Tages-Infos April 2022

Donnerstag, 28. April
Hallo allerseits :slight_smile:
So langsam neigt sich der abwechslungsreiche April dem Ende zu - wie’s ausschaut mit angenehmen Temperaturen und viel Sonnenschein. So mögen wir das!

Neues von heute:
=> EEG-Umlage macht beim Strompreis wenig aus: Als Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung ist die EEG-Umlage zum 1. Juli Geschichte. Ist das der große Befreiungsschlag beim Kampf gegen die Preisexplosion für privat verbrauchte Energie? Eher nicht, sagen die Experten. Zu gering ist der Anteil der Umlage am Gesamtpreis für Strom.

=> Morawiecki: „Schröder hat keine Scham, keine Gewissensbisse“ - Gerhard Schröder ist auch in Polen kein geachteter Elder Statesman mehr: Regierungschef Morawiecki würde dem SPD-Granden nicht einmal mehr die Hand reichen, wenn er ihn träfe. Erbost sagt er: Wen russische Kriegsgräueltaten nicht zum Umdenken bewegten, „der hat keinen Anstand“.

=> Reservistenverband dringt auf mehr Soldaten: Rund 200.000 Soldaten sind derzeit in der Bundeswehr. Für die Verteidigung des Landes sei das aber zu wenig, kritisiert der Präsident des Reservistenverbands Sensburg.

Spruch des Tages:

Heute ist auch Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
Der Aktionstag wurde durch das International Labour Organisation (ILO) eingeführt, um sichere, gesunde und menschenwürdige Arbeit zu fördern. Weltweit sind Menschen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken durch ihre Arbeit ausgesetzt. Die ILO schätzt, dass jeden Tag etwa 6.000 Menschen durch arbeitsbedingte Unfälle oder Krankheiten sterben. Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sind deshalb ein Anliegen von Regierungen, Arbeitgebern, Arbeitnehmern und deren Familien.

Dann ist noch Tag der biologischen Uhr
Ob es Zeit wird, zu schaffen oder zu schlafen, weiß unser Körper auch ohne Wecker. Denn in ihm ticken Milliarden kleiner, biologischer Uhren: Sie geben den Takt vor, nach dem wir leben. Die biologische Uhr bestimmt, was unser Körper und unser Gehirn wann machen. Zum Beispiel lässt sie nachts den Blutdruck sinken und den Atem flacher werden. Zugleich gibt sie den Startschuss für die nächtlichen Reparatur- und Erholungsprogramme.Deshalb sind Körper und Geist nachts nur schlecht dazu zu bewegen, zu arbeiten. Gegen Morgen wendet der Körper sich wieder den Herausforderungen der Außenwelt zu, die Leistungskurve steigt. Von 10 bis 12 Uhr vormittags und gegen 17 Uhr am Nachmittag sind die meisten Menschen am produktivsten. Gegen 14 Uhr fühlen sich hingegen ziemlich viele wieder schlapp. Auch wenn Wissenschaftler meist nur von einer inneren Uhr sprechen - in Wahrheit besitzt ein Körper Milliarden. Denn in jeder einzelnen Zelle des Körpers tickt ein eigener Zeitmesser, jedes Organ hat gleich eine ganze Gruppe davon. Diese Uhren tauschen sich ständig miteinander aus, schließlich müssen alle denselben Takt halten. Chef des Ganzen ist ein Nervenknäuel mitten im Gehirn: Der so genannte suprachiasmatische Nukleus, kurz SCN. Dieser Hirnkern ist etwa so groß wie eine Erbse. Er dirigiert das Zusammenspiel der verschiedenen inneren Uhren. Und er empfängt Impulse von speziellen Lichtrezeptoren des Auges: Sehen wir Licht, erreicht diese Information den suprachiasmatischen Nukleus. Er leitet die Information weiter an alle Organe. Deren Zellen wissen nun, es ist an der Zeit, aktiv zu werden.

