Ich kann dir da nur teilweise recht geben. Ja, damals wurden Audio-CDs verkauft, obwohl man die Schallplatten schon im Orginal daheim hatte. Aber es wird nicht nur digitalisiert, weil man damit noch mehr Geld verdienen kann. Es werden digitale Downloads angeboten, weil man sonst wenig bis gar nichts mehr verkaufen kann, siehe Musik. Die Musikindustrie hatte zeitweise rückläufige Umsätze von bis zu 40%. Leider haben sie über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung verpennt, jetzt ist es fast schon zu spät. Kein Wunder, dass branchefremde Firmen bei Streams (Spotify) als auch digitalen Downloads (Amazon & Apple etc.) das Ruder übernommen haben und die Preise mitbestimmen!
Ob bei wissenschaftlichen Fachbüchern so viele Scripts am Werk sind, bezweifel ich jetzt einfach mal ins Blaue hinein, dafür ist der Bereich viel zu klein und speziell. Belletristik kriegst Du damit sowieso nicht weg vom Fenster, aber bei den wissenschaftlichen Werken sieht die Welt doch anders aus.
DMCA Notices zu verschicken, finde ich auf jeden Fall 1.000 Mal besser, als die eigenen Kunden mit teuren Abmahnungen zu überziehen und daraus ein Geschäftsmodell zu machen. SciHub und die anderen Seiten vom Z-Library Project kriegt niemand mit Klagen vom Tisch, die haben sich gut abgesichert. Technisch wie auch juristisch.
Und die GVU? Die hätten sich längst umstellen müssen, um auch zivilrechtlich vorgehen zu können. Wie heißt der Spruch so schön? Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Na man weiß ja nie, auf wen man so trifft! Ich war nur anfangs überrascht diesen Namen hier zu lesen.
Höchstens ein bisschen, kaum der Rede wert.
Also die Reupload scripte der Upper ordentlich am laufen gehalten?
Und das ist auch richtig UND wichtig! An dieser Stelle auch meinen Respekt für diese Arbeit. Es muss einem Kampf gegen Windmühlen gleich kommen. Das Springer für die Ausarbeitung so eines Handbuches kein Geld ausgeben wollte, wundert mich ehrlich gesagt kaum.
In meinen Augen kann man - gerade die E-Book Piraterie - nur bekämpfen, indem man den einzelnen Konsumenten darauf aufmerksam macht, dass hier für den Schaffenden ein wirklich großer Schaden entsteht.
@0Salz84x19 Ja, deswegen fand ich auch die Werbung in den Kinos gut. Mit Abschreckung kriegste die Leute nicht dazu, sich in den Kinosaal zu bewegen. Da müssen schon andere Argumente heran. Für mich ist es einfach nicht das gleiche, mir etwas auf dem Fernseher oder Monitor bzw. im Kino anzuschauen. Gut, jetzt während der Corona-Pandemie ist sowieso wieder alles anders…
Das Argument mit dem Schaden und der damit einhergehenden Vernichtung bzw. Verarmung von Kultur, das wäre was. Aber keine Ahnung, wieso der Branchenverband der Verlage (Börsenverein des Deutschen Buchhandels) auf den Zug nicht merklich gesprungen ist. Ich zumindest habe von einer solchen Kampagne nichts mitbekommen und ich bewege mich viel im Internet…
Ich habe hier in den letzten Jahren schon so einiges gepostet.
Teils gibt es diese Skripte, teils sind sie ein Mythos, um unsere „nette“ Arbeitsweise (Notice and Takedown) zu diskreditieren und die Geschäftsmodelle der Abmahnanwälte etc. zu stärken. Falls man Laien (Justitiare, den Börsenverein etc.) verwirren möchte, klappt der ziemlich gut. Auch Firmen, die behaupteten, man könne Links - trotz Captchas - vollautomatisch in relevanter Größenordnung herunternehmen (erinnert sich noch jemand an Attributor?), waren zeitweilig recht erfolgreich mit diesem Bullshit.
Um es mit diesem in letzter Zeit so populären, angeblich von Albert Einstein stammenden Zitat zu sagen: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Man kriegt schon Ergebnisse, die sich ja auch darstellen lassen, man kriegt schon „Sümpfe trockengelegt“. Nicht alles, aber einiges, und da lässt sich die Ersatzrate durchaus beziffern. Mir persönlich wäre es zu blöd, mich über Jahre mit komplett Sinnlosem zu beschäftigen, auch nicht für Geld; da ist mir meine Lebenszeit zu schade, und ich habe reichlich Alternativen. (Freilich gibt es auch im Bereich des Sinnvollen Dinge, die einen irgendwann ermüden, z.B. Captchas zu lösen [und dabei noch gratis für die Autoindustrie zu arbeiten]).
So ein Handbuch wäre gleichfalls sinnvoll gewesen. Dann hätte sich unser Geschäftsmodell halt erledigt gehabt, aber für Geld - warum nicht. Ich habe über viele Jahre die Ersatzraten sehr vieler Verlage (gerade auch Nicht-Kunden) monitoriert, und da lassen sich durchaus Hausnummern angeben, und es geht manchmal um ziemlich viel Knete. Leider ist Rechenschwäche ein weit verbreiteteres Phänomen, als man so denkt, und das sogar bei naturwissenschaftlichen Verlagen, BWLern etc. Wir haben denen immer wieder gesagt: Nehmt unsere technische Dienstleistung oder, besser noch, backt euch In-house-Pirateriebeauftragte, und wir erklären euch, wie Piraterie im Internet funktioniert, und dann macht ihr das selber. Verdienen wir als Lisheenageeha Consulting Ltd. ein bisschen was mit Beratung (oder einem Handbuch), aber letztlich kommt es euch billiger (und wir müssen wir uns nicht mit diesem langweiligen Scheiß beschäftigen). Hat nur begrenzt geklappt, aber könnte sich mangels Konkurrenz wieder ändern. Andererseits vermisse ich GVU und Caspar schon jetzt - ohne Konkurrenz macht das doch alles keinen Spaß!
Das mag so sein. Moralische Appelle. Theoretisch. - Praktisch sehe ich das nicht oder nur sehr begrenzt. Spätestens, seit ich mir mal genauer angeschaut habe, nach welchen Themen die armen, armen Piraterie-Konsumenten bei der Stiftung Warentest vor allem suchen (Anlagetips, Fragen rund um das Eigenheim, High-end-whatever etc.), bin ich ent-täuscht (gebe mich keinen Täuschungen mehr hin). Sehe auch an mir selber, dass es mich nicht gerade lockt, Paywalls mittels Knete zu durchbrechen. Warum Künstler, Schreiber etc.unterstützen, wenn man bei Youtube für umme bei sonstwas rumdödeln kann? Geiz ist geil! (Und erzeugt Krebs, falls ich das als Laienmediziner mal sagen darf.)
Heute Abend um 20 Uhr MEZ gibt mein Freund und (extrem talentierter) Mitmusiker John Kameel Farah ein Paywall-Konzert (ich bin natürlich auf der Gästeliste):
Es gibt so einige (re)-upload-Skripte, die sogar funktionieren! Letztendlich kommt es doch erstmal drauf an, ob der Filehoster eine vernünftige API zur Verfügung stellt - den ohne dem, nutzt dir auch das beste Skript nichts
Und die wirklich guten Skripte kosten auch entsprechend viel Geld und sind heutzutage schon recht professionell aufgezogen.
Attributor sagt mir irgendwas…ich meine, die sind aber doch schon lange weg vom Fenster! Die verbreitete Idee war glaube ich, dass die Firma die Nutzung von markierten Dateien nach verfolgen könnte - also quasi die Live-Verfolgung im Netz von Urheberrechtsverletzungen?
Markierte Dateien - hinter Captchas - nutzen Dir in dieser Hinsicht gar nichts. Das ist/war Marketing-Mummpitz von Quatsch mit einer ordentlichen Portion Soße. Hat sich aber aus irgendwelchen kulinarischen Gründen verkauft. Wer will, ökonomisch gesehen, richten, wenn Kalifornier am Strand rumhängen und damit Geld verdienen? Wenn es die Kunden kaufen?
Ob es tatsächlich, hinsichtlich Effektivität oder gar Effizienz, was für Kunden bringt, sind Fragen für ganz andere Abteilungen. Ist dem Marketing doch komplett egal. There is no business like business!
Ja, und dann kosten die Reupload-Skripte auch noch Geld! Anti-Abmahnanwälte-Anwälte übrigens auch.
