Sonntag, 1. März
Guten Morgen zusammen ![]()

„S’ist wieder März geworden“ singt die Folkgruppe Zupfgeigenhansel. Das auf dem im März 1849 von August Freiherr von Seckendorff verfassten gleichnamigen Gedicht basierende Lied thematisiert, poetisch verschlüsselt, das Scheitern der Revolution von 1848 und die Wiederkehr der alten, reaktionären Mächte. Wenn man sich in der Politik so umschaut könnte der Song durchaus neue Aktualität gewinnen.
Jup, der März startet, das Wochenende neigt sich leider zum Ende - so ist das Leben!
Das Neueste:
=> Iran bestätigt Tod von Chamenei • Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei ist tot. Nachdem US-Präsident Donald Trump den obersten Führer im Iran bereits am Abend für tot erklärt hatte, bestätigten in der Nacht auch iranische Staatsmedien, Chamenei sei getötet worden. Nun soll ein Rat, dem drei Mitglieder angehören sollen, das Land vorübergehend führen.
Auch einen Tag nach Beginn der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran gingen die Kämpfe weiter. Israel hat in der Nacht weitere Angriffe auf militärische Ziele im Iran durchgeführt. Der Iran startete ebenfalls Gegenangriffe auf Israel und weitere Länder in der Region. Da der Iran die Seestraße von Hormus blockiert, haben mehrere Reedereien, Ölkonzerne und Handelshäuser ihre Fahrten durch die Meerenge eingestellt. Dies betrifft den Transport von Rohöl, Treibstoff und Flüssigerdgas.
Für viele Iraner in NRW bringt der Ausbruch des Krieges einerseits neues Leid: Nach der brutalen Niederschlagung der Protestbewegung müssen sie sich wieder um ihre Angehörigen sorgen. Andererseits hoffen sie auf ein Ende des verhassten Regimes. Bei mehreren Demonstrationen in NRW-Städten zeigten die Teilnehmer Unterstützung für die Militäraktion. Auch heute wollen Menschen in NRW auf die Straßen gehen. Unter anderem ist in Düsseldorf ab 14 Uhr eine Demo mit rund 3.500 Menschen angemeldet. Das Motto ist „Freiheit für Iran“.
=> Noel Gallagher gewinnt „Brit Award“ - ohne Song: In Manchester sind am Abend die „Brit Awards“ verliehen worden. Zum ersten Mal fand die Verleihung des Musikpreises außerhalb von London statt. Gewinnerin des Abends war Olivia Dean, die vier Preise abräumte. Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Mitglied der Britpop-Band „Oasis“, Noel Gallagher. Er gewann den Preis als bester Songwriter des Jahres - obwohl er seit Jahren für Oasis keinen neuen Songs mehr veröffentlicht hat. Entsprechend ironisch fiel dann auch Gallaghers Rede aus, in der er seinem Bruder und den anderen Bandmitgliedern dankte. Sie hätten die Songs lebendig gehalten. „Ohne sie wäre ich nur ein Sänger und Songwriter - und um Sänger und Songwriter schert sich kein Mensch!“
=> Sarah Engels singt für Deutschland beim ESC: Die Kölner Sängerin Sarah Engels hat den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Damit kann die 33-Jährige im Mai, Deutschland bei dem internationalen Musikwettbewerb in Wien vertreten. Engels, die durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt wurde, tritt mit dem Lied „Fire“ für Deutschland an.
Quelle
Spruch des Tages:

Heute ist auch der Meteorologische Frühlingsanfang
Der Frühlingsbeginn, also der Anfang der Jahreszeit Frühling, kann entweder astronomisch, meteorologisch oder phänologisch (nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen) bestimmt werden.
In der Meteorologie beginnt der Frühling immer am 1. März. Er wurde aus Gründen der einfacheren Statistikführung auf einen Monatsersten gelegt und ist (meteorologisch gesehen) - wie auch die drei anderen Jahreszeiten Sommer, Herbst und Winter - genau drei Monate lang. So können Jahreszeiten einfacher in „trocken“, „heiß“, „kalt“ etc. eingeteilt werden.