Girls’ Day ist ebenfalls heute;
ein einmal im Jahr stattfindender Aktionstag, der speziell Mädchen und Frauen motivieren soll, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Er soll damit dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in den sogenannten „Männerberufen“ zu erhöhen und damit den sich abzeichnenden Fachkräftemangel in der Industrie zu verringern.
Verschiedene Unternehmen, überwiegend in der Industrie, laden Mädchen ab der fünften Schulklasse in ihr Unternehmen ein und geben Gelegenheit, Arbeitsplätze in Technik, Naturwissenschaften, Handwerk und Informationstechnik kennenzulernen.

Im Sinne der Gleichstellung muss selbstverständlich auch ein Boys’ Day her,
der speziell Jungen motivieren soll, Berufe kennenzulernen, in denen überwiegend Frauen arbeiten. Der Boys’ Day kann als eine inhaltlich eigenständige Ergänzung zum Girls? Day gesehen werden, deren Zweck die Gleichbehandlung von Schülerinnen und Schülern und die Vermeidung von Benachteiligungen ist. Der Boys’ Day ist von seinen Wurzeln her Teil einer emanzipatorischen Bewegung. Jungen wollten gleiche Rechte wie die Mädchen am Girls’ Day hinsichtlich der Berufsorientierung. Konsequenterweise folgt der Boys’ Day denselben Regeln wie der Girls’ Day. Jungen können einen Tag lang einen so genannten Frauenberuf kennenlernen (Mädchen einen Männerberuf). Sie sollen motiviert werden, das Rollenverhalten in der Berufswahl zu hinterfragen.
2021 fanden der Girls’Day und der Boys’Day bundesweit vornehmlich digital statt – das wird alternativ, neben den Angeboten vor Ort, auch im kommenden Jahr möglich sein. Es gibt jede Menge spannende Möglichkeiten, um mit Geschlechterklischees bei der Berufswahl aufzuräumen. Dass sich auch in diesem Jahr insgesamt weniger Unternehmen und Betriebe sowie Behörden an dem Zukunftstag für Jungen und Mädchen beteiligten, ist wohl auf die andauernde Pandemie zurückzuführen. Für das kommende Jahr hofft man auf eine regere Teilnahme. Landesweit bieten Unternehmen und Einrichtungen nach Angaben der Gleichstellungsbeauftragten für den Girls’ und Boys’ Day rund 1250 Schnupper-Plätze für Mädchen und knapp 225 für Jungen an.

Ein Nachtrag zu gestern: Unter dem Motto „Hört sich gut an.“ gibt’s gestern den 25. Tag gegen Lärm
Er findet seit 1998 in Deutschland statt. Die Sensibilisierung in Bezug auf die Lärmproblematik sowie die Verbreitung des Wissens um Ursachen und Folgen des Lärms (sozial und gesundheitlich) sind elementare Bausteine dieses Aktionstages. Darüber hinaus stellt die fortgesetzte Aufklärung der Bevölkerung über Schall und seine Wirkung sowie nachhaltige Maßnahmen zu seiner Reduzierung in den unterschiedlichen Lebensbereichen eine zentrale Aufgabe des Aktionstages dar.
Der „Tag gegen Lärm“ richtet sich an alle am Lärm, seinen Ursachen, seiner Wirkung und seiner Bekämpfung Interessierten und vom Lärm Betroffenen einschließlich der fachlich interessierten Kreise und der politisch Verantwortlichen (Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft, Politik).
Mit Hilfe des jährlich stattfindenden Aktionstages informiert die Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA) die Bevölkerung – darunter in verstärktem Maße Kinder und Jugendliche – vielseitig über die unterschiedlichen Lärmbelastungen und ihre Folgen. Durch die Unterstützung der Medien wird auch die Aufmerksamkeit bei den politischen Verantwortlichen geweckt und so Einfluss auf die Fortentwicklung der Lärmschutzpolitik genommen. Ziel des Aktionstages ist daher auch, die langfristige und nachhaltige Stärkung und Vertiefung des lärmbezogenen Umweltbewusstseins zu fördern.
Rund um den „Tag gegen Lärm“ bündelt die DEGA mit ihren Fachausschüssen „Lärm: Wirkungen und Schutz“ und „Hörakustik“ sowie dem Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) nicht nur die bundesweiten Aktionen, sondern sie führt auch eigene Aktionen durch. Dabei werden sowohl aktuell relevante Problematiken aufgegriffen, als auch schon bekannte Lärmprobleme in der Öffentlichkeit fundiert in Aktionen eingebracht. In den letzten Jahren wurden z.B. Veranstaltungen zu den WHO-Guidelines, zur Lärmaktionsplanung oder zu Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen durchgeführt. Im Rahmen des „Tag gegen Lärm 2013“ wurde ein Lärmkoffer für Schulen entwickelt, der Messgeräte und Unterrichtseinheiten mit Experimentieranleitungen zur Beurteilung von Schall und seinen Wirkungen enthält.
Dies und andere Aktionsangebote findet ihr hier!

