KASPERSKY scheitert mit Klage... / Es geht rasant bergab!

– no comment –

https://www.av-test.org/de/antivirus/privat-windows/hersteller/kaspersky-lab/

Obwohl ja die Nichtannahme von Kaspersky’s Verfassungsbeschwerde ja schon bekannt ist hier der Originaltext der BVG Entscheidung zum nachlesen
Beschluss vom 02. Juni 2022 - 1 BvR 1071/22
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2022/06/rk20220602_1bvr107122.html

Kaspersky ist nach meinen Kenntnisstand, nicht großartig „politisch“ ambioniert.
ABER das kann man den natürlich „reindrücken“…,
auch ohne Beweise. :thinking:

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Die Argumentation ist ja nicht unbedingt, dass Eugene selbst politisch aktiv sei. Auch wenn der Gründer selbst auf eine KGB-Schule ging. Die Firma schreibt hierzu:

Eugene Kaspersky machte seinen Abschluss beispielsweise am kryptografischen Gymnasium des KGBs, das heute den Namen „Institut für Kryptographie, Kommunikation und Informatik“ trägt; Eugene diente allerdings weder dem KGB noch dem FSB. Zudem sollte man berücksichtigen, dass Eugene in der Sowjetzeit aufgewachsen ist, in der fast jede Bildungsmöglichkeit in irgendeiner Weise von der Regierung gesponsert wurde.

Quelle: https://www.kaspersky.de/blog/frequently-alleged-nonsense/15807/

Es geht jedoch vielmehr darum, dass Kaspersky zwar seinen Sitz in London hat, das operative Geschäft jedoch von Moskau aus durchgeführt wird. Und somit hat der russische Staat eine potenzielle Verfügungsgewalt, die rein objektiv als Risiko des Softwareeinsatzes deklariert werden muss. Dieses Narrativ bedient auch die Warnung des BSI:

Ein russischer IT-Hersteller kann selbst offensive Operationen durchführen, gegen seinen Willen gezwungen werden, Zielsysteme anzugreifen, oder selbst als Opfer einer Cyber-Operation ohne seine Kenntnis ausspioniert oder als Werkzeug für Angriffe gegen seine eigenen Kunden missbraucht werden.

Quelle: https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2022/220315_Kaspersky-Warnung.html

Gegen eben diese Warnung hat Kaspersky geklagt. Und diese Klage ist wohl aus Verfahrensgründen abgewiesen worden, nicht aber in der Sache selbst:

Die Verfassungsrichterinnen und -richter teilten mit, Kaspersky habe „nicht ausgeführt, dass die Verwaltungsgerichte gerade durch die Art und Weise der Bearbeitung des Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung Grundrechte verletzt haben“ . Erst die eingehende Prüfung der Sach- und Rechtslage versetze das Bundesverfassungsgericht in die Lage, die grundrechtsrelevanten Fragen entscheiden zu können. Die tatsächlichen Umstände der Sicherheit der Software müssten zunächst von den zuständigen Fachgerichten aufgeklärt werden.

Quelle: https://www.golem.de/news/bundesverfassungsgericht-beschwerde-von-kaspersky-nicht-angenommen-2206-166013.html

In der Konsequenz hat Kaspersky auch angekündigt, eben diese fehlenden Prüfungen einzufordern. Für mich ist das Kind aber bereits in den Brunnen gefallen. Das BSI hat zusammen mit der internationalen Presse genug Zweifel gesät. Und da Vertrauen beim Einsatz einer Sicherheitssoftware zentraler Bestandteil ist, wird Kaspersky weiter Marktanteile verlieren. Wie oben zu sehen zu Gunsten der US-amerikanischen Firmengeflechte.

Läuft.

Hätte ich noch ein Windows-System, würde ich mir evtl. Kaspersky zum Trotz kaufen. Das ist nicht okay, was das BSI da gemacht hat.

Geht gar nicht mehr um Marktanteile. Geht mehr um die weitere Existenz von Kaspersky.
Die ist seit der Warnung vom BSI, zu Mindest in Deutschland bedrohlich bzw. denkbar
schlecht. Der Ruf ist ruiniert, die werden hier kein Fuss hier in Deutschland
mehr fassen können. (quasi erledigt auf immer und ewig).

@Tandeki
Läuft - würden die Amis mit Sicherheit sagen. :+1:

Übrigens habe ich persönlich den Eindruck, das die USA uns ab und dann
die Richtung vorgibt. (Ihr versteht, was ich meine?) Da werden in Verhandlungen oder
nennen wir es „Gespräche“ die Fetzen fliegen… (wir ducken uns, wenn das passiert)
Marionetten-Spieler aufgepasst :shushing_face:

Meiner Meinung nach, geht es hierbei ja nicht um das Produkt und den Hersteller persönlich! Hier geht es ausschließlich um die ursprüngliche Herkunft…
Das es in Sanktions-Kriegen nicht immer gerecht zugeht, sollte wohl allgemein bekannt sein! Dabei ist immer die oberste Devise: mitgefangen = mitgehangen
Das muss man natürlich nicht gut finden und es trifft dabei oft genug die falschen Vertreter. Aber Sanktionen mit integrierten Ausnahmen, sind doch genauso ein politisches „no go“…

Schon. Aber ich sehe hier schon eine bedenkliche Sorglosigkeit, rechtsstaatliche Instrumente offen für wirtschaftliche Interessen einzusetzen. Ein anderes Beispiel ist Huawei. Hätten die USA ihnen nicht den Hahn abgedreht, wären die Chinesen nun vermutlich weltweiter Marktführer.

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Ich habe mir damals direkt ein P40 gekauft. Es gibt doch nichts besseres, als ein Anti-Google Telefon!! :wink: :rofl:

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soeben auf openjur.de veröffentlicht zur Frage:

https://openjur.de/u/2395200.html

Neue Besprechung o. ä. erschienen:
[lto.de] BSI und russische Software: War die Warnung vor Kaspersky politisch motiviert?

Eher etwas für Juristen. In Kürze: NEIN

https://tarnkappe.info/forum/t/kaspersky-warnung-durch-bsi-war-rein-politisch-motiviert/11331/2

:wink:

und heute bei www.golem.de/news/antivirensoftware-wie-das-bsi-kaspersky-zur-bedrohung-erklaerte-2208-167502-2.html
… Bemerkenswert ist jedoch ein Hinweis auf das deutsche Sicherheitsunternehmen GData: „Häufig wird GData aus Bochum aufgrund einer russischen Investorin als ‚kritisch‘ angesehen. Die Geschäftsführung von GData hat jedoch glaubhaft versichert, dass die Investorin keinen Einfluss auf das operative Geschäft oder den Sourcecode nehmen kann.“ Dabei ist die russische Investorin Natalja Kaspersky die Ex-Frau des Kaspersky-Gründers Evgeny. Sie hält laut dem Spiegel über die Firma Infowatch Labs Limited knapp 17 Prozent an GData, will diese aber mittlerweile wohl verkaufen.

Dies als Nachgang zur Meinungsbildung

Interessant, danke!

Okay, Pennywise aka Schnuller-Shit ist gesperrt. So, jetzt bitte wieder sinnvolle Diskussionsbeiträge, danke!

Also ich hätte gern gewusst, was Eugene Kaspersky von der aktuellen Situation hält.
Allerdings war er zu keinem Gespräch mit mir „Graf Edzold“ bereit!
Daher war ich gewillt, Kontakt mit der Deutschland Vertretung aufzunehmen.
Wenn schon, möchte ich mit dem Geschäftsführer sprechen.

Also da arbeitet als Geschäftsführer ein gewisser Guy :slight_smile:

grafik

Leider hat der Guy noch nicht geanwortet. Irgendwie ein komischer Name für einen
deutschen Geschäftsführer? Was ist das für ein Landsmann?
Anagramm bzw. Buchstabentausch ergibt interessanterweise: LEGUAN

"Bescond de Coatpont " - What the Fuck… :rofl:
Also „indisch“ und „philippinisch“ ist derzeit nicht meine Stärke… , sprachlich gesehen.
Also verdächtigt könnte der Guy bzw. der Leguan schon sein… :thinking:

Eugenes Meinung ist sicher seine Privatsache, würde ich sagen. Ich glaube kaum, dass man die wirklich zu hören bekommt, außer man würde ihm mal auf einer Messe begegnen. Ich habe 2008 mal seine Ehefrau gesehen.

Die Anfragen der Presse beantwortet sogar jemand vom Marketing. Ist bei großen Firmen üblich, damit man nichts Falsches vom Stapel lässt. :wink:

Weitere Beiträge, die nichts mit Kaspersky zu tun haben, werde ich ebenfalls löschen, danach die entsprechenden Autoren.

Hier einmal ein Interview von „it-business.de“ mit Christian Milde, General Manager und Waldemar Bergstreiser, Head of Channel Germany bei Kaspersky, vom 03.08.2022

https://www.it-business.de/kaspersky-so-geht-es-in-deutschland-weiter-a-68ade254ff07a1bf6fcd432b885d2e21/

Relativ neutrale und aktuelle Tests zu AV-Software findet man z.B. hier → https://www.av-test.org/de/
Kaspersky ist auch dort noch, nach wie vor, vertreten und liegt in den Bewertungen zur Zeit im Mittelfeld…bei insgesamt 38 verschiedenen Herstellern

Bei mir auf den Macs lief Kaspersky mehrere Jahre. Im Gegensatz zur Software anderer Anbieter lief das System nach der Installation immer noch schnell und problemlos. Ärger mit Viren hatte ich auch keine.