Lesetipps: Antennen-Invasion, das PeerTube-Netzwerk, Amazon reviews

Lesetipps: Optimizer - schnell und einfach zu etwas mehr Windows-Privatsphäre und Sicherheit. Big Data - oder wie sie unsere Daten sammeln.

Fragezeichen, Lesetipps
Bildquelle: Arek Socha

Willkommen bei einer neuen Ausgabe unserer Lesetipps. Mit dem portablen „Optimizer“ Tool, ganz einfach und mit nur ein paar wenigen Klicks, für etwas mehr Privatsphäre und Datenschutz bei eurem Windows-Rechner sorgen? Vielen von euch dürfte „PeerTube“ ein Begriff sein. Aber die dezentrale Video-Streaming-Plattform hat auch ihre Schattenseiten. Ganz schön spannend diese News. Aber auch einen tollen Artikel zum Thema „Big Data“ haben wir heute mit dabei. Wirklich sehr interessant: „wie sie unsere Daten sammeln„. Denn klar. Big Data ist immer noch ein Milliarden-Geschäft. Weitere Schlagzeilen heute: gefakte Amazon-Bewertungen und mehr Datenschutz bei Messengern.

Lesetipps: Hausdurchsuchung, weil er sein Päckchen nicht von der Post abholte

Falldatei Rauschgift, Tarnkappe.info Lars Sobiraj

Regelmäßig hatte sich ein Mann aus dem schwäbischen Donauwörth Drogen im Darknet bestellt. Und wer weiß. Eventuell würde er das auch heute noch machen. Denn man kam ihm nur auf die Schliche, weil er es versäumt hatte ein Päckchen von der Post abzuholen. Mann bestellt sich Drogen über das Internet – und fliegt auf.

Messenger-Datenschutz: Wissenschaftler wollen für mehr Privatsphäre sorgen

Endlich mal wieder eine positive Schlagzeile. Kryptografie-Experten der TU Graz haben zusammen mit ihren Kollegen der TU Darmstadt daran gearbeitet, unsere Messenger Privatsphäre-freundlicher zu machen. Ein, wie ich finde, toller Ansatz. Wir können nur hoffen, das ihre „Erfindung“ auch schnellstmöglich überall implementiert werden kann.

Rechberger hat gemeinsam mit seinem Instituts-Kollegen Daniel Kales sowie mit den beiden Forschern Christian Weinert und Thomas Schneider von der TU Darmstadt „ContactGuard“ entwickelt. Dabei handelt es sich um eine neue Methode der Kontaktermittlung, die Privatsphäre-Gefahren und kritische Szenarien signifikant einschränkt oder komplett vermeidet wie beispielsweise das Ausspionieren von Kontakten oder das Weiterverkaufen von Daten und das Auswerten sensitiver Beziehungen.“ (tugraz.at)

Ein in meinen Augen wirklich sehr spannender Artikel und Lesetipp. Mehr Datenschutz beim Adressbuch-Abgleich.

Lesetipps: Optimizer – schnell und einfach für etwas mehr Windows-Privatsphäre und Sicherheit

Dass „Windows“ so seine „Problemchen“ mit den Themen Privatsphäre und Sicherheit hat, ist bekannt. Aber klar. Nicht jeder kann oder will Linux nutzen. Und überhaupt, ist Linux denn wirklich so viel sicherer als Windows? Egal. Heute soll es darum gehen, allen die trotz heftigen Gegenwinds und des ein oder anderen „Shitstorms„, Windows nutzen, ein kleines aber feines Tool vorzustellen. Vorhang auf für den Optimizer.


Big Data: Wie sie unsere Daten sammeln

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Egal ob Smartphones, Smart-TVs oder so manches andere „smarte“ Haushaltsgerät. Big Data ist überall. Und nein. Dabei handelt es sich ganz bestimmt um keine Verschwörungstheorie, im Gegenteil. Diese Schlagzeile ist richtig und wichtig und daher auch heute bei uns in den Lesetipps gelandet.

Big Data ist heutzutage ein Milliarden-Geschäft. Aus den gesammelten Daten von Internetnutzern schöpfen multinationale Unternehmen Profile, eine Goldgrube für jeden Akteur auf dem Anzeigenmarkt. Dank dieser Profile wird es möglich, dass Werbung vollkommen maßgeschneidert auf die Gewohnheiten und Bedürfnisse der Internetnutzer eingeht.

