5G beim ZDF: Geld verdienen mit Strahlengegnern?

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…ehrenhalber muss man dann aber auch sagen, dass neben den verfälschten aussagen der sendungsbeschreibung auch eine positive aussage des BFS (bundesamt für strahlenschutz) in dem schriftl. bericht in den vordergrund gerückt wurde!

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz glaubt, dass die derzeitigen Grenzwerte ausreichen, sieht aber Forschungsbedarf. „Es gibt noch offene Fragen, weil die Datenlage für diese neuen Frequenzen noch nicht so dicht ist. Und da werden wir jetzt forschen“, verspricht Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz. Die jetzt versteigerten Frequenzbänder im 3,4 Gigahertz-Bereich seien aber unbedenklich, sagt sie.

:wink:

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Hallo, ich bin selbst schwer elektrosensibel, ehemaliger Programmierer, und an den alte Röhrenbildschirmen elektrosensibel geworden.

Ich rate jedem, das Thema ernstzunehmen auf folgende Weise: a) Mobilfunkstrahlung ist bei unregelmäßiger und nicht zu langer Exposition UNGEFÄHRLICH. b) Dauerhafte Exposition, durch z.B. Nähe zu einem Wlan auf der Arbeit UND zu Hause im Schlafzimmer erzeugt jedoch nach 1-3 JAHRZEHNTEN gesundheitliche Probleme, da das Nervensystem die winzigen Schäden die die Strahlung täglich anrichtet (mmn durch die im Nervengewebe induzierten Ströme), nicht regenerieren kann, und die Schäden so AKKUMULIEREN.

Deshalb sorge Nachts für geringe Strahenbelastung, damit dein Nervensystem sich von den geringen Schäden, die die Strahlung verursacht, erholen kann und keine Langzeitfolgen entstehen.

Etwas stöbern in der EMF-Datenbank der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen lohnt sich: http://www.emf-portal.de/

Kleiner Intelligenztest: Warum ist es nicht möglich, dass EHS als Massenphänomen auf dem Nocebo-Effekt beruht, wie es von einigen Wissenschaftlern behauptet wird?

Danke fürs Lesen, Rü

Wozu tun wir uns 5g an?
LTE ist ausreichend. Funklöcher werden nicht gestopft. Datenvolumen exorbitant teuer bei uns, sodass ein niedriger Ping zum cloud-basierten Arbeiten genauso sinnlos ist.
Im Prinzip ist es nur Geldbeschaffung für den Staat und autonomes Fahren (wo der Ethikrat kein Problem sieht Kleinkinder umzufahren, statt Rentner).

Mit dem Stopfen der Funklöcher lässt sich schlichtweg kein Geld verdienen, mit noch schnelleren Übertragungs-Standards hingegen schon. Klar wäre LTE ausreichend, wenn es denn überall funktionieren würde.

@Ruediger_Es Ich denke, das Hauptproblem ist, dass es keine Langzeitstudien gibt. So lange existiert die Technologie ja noch gar nicht. Es ist also grundsätzlich Vorsicht angesagt. Trotzdem sollte man bei einer Dokumentation nur wirklich Personen zu Wort kommen lassen, die aufgrund ihres Studiums/Ausbildung Ahnung von der Materie haben.

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mmmhhh…ich glaube, dass man eventuell erstmal die technischen Unterschiede zwischen 4G (LTE) und 5G kennen sollte, um ein für und wider zu dem heiklen Thema loszulassen!!

Was kann 5G besser als 4G/LTE?
5G bietet etliche Verbesserungen hinsichtlich Datenrate, Abdeckung und Zuverlässigkeit. Ein Hauptgrund für einen Wechsel auf 5G ist die steigende Zahl der Endgeräte (IoT) und der immer größer werdende Datenhunger zukünftiger Anwendungsfälle. Gemäß einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) mit dem Titel “A Playbook for Accelerating 5G in Europe“, sind bestehende LTE-Netze in Deutschland nur noch bis 2021 in der Lage, den zunehmenden Datentraffic zu bewältigen. Genauer gesagt in Metropolen wie Berlin, Frankfurt oder München zum Beispiel. Das wäre aber nur die Spitze des Eisbergs in 2 Jahren! Kurz danach wären auch viele weitere Ballungsräume betroffen. Anscheinend hatte man bei der Zukunftsprognose für LTE heftigst ins Klo gegriffen…
5G liefert die nötige Performance und setzt technisch komplett neue Maßstäbe. Mehr Funkantennen, breitere Frequenzspektren (kombinierbare Bereiche), geringere Latenzen und hohe Übertragungsraten sind in erster Linie die Ziele, die damit erreicht werden sollen!

