„Kauft euch einfach ein VPN“ – Telekom rät Kunden zur Umgehung des eigenen kaputten Netzes

Seit Wochen kämpfen viele Telekom-Kunden mit massiven Ladeproblemen bei allen Websites und Diensten, die hinter Cloudflare laufen – also unter anderem X (Twitter), Discord, viele Onlineshops und Foren.

Der Grund ist ein seit Längerem bekanntes, miserables Peering zwischen der Deutschen Telekom und Cloudflare: Die Routen sind überlastet, Latenzen explodieren, Seiten laden kaum oder gar nicht.

Als ein genervter Kunde sich beim offiziellen Support-Account @Telekom_hilft beschwerte, kam die Antwort, die sofort viral ging (über 1,8 Millionen Views in wenigen Tagen):

„Hi, es kann mit einer VPN-Verbindung funktionieren. Grüße ^Sarah“

Statt das eigene Routing-Problem zu beheben, schickt die Telekom ihre Kunden also einfach in den bezahlten Tunnel. Die Reaktionen waren entsprechend: Hunderte sarkastische Kommentare, Forderungen nach VPN-Kostenerstattung und ein Shitstorm, der das Ganze zum Sinnbild für die aktuelle Telekom-Qualität machte.

Fazit der Community: Man zahlt bei der Telekom Premium-Preise für ein Netz, das man dann mit einem VPN von Drittanbietern erst richtig nutzbar machen muss.

Fazit 2026: Bei der Telekom bezahlt man für Highspeed-Glasfaser – und muss dann extra zahlen, um das Netz überhaupt vernünftig zu nutzen. Ein Paradebeispiel dafür, wie Carrier-Kunden zum Spielball von Peering-Verhandlungen werden. Wer genug hat: Viele wechseln bereits zu regionalen Anbietern oder Vodafone – dort scheint das Cloudflare-Peering (meist) deutlich besser zu laufen.

Link zum Tweet: https://x.com/Telekom_hilft/status/2019502181863260497

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