Zusagen, dass der Nutzer bei der heimlichen Datensammelei stets anonym bleibe, versichern zwar die meisten Unternehmen in ihren Datenschutzerklärungen, jedoch ist genau das Gegenteil der Fall, wie man durch diese Recherche sehr gut nachvollziehen kann. Menschen würden dem nie zustimmen, wüssten sie in vollstem Umfang darüber Bescheid.“ (tarnkappe.info)

How they harvest our data.

Lesetipps: PeerTube – eine Alternative mit Beigeschmack?

Es ist wie es ist. Mit ein bisschen Nachforschung findet man fast überall etwas auszusetzen. Heute haben es ausnahmsweise mal nicht Telegram oder Facebook in die Schlagzeilen geschafft, sondern die Videoplattform PeerTube.

Wie das Tor-Netzwerk, BitTorrent-Systeme oder verschlüsselte Messenger kann PeerTube dazu beitragen, tatsächliche Unterdrückung von Inhalten und Zensur zu umgehen. Das Projekt wird aber auch für illegale und kriminelle Zwecke sowie Desinformation missbraucht: Dort sind unter anderem Propagandafilme aus dem Dritten Reich, rassistische, antisemitische und Hetz- und Reichsbürgervideos zu finden – sowie andere Inhalte, die von kommerziellen Plattformen wegen Verstößen gegen die Richtlinien gelöscht wurden.“ (tagesschau.de)

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Dem Beitrag entnimmt man auch die Aussage des Fachanwalts Chan-jo Jun, dass man bei der Nutzung dieser Video-Plattform ungewollt die Urheberrechte Dritter verletzen kann. Wie bei einem regulären P2P-Netzwerk überträgt man bei dieser Software seine eigene IP-Adresse. Einen Brief später erhält die abmahnende Kanzlei vom Internet-Anbieter die Anschrift des Anschlussinhabers. Und dann stellt man ihm die Filesharing-Abmahnung zu, obwohl er sich nur ein Video anschauen wollte.

Was sich zunächst anhört wie das übliche „Bashing“ gegen Open Source-Alternativen, wird dann zwar noch etwas „tiefgründiger„. Ein etwas seltsamer Beigeschmack bleibt dem Leser aber trotzdem nicht erspart. Wo ein Wille, da eine Schlagzeile. :D PeerTube-Netzwerk – Eine Alternative mit Tücken.

Die Invasion der Antennen

Was jetzt kommt, ist keine Science Fiction. Auch hatte ich kein geheimes Treffen mit dem *hust* Wendler. Es geht um die Vernetzung um uns herum. Immer mehr Antennen werden benötigt, um die immer größeren Bedürfnisse von Mensch und Industrie bewältigen zu können. Und dabei stehen wir erst am Anfang. Ganz klar, ein mehr als nur spannender Lesetipp zum #nachdenken. Die Antennen-Invasion.

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Lesetipps: Das Geschäft mit den gefälschten Amazon-Bewertungen

Amazon Key, Lesetipps

Zum Abschluss unserer heutigen Lesetipps kommt noch eine Schlagzeile zum Thema Amazon. Genauer gesagt, zu den vielen gefälschten Kundenbewertungen. Immerhin zehn Webseiten will man jetzt gefunden haben, bei denen man sich diese falschen Bewertungen kaufen kann. Knapp 700 Euro muss man bezahlen, dann bekommt man 50 Bewertungen. Klar, damit lässt sich so manch ein „mieses Geschäft“ ankurbeln. Wirklich spannend. Fake Amazon reviews ‚being sold in bulk‘ online.

Das war es auch schon wieder mit unseren Lesetipps. Es würde mich wie immer sehr freuen, wenn auch heute für jeden von euch eine interessante, spannende oder sogar eine lehrreiche Schlagzeile mit dabei war. Gleichfalls erfreut wäre ich, wenn ihr auch das nächste Mal aufs Neue mit von der Partie seid.

Tarnkappe.info

Sunny schreibt seit 2019 für die Tarnkappe. Dort verfasst er die Lesetipps und berichtet am liebsten über Themen wie Datenschutz, Hacking und Sharehoster. Aber auch in unserer monatlichen Glosse und bei den Interviews ist er immer wieder anzutreffen.