Equal Care Day ist auch heute
Die Initiative ‚Equal Care Day‘ macht am 29. Februar auf die mangelnde Wertschätzung von Fürsorgearbeit aufmerksam. Er erinnert an den geringen Stellenwert, den Carearbeit insgesamt, die Bildung und Erziehung von Kindern, das Pflegen von Kranken, Alten, Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft hat. Wer pflegt, versorgt, kocht, putzt, räumt auf, wäscht und kümmert sich – und zu welchem Preis?
Jede*r zehnte Beschäftigte arbeitet mittlerweile in einem Gesundheits- oder Pflegeberuf, wobei der Frauenanteil in diesem Bereich deutlich größer ist, als bei der Gesamtbeschäftigung. Tatsächlich wird 80% der Care-Arbeit in Deutschland von Frauen geleistet – im professionellen, ehrenamtlichen und privaten Bereich. Streng genommen gibt es den Equal Care Day also nur in den Schaltjahren, da Frauen bereits in einem Jahr so viel Care-Arbeit erbringen wie Männer in vier Jahren.
Der Gender Care Gap ist also die Großmutter des Gender Pay Gap, und leider wird sich aktuell nur schlecht um sie gekümmert. Auf der Equal Care Day-Konferenz 29.2.2020 in Bonn ist das Equal Care-Manifest entstanden, das mit seinen Forderungen und Lösungsansätzen seither als Grundlage und Übereinkunft für die Arbeit der Initiative gilt.
Dann ist noch Zero Discrimination Day
UNAIDS ruft dazu auf, an diesem Tag ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen. Viele Menschen erfahren in ihrem Leben Diskriminierung - aufgrund der unterschiedlichsten Merkmale. Auch Menschen mit HIV erleben immer wieder Ablehnung und Ausgrenzung aufgrund ihrer Infektion. Das hält viele Menschen davon ab, offen und ehrlich mit HIV umzugehen oder sich testen zu lassen. Diskriminierung steht der Prävention im Wege und schränkt das Leben von HIV-positiven Menschen ein. Diskriminierung besteht auch, wenn nicht alle Menschen einen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben, z. B. weil sie keinen sicheren Aufenthaltsstatus in unserem Land haben.
Außerdem ist heute noch Welttag des Kompliments
Jeder erhält gern ein Kompliment. Menschen wachsen dann über sich selbst hinaus. Fehler werden leicht gesehen, es fällt uns aber oft schwer, unsere Anerkennung und Wertschätzung für gute Leistungen zum Ausdruck zu bringen. Aber gerade dann, wenn es gut läuft oder ein Auftrag gut erledigt wurde, sind Komplimente wichtig. Komplimente steigern das Selbstvertrauen. Außerdem wirst du sehen, dass Menschen, denen du ein Kompliment machst, im Gegenzug gern etwas für dich tun werden. Komplimente können aber auch ganz gut daneben liegen, wie eine kleine Sammlung von Missgriffen zeigen kann: „Mit deinem Hinterteil sitzt du bestimmt ganz gut!“ „Du hast wunderschöne Brüste, Klaus!“ „Hast du Zucker in den Augen, oder bist du immer so süß?“ „Hast du Pfeffer auf´m Kopf, oder bist du immer so scharf?“ „Ey braut, krieg isch deine telefonnr.?“ Die Reihe ließe sich unendlich fortsetzen.
In den USA ist heute noch Nationaler Tag des Schweines
Der Feiertag wurde 1972 von den Schwestern Ellen Stanley und Mary Lynne Rave ins Leben gerufen. Der Zweck des Tag des Schweines ist es, dem Schwein seinen Platz als eines der intelligentesten Haustiere des Menschen zuzugestehen. Der Feiertag wird am meisten im mittleren Westen der USA gefeiert.
Wahrscheinlich gibt’s zu Ehren dieses schlauen Tieres ein feierliches Schnitzelessen - was für ne Schweinerei ![]()
Übrigens - passend dazu gibt’s den Reinhard Mey-Song „Die Würde des Schweins …“
Schließlich gibt’s noch den Welttag des Seegrases
Am 1. März ist UN-Welttag des Seegrases (UN World Seagrass Day). Mit dem erst zum zweiten Mal stattfindenden Welttag will die UN zur Aufklärung über die Bedeutung von Seegraswiesen für die marine Artenvielfalt und den Klimaschutz beitragen. Gleichzeitig will man auf die Gefahren, denen dieses Ökosystem ausgesetzt ist, aufmerksam machen. „Die Ökosystemleistungen von Seegraswiesen sind phänomenal, werden aber leider immer noch unterschätzt. Doch nach allem, was man bislang weiß, sind sie ein Meeresökosystem der Superlative. Seegraswiesen haben eine enorme ökologische und wirtschaftliche Bedeutung. Sie sind die vielleicht potenteste natürliche Kohlenstoffsenke, dienen vielen Tausend Tierarten als Lebensraum, für die Fortpflanzung und als Nahrungsgrundlage. Und das ist lange noch nicht alles, was Seegraswiesen können“, verdeutlicht der Biologe Ulrich Karlowski von der Deutschen Stiftung Meeresschutz.
Weitere Tage, die ich heute noch gefunden habe, auf die ich aber wegen begrenzter Zeit heute Morgen nicht mehr eingehen will: Tag der Selbstverletzung, Darmkrebsmonat, Verreise mal alleine Tag, Tag der Erdnussbutter, und Namensvetter Tag. Wer mehr Interesse hat, mag ein bisschen rumgoogeln ![]()
Ansonsten am 1. März:
2023 - Die Corona-Testpflichten für den Zutritt zu Gesundheitseinrichtungen sind aufgehoben. Auch die Maskenpflicht für deren Beschäftigte gilt laut einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums nicht mehr.
2020 - Ab dem 1. März gilt in Deutschland eine Impfpflicht gegen Masern. Nicht nur Kinder, auch einige Erwachsenengruppen müssen nachweisen, dass sie immun gegen die Krankheit sind.
2014 - Der russische Föderationsrat stimmt auf Bitten von Kremlchef Wladimir Putin einem Militäreinsatz auf der Krim zu.
2012 - Der Europäische Gerichtshof bremst den Führerscheintourismus. In anderen EU-Ländern erworbene Ersatzführerscheine sind nur gültig, wenn ihr Besitzer wirklich im Ausland gewohnt hat.
2011 - Der CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg (*1971) erklärt seinen Rücktritt als Bundesminister der Verteidigung (2009-2011). Die Berichte um die Plagiatsaffäre hatten seit dem 16. Februar 2011 alle Medien beherrscht. Am 21. Februar 2011 erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel „Ich habe keinen wissenschaftlichen Assistenten oder einen Promovierenden oder einen Inhaber einer Doktorarbeit berufen, sondern mir geht es um die Arbeit als Bundesverteidigungsminister […]“ Diese Aussage löst einen Sturm der Entrüstung zahlreicher Hochschulen und Wissenschaftler aus. Am 23. Februar wird zu Guttenberg von der Universität Bayreuth der Doktorgrad aberkannt. Die Internetplattform GuttenPlag Wiki belegt (am 1. März 2011) plagiierte Stellen auf 324 von 393 Seiten in zu Guttenbergs Dissertation.
2007 - P. Diddy darf sich in Großbritannien nicht „Diddy“ nennen. Der Grund: Der Londoner Produzent Richard „Diddy“ Dearlove klagte das Recht auf den Namen vor Gericht ein und gewann. In Großbritannien gebraucht der Rapper deshalb seinen alten Namen Puff Daddy. Das Gerichtsurteil hat noch weitreichendere Folgen: Er darf auf seiner UK-Tour einen Song seines Albums „Press Play“ nicht darbieten. In dem Song bezeichnet er sich nämlich selbst als „Diddy“. P. Diddy hat überall auf der Welt einen anderen Künstlernamen. In Europa - mit Ausnahme von Großbritannien - nennt er sich P. Diddy. In den USA heißt er nur Diddy.
2000 - Die Fernseh-Sendung „Big Brother“ startet auf RTL II.





