Was wäre eine neue Mobilfunkgeneration ohne extreme Performancesteigerung? Bereits der Sprung von 3G auf 4G fiel enorm aus. Heutige LTE-Netze leisten bis zu 1000 MBit (1 GBit), während 3G bei mageren 42 MBit endet. 5G wird hingegen in der ersten Phase gut 1-3 GBit liefern, später sogar 10 oder 20 GBit bei Vollausbau. Der Faktor Datenrate sollte daher mittelfristig eher eine für Endkunden irrelevante Größe werden, denn zwischen 2 und 5 GBit sind aus heutiger Sicht keine nennenswerten Vorteile erkennbar. Das heißt allerdings nicht, dass wir in wenigen Jahren im Speedtest am Smartphone 2 Gbit messen können. Im Schnitt sind heutige 4G-Netze nämlich längst nicht so schnell wie auf dem Papier. Netztests attestieren meist im Schnitt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von um die 50 MBit/s. Dank 5G soll die mittlere Datenrate weiter stark steigen - zunächst wenigstens auf 100 MBit.

Doch Geschwindigkeit ist nur ein kleiner Teil der 5. Mobilfunkrevolution. Besonders im Fokus steht die Möglichkeit zur Anbindung viel mehr Endgeräte als bisher und das teils in Echtzeit. LTE ist gut dabei, 1-2 Endgeräte mit ausreichend Performance und Zuverlässigkeit über einen Anschluss zu versorgen. Bei fünf, zehn oder mehr wird es schon schwieriger bzw. so gut wie unmöglich!

Die nächste fundamentale Neuerung liegt in der anvisierten Latenzrate, welche sich bei LTE noch im Bereich von 10-50 ms bewegt. Glasfaserkunden genießen mitunter schon Werte von 2-5 ms. 5G soll hingegen gar Latenzen unter 2 ms ermöglichen, was die Grundvoraussetzung für Echtzeitanwendungen, wie autonomes Fahren oder Augmented Reality, bildet.

5G funktioniert anders wie LTE
Elementare Neuerung ist, dass andere bzw. neue Frequenzbereiche und weit mehr Antennen (MIMO) genutzt werden. Während für 4G vor allem Bänder unter 3 GHz zum Einsatz kamen, geht man bei 5G viel weiter. Zusätzlich zu Bereichen bis 6 GHz, kommen bald gänzlich neue hinzu. Und zwar mit weit, weit höheren Frequenzen und somit kürzeren Wellenlängen und niedrigeren Reichweiten. Angestrebt werden Bänder bei 25 bis 100 GHz. Das bedeutet in erster Linie, dass viel mehr Bandbreite zur Datenübertragungsrate zur Verfügung steht. Bei LTE nutzen die Mobilfunker bislang maximal 100 MHz per Carrier Aggregation zusammen. Mit 5G könnte sich dieser Wert auf über 1000 MHz vervielfachen. Der Nachteil: Man benötigt für eine gute 5G-Abdeckung sehr viel mehr Funkstationen wie noch bei LTE.

5G wird aber weit mehr leisten, als nur Videos auf Smartphones beschleunigen. Besonders im industriellen Bereich gehen Experten von einer kleinen Revolution aus. Autonome Fahrzeuge, Internet der Dinge und Industrie 4.0 sind dabei die häufigsten genannten Begriffe. Dank des Multi-Layer-Ansatzes, kann 5G für alle Bedürfnisse gleichermaßen ausgelegt werden. LTE war primär nur auf Performance optimiert.

Ein weiteres Feature wird sein, dass 5G-Masten viel präziser funken können (Stichwort Beamforming). Statt in alle Richtungen ziellos abzustrahlen, kann zielgerichtet auf ein oder mehrere User gefunkt werden, was einerseits Energie spart und zudem die Kapazität der Funkstation enorm verbessert.

Und nun kommen wir mal zu dem Punkt der flächendeckenden Versorgung mit 5G:

Noch steht der 5G-Ausbau ganz am Anfang und nur wenige Städte und Gemeinden wurden erschlossen. Immerhin sollen 2020 schon gut 10 Millionen Menschen versorgt werden. Bis es auch im ländlichen Raum eine gute Abdeckung gibt, dürften aber noch mindestens 2-3 Jahre vergehen.
Leider sprechen aus heutiger Sicht (Mitte 2019) noch viele Argumente dafür, dass aus dem Wunschszenario „Glasfaser per Funk“ auf dem Land zumindest mittelfristig nichts wird!!!

