Kommentar von VanityBackfires:
Fakt ist nun mal, dass eine Persönlichkeitsrechtsverletzung verglichen mit Vergewaltigung trivial ist. Wenn man den Vergleich nicht will, soll man ihn bitte nicht selbst anstellen. Ich habe das Wort „Vergewaltigung“ ja nicht als erster benutzt.
Mag sein, dass es wehtut, wenn ein Album geleakt wird. Man darf da ja traurig sein, natürlich. Aber Björk wird es überstehen, und ihr Leben ist dadurch nicht ruiniert, sie wird keine jahrelange Therapie nötig haben, um vielleicht irgendwann mal nicht mehr panische Angst in jeder Sekunde ihres Lebens zu haben. Denn ein Leak ist nun mal absolut nicht mit einer Vergewaltigung zu vergleichen.
Ich meine, was kommt als nächstes, wenn das Wort „Vergewaltigung“ wieder zu abgenutzt und unschockierend ist?
„Jemand lädt mein Album runter, ich fühle mich wie in einer Gaskammer?“
Natürlich, undenkbar - aber Vergewaltigungsvergleiche gehen in Ordnung?
>ihr habt kein recht, euch ohnmächtig, gedemütigt und verletzt zu fühlen, euer trauma ist einendreck wert
Hab ich nie gesagt. Kann ja sein, dass einem sowas die Laune verdirbt. Nur ist es eben nicht Vergewaltigung. Und ja, ich finde, dass man das Wort „Vergewwltigung“ nur für Vergewaltigungen hernehmen sollte.
Ich handle uneigennützig - mir geht es einzig um die Gefühle von Opfern sexueller Gewalt, und vielleicht auch noch um die deutsche Sprache, die ja auch regelrecht vergewaltigt wird, wenn Leute plötzlich auf die Idee kommen, Wörter komplett anders zu verwenden, als sie verwendet werden sollten.
Und, ja, sharing is caring. Der Welt würde es viel besser gehen, wenn alle Menschen alles teilen würden. Z.B. so tolle Dinge wie Mitgefühl. Es tut im Herzen weh, wie kalt, egoistisch, abgestumpft und zynisch viele Leute einfach Dinge vor sich hersagen, ohne darüber nachzudenken, ob diese Dinge anderen Menschen tatsächlich wehtun können.