Sicherheitsrelevante Dokumente durch Translate.com geleakt

Article by · 4. September 2017 ·

Den Norwegischen Nachrichten NRK zufolge sind sicherheitsrelevante Informationen mehrerer norwegischer Firmen, darunter der Statoil-Konzern, ein skandinavischer Öl-Gigant und Betreiber der CIRCLE-K-Tankstellen, durch die Nutzung des populären Übersetzungsdienstes Translate.com geleakt worden. Verantwortlich könnten auch jeweils interne Mitarbeiter sein. Das werde gerade untersucht, heißt es.

Passwörter und Verträge liegen nun offen, über Google suchbar und somit für jeden einsehbar im Internet. Betroffen sind zum Teil Einzelpersonen, aber auch einige der größten, norwegischen Gesellschaften. Wer will, kann nun Entlassungspläne, Outsourcingpläne, Passwörter, Pin-Codes und Verträge finden. Statoil zog bereits Konsequenzen und beantragte die sofortige Löschung bei Translate.com. Öffentlich erklärte man, dass die Daten nicht von internen Mitarbeitern stammen würden und ohnehin nicht als „vertraulich“ einzustufen seien.

Translate.com erklärte: „Es sei bekannt, dass man sich alle Texte, zur Qualitätssicherung der Übersetzung, senden ließe“. Einige dieser Übersetzungsanfragen seien nun von Google indexiert worden und damit über die Suchmaschine auffindbar gemacht worden. Man biete bereits eine einfache Lösung zum Entfernen der Einträge an, wenn diese in einer Suchmaschine auftauchen sollten, teilte das Support-Team von Translate.com in einer Email an NRK mit.

Die norwegische TEKNA (Technisch-Naturwissenschaftliche Vereinigung) warnt nun Behörden, Gesellschaften und Privatpersonen eindringlich vor dem „naiven“ Gebrauch der Übersetzungs-Webseite.

 

Bildquelle: lalabell68, thx! (CC0 Public Domain)

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3 Comments

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    Max

    Da scheint translate.com aber jemanden ganz gewaltig verarschen zu wollen.
    Das Zusenden von Dokumenten hat überhaupt nichts damit zu tun, diese Dokumente für jedermann, auch Suchmaschinen, zugänglich zu machen.
    BIG EPIC FAIL.

    Todesstrafe für solche Fehler und darauf folgende Ausreden!

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    L.K.A.

    Nichts neues in DE. Bei Auskunftsersuchen zu IPs und E-Mail-Adressen gehört Google’s Übersetzungsdienst zum guten Ton.

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      Max

      Das ist doch Bullshit.


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