torrentfreak“ zeigt ganz klar, dass im bezug auf illegales iptv, hoster aus ganz europa dafür mitverantwortlich sind. bei den razzien der europäischen polizeibehörden in der jüngsten vergangenheit, hatte sich dieser umstand wohl herauskristallisiert!

hier einmal ein übersetzter bericht von „torrentfreak“ vom märz 2019:
""In Zusammenarbeit mit Europol haben die Polizeikräfte in Spanien, Großbritannien und Dänemark die als „größte jemals durchgeführte“ Operation gegen ein illegales IPTV-Netz durchgeführt. Fünf Personen wurden verhaftet und wegen Verbrechen wie IP-Verletzungen, Betrug und Geldwäsche angeklagt.

In den letzten Jahren haben sich die Verbraucher zunehmend an „piraten“ IPTV-Anbieter gewandt, deren Hauptziel es ist, die Kosten zu senken und einen bequemen Zugang zu großen Teilen des Live-Fernsehens und des On-Demand-Videos zu erhalten.

Für Rechteinhaber und Sender stellen diese nicht lizenzierten Plattformen jedoch eine wachsende Bedrohung dar, da sie bestehende Geschäftsmodelle mit immer hochwertigeren Diensten untergraben.

Die jüngsten Bemühungen zur Eindämmung der Flut scheinen von Bedeutung zu sein. Die spanische Nationalpolizei berichtet, dass sie in Zusammenarbeit mit den Polizeikräften aus Großbritannien, Dänemark und Europol „die größte Operation in Europa“ gegen die illegale Verbreitung von Inhalten über IPTV durchgeführt hat.

Die Polizei führte 14 gleichzeitige Überfälle durch, acht davon in Spanien (in Malaga, Madrid und Alicante), vier in Dänemark und zwei in Großbritannien. Fünf Personen wurden verhaftet und werden nun wegen einer Vielzahl von Straftaten angeklagt, von IP-Vergehen über Betrug bis hin zu Geldwäsche. Zehn weitere gaben Aussagen bei der Polizei ab.

Die Untersuchung begann Ende 2015 nach einer Beschwerde der britischen Premier League gegen eine in Malaga ansässige Website, die IPTV-Abonnementpakete mit „einer Vielzahl von internationalen bedingten Zugangskanälen“, d.h. ansonsten Premium-Abonnement basierten Inhalten, anbietet.

Im Anschluss an die Beschwerde unternahm die spanische Polizei Anstrengungen, um die illegale Aktivität zu überprüfen, zu der auch die Bereitstellung von mehr als 800 Fernsehsendern, On-Demand-Inhalten und Radiosendern gehörte. Die vom nicht lizenzierten Anbieter angebotenen Pakete kosten 40 Euro pro Monat und können je nach Dauer bis zu 460 Euro betragen.

Die Untersuchung ergab verschiedene Social-Network-Accounts, über die der Service mehr Kunden anzog, sowie ein Netzwerk von 20 zusätzlichen Websites, die das gleiche Produkt anbieten.

„Die Strategie der Untersuchten bestand darin, eine Vielzahl von Servern zu nutzen und periodisch zu wechseln, indem sie schrittweise neue Webseiten schufen, um ein Framework zu bilden, das im Prinzip keine Beziehung hatte. Auf diese Weise wollten sie nicht von der nationalen Polizei entdeckt werden und weiterhin von der Kriminalität profitieren“, heißt es in einer Erklärung der nationalen Polizei.

Offiziere in Spanien stellten fest, dass das Geschäft über spanische Unternehmen geführt wurde, aber Abonnementszahlungen von Kunden in mehr als 30 Ländern wurden an ein Unternehmen in Gibraltar geleistet.

Die Ermittlungen führten zu dem Schluss, dass es sich um eine „spezialisierte internationale kriminelle Organisation“ mit Verbindungen nach Spanien, Dänemark, Großbritannien, Lettland, den Niederlanden und Zypern handelte.

„Nach einer eingehenden Untersuchung entdeckte die Polizei eine Verbindung zwischen den Holdinggesellschaften und den begünstigten Bankkonten der Abonnements, die immer den Mitgliedern der Organisation gehören“, so die spanische Polizeibeschreibung.

„Die Forschung ergab, dass sie, um den Weg zu erschweren, immer weniger Inhalte zeigten und darüber hinaus Anonymisierungssysteme verwendeten. Sie hatten sich technologisch so entwickelt, dass sie das Kundenvolumen erhöhen konnten, da sie verschiedene Zugangsmöglichkeiten zur Nutzung immer innovativerer Kanäle boten.“

Während der Operation sagt die Polizei, dass sie 66 an der Straftat beteiligte Server „getrennt“ haben und gleichzeitig die Standorte anderer Server, die Teil des Netzwerks waren, weiter identifizieren. Die Polizei sagt, dass sie 11 Serverfarmen identifiziert haben, von denen einige mehr als 44 Server umfassen.

Aktuelle Schätzungen der Polizei deuten darauf hin, dass die Menschen hinter der Operation „einen wirtschaftlichen Nutzen“ von rund 8 Millionen Euro erzielt haben, wobei 1,6 Millionen Euro seit 2013 an ausländische Unternehmen abgeführt wurden. Es wird behauptet, dass das Geld von Unternehmen gewaschen wurde, die respektabel erschienen.

„Um den illegalen Unternehmen den Anschein von Rechtmäßigkeit zu vermitteln und die Gewinne zu waschen, gründeten sie Unternehmen mit rechtmäßiger Tätigkeit und einem erklärten Ziel im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Telekommunikationsdiensten, Internet und Hardware“, erklärt die spanische Polizei.

„Auf der einen Seite verfügten sie über die technische und technologische Infrastruktur, die für die Ausübung ihres legalen Geschäfts (Glasfaserbetreiber) und auch des illegalen Geschäfts (illegale IPTV-Abonnements) notwendig war. Auf der anderen Seite waren sie autorisierte Betreiber von Glasfasern. Es diente den Kunden als Argument, zu glauben, dass sie auch im Geschäft mit dem Vertrieb ausländischer Kanäle tätig sind.“

Die Betreiber haben daher angeblich legale Einnahmen mit illegalen vermischt, um so wenig Verdacht wie möglich zu schöpfen. Das hinderte die Polizei jedoch nicht daran, ihren Luxuslebensstil zu bemerken.

„Die Verhafteten wohnten in luxuriösen Urbanisationen an der Küste Málagas mit hochwertigen Fahrzeugen, die ständig erneuert wurden. In der Tat, die Operation umfasste 12 High-End-Fahrzeuge, zusätzlich zu Bankkonten und Immobilien“, schließt die spanische Nationalpolizei.„“

…mir kommt es bei der aussage von brein eher so vor, dass sie sich damit irgendwie aus der affähre rausziehen möchten, da sie in letzterer zeit keine allzu grossen erfolge mehr ihr eigen nennen konnten! sie treten somit ihre verantwortung an die holländischen hoster ab, um sich selber zu rechtfertigen!
da die technischen infrastrukturen zum iptv ähnlich aufgebaut sein müssen wie auch bei den diversen ccam-anbietern, könnte man auch vermuten, dass es server-cluster gibt, die irgendwo an privaten adressen aufgebaut wurden in ländern, wo dies ohne weiteres möglich ist (russland wäre dazu immer gerne gesehen, in den betreffenden szenen).
die einspeisung der illegalen inhalte erfolgt somit nicht über die grossen hosting-anbieter…diese sind im endeffekt nur für die massenhafte weiterleitung zuständig, oder werden als proxys und ähnliches eingesetzt, was dem anbieter erstmal gar nicht auffallen kann…

:wink:

1 Like

Es gibt mehrere große Webhoster in den Niederlanden. Manche wissen natürlich nicht, was ihre Kunden so alles treiben. Aber es gibt auch mehrere, die das ganz genau wissen und es tolerieren. Höre dich mal bitte um.

…eigentlich hatte ich am oberen und unteren ende des textes nichts gegenteiliges behauptet! ich hatte nur lediglich behauptet, dass sich diesbezüglich gerade in den niederlanden einiges getan hat in den letzten 10 jahren! natürlich gibt es dort noch zig anbieter, die wissentlich einfach alles durchwinken und zulassen - das wird es aber immer geben, solange damit geld verdient werden kann…
da es hier in dem thema aber explizit um iptv geht, muss man vielleicht auch mal seinen alteingessesenen fokus im piraterie-bereich erweitern da es auch noch eine ganz junge thematik ist, die man mit den alten inhalten der piraterie nicht in einen hut werfen sollte!!!

2006 wurde fĂĽr das IPTV eine einheitliche Definition der Internationalen Fernmeldeunion, International Telecommunication Union (ITU) erstellt, welche wie folgt lautet:
“IPTV is defined as multimedia services such as television/
video/audio/text/graphics/data delivered over IP-based networks
managed to support the required level of QoS/QoE, security,
interactivity and reliability

thematisch zum iptv möchte ich mal folgendes an fakten einwerfen:

…es ist nicht immer nur holland weit vorne… :wink:
Die wichtigsten Rechenzentren fĂĽr Hoster mit urheberrechtsverletzenden Inhalten
0

  1. Einzel-Länder der M3U Files verteilenden Seiten
    Nicht nur im FuĂźball sondern auch bei der Verbreitung von M3U Files ist Frankreich Weltmeister. 70 % der wichtigen Seiten mit M3U Files liegen in Frankreich.
    1

  2. Sitz der Rechenzentren aus denen die illegalen IPTV Streams kommen – EU und Drittländern
    Fast 85 % der untersuchten illegalen Streams stammen von Rechenzentren aus EU. Die Dateien liegen praktisch vor der HaustĂĽr.
    2

  3. Verteilung der Länder der Rechenzentren von illegalen IPTV Streams
    Wie bei den Distributionsseiten ist Frankreich auch bei den illegalen Streams der bevorzugte Lagerort.
    3

  4. Anteil der jeweiligen Rechenzentren der illegalen Streams an allen untersuchten Streams
    Analog der Länderauswertung führen Unternehmen aus Frankreich die Liste an: OVH und Free SAS (Online SAS) auf Platz 1 und 3. Auf Platz 2 Worldstream aus den Niederlanden.
    Die Top 5 Rechenzentren kommen allesamt aus der EU. Sie stellen bereits einen Anteil von 81,11% der illegalen Streams. Die Top 10 aller Rechenzentren erreichen einen Anteil 93,80%, 6 der Top 10 Rechenzentren stammen aus der EU.
    4

Aus diesem Grund wurde nun in einer neuen Studie (IPTV – Rechenzentren illegaler Streamingangebote) die Anbieterseite und dort speziell die Rechenzentren der Streams aber auch derjenigen Seiten, die die illegalen Streamingangebote promoten, untersucht.

Wie schon in der Studie zu illegalen Spielfilmhostern ist das französische Unternehmen OVH der wichtigste Anbieter in diesem Bereich. Insgesamt nehmen Rechenzentren aus der EU und dort vorwiegend aus Frankreich und den Niederlanden die Spitzenposition sein.
In diesem Markt dominieren Unternehmen, die entweder ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis haben, eine gute Anbindung an zentrale Knotenpunkte des Netzes oder schlichtweg die anonyme Nutzung ermöglichen.

Der enorme EU Anteil von Rechenzentren aus der EU wirft die Frage nach der Verantwortlichkeit der beteiligten Unternehmen auf. Diese haben sich augenscheinlich auf das Geschäft mit illegalen Streams spezialisiert (Beispiel Niederlande) oder haben eine Re-Seller Struktur, die anscheinend ein nahezu anonymes Betreiben von illegalen IPTV Diensten möglich macht (Beispiel Frankreich).
(webschauder)