Außerdem ist heute noch Küss-Deinen-Partner-Tag
Ein Kuss verbraucht bis zu zwanzig Kalorien pro Minute und 38 Gesichtsmuskeln kommen beim Knutschen in Bewegung. Natürlich ist Küssen nicht nur der Förderung einer straffen Gesichtskontur zuträglich, das Lippenbekenntnis ist Zeichen der Zuneigung und in manchen Kulturkreisen auch eine Höflichkeitsform. Es gibt Filmküsse, die Kinogeschichte geschrieben haben, im Froschkönig bewirkt ein Kuss sogar die Verwandlung einer Amphibie zum edlen Prinzen, auch in der Politik kamen spröde Herrenlippen, wie der Bruderkuss zwischen Erich Honecker und Leonid Breschnew, in Kontakt. Aber auch versehentliche Lippenbegegnungen unter euphorischen Sportlern sind medial eingeschlagen wie eine Bombe – vorgemacht haben es Oli Kahn und seine Knabberei an Heiko Herrlich.

Ansonsten am 28. April:
2021 - Das Europaparlament ratifiziert mit großer Mehrheit das Abkommen mit Großbritannien über Handel und Zusammenarbeit. Es regelt die Verhältnisse nach dem Brexit.

2018 - Nach monatelanger Verzögerung wird Richard Grenell als US-Botschafter für Deutschland im US-Senat bestätigt. Vorgänger John Emerson hatte gut 15 Monate zuvor Berlin verlassen.

2015 - Nigerias Armee befreit nahezu 300 gekidnappte Mädchen und Frauen aus Lagern der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram.

2014 - Die EU und die USA verhängen in der Ukraine-Krise weitere Sanktionen gegen russische Regierungsmitglieder, Unternehmen und Manager.

2013 - Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano vereidigt den neuen linksliberalen Regierungschef Enrico Letta und dessen Kabinett in Rom.

2010 - 70 Jahre nach dem Massaker an tausenden Polen im russischen Ort Katyn stellt der Kreml erstmals Geheimdokumente des sowjetischen Geheimdienstes NKWD ins Internet.

2009 - Albanien beantragt förmlich die Mitgliedschaft in der Europäischen Union.

2005 - Der Deutsche Fußball-Bund verabschiedet nach dem Wettskandal 2005 ein Wettverbot für Fußballspieler, Fußballfunktionäre und Fußballschiedsrichter. Gleichzeitig wird der Schiedsrichter Robert Hoyzer, der den Skandal ausgelöst hat, lebenslang gesperrt.

2004 - Der US-Fernsehsender CBS präsentiert erste Fotos, die Misshandlungen irakischer Gefangener durch US-Wachleute im Gefängnis von Abu Ghoreib westlich von Bagdad zeigen.

1994 - Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass der Erwerb und Besitz von Haschisch in geringen Mengen zum ausschließlichen Eigenverbrauch grundsätzlich straffrei sein soll.