Ist mir schon klar, denn wenn es funktionieren würde, würde es den windigen Verein ja noch geben! Die haben damals „fast as a shark“ abkassiert und sind dann in der Versenkung verschwunden, bevor die großen Fragen kamen…
Obwohl ich eher vermute, dass diese monitären Versionen für die Uploader gedacht sind, die gestern noch an Muttis Brust gehangen haben und nun meinen, dass sie die Kings of Internet sind, nur weil sie auf irgend einer Site fünf Dateien hochgeladen haben!
Professionelle Upper, die auch heutzutage damit noch einiges an Kohle machen, werden wohl keine Massenware benutzen, sondern eigene Skripte (auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten) nutzen…entweder selbst geschrieben oder von involvierten Communities, die vernünftige Coder mit an Bord haben.
Upload kostet aber auch Geld. Genannt seien mal ein paar potente Server zur Verteilung, Zugänge zu den FTPs u.ä. der Releaser und noch so Kleinigkeiten!
Per Hand eintragen machen doch nur Wahnsinnige und Liebhaber Automatisierung ist nice. Kenne viele Leute, die mit autoposting und autoreupload in X Foren gleichzeitig eintragen.
Da habe ich mich auch immer gefragt, ob das tatsächlich so funktioniert wie beworben. Weil teilweise ich als Mensch nicht mal in der Lage bin, diese Bilderrätzel zu knacken… Aber das mag auch andere Gründe haben
Hab ich bisher immer übersehen bzw. Nicht auf den Username geachtet
Wie funktioniert die denn?
Jaja… Alles selber coden ist schon nice. Hat ewig gedauert, bis ich genug know how zusammen hatte um meine eigenen mega verkäferten scripte zum laufen zu bekommen… Oder man häckt sich intelli tool zurecht ^^
Es ist klar, dass wir da von Attributor reden, nicht von der GVU? Vielleicht waren die (die GVU) glücklicher mit ihrer Namenswahl als wir mit Lisheenageeha (Gälisch für „Wo die Fee im Wald tanzt“ - den Ort, das Dorf gibt es wirklich!). Gesellschaft für etc. e.V. - das klingt doch deutlich seriöser. Waren die eigentlich gemeinnützig?
Wenn es der selbe Link ist, ist die Größenordnung von X völlig wurscht.
Da werden halt feuchte Justitiar-Träume bedient. Muss mich nicht auskennen, nur die Software oder den Service kaufen, und schon flutscht das alles vollautomatisch. Turing-Test - hat der was mit Autos zu tun?
Solche Fragen beantworte ich nicht für umme. Meine armen Fingerkuppen …
Nöööööö…eher unnützig, also in Teilen auch unnötig! So wie halt die meisten Vereine dieser Welt, wie z.B.der Kleingarten- Verein „Loch grab & Hecke reinsteck e.V.“ von nebenan!!
Das klingt verlockend, da trete ich jetzt aber sofort bei! Habe als Vorsitzender des gemeinnützigen Aamulintu e.V. (für Naturschutz und Kultur; hat nun wirklich gar nichts mit Piraterie zu tun) ja immer Sorge, wir könnten nicht seriös genug auftreten.
Da bei dem Internetauftritt jeder Browser dieser Welt, die Seite und den Inhalt als „unsicher“ definiert und verkündet, kann man davon ausgehen, dass alle interessierten Besucher aus dem thematischen Bereich erstmal erschrocken sind!
Unsicherheit wird hier mit Unseriösität gleichgesetzt !!
Ein funktionierendes SSL-Zertifikat könnte diese Unseriösität in wenigen Sekunden abstellen! Für solch eine statische Site braucht man auch kein Zerti, welches hunderte Euronen im Jahr kostet!! Da reicht sogar eins, dass man kostenfrei bekommen kann…
STRATO liefert doch sogar umsonst eins mit bei dem Webpaket Mr. Bonik !!
Sind Sie (Graf) von Strato? - Das ist ja eine Firma, über die ich ein weniges zu jammern hätte, wenn ich an meinem linken Ohr kratze, und erst recht einiges, wen ich das am Ohr rechten tue. Allein so ein Quatsch wie: Du versuchst den Service zu erreichen, erwischt ihn nicht, der meldet sich nie, aber dann meldet sich irgendeine Statistikabteilung, um dich zu fragen, wie zufrieden du denn mit dem Service warst. Ach, ich darf da gar nicht mit anfangen! Von Duden bis Telefónica: Es tobt der helle Irrsinn und ein gerüttelt Maß an Disfunktionalität (und das völlig unabhängig von C)! Wieviel macht das in Stratos?
