Crimenetwork-Admin zu 7 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt


Kommentare zu folgendem Beitrag: Crimenetwork-Admin zu 7 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt

Auf den 30-jährigen Crimenetwork-Admin kommt eine lange Haftstrafe zu. Am gestrigen Mittwoch verkündete das Landgericht Gießen das Urteil.

Saubere Arbeit von den Kolleg:innen :handshake:

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Finde ich nicht

Nicht schlimm…der Innenminister sagte sowas, wie → Es gibt für alles ein erstes Mal…!
:+1: :laughing:

https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-03/crimenetwork-illegale-plattform-justiz-jannis-h

Überführt durch ein emoji schreibt die Zeit

Nur ein paar Zitate aus dem Zeit Artikel:

-Größer als seine Gewissensbisse dürfte aber wohl seine Angst gewesen sein, geschnappt zu werden. Vor Gericht berichtet H. an jenem Prozesstag im Dezember 2025 auch, dass sein einstiger Komplize Daniel B. seine wahre Identität wohl herausgefunden und ihn eines Tages auch über Instagram kontaktiert habe – eigentlich ein Tabu unter Plattformbetreibern. H. sagt, das habe ihm klargemacht, dass er das Projekt nicht mehr so einfach beenden könne. „Ich hatte immer Sorge, dass er mich ausliefert“, erzählt H. vor Gericht.

  • Unterm Strich habe er bis 2024 Kryptowährungen im Gegenwert zwischen zwei und drei Millionen Euro verdient, gibt H. an dem Prozesstag im November vor Gericht an.

-ordnet das Gericht die Einziehung von Wertersatz in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro an; damit rechnet das Gericht H. fast den gesamten Umsatz der Plattform als Beute zu. Zudem werde die Wohnung in Dubai eingezogen. Ob der Justiz das gelingt, muss sich noch zeigen.

Vor Gericht wird auch deutlich, dass H. womöglich immer noch darauf hofft, sich nach abgesessener Strafe eines Tages in das Emirat abzusetzen – darauf deuten etwa Gespräche während seiner Untersuchungshaft hin, die Ermittler überwacht haben. Außerdem hat H. den Ermittlern zwar sein Kryptovermögen und seine beiden Autos bereitwillig überlassen, auf seine Wohnung in Dubai will er hingegen nicht verzichten. Und weil sich deutsche Behörden nicht auf Rechtshilfe aus dem Emirat verlassen können, kann er sie möglicherweise am Ende sogar behalten.

-Ein Betreiber „Inigo“ wurde immer nicht noch geschnappt, obwohl es regelmäßig Chats zwischen den beiden gab.
Dabei fallen sofort bestimmte Floskeln auf, die H. als ZombieVampire immer wieder verwendet hat. Sie haben den Ermittlern wohl auch geholfen, H. zu enttarnen, weil er sie auch in anderen Chats verwendete. „Schönen Abend noch“, wünscht ZombieVampire etwa in einem Chat mit Inigo oder auch „Schönes Wochenende“ – und zwar stets begleitet von einem umarmenden Emoji mit roten Bäckchen. Die letzte abgefangene Nachricht datiert auf den Morgen des 2. Dezember, H. muss sie kurz vor seiner Festnahme an Inigo geschickt haben: „Schönen Morgen!“, fängt sie an, „sind ALLE Server verlängert, die aktiv sind? Schönen Start in die Woche :hugs:.“

Wer mehr lesen und das nicht hinter ner Paywall mit viel Clickbait mit fast demselben Inhalt
https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-landgericht-giessen-betreiber-von-crimenetwork-zu-ueber-sieben-jahren-haft-verurteilt-100.html

Der Zeit Artikel hier ist aber deutlich besser als der andere
https://www.zeit.de/2026/11/crimenetwork-darknet-marktplatz-drogenhandel-bka-jannis-h/komplettansicht

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Ein Mann der friedlich eine Plattform betreibt und noch nicht einmal ein leichtes Gewaltverbrechen begangen hat bekommt 7 Jahre. Eine Frau, die den Tod und das Trauma von hunderten Minderjährigen verursacht hat (Ghislaine Maxwell) bekommt nur 13 Jahre mehr.

Der Unterschied: Ghislaine hätte man niemals verhaftet hätten nicht dutzende Opfer, Dissidenten und Whistleblower mit ihrem Leben gekämpft. Bei Daniel hingegen reichte schon ein Emoji

Mehr sage ich nicht, traurige Welt :face_with_thermometer:

Es ist müßig das Strafmaß in den USA mit dem in Deutschland zu vergleichen.

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Wer so eine Webseite betreibt, hat definitiv 7 Jahre und mehr verdient!
Denn diese Person ist dafür verantwortlich, dass hunderte Menschen sich im Drogensumpf bewegen und konsumieren, hunderte Menschen gescammt und betrogen werden, hunderten Menschen die Kreditkarten gestohlen und damit eingekauft werden und und und.

Also du merkst, so unschuldig ist der Crimenetwork-Admin nicht. Im Gegenteil, er war dafür da, dass er etwas anbieten konnte, wo Menschen Leid ertragen mussten. Egal in welcher Hinsicht.

Egal was man macht: Fügt man Menschen Leid zu, landet man im Knast, und das für lange Zeit. So muss das sein.

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Nun ja, wenn niemand Drogen kaufen würde, hätte er damit kein Geschäft machen können. Ursache dürfte u.a. unsere immer krankere Gesellschaft sein und nicht nur die Existenz von illegalen Marktplätzen. Wer BTM-pflichtige Stoffe kaufen will, tut das, egal wo. Notfalls auch auf der Straße. Das entbindet den Betreiber natürlich nicht von seiner Schuld oder Strafe.

Wie sagte jemand von einem anderen Drogen-Marktplatz so schön: Wir sind das Symptom, nicht die Ursache. Darüber sollte man auch mal in Ruhe nachdenken.

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Sollte sich jemand wundern: Die beleidigenden Beiträge habe ich alle gelöscht.

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Das ist natürlich ein netter, sozialer Aspekt. Das Gericht wertet aber erstmal nur rein juristisch die Tat.
Staatsanwaltschaft und Gericht hatten hier zu entscheiden, ob es sich beim Vergehen um eine komplette Mittäterschaft oder „nur“ um eine Beihilfe handelte!
Entsprechend ist das Urteil gefällt worden unter Berücksichtigung des Geständnis sowie der persönlichen Einlassung (Reue) des Angeklagten. Ob diese Einlassung tatsächlich die Denkweise des Angeklagten wiederspiegelt oder eine Vorgabe durch die Verteidigung war, lasse ich mal dahigestellt! :wink:

Ja, schon klar, dazu kommt ja auch Geldwäsche in sehr großem Umfang.

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Aus dem anderen längeren Zeit Artikel, nicht nur das Vermögen wird eingezogen. Das Finanzamt kommt danach auch noch:

Was den Tätern meist vollkommen unklar sein dürfte: Sie schulden dem Staat auch noch Steuern. Denn dem ist es egal, ob ein Gewinn legal oder illegal erwirtschaftet wurde, er unterliegt immer der Steuerpflicht. Im Fall eines anderen illegalen Marktplatzes erhielt einer der Administratoren nach seiner Festnahme einen Bescheid vom Finanzamt in Höhe von zwei Millionen Euro.