Lesetipps: Security-Babylon, Magento-Online-Shops gehackt, Burnout

Lesetipps: Magento-Online-Shops wurden gehackt, die Snowden-Leaks und der größte Unfall im Investigativjournalismus, ein Security-Babylon.

Lesetipps
Grafik: Markus Eymann, thx!

Auch heute habe ich in unseren Lesetipps wieder einige hoffentlich spannende Schlagzeilen für euch zusammen gesucht. Das biblische Babylon kennen wir alle. Aber was ist ein Security-Babylon? Hacker haben viele Magento-Online-Shops gehackt. Es soll die größte Hacking-Kampagne seit 2015 sein. Wir erinnern uns heute auch kurz an die Snowden-Leaks. Diesmal aber geht es um den (nicht nur internen) Skandal und die Fehler, welche damals der News-Plattform The Intercept unterlaufen sind.

Lesetipps: The Intercept – der größte anzunehmende Unfall im Investigativjournalismus

Die Snowden-Leaks. Wer kennt sie nicht? Was allerdings die wenigsten wissen ist, wie The Intercept damals intern mit dieser journalistischen Herausforderung und mega Schlagzeile umgegangen ist. Stimmt schon, hinterher ist man immer klüger. Und klar, die Snowden-Leaks waren (sind) etwas, von dem so mancher Journalist nur träumen kann. So eine Gelegenheit bietet sich einem (wenn überhaupt) nur einmal im Leben. Das dabei aber auch so einiges schiefgehen kann, zeigt uns der folgende Artikel der NY-Times. The Snowden Leaks – The Intercept Promised to Reveal Everything. Then Its Own Scandal Hit.

Weltweit über 2000 Magento-Online-Shops gehackt

Kaum eine Woche vergeht, ohne eine Schlagzeile über einen erfolgreichen Hack in unseren Lesetipps. Heute schafft es Magento mit einer Riesen-Schlagzeile. Über 2.000 Magento-Online-Shops haben Unbekannte weltweit gehackt. Das Beste an der Geschichte, es soll der größte Hack dieser Art seit 2015 sein. Nicht schlecht! Nearly 2.000 Magento 1 stores hacked over the weekend.

Lesetipps: Security-Babylon

Wenn man der Bibel glauben darf, herrschte damals ein ganz schönes (sprachliches) Chaos im biblischen Babylon. Wer sich nun ab und zu für Schlagzeilen über Hacker oder ganz allgemein die bösen Buben im Internet interessiert, kann es bestimmt bestätigen. Es ist nicht immer einfach. Für ein und dieselbe Hacker-Gruppe gibt es verschiedene Namen. Bestes Beispiel: Fancy Bear. Die bekannten russischen Hacker sind unter vielen Namen bekannt. Sofacy oder auch Strontium. Ach ja, APT28 nicht zu vergessen. Ob Hacker-Gruppen oder Schad-Software – fast immer gibt es mehr als einen Namen dafür. Das macht vieles unnötig kompliziert.

Burnout im IT-Job

Viele Menschen haben leider immer noch ein falsches Bild von einem Job in der IT-Branche. Auch hier ist nicht immer alles Gold was glänzt. Viele Überstunden und ein oft sehr hoher Zeitdruck sorgen immer wieder für Stress. Dass es dabei auch hier zum Burnout kommen kann, zeigt uns der folgende (schöne) Artikel von golem.de. Burnout im IT-Job: Mit den Haien schwimmen.


Lesetipps: Teenager verkauft Drogen aus dem Darknet weiter – keine gute Idee

Dieser Lesetipp ist keine Mainstream-Schlagzeile. Ich finde die Geschichte allerdings recht spannend. Denn den Empire Darknet-Marktplatz kennt der ein oder andere von euch bestimmt. Jetzt wurde ein Teenager aus Australien zu 71 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er die auf diesem Marktplatz gekauften Drogen weiter verkauft hat.

Die Ermittlungen begannen im August 2019, als der US-Zoll- und Grenzschutz ein an Byrnes gerichtetes Paket aus Slowenien abfing. Das Paket enthielt LSD. Am 7. August 2019 führten die Strafverfolgungsbehörden eine kontrollierte Lieferung des Pakets in Byrnes Wohnung in Huntersville (Nord Kalifornien) durch. Dumm gelaufen, kann man da nur sagen. Teen Sentenced to Prison for Reselling Drugs from Empire Market. (Onion-Link)

Pekings massenhafte Überwachung Australiens und der Welt

Eigentlich schon keine Schlagzeile mehr, sondern ein handfester Skandal. Eine Datenbank mit mehr als 2,4 Millionen Menschen, darunter mehr als 35.000 Australier, wurde von der Firma Zhenhua Data in Shenzhen geleakt. Diese vom chinesischen Geheimdienst und dem Ministerium für Staatssicherheit genutzte Datenbank enthielt aber nicht nur Einträge von Australiern.

Internet 2.0, ein Beratungsunternehmen für Cybersicherheit mit Sitz in Canberra, zu dessen Kunden die Regierungen der USA und Australiens gehören, gab an, dass es in der Lage gewesen sei, die Aufzeichnungen von etwa 250.000 Personen aus dem geleakten Datensatz wiederherzustellen. Darunter etwa 52.000 Amerikaner, 35.000 Australier und fast 10.000 Briten. Dazu gehören Politiker wie die Premierminister Boris Johnson und Scott Morrison und ihre Verwandten. Daneben die Königsfamilie, Prominente und Persönlichkeiten des Militärs. China’s ‚hybrid war‘: Beijing’s mass surveillance of Australia and the world for secrets and scandal.

Das war es auch schon wieder für heute mit unseren Lesetipps. Ich hoffe, es war auch dieses Mal für jeden von euch etwas Interessantes, Spannendes oder sogar Lehrreiches mit dabei. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr auch morgen wieder mit dabei seid.

Tarnkappe.info

Über den Autor

Sunny schreibt seit 2019 für die Tarnkappe. Dort verfasst er die Lesetipps und berichtet am liebsten über Themen wie Datenschutz, Hacking und Sharehoster. Aber auch in unserer monatlichen Glosse und bei den Interviews ist er immer wieder anzutreffen.