https://www.jpc.de/
JPC hat ebenfalls disc-spezifische Front- und Backcover und bei vielen Titeln zusätzliche Bilder bzw. Screenshots, die man z.B. als Backdrops verwenden kann.
Der große Vorteil von JPC ist aber, dass man dort auch über die EAN/UPC bzw. Produktnummer suchen kann. Die EAN ist auf VIDEOBUSTER zwar ebenfalls bei den einzelnen Releases angeführt – teilweise sogar getrennt für DVD, Blu-ray und UHD – über die normale Suche ist sie dort aber nicht wirklich als Suchschlüssel nutzbar.
Natürlich kann man sich einen eigenen kleinen „Cover-Scraper“ bauen, der die EANs auf VIDEOBUSTER crawlt/indexiert und damit nachträglich „suchbar“ macht, aber das ist dann doch wieder etwas Aufwand.
Ja, und dann gibt es natürlich noch:
https://www.mymovies.dk/
My Movies ist so ein Relikt aus der großen Windows-Media-Center-Zeit, das irgendwie bis heute überlebt hat. Eigentlich ist es sogar noch älter als Vista: My Movies gibt es bereits seit 2004 und wurde ursprünglich für Microsoft Media Center entwickelt. Seine große Zeit hatte es dann natürlich vor allem unter Windows Vista und Windows 7. Windows Media Center ist längst Geschichte, My Movies existiert aber immer noch.
Im Kern ist My Movies eine Software zum Katalogisieren physischer Disc-Sammlungen. Und das macht sie ziemlich exzessiv. Ich kann mich noch an die frühen/mittleren 2000er erinnern, so um 2006/07, wo sogar meine damalige Videothek My Movies als Management-Software verwendet hat.
Für unseren Zweck interessant ist vor allem, dass My Movies sehr stark auf konkrete Disc-Releases ausgelegt ist und nicht einfach nur auf den Film an sich. Ein Release wird über Barcode/EAN bzw. Disc-Informationen identifiziert. Vom selben Film können dadurch verschiedene DVD-, Blu-ray-, 3D-Blu-ray- oder UHD-Veröffentlichungen aus unterschiedlichen Ländern und Editionen getrennt erfasst werden.
Man kann seine Sammlung entsprechend auch über die EAN erfassen. Die Windows-Software unterstützt unter anderem das manuelle Eingeben von Barcodes, Barcode-Scanner und die Erkennung eingelegter Discs.
Richtig interessant wird es aber bei lokal gespeicherten Discs bzw. Rips auf einem NAS.
My Movies kann die Metadaten direkt in den jeweiligen Filmordner schreiben und unterstützt dabei verschiedene Player bzw. Media-Center-Systeme, unter anderem Kodi/XBMC, Dune, JRiver, MediaBrowser, Popcorn Hour, TViX, YAMJ usw.
Dabei entstehen je nach Konfiguration unter anderem Dateien wie:
mymovies.xml
mymovies-front.jpg
mymovies-back.jpg
sowie Player-spezifische Metadaten bzw. .nfo-Dateien.
Gerade mymovies-front.jpg und mymovies-back.jpg sind interessant, weil damit nicht einfach irgendein Poster gespeichert wird, sondern – sofern vorhanden – das Front- und Backcover des konkreten Disc-Releases.
Und die Datenbank ist riesig: Mit inzwischen rund 1,5 Millionen erfassten Disc-Releases ist My Movies eine der umfangreichsten Datenbanken überhaupt, wenn es um konkrete physische DVD-, Blu-ray-, 3D-Blu-ray- und UHD-Veröffentlichungen geht.
Gerade deshalb kann ich My Movies eigentlich nur empfehlen. Wenn es nicht einfach darum geht, irgendein Poster zu finden, sondern das richtige Artwork und die richtigen Metadaten für exakt das physische Release mit einer bestimmten EAN, ist die Datenbank ziemlich schwer zu schlagen.
Nachteil
My Movies hat ein etwas… sagen wir einmal ungewöhnliches Freischaltsystem.
Die Grundfunktionen der Software sind kostenlos. Erweiterte Funktionen werden allerdings über sogenannte Contribution Points freigeschaltet.
Diese Punkte kann man entweder kaufen oder durch Contributions zur Online-Datenbank verdienen. Also beispielsweise fehlende Releases hinzufügen, Metadaten ergänzen oder korrigieren oder Cover beitragen.
Die Freischaltstufen liegen derzeit bei:
500 / 1.250 / 2.500 Punkten
Mit 2.500 Punkten sind die normalen punktabhängigen Funktionen freigeschaltet; einige spezielle Funktionen bleiben professionellen Installern vorbehalten.
Das interessante daran ist natürlich, dass dieses System gleichzeitig erklärt, warum die Datenbank über die Jahre derart umfangreich geworden ist: Die Benutzer wurden praktisch dafür belohnt, fehlende Releases und Informationen selbst einzupflegen.
Wer also regelmäßig mit physischen Disc-Releases arbeitet, Cover benötigt oder eine Sammlung über EANs verwaltet, sollte sich My Movies definitiv einmal ansehen.