Ich habe vor gut drei Monaten mal bei Drückern der Telekom wegen Telefonwechsel unterschrieben, es kam ein halbes Dutzend Mal die selbe SMS und ein bisschen Papier; dann lange nichts. Dann fiel dieser Tage das Telefon aus, gleichzeitig kamen die erste Rechnung und die erste Kundenbefragung. Ich bin insofern entspannt, als ich einerseits solche Verträge ohnehin nur noch aus der Lust eingehe, noch irreren Irrsinn zu erleben, und andererseits meinen letzten Prozess gegen die Telekom gewonnen habe. - Hätte eigentlich gedacht, dass ich bei denen auf der schwarzen Liste stehe und die mir nie wieder einen Vertrag geben würden. Ach die heitere Jugend, die digital naives! Den Aktenordner habe ich nicht weggeworfen. - Lustige Geschichte, die ich sogar ohne Anwalt bewältigt habe. Da waren Richterin und T-Anwalt erstmal recht ungehalten, dass ich nicht schnell genug verstehe, von was da Juristen unter sich sich in ihrem Jargon unterhalten, und wir haben es ins Schriftliche vertagt - was natürlich zu meinem Vorteil war. Habe der Richterin dann auf drei Seiten in leichter IT-Sprache dargestellt, was da Telekom und SAP in Mittäterschaft offensichtlich bei x-Tausenden von Kunden vergeigt haben, und dass ich den Fall gerne in jeder beliebigen Ausführlichkeit darstellen könnte. Sie hat dann recht schnell zu meinen Gunsten entschieden. (Sorry, manchmal kommt der Onkel ins Plappern.)
(Sorry. Muss jetzt in den Park, einen meiner Lieblingsjuristen treffen.)
Schalten auch Sie beim nächsten Mal ein, wenn es wieder heißt: T-Moon-Nazis must die! Chemtrail Special!
Nöööö, mich deucht dort Langeweile und Impertinenz!! Ich bin nur ORH:
V.I.P OF INTEROP SHOW NETWORK ®
Das der Service von Strato keine Zeit hat, ist doch ein mehr als offenes Geheimnis! Wer momentan soviele TV-Spots über Service dreht, hat doch für den selben keinen Sinn und keine Zeit mehr…
Wenn es um das oben angesprochene Problem des fehlenden Zertifikats geht, braucht man IMO den Support nicht zu bemühen!
Das SSL-Zertifikat ist ja bestimmt schon mit ihrer URL bei Einrichtung des Webspace verknüpft worden…das muß nun quasi nur noch quittiert bzw. aktiviert werden.
Auf dem Server gibt es doch für ihre Seite ein Webpanel. Dort sollte eine Aktivierung mit ein, zwei Klicks möglich sein! Wenn das Zerti noch nicht erstellt wurde, dann kann man sich an dieses kleine TuT halten - welches schneller durchgearbeitet ist, als stattdessen in der Zeit in der Service-Warteschleife zu hängen!
Was ich da von Strato wollte, war ein bisschen komplizierter, aber das möchte ich jetzt nicht ausbreiten. Jedenfalls danke für die Hinweise. Mach ich demnächst mal. Bin aber gerade abgelenkt durch den Umstand, dass ich seit gestern einen professionellen Sänger habe für einen Pop-Song über Anwälte, und der sofort aufs Tollste losgelegt hat. Endlich mal was, das mich euphorisiert in diesen stillen Tagen. Muss aber nochmal ans Arrangement ran (alles völlig ernst gemeint). Ach, ich bau jetzt eine Hitfabrik in Brandenburg …
Ach Aber das ja nicht zwingend der Fall. Habe ich im vorherigen Leben zumindest niemals so gemacht. Ist ja auch nicht nötig, wenn der Upload und Reupload automatisiert geschieht. Und bei E-Books spielt der Traffic eh kaum eine Rolle. Allerdings benötigt man eine robuste reuploadinfrastruktur eigentlich erst, wenn es um neue Camrips oder BD Veröffentlichungen geht. Der Rest bleibt ja immerhin ein paar Tage / Wochen on.
Die Frage war auch nicht ernst gemeint. Ich bin da auch leicht in der Thematik
Wie sieht das nun eigentlich mit dem Share-Online Verfahren aus? Die GVU war ja Antragssteller. Urheberrechtsverletzung sollte ja ein Antragsdelikt sein. Nur gibt es den Antragssteller bald nicht mehr