Kommentare zu folgendem Beitrag: Lesetipps: ein Privacy-Rechner und ein Reiseführer zur Online-Anonymität
Lesetipps: Augen auf beim „smarten“ Weihnachtskauf. Ein Privacy-Score-Rechner. „The Hitchhiker’s Guide to Online Anonymity“. YouTube Vanced.
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Naja, der Rechner ist aber auch „etwas“ speziell, um es gelinde zu sagen. Warum? Ich schreibe mal kurz meine Meinung zu den Antworten:
Man sieht also, dass die Wertung hier nicht ganz stimmig ist, wenn man die Antworten aufdröselt.
Kein Gemecker bei den Antworten für die Wahl der Suchmaschine. Passt.
Sich gegen Supercookies und seitenübergreifende Cookies zu wehren, ist eine gute Idee und sollte auch gemacht werden. Hierzu bieten viele Browserhersteller schon passende, mitgelieferte Mittel. Addons zur Verwaltung der Cookies bzw. ein effizienteres Whitelisting komplettieren das Unterfangen.
Ich spare mir das Auflisten diesmal und komme gleich zum Punkt: Es ist komplett irrelevant, welchen Cloud-Speicher man nutzt, sofern man die Dateien und Dateinamen verschlüsselt ablegt. Cryptomator ist Opensource und macht die Wahl des Speichers zur persönlichen Präferenz - ohne die Datenschutzbedenken anzukratzen.
Selbstredend. Hilft aber leider wenig, wenn der Gegenüber keine Ahnung hat, was er mit meiner verschlüsselten Nachricht anstellen soll. Leider. Sofern PGP nicht von großen Unternehmen wie Microsoft, Google, Yahoo, GMX und Yandex als Standard implementiert wird.
Auch hier gleich zum Punkt: Was hilft mir das beim Datenschutz, wenn der Rechner nur lokal und einer Person verwendet wird? Bei einem Laptop lasse ich mir das einreden, aber generell ist die Frage zu schwammig formuliert. Generell hilft eine verschlüsselte Festplatte nur dann, sofern eventuell mehre Personen darauf Zugriff haben (könnten).
Also wenn man nun Skype, Viber, Hangouts und dergleichen verwendet, bekommt man 5 Punkte - für Telegram nur 2? Ähm… am Thema vorbei? Jepp: Komplett vorbei. Sorry.
Autsch. „Andere“ mit 0 Punkte? Mastodon mit 10? Was ist mit anderen dezentralen Netzwerken, wie etwa LBRY? Blockchain-basierende Netzwerke? Ebenfalls - auch wenn anders behauptet - behaupte ich, dass Youtube nicht als „Social Media“-Seite gesehen werden kann, sofern man nur Videos schaut, sich nicht anmeldet und brav sämlichte Werbung blockiert; keine Kommentare postet oder Videos bewertet. Youtube-Vanced oder Newpipe sind gute und auch von Sunny genannte Alternativclienten für Youtube, sofern man diese auf dem Tablet oder Smartphone nutzt.
Schuldig mit 10 von 10 Bestellungen. Einfach, weil Amazon für den Konsumenten ziemlich alles richtig macht. Zumindest als Prime-Kunde. Meine Bedenken kompensiere ich, dass ich alle Bestellungen via smile.amazon.de tätige und somit ein kleiner Beitrag einer hiesigen Organisation gespendet wird. Warum auch nicht.
Unnötig und hat nichts in diesem „Rechner“ verloren. Ich schätze Netzpolitik sehr, aber unter uns: Das kann sich nur um einen Scherz handeln.
Ich kam auf 55 Punkte, weil der Rechner - meiner Meinung nach - nur halbherzig zusammengestellt wurde. Schade.
Hab 61 Punkte geholt. ![]()
Im großen und ganzen Stimme ich Claymore zu. Der Test ist für die breite Masse was, da sie bei einem (vermutlich) schlechten Ergebnis, denjenigen zum nachdenken/recherchieren anregt aber für Fortgeschrittene, nicht wirklich aussagekräftig.
Wozu die Platte verschlüsseln wenn der Desktop-PC nie direkt mit dem Internet verbunden ist? Benutze einen speziell konfigurierten Laptop quasi als lokaler Proxy/VPN. Vor jedem runterfahren wird die Festplatte bereinigt. ![]()
Genau. Und nichts anderes möchte dieser Test eigentlich erreichen. Und das ist auch eigentlich höchste Zeit. Viel zu viele sind immer noch komplett unbedarft im Netz unterwegs.
Aussage Netzpolitik zum Rechner:
Der Transparenz halber zeigen wir hier, wie wir die einzelnen Antworten gewichtet haben. Die Vergabe von Punkten für diesen nicht ganz ernst gemeinten Rechner ist nur ein Hilfskonstrukt, um Aufmerksamkeit und einen spielerischen Zugang zur Thematik zu ermöglichen. Bitte nehmt die Punkteverteilung deshalb nicht zu ernst. Privatsphäre ist ein soziales Konstrukt und IT-Sicherheit immer kontextabhängig. Ein gut konfigurierter Chrome-Browser kann datensparsamer sein als Firefox mit falschen Add-Ons. Sich in sozialen Netzwerken für eine bessere Datenschutzpolitik einsetzen, könnte langfristig mehr für den Schutz der Privatsphäre bewirken, als sich virtuell einzumauern. Wir freuen uns natürlich trotzdem, wenn ihr uns freundliche und mit Quellen unterlegte Hinweise gebt, falls ihr mit einer Bepunktung nicht einverstanden seid.