Windows 11 mit Rufus aber als ISO für VM

Ich habe von massgrave.dev eine ISO für Windows 11 geholt und mit Rufus auf’n USB-Stick gespeichert.

Dabei hab ich mit Rufus allen unnötigen Kram deaktivieren lassen, wie unsupportete CPU, TPM, MS-Konto etc. Die Installation hat auf einigen alten Rechnern und Laptops wunderbar funktioniert.

Aber jetzt möchte ich Windows auf einer VM installieren. Dort kann ich jedoch den USB Stick nicht anschliessen. Darum hab ich ebenfalls wieder mit Rufus vom USB-Stick eine ISO zurückschreiben lassen, in der Hoffnung, dass dann alle Hacks darin enthalten sind.

Leider bootet diese ISO beim Erstellen der VM nicht. Ebenso der 2. Versuch mit einem VHDX Container nicht.

Hat jemand eine Idee?

Diese „unsupported CPUs“ müssen aber die SSE 4.2-Befehlszeile besitzen, um Win 11 ab Release 24H2 installieren zu können!

Als Beispiel:

Der ältere (10 - 15 Jahre), aber potente Prozzi:

  • AMD Phenom II x6 1045T

…würde hardwareseitig eigentlich in die Wndows 11 - Spezifikationen passen. Ihm fehlt aber das SSE 4.2 (inkl. dem zugehörigen POPCNT-Befehl).
Ab Windows 11 24H2 ff. ist das OS aber genau auf diesen Befehlssatz angewiesen! Dies kann man aber auch nicht mit einem „Registry-Hack“ umgehen oder abschalten!!
Intel führte diese Funktion mit Nehalem (2008) ein, und AMD übernahm sie kurz darauf.
Wenn deine CPU zu alt ist, kannst du nur bis zur Windows 11 Version 23H2 verwenden…

Na, so alt sind die Geräte nicht mal. Also SSE 4.2 unterstützt die CPU schon mal. Meist fehlt es wohl am TPM.

Aber ich weiss nicht genau, was für Tricks Rufus anwendet und wie ich zu einer bootbaren Installations-ISO anstelle des USB-Sticks komme.

Nur, das Rufus normalerweise kein Prob mit dem TPM hat…! Also muss es wohl an etwas anderem liegen?
Hast du schonmal ins BIOS / UEFI geschaut, ob es da irgendwas zum Klemmen geben könnte?
Auch noch möglich wegen TPM:
Wenn du v1.3 laufen hast, wird das Rufus-Skript der ISO bzgl. TPM eventuell nicht aktiviert…und auf v1.3 lüppt 11 nicht!
Dann entweder TPM upgraden oder die Ausführung des gesamten Skripts „erzwingen“!

Meines Wissens kann der das nicht in der Richtung. Bau den Stick mit Rufus und danach kannst du aus den Daten auf dem Stick mit NTlite ne ISO erstellen (1:1)
Bzw. mit jeder freien Brenner-Software z.B. xpBurner o.ä.

So ein mit Rufus erstellten USB-Stick habe ich schon. Der läuft auch für die Installation auf Geräten. Aber für 'ne VM brauch ich eine ISO-Datei.

Rufus kann auch einen USB-Stick wieder als ISO oder VHDX speichern. (Oben rechts mit dem Disketten Symbol). Aber leider waren diese Dateien mit der VM nicht bootbar.

Ich versuch’s später mal mit NTlite, das kenn ich noch nicht.

Wieso eigentlich nicht?

Weil auf einem Server eigentlich nicht jeder Honk einfach einen USB-Stick einstecken darf. :grinning:

Letztendlich muss ich es aber doch so machen. Alle anderen Versuche mit virtuellen Laufwerken über Containerdateien wie VHDX funktionierten nicht wie gewünscht.

Beim Colo geht das…!
:wink: :laughing:

Möglichkeiten über WinPE:

Die Verwendung von WinPE-Modifikationen mit WinBuilder ist eine weitere fortgeschrittene Methode, um eine angepasste Windows PE-Umgebung zu erstellen, die Hardwareprüfungen während der Windows 11-Installation auf nicht unterstützter Hardware umgehen kann. Dieser Ansatz beinhaltet die Erstellung einer bootfähigen Windows-Vorinstallationsumgebung (WinPE) mit spezifischen Modifikationen, um TPM, Secure Boot, CPU und andere Hardwareanforderungen zu überspringen.