1990 - Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft (heute Europäische Union) stimmen in Dublin der Vereinigung Deutschlands vorbehaltlos zu.

1977 - Der Stammheim-Prozess gegen die Mitglieder der Rote Armee Fraktion in einer eigens errichteten Halle der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim endet mit der Verurteilung von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe wegen Mordes. Die Angeklagten, die wegen eines Hungerstreiks nicht bei der Urteilsverkündung anwesend sind, werden zu lebenslanger Haft verurteilt.

1977 - Der deutsche Fußballtrainer Josef „Sepp“ Herberger (1897-1977) stirbt in Weinheim-Hohensachsen (Bergstraße). Der ehemalige Stürmer beim SV Waldhof und Fußball-Nationalspieler wird 1936 Reichstrainer und 1949 Bundestrainer (bis 1964). Sein größter Erfolg war der Sieg der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft von 1954 (»Das Wunder von Bern«).

1969 - Charles de Gaulle lässt nach einem gescheiterten Referendum wenige Minuten nach Mitternacht seinen Rücktritt vom Amt des französischen Staatspräsidenten bekanntgeben.

1956 - Unter dem Motto Ferienplätze für Berliner Kinder strahlt die ARD erstmals eine Ziehung der Fernsehlotterie aus.

1947: Thor Heyerdahl und fünf Crewmitglieder brechen mit einem aus Balsabaumstämmen gefertigten Floß namens Kon-Tiki vom peruanischen Hafen Callao aus nach Polynesien auf. Heyerdahl will klären, ob eine Besiedlung der Inseln aus Südamerika auf diese Weise möglich gewesen ist.

1945 - Benito Mussolini und seine Geliebte Clara Petacci, tags zuvor beim Fluchtversuch von Partisanen der italienischen Resistenza aufgegriffen, werden in Mezzegra erschossen. Am folgenden Tag werden die Leichen noch gehenkt.

1923 - Das Londoner Wembley-Stadion wird eröffnet.

1919 - Auf der Versailler Friedenskonferenz wird die Satzung des Völkerbundes als Organisation zur Erhaltung des Weltfriedens einstimmig angenommen.

1915 - Der von den deutschen Frauenrechtlerinnen Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann initiierte und von Aletta Jacobs organisierte erste Internationale Frauenfriedenskongress wird mit 1.100 Teilnehmerinnen aus 12 Nationen im niederländischen Den Haag eröffnet. Unter anderem nehmen die beiden späteren Friedensnobelpreisträgerinnen Jane Addams und Emily Greene Balch an dem Kongress teil.

1893 - In Frankreich wird per Gesetz eine Fahrradsteuer eingeführt, die auch Motorräder und Automobile besteuert. Mehrere andere Staaten ziehen in den folgenden Jahren mit dem Erschließen dieser Steuerquelle nach.

1789 - Angeführt von Offizier Fletcher Christian meutert die Besatzung des englischen Handelsschiffes „Bounty“. Kapitän William Bligh und 18 Seeleute werden im Pazifik in einem Boot ausgesetzt.

Geburtstage:
Jessica Alba – 41, amerikanische Schauspielerin, die als Hauptdarstellerin der TV-Serie „Dark Angel“ (2000–2002) bekannt wurde,
Penélope Cruz – 48, spanische Schauspielerin (u. a. „Volver“ 2005, „Vicky Cristina Barcelona“ 2008) und Oscar-Preisträgerin,
Terry Pratchett – 74 (†67), im März 2015 verstorbener englischer Schriftsteller, der besonders mit seiner Fantasy-Romanreihe rund um die fiktive „Scheibenwelt“ (seit 1983) Erfolg hat,
Harper Lee – 96 (†89), amerikanische Schriftstellerin und Trägerin des Pulitzer-Preises, deren erster und bis heute einziger Roman „Wer die Nachtigall stört“ („To Kill a Mockingbird“ 1960) mit 40 Millionen verkauften Exemplaren ein weltweiter Bestseller und erfolgreich verfilmt (1962) wurde.

Quellenangaben