Hindernis 1)
Zur Einführung von LTE wurden die Mobilfunkprovider, welche sich an der Versteigerung der Funkfrequenzen beteiligten, mit Auflagen belegt. Derart, zunächst eine den ländlichen Raum mit einer bestimmten Quote zu versorgen, bevor es in die lukrativen Cityareale geht. Diese Vorgaben fehlen diesmal. Die Auflagen für die 5G-Auktion sahen lediglich vor, dass bis Ende 2022 gut 1000 Mobilfunkstationen im ländlichen Raum errichtet werden müssen. Das dürfte kaum für 1/3 reichen. Die restlichen Auflagen sind technologieneutral, können also auch per 4G realisiert werden. Ohne Pflichtausbau, werden Vodafone, Telekom, 1und1 und O2 zunächst natürlich nur die Filetstücke mit 5G versorgen, also alle Großstädte.

Hindernis 2)
Das zweite Hindernis betrifft die anvisierten Nutzfrequenzen. LTE auf dem Land konnte nur ein Erfolg werden, da hierfür ein Band mit weitreichenden Frequenzen bei 800 MHz zur Verfügung steht (damals die Digitale Dividende). Aktuell kommt für 5G nur ein Bereich bei 700 MHz in Frage. Ansonsten stehen momentan lediglich Bänder bei 2 und 3.6 GHz zur Disposition, die im Juni 2019 versteigert worden. Diese sind gänzlich ungeeignet um in der Fläche Internet per Funk auszubauen, da die Zellreichweite hier deutlich unter 1 km liegt, während sich mit 800 oder 700 MHz auch Areale von 10-15 km ausleuchten lassen.

Hindernis 3)
Einer der wichtigsten Stolpersteine für 5G im ländlichen Raum dürfte aber die hierzulande unzureichende Glasfaserversorgung sein. Die Infrastruktur mit Fiber hat in Deutschland leider noch Entwicklungslandcharakter. Auch die Politik scheint es nicht eilig zu haben hier Weichen zu stellen. Ohne eine performante Anbindung aller Mobilfunkmasten mit Glasfaser ans Kernnetz, nützt nur leider die beste Funktechnik nichts. Denn die anfallenden Daten müssen schließlich vom Mast auch weitergeleitet werden. Erst eine Beschleunigung des Glasfaserausbaus geht daher einher mit leistungsstarker 5G-Versorgung in der Fläche.

Hindernis 4)
Wie so oft im Leben, sprechen auch die zu erwartenden Kosten zunächst gegen eine rasche Verbreitung von 5G außerhalb der Städte. Die Mobilfunkprovider haben für die 5G-Lizenzen wieder mehrere Milliarden Euro (6,6 Mrd) auf den Tisch gelegt. Geld das nun für den Netzausbau fehlt. Die Anbindung weniger hundert Kunden mit teuren Aufrüstungen an den Funkmasten wird sich lange Zeit kaum lohnen.

Wie sehen das Experten?
Auch Fachleute aus Politik und Wirtschaft sehen flächendeckendes 5G eher skeptisch. „Das einfache Versprechen, flächendeckend 5G – überall, für alle – ist auf Sicht weder bedarfsgerecht, noch realistisch zu finanzieren“, so Prof. Dr. Helge Braun, der Chef des Bundeskanzleramts, auf dem UdL Digital Talk im Telefónica BASECAMP in Berlin im September 2018.
(diverse Quellen)

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Interessanter Artikel, sowie Kommentare dazu. Ich frage mich allerdings, ob nicht wirklich etwas an den Warnungen vor 5G dran ist, denn immerhin haben 230 Wissenschaftler aus über 40 Ländern an die EU appelliert, ein Moratorium auf den Ausbau von 5G zu setzen, bis dessen Auswirkungen auf Menschen besser erforscht ist. Sicherlich kann man dies nicht so leicht vom Tisch wischen, wie die Aussagen von ein paar vermeintlich unglaubwürdigen Autoren, die sich das ZDF mal schnell zusammengesucht hat, oder???
https://www.jrseco.com/wp-content/forum/uploads/2017-09-13-Scientist-Appeal-5G-Moratorium.pdf

Mach Dir keine Sorgen, Clemens, ich bekomme auch Kopfschmerzen, wenn ich das UKW Radio anschalte :smiley:

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