Er würde gegen seine eigene Aussage stoßen. Klar würde man das Geld wiederhaben wollen. Aber er sagt, seine Motivation war eine andere.
Aber alles andere aus dem Statement mit der Trennung ist plausibel. Aber damit hat er sich auch selbst disqualifiziert, in Berufung zu gehen. „Ich habe eine schwierige Zeit durchgemacht“ ist keine Ausrede für Fahrlässigkeit. So ist leider die harte Realität.
Mir ist die Nutzung dieser Kreditkarte schleierhaft. Barauslage? ok. Ständig im Minus? Ok. 100 Transaktionen im Monat… sollte man bemerken, wenn man mal den Kontoauszug prüft.
Erzähle einem 7-Jährigen, der vom Klang positiver Geräusche gerade erst lernt zu lesen, dass er den dicken bunten Button „Kaufen“ nicht drücken darf… Er hätte ja selbst die biometrische Bestätigung einrichten können. Er hätte Prepaid Karten verwenden können. Dieses Gerede von leicht zugänglichen Käufen führt auf die Fahrlässigkeit und Unkenntnis der Eltern zurück. Google bietet Funktionen, nicht autorisierte Käufe zu unterbinden.
Was erwartet er? Er gibt dem Kind eine entsicherte Waffe zum Spielen in die Hand, sagt dem Kind, nicht am Abzug zu ziehen und dann passiert irgendwann der Schuss. Sorry, aber was will er denn jetzt? Dass Google und Apple Kinder gegen die Unfähigkeit der Eltern schützt?
Wenn ich hören will, wie mobile Games und Fifa mit ihren Microtransactions Leute in den finanziellen Ruin stürzen, muss man wohl nur vor der Schuldnerberatung warten und ein paar Leute ansprechen. Ich glaube, da muss man nicht lange suchen.
Der ganze Thread wurde schon ausführlich und sachlich in der Urteilsbegründung niedergeschrieben.
Er hat einen guten Punkt, aber der Payment Provider ist ja nur ein Teil in der Kette und In-App Käufe sind vom Prinzip her legal. Um die Situation vielleicht ein bisschen zu verbessern, könnte man an der Stelle ein Standardbudget bei 200 € pro Monat einstellen, bevor man beim Kauf unterbrochen wird und ein höheres Budget freigeben muss. Nervig, aber zumindest wirkt diesem Anti-Bargeld Effekt entgegen, dass man nicht sieht, wie viel man ausgegeben hat.
Rein wirtschaftlich gesehen, wäre der Vergleich bestimmt besser gewesen! Aber er wollte ja, laut Statement, mit einer Klage die Allgemeinheit wachrütteln zu digitaler Ethik, Verantwortung und Verbraucherschutz…
Das die Soße durch das Urteil dann aufs Kleid getropft ist, und der Punkt der Verantwortung sich so gegen ihn selber gewand hat, war ihm wohl vorher zu abwegig.
Da heute nur noch ein Tag der Widerspruchsfrist übrig ist und er die Hoffnung auf einen (kostenlosen) Anwalt ausspricht, kann man fast schon davon ausgehen, dass es nicht zu einer Berufung kommen wird!
BTW würde ich gerne wissen, welches Kreditinstitut hinter der CC steht, weil man anscheinend diese Karte am lfd. Band vergewaltigen kann, ohne gesperrt zu werden? Bestimmt wäre diese Bank bei der Fraudler-Fraktion im Ranking ganz weit oben!
Naja du kannst die Karte sooft ins Minus bringen wie du es willst, solange du brav jeden es jeden Monat wieder ausgleichst. Ansonsten ist der Karte dicht. Niemand macht das lange mit. Und dann haste ne gewisse Zeit den Restsaldo auszugleichen bevor gerichtlicher Mahnbescheid und anschließend die Pfändung ins Haus fliegt. Der letzte Ausweg ist dann nur noch Privatinsolvenz.
Was ein ehrenhafter Typ dieser Softwareunternehmer,
so uneigennützig, so besonnen, den muss doch
einfach „lieb“ haben…
PS. Der weiß noch nichtmal was mit seinen Kredikarten abläuft…
Muss ein sehr verpeilter Typ sein…
Wundert mich auch extrem, das dessen „Kreditkarte“ so maximal belastet werden konnte, ohne das eine Sicherheits-Sperrung /Check erfolgte.
Bin mir sicher das bei den meisten „Normal Bürgern“ so was nicht
lange gut geht und der Anrufbeantworter anspringt, wo eine nette Stimme von der Bank fragt: "Herr Danny - wir hätten gern ein klärendes Gespräch unter vier Augen…
Also meine „Bank“ vor Ort bietet so einen Service leider nicht an!
Wie sicher ich mir da bin: 100%
Nachtrag: (@vip )
Bitte achtet auf eure Wortwahl - (bei den Kommentaren)
Es ist mehr als unpassend.
Könnte gut sein, dass genau hier der Hase im Pfeffer liegt.
Dass es nämlich gar nicht um die Kohlen geht, sondern der Junge jetzt spielsüchtig ist, die Mutter dem Vater (zu Recht) Vorwürfe macht und der jetzt die Schuld auf den bösen Internetkapitalisten abwälzen will.
Er würde sein Geld sicher schon gerne wiedersehen…
Je öfter und länger ich darüber nachdenke desto mieser werden meine Gedanken über ihn. Er ist Geschäftsführer einer Softwareschmiede. Ich gehe doch mal davon aus, dass man dann auch mal ein bisschen schaut, wie man sein Probleme mit Software vermeiden kann. Wenn ein Gericht ihm sagt, dass er einfach ein Kinderkonto hätte einrichten können, kann man das Buch direkt zu machen.
Es ist halt Käse jetzt den „Kapitalisten erwirtschaften Millionen mit Kindern“. Wo war der gute Mann in den 90ern? Kapitalisten haben schon damals bewusst auf SuperRTL und RTL2 Werbung für „coole“ Kinderspielzeuge geschaltet. Hat er heute mal den Fernseher angeschaltet? Die Werbeblöcke auf den öffentlich Rechtlichen sind voll mit irgendwelchen Gesundheitsgedöhns und Supplementen.
Das ist Werbung. Natürlich will jeder an das Geld der anderen.
Man kommt auf Youtube derzeit auf einige Videos, die die Lego Geschichte behandeln. Früher haben sie nur an Kinder vermarktet. Heute spricht man Erwachsene an, weil die eine größere Kaufkraft haben.
Was soll denn mit einem Kind passieren, dass monatelang immer wieder Käufe tätigt ohne zu wissen wie viel Geld es dann da ausgibt? Und wenn man sich monatelang immer schön seine Premiumwährung kauft, um sich ingame alle tollen Dinge zu gönnen, woher soll das Kind wissen, dass es etwas falsch macht? Es hat ja keine Konsequenzen.
Also sorry, aber was ist denn die konkrete Forderung des Vaters? Den Kapitalismus abschaffen? Schutzmechanisment gibt es. Man muss sich verdammt noch mal auch aktivieren. Es kommt sicherlich ein bisschen was zusammen, was ihm die Kontrolle erschwert hat, aber wie soll man den Menschen umfassend vor seinem eigenen Versagen schützen?
So, jetzt gehts los. Den ganzen Sachverhalt in allen Ehren. Es hätte gereicht wenn er aktiviert hätte das jede Transaktion mit Fingerabdruck bestätigt werden muss von ihm. Wird bei der Ersteinrichtung des Playstores auch abgefragt.
Kreditkarte naja, kenne das auch so. Solange die laufenden Abbuchen immer Ende des Monats gedeckt sind, fallen keine Zinsen an. Man hat 30 Tage Zeit zu zahlen und das war immer erfolgt. Ja da fällt sowas nicht wirklich auf.
Gibt genug Banken die einem einen echt üppigen Rahmen zu guten Konditionen anbieten, also ja schon möglich das es in dem beschriebenen Kontext echt nicht aufgefallen ist
Da die Widerspruchsfrist wohl nun abgelaufen ist und momentan niemand weiß, ob der Beschuldigte die Berufung eröffnet hat, ist eigentlich jegliche weitere Diskussion um den Fall obsolet und auch noch pure „Glaskugel“…
Ansonsten kann ich nur @rubberduck zustimmen: