Cubbit Cell: Die Bienenwabe aufgemacht und reingeschaut

Kommentare zu folgendem Beitrag: Cubbit Cell: Die Bienenwabe aufgemacht und reingeschaut

Festplatte: Je nach Ausführung, in der 512GB Version eine WD blue 1TB 2,5″ SATA

Idealo sagt, das ist eine magnetische Festplatte mit 5400 U/min, also keine SSD. In einem NAS würde die nur dann laufen, wenn jemand aus der Familie darauf zugreift, also vielleicht 4 Stunden pro Tag. Wenn da bei einer Cubbit Cell ständig fremde Leute sich kleine Datenhäppchen holen, müsste die doch dann 24/7/365 durchlaufen, oder? Wieviele Jahre geht das gut, bis Fehler auftreten?

Ich halte das Gerät ebenfalls für absolut sinnfrei… Es hat die Nachteile einer lokalen Lösung (ständiger Stromverbrauch & ein Gerät was ständig Traffic erzeugt) und dazu noch einen gewaltig hohen Preis. Dann lieber entweder eine lokale Festplatte oder einen Lifetime-Account bei einem renomierten Cloudanbieter wie z.B. pCloud. Oder bei dem Preis des Cubbit Cell auch einfach beides…

Ja, es ist eine Festplatte verbaut, keine SSD. Das habe ich doch auch nicht geschrieben?!
Die Festplatte im Cubbit geht auch schlafen, da nicht ständig kleine Datenhäppchen auf deinen Cubbit übertragen werden. Typischerweise hast du viele Daten auf der NAS, wovon sich in der Regel nur ein kleiner Teil wirklich regelmäßig verändert. Du greifst normalerweise nur auf deinen Cubbit zu, wenn du in deinem Netzwerk bist. Bist du außerhalb werden Daten unter Umständen von anderen Cubbits geladen

In der Praxis hieß das bei mir, am Anfang war die Festplatte der Cubbit Cell kräftig am Arbeiten. Später nicht mehr. Die Cubbit Cell hat 4 Jahre Garantie. Daher mache ich mir da um die Haltbarkeit wenig Sorgen

Der Stromverbrauch liegt im Idle bei 3.8W, ist also verschwindend gering.
Um den Vergleich zu ziehen. Als Alternative bräuchtest du eine lokale NAS, die sich mit einer entfernten NAS / Cloud dauerhaft synchronisiert.
Sind deine Daten nur lokal gespeichert, sind sie zum Beispiel im Fall eines Feuers verloren. Alternativ wĂĽrdest du dich mit reiner Cloud-Speicherung an einen einzelnen Anbieter binden, dem du vertrauen musst. Cubbit verbindet hier beides.
Hast du schnelles Internet kannst du natürlich komplett über die Cloud arbeiten. Dies scheitert aber häufig besonders am Upload. Mit einer 1000er symmetrischen Leitung wäre das wiederum kein Problem.

Aber ja, gĂĽnstig ist es nicht, da hast du recht.

Die Bedeutung der Worte „Festplatte“ und „Speicher“ haben sich in den letzten Jahren verändert, deshalb ist das nicht mehr so klar. Früher stand Festplatte für eine magnetische Harddisk, SSD und Flash für Massenspeicher ohne bewegliche Teile, und Speicher für das RAM. Inzwischen wird das in News-Artikeln und YouTube Videos miteinander vermischt, jeder Redakteur verwendet da seine eigenen Bezeichnungen. Ich lese soviele unterschiedliche Quellen, dass ich mir nicht für jede Quelle extra merken kann, was die Worte dort wieder bedeuten.

Wenn du auf andere Cubbits zugreifst, dass dann im Gegenzug auch andere auf dein Cubbit zugreifen, auf diese Idee kommst du nicht?

Außerdem, wenn das nur bei Zugriffen von außerhalb passierte, müssten die Dateien ja doppelt vorhanden sein, also 1× bei dir, 1.5× inclusive Fehlerkorrektur verteilt bei den anderen, und zusätzlich noch die 0.5× die sich Cubbit für interne Zwecke reserviert. Dann wären wir beim Faktor 3, es sind aber laut Cubbit Webseite nur Faktor 2. Hmm. Vielleicht verwendet er einen Teil dieser 0.5× als Cache mit einer zusätzlichen Kopie häufig abgerufener lokaler Dateien, oder noch besser, wenn dein Platz eh noch nicht bis ans Limit gefüllt ist, verwendet er alles was frei ist als Cache.

Klar, als Redakteur bist du da ja längst wieder beim nächsten Thema :wink:. OK, wenn das 4 Jahre Garantie hat und die Platte in der Praxis nicht dauernd an ist, wie du schreibst, dann ist das vertretbar. Ändert sich eventuell, wenn es mehr Benutzer gibt, und im Zweifelsfall kann man hoffentlich später selber eine größere SSD einbauen.

Bei den horrenden Preisen, die Cubbit aktuell aufruft, finde ich die verbaute Hardware der Cubbit Cell, extrem schlecht. Ganz besonders die interne HDD, welche ja einer WD Blue, 5400 U/Min in verschiedenen Größen, entspricht.
Zumindest bei der Festplatte, hätte man besser zu einer qualitativ hochwertigeren HDD greifen sollen. Das Label „Blue“ beinhaltet nur Platten im „unteren Consumer-Qualitätsbereich“. Bei einem Gerät, wie die Cubbit Cell, die ja eine Art Zwitter von NAS und Cloud-Speicher darstellt, wäre zumindest das Label „Black“ (Workstation) oder besser das Label „Red“ (NAS) als Massenspeicher eingesetzt worden!
Dabei geht es mir nicht nur um die Haltbarkeit des eingesetzten Speichers, sondern auch darum, dass durch die bessere HDD das restliche System extrem entlastet würde im Betrieb! Hinsichtlich des eingesetzten Boards und SoC, wäre das schon ratsam für das Gesamtsystem…

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Die Daten werden sogar auf sehr vielen Cubbit Cells verteilt. Das System verkraftet den Verlust von einem Drittel der gesamten Geräte.

https://help.cubbit.io/hc/en-us/articles/360010670960-What-if-some-Cells-go-offline-

Mal sehen wie sich das System in in der Praxis schlägt, besonders wenn die Zelle vom Netz getrennt ist oder mein Heimnetz offline ist und ob ich dann noch an meine Daten komme. Aber das gibt es dann im nächsten Artikel über das Produkt von mir.

Im Prinzip ist das ja eine prima Idee, sein privates NAS mit anderen im Schwarm zu koppeln. Man spart sich mehrfache Laufwerke für RAID und ist zusätzlich gegen Feuer und Diebstahl abgesichert.

Aber vermutlich ist die Umsetzung noch mangelhaft, es fehlen vermutlich Snapshots, um alte Versionen der Datei wiederherstellen zu können falls was fehlerhaft verändert oder gelöscht wurde, und Sektor-basierte Deduplizierung, damit unterschiedliche Versionen einer 10 GByte virtuellen Harddisk nicht jedesmal 10 GByte verbraten, wenn sich nur ein paar MByte geändert haben.

Und teuer ist es zudem, weil es mit den kommerziellen Cloud-Anbietern verglichen wird, ohne aber deren Ausfallsicherheit zu garantieren. Und vermutlich nicht Open-Source, so dass man sich eine eigene Billigversion aus einem herumliegenden Raspi und einer alten Festplatte basteln könnte. Und falls die Idee patentiert sein sollte, können andere das nicht nachbauen und billiger verkaufen.

Bleibt noch die Frage, warum interessiert mich das Teil so? Ich habe keine Daten, die ich darauf speichern könnte, für mein 40 GByte MP3 Archiv reichen externe Festplatten, also Bedarf ist von meiner Seite nicht vorhanden. Trotzdem lässt es mich nicht in Ruhe.

(1 Tag später) Ich denke, ich weiß es: Wegen des Namens. Der iCub war ein künstliches Kind, kam ebenfalls aus Italien, und das kleine i kommt auch in Apples iCloud vor. Außerdem klingt Cubbit so wie rabbit, und im Vorspann von „Im Reich der wilden Tiere“ kommt manchmal ein lachender Hase vor, und im englischen Original reden sie auch ständig von cubs. Das habe ich um 1975/1976 herum immer Sonntags um 13:30 zusammen mit meinem Vater angeschaut, und der hieß Wilhelm. Und um 2000 herum habe ich als Fan alle Sachen von Blümchen gesammelt und wollte das für die Nachwelt erhalten, es war also früher durchaus Bedarf für eine Speicherlösung vorhanden. OK, die Welt adressiert mich also wieder mal, und wie üblich kommt sie von allen Seiten. Aber warum tut sie das?

