Lesetipps vom 8. August über BTC-Automaten, Excel & Intel

In den heutigen Lesetipps dreht sich alles um Bitcoin-Automaten, Excel und den großen Intel-Leak, der kürzlich verteilt wurde.

Lesetipps
Foto Jay Skyler, thx!

Wir wollen eine alte Tradition wieder aufleben lassen. Die Lesetipps geben euch einen Überblick über die Themen, die wir mit einer einzelnen News aus Zeitgründen nicht behandeln konnten.

Lesetipps: BAFIN verpennt 1.9 Mrd. EUR!

Aber lieber verrammelt man deutschlandweit alle BTC-Automaten.

Fangen wir mit der BAFIN an. Die Regulierungsbehörde des Bundes, hätte eigentlich die Aufgabe, solch krumme Geschichten wie die Bilanzfälschung bei Wirecard zu verhindern, in dessen Verlauf 1.9 Milliarden Euro verschwunden sind. Aber nein, man hat offenkundig lieber jahrelang tatenlos zugesehen. Es bleibt spannend, ob jetzt wenigstens Druck auf die Wirtschaftsprüfer ausgeübt wird, die auch zu gerne weggesehen haben.

Dafür hat man sich mal wieder auf die ach so bösen Kryptowährungen eingeschossen. Aber gut, sonst hätte die News es nicht in die Lesetipps geschafft.. Das Kammergericht Berlin hatte das Aufstellen von Bitcoin-Automaten 2018 ausdrücklich erlaubt. Doch das ist seit Jahresanfang anders. Die vom polnischen Startup hergestellten BTC Automaten vom Shitcoins.club haben in ganz Deutschland Mitarbeiter der Regulierungs-Behörde versiegelt. Dem Betreiber stellte man das Verbot schon im März 2020 zu. Doch statt sich dem zu fügen, hat der Aufsteller in .de einfach den Firmennamen und Sitz geändert.

Kann man mit solchen Automaten Geld waschen, fragen Sie sich? Haben Vögel Flügel? Können sie fliegen, würde ich dann darauf antworten. Gut, muss ich eben bis September warten, bis wir in Prag sind. Da gibt es die Dinger nämlich noch. Im nahe gelegenen Köln hat die BAFIN sogar das Ladenlokal versiegelt. Dann kann ich meine Millionen, die die Tarnkappe täglich abwirft, halt erst im Herbst waschen. ;-)

Lesetipps: Distributed Denial of Secrets leakt 20 GB interne Daten von Intel

Kaum haben wir unseren Interviewaufruf zweisprachig veröffentlicht, kommt DDosecrets mit einem echt dicken Fisch daher. Glück muss man haben. Die 20 GB sind aber nur der Anfang, wie Tillie bei Twitter bekannt gab. Intel recherchiert sicher schon fleißig, wer da gegen das NDA, also den Geheimhaltungsvertrag, verstoßen oder sie gehackt hat. Angeblich sei ihr Netzwerk sicher, wird berichtet. Nun ja, wir schauen mal, was da noch kommen wird. Der Chiphersteller muss auf jeden Fall befürchten, dass man aufgrund der Verbreitung ihres geistigen Eigentums jede Menge Hintertüren ausfindig machen wird. Das wäre nicht nur für Geheimdienste, sondern auch für Kriminelle ein interessanter Fund. Mehr dazu in den nächsten Lesetipps…


Lesetipps: Forscher müssen 27 Gene umbenennen, weil Excel immer wieder versagt!

Die Forscher geben den menschlichen Genen alphanumerische Namen. Weil Microsofts Excel einige aber immer wieder störrisch in Datumsangaben umwandelt, musste man die Namen von 27 Stück nachträglich ändern. Nicht der Prophet wandert zum Berg. Nein, der Berg latscht zum Propheten. Leider kein verspäteter Aprilscherz. Das HUGO-Gen-Nomenklatur-Komitee hat eigens dafür neue Richtlinien erlassen, damit sich der Fauxpas nicht wiederholen kann. Da soll noch mal einer sagen: Microsoft, it’s not a bug, it’s a feature.

Okay, das war der erste Schwung an Links. Mehr Lesetipps kommen demnächst von Sunny.

Übrigens: Wer Probleme beim Downloaden des Intel-Leaks hat, nicht wundern. Natürlich hat man das Archiv beim Sharehoster längst abused. Wer nähere Infos zum DL-Link benötigt, sollte sich die Infos im entsprechenden Telegram Kanal holen.

Eincremen nicht vergessen, heute wird es wieder extrem heiß! Lasst euch keine Shitcoins andrehen. Bleibt sauber, gesund, munter und überhaupt. Ihr wisst schon, was ich meine …

Tarnkappe.info

Über den Autor

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Außerdem bringt Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, seit 2014 an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert.