EU-Studie: ISPs, CDN-, DNS- und VPN-Anbieter sollen Websperren in nur 30 Minuten umsetzen


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Nach Angaben einer neuen EU-Studie sollen Anbieter für das Internet, eines CDN, DNS und VPN Sperren innerhalb von 30 Minuten durchführen!

tarnkappe: Außerdem sollen die Maßnahmen entweder von einem Gericht oder einer Behörde beaufsichtigt werden.

Haha, die wollen Fristen setzen, die man nur mit einem Automatismus umsetzen kann. Wird der entsprechende Beamte dann sein Handy immer dabei haben, um bei einer Meldung das rechtzeitig abnicken zu können? Was passiert, wenn schlechter Empfang ist – bekommt er dann wie der amerikanische Präsident einen Koffer gestellt, mit der Football, damit man das zu jeder Zeit machen kann?

Wie will man irgendwas innerhalb von 30 Minuten überprüfen, frage ich mich.

Ja, aber Tribler und I2P sind doch beide gähnend langsam. Ich sehe das nicht als gehbare Alternativen, sorry.

BTW:

https://tarnkappe.info/forum/t/fussball-livestreams-canal-erwirkt-websperren-gegen-73-domains/19559/3

Das Problem ist ja, dass in den 30 Minuten nichts überprüft wird, es wird erstmal nur gesperrt! Eine Prüfung durch Mitarbeiter erfolgt erst im zweiten Schritt NACH der Sperre!

I2P und Tribler werden in zweifacher Hinsicht stetig schneller – durch fortlaufende Netzwerkoptimierungen (bessere Congestion Control, effizientere Clients wie i2pd, Rust-Rewrites bei Tribler, smartere Peer- und Tunnel-Auswahl) und durch das Internet selbst, das mit höheren Bandbreiten, mehr leistungsfähigen Peers und besserer Infrastruktur die Overlay-Netze von allein voranbringt.

Genau deshalb greifen Menschen aus verschiedenen Ländern immer mehr zu diesen Netzen, sobald herkömmliche Wege (VPNs, DNS-Umgehung, zentrale Streaming-Sites) durch Sperren, Firewalls und erweiterte Blocking-Orders nicht mehr funktionieren.
Und die Architektur dieser Netzwerke ist so dezentral und zensurresistent angelegt, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in den nächsten zehn Jahren noch ausreichenden Schutz vor genau solchen Maßnahmen bieten und optimiert werden.

Sobald andere Funktionen und Möglichkeiten nicht mehr funktionieren bzw. zur Verfügung stehen, wird nach einer anderen Möglichkeit gesucht oder es wird halt sein gelassen. Daran wird sich nichts ändern, wie auch, dass die Zensur mit Websperren, Datenvorratsspeicherung usw. zunimmt und Personen, die das Urheberrecht verletzen, immer mehr Druck, sei es von der Regierung und/oder den Lobbys, zu spüren bekommen.
Sofern man also unter dem Radar bleiben (und nicht erwischt werden) möchte. Sollte man den Gegner immer einen Schritt voraus sein und schon mal sichere Alternativen suchen, oder es halt sein lassen? In ISPs, DNS und VPN-Anbietern sehe ich persönlich keine sichere Zukunft mehr. In etwa 2 Jahren sind diese bisherigen Möglichkeiten in DE oder der EU von der immer strenger werdenden Gesetzeslage und Maßnahmen verschwunden, und genau das willst du ja mit deinem Artikel auch so darstellen.

Einen wunden Punkt hat das I2P Netz zumindest. Das wäre die zentralisierte Infrastruktur der Ressed-Server!
Angeblich gibt es keine gute und zuverlässige Möglichkeit, mindestens einen permanenten Bootstrap-Knoten zu vermeiden, den Nicht-Netzwerk-Teilnehmer finden können, um sich zu verbinden…

Und bei dem Punkt gebe ich Cheffe recht → I2P ist ja mal grottig langsam im Gesamten!!

Ich kenne das Netzwerk mittlerweile seit knapp 20 Jahren und habs oft genug selber genutzt.
Wenn ich jetzt der wilden Theorie folge, dass I2P immer schneller werden soll durch div. Optimierungen und der allg. Bandbreitenzunahme, frage ich mich aber, wie lange ich noch darauf warten soll nach 20 Jahren, bis die Performance ansatzweise mit der des Clearnet vergleichbar ist??

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Die Ressed-Server haben mit dem eigentlichen Datenaustausch bzw. Streaming nichts gemeinsam. Hier geht es ja um die erst Verbindung in das dezentrale Netzwerk und da scheint es Weltweit eine bessere verteile Reseed Server zu geben, als noch vor einigen Jahren.
Auch sind die Tools zum Betreiben von Ressed-Server mittlerweile stabiler und ausgereifter (ink. ihren Schnittstellen). Die Alternativen für blockierte Umgebungen wurden praktischer (manuelle .su3-Dateien, Floodfill-Bootstrap bei i2pd, Reseed über Tor-Proxy usw.).

Und bei dem Punkt gebe ich Cheffe recht → I2P ist ja mal grottig langsam im Gesamten!!
Ich kenne das Netzwerk mittlerweile seit knapp 20 Jahren und habs oft genug selber genutzt.
Wenn ich jetzt der wilden Theorie folge, dass I2P immer schneller werden soll durch div. Optimierungen und der allg. Bandbreitenzunahme, **frage ich mich aber, wie lange ich noch darauf warten soll nach 20 Jahren, bis die Performance ansatzweise mit der des Clearnet vergleichbar ist??

Versuche mal, den Blickwinkel zu ändern und auf die Zukunft zu schauen, und gehe mal von einem Ranking aus, wie viel Sicherheit du (zukünftig) benötigst, um keine Kopfschmerzen vor Behörden zu bekommen oder nachts nicht schlafen zu können.
Es ist doch ganz klar, je aktiver man ist und je mehr urheberrechtsgeschützte Werke man zum Streaming/Tausch anbietet, umso mehr und schneller kommt man auf den Radar von Behörden und umso höher ist die Strafe. Dazu kommt, dass Geld- oder Freiheitsstrafen härter geworden sind und auch die Maßnahmen der Verfolgung und Zensur kontinuierlich zunehmen.

Wenn man dann auch noch Familie etc. hat, versucht man mit Ruhe, Verstand und Weitsicht zu planen und nicht unüberlegt mal auf die Schnelle TB an Daten im mittleren zweistelligen Bereich zu verteilen, auf Serverstrukturen, die man immer besser aufspüren oder stören kann.
Der eigene Schutz sollte da ganz klar an erster Stelle stehen.
Deswegen laufen mein Raspberry Pi und NAS 24 Std. an 365 Tagen im Jahr. Ob ich ein geschütztes Werk innerhalb von Sekunden bekomme oder erst in 3 Stunden, ist dann vollkommen egal. Ganz nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft :wink:
Nebenher entsteht der Dealer-Effekt: Solange die Behörden und die Gesetzeslage sich nur auf zentrale Dienste mit Sperrungen, Zensur oder Abmahnungen der Anwender fokussieren, ist man mit den alternativen Möglichkeiten doppelt geschützt, solange es dort was zu holen gibt.

Ist doch lediglich eine „Studie“, wobei viele Studien sich im Sand verlaufen.
Genauso ist es doch hier… , Ein „Wunschdenken“ von einem Professor samt seinen Konsorten… :yawning_face:

Die „denken“ sich viel aus, was natürlich an jeder Praxis-Realität völlig vorbeiläuft! Kann mir nicht vorstellen, das sich einer ernsthaft mit seiner „Empfehlung“ aufhält… und dies eher für Lacher in den eigenen Reihen sorgt.

Hätten die 30 Tage in Raum gestellt, könnte das ggf. ansatzweise denkbar sein. Aber 30 Minuten - da lässt sich nichtmal was ansatzweise gegenprüfen… / Diese „Studien“ kann man getrost in die Trash-Can verbannen. Naja, der Professor hat sich erstmal ins Spiel gebracht, als vermeintlicher Retter des Streamings.., und des Internets.
(Der ja ja nichtmal ein WIKI Eintrag :blush: ) (Der Professor)
Sehe schon Überschriften wie

Genialer Professor wird zum Internet-Schreck Gespenst