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In den Hilfedateien des Cubbit wird auch mit falschen Fakten argumentiert…Das Beispiel Stromausfall macht dies unter anderem klar:

https://help.cubbit.io/hc/en-us/articles/360010784679-What-if-there-is-a-blackout-

In case there is a blackout in your zone, you can access your data saved on Cubbit provided you have internet access. In fact, your data is not stored on your Cubbit Cell, but encrypted, fragmented and then spread all over the network, so that your data is always safe and accessible whatever happens.

Im Falle eines Stromausfalls in Ihrem Gebiet können Sie auf Ihre auf Cubbit gespeicherten Daten zugreifen, sofern Sie Zugang zum Internet haben. Ihre Daten werden nämlich nicht auf Ihrem Cubbit-Zelle gespeichert, sondern verschlüsselt, fragmentiert und dann über das gesamte Netzwerk verteilt, so dass Ihre Daten immer sicher und zugänglich sind, was auch immer passiert.

Wie kann denn meine Cubbit-Zelle bzw. mein Router, mein PC usw. funktionieren, ohne jeglichen Strom :question:

Das klingt schon sinnvoll, was da auf der Webseite steht. Die Cubbit Zelle ist im Prinzip ein NAS mit der Hälfte der verbauten Festplattenkapazität. Sie haben halt den Cache im Hilfetext nicht erwähnt. Da sind schon lokale Kopien vorhanden, falls noch genug Platz ist.

Wenn du eine neue Datei auf die Zelle schreibst, dann speichert er die erst mal im Cache ab, so wie jedes normale NAS, und fängt gleichzeitig im Hintergrund an, die Datei auf die Zellen von 36 anderen Leuten zu verteilen. Wenn er damit fertig ist, kann der Strom bei dir ausfallen, und du kannst mit einem Handy immer noch über die Cubbit Webseite diese Datei lesen, vorausgesetzt die Mobilfunkmasten in deiner Umgebung haben noch Strom. Er muss die Teile dann halt erst wieder von 24 dieser 36 Leute zusammenklauben. Das ist vermutlich langsamer als der direkte Zugriff darauf, solange sie noch nicht aus dem Cache deiner eigenen Zelle geflogen ist.

Schreiben geht damit vermutlich aber nicht, es sei denn, das Webinterface bietet das an oder es gibt eine App fĂĽrs Handy. Cubbit verkauft einen Teil des Speicherplatzes ja auch als ganz normale Cloud ohne Hardware.

Wie das technisch soweit funktioniert mit der Verteilung im Schwarm etc. ist mir alles klar… :wink: Mir ging es bei dem Stromausfall zuhause eher darum, ob eine Anmeldung am Web-Frontend von außen in dem Augenblick möglich ist, wenn deine eigene Zelle wegen Stromausfall offline ist, zwecks Legitimierung? Ich hatte mir diese Frage aber schon selber beantwortet, in dem ich mal komplett auf den p2p-Gedanken gewechselt habe! :laughing: In dem Szenario ist der KI-Koordinator ja nichts anderes, wie ein guter alter Tracker inkl. seiner Tracker-Announce. Er hält also eine Kopie deines legitimierten Zugangs, zusätzlich zu dem Verteilungsmuster deiner Dateien und den Key zum On-The-Fly Entschlüsseln.
Das wird auf jeden Fall eine langatmige Prozedur sein, wenn du dann mit dem Handy Daten runterladen willst oder ähnliches, da ohne deine eigene Zelle wirklich alles On-The-Fly passiert (Teildaten zusammensuchen auf den anderen Zellen, dann zusammenfügen und parallel entschlüsseln, die Version temporär zwischenspeichern für den Download aufs Handy…)
Das wir uns wegen der langsamen Geschwindigkeit nicht täuschen, sieht man ja auch z.B. an der Roadmap des Providers, an den aktuellen Aufgaben:
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