Aus reiner Neugierde gefragt: Was könnte man sich an so eine Adresse schicken lassen? Ohne dass das Einsatzkommando bei diesen Partnershops regelmässig mal 'ne freundliche Nachfrage macht?
am Ende geht’s hier vor allem um Privatsphäre. Wenn die eigene Adresse gar nicht erst bei Shops oder Dienstleistern landet, kann sie auch nicht geleakt oder für Doxxing genutzt werden.
Was konkret bestellt wird, spielt dabei keine Rolle. Viele möchten einfach nicht, dass bestimmte Sendungen dauerhaft mit ihrem echten Namen verknüpft sind – sei es aus persönlichen Gründen oder einfach aus Gründen der Datensparsamkeit.
Danke fürs Hervorheben: admin.thorpaket.de war eine Legacy-Domain aus dem Entwicklungsprozess und zeigte auf ein altes Frontend. Wird entsprechend bereinigt.
Wenn noch konkrete Fragen offen sind, gerne her damit.
Was ihr anbietet, hab ich schon verstanden. Aber ich sehe halt kein tragfähiges Businessmodell dahinter.
Kein Mensch bezahlt m.M.n. im Voraus ca. 11,- Euro pro Paket nur um dann quer durch Deutschland zum Abholen zu fahren und dies nur deswegen, weil er bei Amazon seine Adresse nicht angeben kann.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ihr mal so auf die Schnelle mit DHL und Konsorten konkurrieren könnt und ein paar Tausend Abholstellen aufweisen könnt.
Der einzige Grund, den ich persönliche sehe, sind Leute, die sich schwer illegales Zeug zuschicken lassen möchten. Das könnt ihr ja dann auch nicht kontrollieren.
Am Ende seit ihr, vor allem aber die Abholstellenbetreiber, wegen allen denkbaren Straftaten im Visier. Von Hehlerei, Vertrieb illegaler Substanzen, Kinderpornografie bis Geldwäsche wäre für mich alles denkbar.
Und wenn’s im Karton rappelt, vielleicht auch noch Menschenhandel.
Wir bauen das Netzwerk aktuell schrittweise aus und orientieren uns dabei an der tatsächlichen Nachfrage. Wer Bedarf in seiner Stadt hat, kann sich über unser Formular eintragen – das hilft uns bei der Priorisierung.
Dasselbe Argument das du erwähnst wurde gegen Tor, VPN-Anbieter, verschlüsselte Messenger und Prepaid-SIMs gerichtet. Sie alle können missbraucht werden — und bei allen überwiegt der legitime Nutzen.
Wir ermöglichen nichts was nicht bereits möglich wäre — sogar ohne dass man dafür in einen Laden gehen müsste. Packstationen, Ferienwohnungsadressen, fremde Briefkästen existieren längst.
Zur Haftung der Partnershops: Jeder Shop hat einen Vertrag der ihn als passiven Empfänger definiert — rechtlich identisch mit jedem anderen Paketshop in Deutschland. Die strafrechtliche Verantwortung liegt beim Absender, nicht beim Shop der ein Paket entgegennimmt ohne den Inhalt zu kennen.
Also ich finde da gibt es schon Unterschiede. Bei den von dir erwähnten digitalen Diensten sind einige wirklich weitgehend anonym oder sitzen ausserhalb der Gerichtsbarkeit.
Ihr hingegen habt ein ladungsfähiges Impressum und die Paketshops sind auch vor Ort greifbar. Und ein allfälliger Vertrag zwischen euch hat natürlich keinerlei Wirksamkeit in Sachen Strafverfolgung. Das ist höchstens eine zivilrechtliche Angelegenheit. Dazu kommt noch, dass ihr das gewerblich macht, im Gegensatz zu Privaten.
Jetzt weiss ich natürlich nicht, wie das so in Deutschland gang und gäbe ist, aber in der Schweiz würde die Post sicher nicht einfach an Empfänger mit erfundenen Namen Briefe oder Waren zustellen. Wer als Firma nicht im Handelsregister ist oder sich als Privater ausweisen kann, wird da wohl Probleme haben. Und als Vermieter würde ich auch nicht akzeptieren, dass an den Briefkästen irgendwelche unbekannte Namen angeklebt werden.
Wohlverstanden, ich will dein Projekt nicht madig reden, ich bin auch kein Jurist, aber ich hab da viele rechtliche Bedenken.
Ausserdem sehe ich da wenig Nutzwert, weswegen ich einleitend gefragt habe, ob jemand weiss, was man man damit sinnvoll versenden könnte. Das Hardwarewallet von @smokedope wäre sowas.
Wie würde das eigentlich rectlich aussehen, wenn ich was bestelle z.B ne Uhr für 5.000€. Diese wird hochversichert von UPS an den Abholer-Shop ausgeliefert und quittiert…Jetzt kommt das Teil in dem Shop irgendwie weg.
Rein logistisch hat UPS die Uhr beim Empfänger ordnungsgemäß abgeliefert. Wer haftet denn dann, wenn das Paket beim Empfänger selber verschwindet??
Naja wer bestellt ne 5000€ Uhr auf Fakenamen, eigentlich nur Carder. Dazu sind private Drops aber besser geeignet und ein Läufer der die Ware entgegenimmt. Würde mal sagen wenn das Paket in der Schneiderei oder der Inhalt verschwindet gehste leer aus und bist die 5.000€ los.
Kannst ja versuchen Thorpaket zu verklagen, aber da es ja ein „Fakename“ war, viel Spaß beim Anwalt vor Gericht. Sage die Kohle siehst du nie wieder.
Gibt ja mittlerweile auch zig andere Dienste wie Dropfriends wo keiner nachfragt ob wirklich der Besteller was abholt da es an private Adressen geht die genauso ne Ladungsfähige Adresse haben, da wird die Haftung in den AGBs mal ganz klein dem „Vermittler“ untergeschoben.