Wie installiert man Windows 11 26h1 auf nicht unterstützter Hardware?

  1. WinPE-Umgebung vorbereiten
    Verwenden Sie WinBuilder oder ähnliche Tools wie WinPE Creator, um ein benutzerdefiniertes bootfähiges WinPE-Image zu erstellen.
    Integrieren Sie die notwendigen Treiber, Skripte und Modifikationen, um Hardwareprüfungen zu umgehen.

  2. Windows 11-Setup-Dateien integrieren
    Kopieren Sie den Inhalt der Windows 11 ISO-Datei in die WinPE-Umgebung.
    Den Setup-Prozess innerhalb von WinPE so modifizieren, dass Hardware-Kompatibilitätsprüfungen übersprungen werden, oft durch Einfügen von benutzerdefinierten Skripten oder Registry-Änderungen, die während des Setups ausgeführt werden.

  3. Bootfähige Medien erstellen
    Exportieren Sie die angepasste WinPE-Umgebung als bootfähigen USB-Stick oder ISO-Datei.
    Starten Sie Ihr nicht unterstütztes System von diesem Medium.

  4. Führen Sie das Windows 11-Setup von WinPE aus.
    Starten Sie das Setup in dieser Umgebung.
    Die kundenspezifischen Anpassungen sollten es ermöglichen, die Einrichtung trotz nicht unterstützter Hardware durchzuführen.

Vorteile der Installation von Windows 11 26h1 auf nicht unterstützter Hardware:
Mehr Kontrolle über den Einrichtungsprozess.
Fähigkeit, Hardwareprüfungen mithilfe von Skripten zu umgehen.
Geringeres Risiko einer Beschädigung der ISO-Datei, da die Änderungen in einer kontrollierten Umgebung vorgenommen werden.


Möglichkeiten über Win11-Req-Bypass:

Win11-Req-Bypass ist eine leichtgewichtige, skriptbasierte Methode, mit der die Hardware-Anforderungsprüfungen von Windows 11, einschließlich TPM 2.0, Secure Boot, nicht unterstützter CPU, RAM und Speicherbeschränkungen während der Installation, umgangen werden können.

Im Gegensatz zu GUI-Tools funktioniert es durch das Einfügen von Registrierungsschlüsseln oder mithilfe einer AutoUnattend.xml-Antwortdatei, die Windows Setup anweist, Kompatibilitätsprüfungen zu ignorieren. Da es auf dem nativen Windows-Setup-Verhalten basiert und keine Systemdateien verändert, bleibt es auch bei neueren Builds wie Windows 11 26H1 wirksam, solange Microsoft die gleiche Setup-Logik beibehält.

So installieren Sie Windows 11 26H1 auf einem nicht unterstützten PC

Schritt 1: Laden Sie die offizielle Windows 11 26H1 ISO-Datei von Microsoft herunter (Release Preview / Insider, je nach Verfügbarkeit).

Schritt 2: Verwenden Sie ein beliebiges Standardtool, um ein normales Windows 11-Installationsprogramm zu erstellen.

Schritt 3: Platzieren Sie eine vorkonfigurierte AutoUnattend.xml-Datei im Stammverzeichnis des USB-Laufwerks.

Schritt 4: Kehren Sie zum Installationsprogramm zurück, wählen Sie Ihre Edition aus, partitionieren Sie die Festplatte und schließen Sie die Installation von Windows 11 26H1 wie gewohnt ab.

Win11-Req-Bypass ist eine saubere, skriptbasierte Alternative zu Flyby11, die sich hervorragend für die Installation von Windows 11 26H1 auf nicht unterstützten PCs eignet. Es benötigt weder modifizierte ISOs noch Patching-Tools von Drittanbietern und kann auf mehreren Rechnern wiederverwendet werden. Obwohl es keine grafische Benutzeroberfläche besitzt, bietet es maximale Flexibilität und ist eine der zukunftssichersten Methoden, die Hardwareprüfungen von Windows 11 zu umgehen.


Möglichkeiten über „ISO-Chirugie“:

Informationen zum Upgrade oder zur Installation von Windows 11 26H1 auf nicht unterstützter Hardware. Die Verwendung von „ISO-Chirurgie“ mit 7-Zip ist eine gängige Methode, um eine Windows 11-ISO-Datei für die Installation auf nicht unterstützter Hardware, wie z. B. älteren PCs, die die offiziellen Microsoft-Anforderungen nicht erfüllen, vorzubereiten. Hier ist ein allgemeiner Überblick über den Vorgang:

  1. Besorgen Sie sich die Windows 11 ISO-Datei.

    Laden Sie die offizielle Windows 11 26H1 ISO-Datei von der Microsoft-Website herunter.

  2. Öffnen Sie die ISO-Datei mit 7-Zip.

    Verwenden Sie 7-Zip, um den Inhalt der ISO-Datei in einen Ordner auf Ihrem PC zu extrahieren.

  3. Ändern Sie die Registrierungsdateien oder entfernen Sie die Kontrollkästchen.

    Navigieren Sie innerhalb der extrahierten Dateien zum Ordner „Sources“.
    Suchen und bearbeiten Sie die Datei appraiserres.dll: Einige Anleitungen empfehlen, diese Datei zu ersetzen oder zu entfernen, um die Hardwareprüfung zu umgehen.
    Alternativ dazu modifizieren einige Benutzer setup.exe oder andere Dateien oder erstellen während der Installation einen Registrierungsschlüssel, um die TPM-, Secure Boot- und CPU-Prüfungen zu umgehen.

  4. ISO-Datei neu packen

    Nach den Änderungen verwenden Sie 7-Zip, um ein neues ISO-Image der geänderten Dateien zu erstellen.

  5. Booten und Installieren

    Starten Sie von dieser benutzerdefinierten ISO-Datei und installieren Sie Windows 11 26H1 auf nicht unterstützter Hardware . Während der Installation müssen Sie möglicherweise die Hardwareprüfung umgehen, z. B. mit Befehlen wie Shift+F10, um die Eingabeaufforderung zu öffnen und regedit auszuführen, um die Prüfungen zu deaktivieren.

Event. hilft sowas ja schon?

:memo: Vorbereitung

Bevor du loslegst, stell sicher, dass du folgende Komponenten bereit hast:

  • Virtualisierungssoftware : Oracle VirtualBox, VMware Workstation Player oder Proxmox VE.
  • Rufus : Lade die aktuelle Version von der offiziellen Website herunter (z.B. die portable Version) .
  • Windows 11 ISO : Lade das Image von der offiziellen Microsoft-Website herunter (wähle „Windows 11 (multi-edition ISO for x64 devices)“) .

:hammer_and_wrench: Schritt 1: Installationsmedium mit Rufus erstellen

Dieser Schritt findet auf deinem Host-PC statt. Rufus modifiziert die ISO so, dass die späteren Prüfungen auf TPM, Secure Boot und das Erzwingen eines Microsoft-Kontos umgangen werden .

  1. Starte Rufus und stecke einen leeren USB-Stick (mindestens 8 GB) an deinen PC.
  2. Unter „Gerät“ wählst du deinen USB-Stick aus.
  3. Klicke auf „Auswahl“ und navigiere zu deiner heruntergeladenen Windows 11 ISO-Datei.
  4. Rufus zeigt nun die „Benutzeroberfläche für Windows-Erfahrung“ an. Hier setzt du folgende Haken:
  • „Anforderungen für TPM 2.0 (Trusted Platform Module) umgehen“
  • „Anforderungen für Secure Boot umgehen“
  • „Erstellung eines Microsoft-Kontos überspringen“ (optional, ermöglicht ein lokales Benutzerkonto) .
  1. Klicke auf „Start“ und bestätige den Warnhinweis, dass alle Daten auf dem USB-Stick gelöscht werden.

:gear: Schritt 2: Virtuelle Maschine vorbereiten

Die Einstellungen in deiner VM sind wichtig, damit sie von dem vorbereiteten USB-Stick booten kann .

  • Aktiviere EFI/UEFI : In den Einstellungen der VM musst du „EFI“ (oder UEFI) aktivieren und „Secure Boot“ deaktivieren . Rufus’ Änderungen umgehen die Secure Boot-Prüfung, aber die VM muss im richtigen Modus starten.
  • Füge den USB-Stick hinzu : Starte die VM noch nicht. Gehe in die Geräte-Einstellungen deiner VM und füge deinen USB-Stick als Boot-Medium hinzu. In VirtualBox geht das über das „USB“-Menü oder indem du den Stick im „Controller: USB“ -Bereich hinzufügst .

:laptop: Schritt 3: Windows 11 in der VM installieren

Jetzt startest du die eigentliche Installation innerhalb der virtuellen Umgebung.

  1. Starte die VM : Sie sollte nun von deinem Rufus-USB-Stick booten.
  2. Windows-Setup : Der Installationsprozess läuft standardmäßig ab.
  3. Die große Erleichterung : Da Rufus die Prüfungen bereits aus der ISO entfernt hat, wird die Installation nicht nach TPM 2.0 oder einem unterstützten Prozessor fragen . Du landest direkt bei der Auswahl der Festplatte und der Benutzerkonten-Erstellung.

:warning: Wichtige Hinweise und Risiken

Diese Methode simuliert nur die fehlende Hardware (vTPM) nicht, sondern entfernt die Prüfungen aus der Installation. Das hat einige Konsequenzen:

  • Kein offizieller Microsoft-Support : Microsoft bietet keinen Support für Systeme, die mit umgangenen Hardware-Checks installiert wurden .
  • Updates sind ein Risiko : Während kleinere Sicherheitsupdates in der Regel problemlos funktionieren, könnten große Funktionsupdates (wie das jährliche „Moment“-Update) die fehlende Hardware erkennen und die Installation verweigern .
  • Stabilität : Microsoft hat die Anforderungen (besonders TPM 2.0 und die CPU-Liste) nicht ohne Grund eingeführt. Auf sehr alter Hardware kann die Performance in Windows 11 eingeschränkt sein .

Ein sicherer Ansatz wäre, statt die Prüfungen auszuhebeln, eine VM mit vTPM (virtual TPM) zu erstellen. Das bieten moderne Versionen von VirtualBox und VMware an. Das wäre die „legale“ und zukunftssicherere Variante, die allen Windows 11-Anforderungen entspricht .

:wink:

Vielen Dank für die Anleitungen.

Aber ich habe es gestern doch mit dem Rufus-Stick geschafft, aber auch erst im 2. Anlauf.

Wie gesagt, ich wollte deswegen halt zuerst nicht einen produktiven Server mit mehreren VMs runterfahren.

Ein paar Fallen haben die Installation zusätzlich erschwert. Auf dem Server gibt es wohl kein UEFI oder TPM oder es ist nicht aktiviert oder was auch immer. Damit kann man z.B. auf VMs auch kein virtuelles TPM hinzufügen. Und ich hatte kein Bock jetzt etwas im BIOS zu ändern, mit dem Risiko, dass der Server nachher nach vielen Jahren einwandfreier Funktion nicht mehr richtig bootet und ich einen längeren Ausfall habe. Never change a running System.

Auch den Rufus-Stick musste ich nochmal neu erstellen und diesmal im MBR-Modus statt im UEFI Modus. Dann hat es aber auch funktioniert und ich habe nun eine VM mit Windows 11.

Fun Fact nebenbei:

Was auch FAST funktioniert hätte, war folgendes: Mit Win11 auf einem anderen Rechener ein sog. virtuelles Laufwerk erstellen. Das ist letztendlich eine Datei, ein VHD bzw. VHDX Container und wird von Rufus auch als beschreibares Medium erkannt, also gleich wie der USB-Stick. Auch in diesem Fall musste ich auf dem virtuellen Laufwerk im MBR-Format speichern.
Diese Datei konnte ich auf den Server kopieren und von dort eine VM (mit QEMU) erstellen. Auch das funktionierte. Das Schräge aber war, das ich nach der Installation die Windows-Bootpartition auf der VHDX Datei hatte und in der der VM die komplette Windows Installation. Das heisst beim Starten der VM musste auch die Datei mit eingebunden sein. Die VM hatte keine Bootpartition. Keine Ahnung warum die Installationroutine so seltsam vorgegangen ist.

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