Von Einem der auszog, ganz allein ein Buch zu veröffentlichen

Kommentar von Bernd Stützstrumpf:
@robin

Du polterst hier sinnlos rum. Genau so gut könntest Du Dich beim nächsten Gewitter rausstellen und versuchen, es wegzubellen. Deine Nachfahren werden irgendwann zugeben, daß die Erde keine Scheibe ist, wenn die Evolution so weit ist.

Kommentar von nk:
Wer in einer Diskussion ernst genommen werden will, sollte vielleicht Begrifflichkeiten wie „fettes Ekel“ und „Einschlagen auf Betreiber“ vermeiden. Sonst könnte man seinen Wortbeitrag schnell mit unwichtigem populistischem Gegrunze im Wald verwechseln. Huch, schon passiert…

Kommentar von Ulf J. Froitzheim:
Danke für das Argument mit dem Autokennzeichen. Das würde ich gerne in Diskussionen plagiieren. :wink:

Klarnamen sind dagegen ein heißes Eisen. Obwohl alle mir bekannten Internetaktivisten bis auf eine Ausnahme – padeluun vom Verein Digitalcourage – unter ihren bürgerlichen Namen auftreten, gilt ja der Konsens, dass eine Pflicht zum Nennen des echten Namens den Grundprinzipien der Webkultur widerspricht. Ich sehe auch schon kommen, dass irgendwelche Schlaumeier Zugangsprovider mit Verlagen oder Autoren gleichsetzen, um sich über den bösen Thomas Elbel empören zu können. Ich würde deshalb noch mal ausdrücklich betonen, dass wir Autoren nicht wollen, dass unsere Werke nur jemand lesen darf, der datenschutzrechnisch die Hosen runterlässt.

Kommentar von Ulf J. Froitzheim:
Die allermeisten Wirtschaftsunternehmen reinvestieren den größten Teil ihrer Gewinne - wenn sie überhaupt welche machen.
Und: Sie müssen Gewinne machen, um investieren zu können.
Man darf einfach nicht von ein paar schlagzeilenträchtig absahnenden Ausnahmekonzernen (wie früher Microsoft und heute Apple) ausgehen und das verallgemeinern.
Wenn Du das nicht glaubst, schau Dir mal Bilanzen und Gewinn- & Verlustrechnungen im Bundesanzeiger an. Gibt es gratis online unter unternehmensregister.de .

Kommentar von mr:
im artikel kommt klar zur sprache, daß verlage autoren unter hohem risiko über mehrere werke hinweg aufbauen und dies durch bestseller querfinanziert wird. wenn das interesse an einem noch im aufbau befindlichen autor gering ist, läßt sich daraus nicht der schluß ziehen, daß piraterie nicht schädlich ist. für den aufzubauenden wiegt jeder verkauf schwer - 1500 nichtrealisierte verkäufe auf 5000 verkäufen beim debüt entsprechen 30%! man stelle sich solche quoten bei ladendiebstahl vor!

diese verluste müssen nun durch bestseller kompensiert werden, die wiederum eine mutmaßlich höhere quote an piraterie haben - immerhin ist da ja dann das interesse besonders groß.

schlußendlich frage ich mich, was das argument eigentlich konkret bezweckt. soll hier tatsächlich einer literatur des kleinsten gemeinsamen nenners das wort geredet werden? denn darauf läuft die empfehlung, den beruf des schriftstellers doch trotz renomierten verlags und solider auflage nochmal zu überdenken, ziemlich umweglos hinaus. ohne erkenntnisgewinn in der sache an sich, denn wer vom markt redet, muß auch eingestehen, daß piraterie das wesentliche element des marktes abschneidet: die steuerung des angebots über nachfrage ist darauf angewiesen, daß nachfrage sich beim produzenten der ware als einkommen niederschlägt.

Kommentar von mr:
sorry, aber auch in der musik wird der ausstoß an werken überwiegend durch selbstausbeutung jenseits aller betriebswirtschaftlicher tragfähigkeit ermöglicht. ich weiß wovon ich rede, denn ich bin selbst in dieser situation. ich kenne viele erfolgreiche kollegen, aber niemanden, der vom erfolg leben kann. alle leben von alg2 oder brotjobs. kunst schaffen in deutschland heißt, seine zeit und sein geld in etwas zu versenken, weil man nicht anders kann. und vor diesem hintergrund ist es besonders schmerzlich, wenn außenstehende das eigene kriechen auf dem zahnfleisch als beleg heranziehen, daß es ja doch noch immer vorwärts geht.

trotzdem: vielen dank für die einschätzung, daß die musik immer besser wird! im namen aller kollegen :slight_smile: das ist mir ganz ehrlich nämlich immernoch lieber als die unsäglichen kommentare, man solle doch kunst für die massen machen, die den erfolg allein an den erlösen festmachen und nicht am publikumszuspruch - und sei es ein winziges nischenpublikum.

Kommentar von mr:
BGE ist kein erwerbseinkommensersatz. weder für den automechaniker, noch für den autor. BGE entkoppelt existenzsicherung von er erwerbsarbeit, nicht mehr und auch nicht weniger. sicher wird es für autoren leichter, wenn das BGE erstmal kommt. aber es wird auch für piraten leichter, dann kunst auch zu bezahlen.

bis dahin haben wir die situation, daß uns künstlern nichtkünstler gern vorrechnen, daß unsere arbeit wegen des geringen einkommens nur hobby ist. anders ausgedrückt: wir haben die situation, daß wir künstler sehr stark auf vergütung angewiesen sind, der durchschnittliche pirat hingegen eher kaum auf die spareffekte durch piraterie. nur mal so am rande erwähnt, um die BGE-debatte ins rechte licht zu rücken. es nervt mich nicht nur als künstler, sondern auch als befürworter des BGE, daß dieses wichtige reformprojekt von piraten ständig als nebelkerze in der debatte um künstlervergütung mißbraucht wird.

Kommentar von XB Liebiger:
Dann lesen sie diese Studien doch bitte mal und am Besten auch die, die das Gegenteil behaupten.
Es gibt ein Meta Studie, die sich nur genau diese Studien angesehen hat. Auftraggeber: Eine Abteilung des US Finanzministeriums.
Das Verhältnis von Studien, die von einem Schaden ausgehen zu denen, die von keinen Schaden ausgehen liegt bei 24:4.
Nimmt man nur die mit Peer Review liegt er bei 12:2 oder gekürzt bei 6:1.
Vielleicht sollten Sie sich besser mit solchen Studien und Zahlen beschäftigen als Blogger Mythen unreflektiert weiterzutragen.
Lesen Sie bitte auch mal die Analyse des US Marktforschungsinstitut NPD zu dem Mythos Filesharer sind die besseren Kunden.
Danach werden Sie solche Aussagen nicht mehr treffen.

Das einzige, was diskutabel ist, ist die Substitutionsrate.
Da haben die Studien einen großen Korridor und ich empfinde es auch als schwierig diese Rate zu ermitteln.

Kommentar von does not care:
Es ist klar, wie mit Flattr und Bitcoins umgegangen werden muss. Beides muss normal als Einnahme versteuert werden. Bei Bitcoins sind es die Auszahlungen die versteuert werden, so bald diese auf dem Konto eingehen. Da gibt es keine Unklarheit, im Gegenteil hat die Bundesregierung inzw. Bitcoins als privates Geld anerkannt.

Natürlich sind die Einnahmen bei Flatrates erstmal geringer. Deswegen schlage ich diese ja auch nur als Teil eines neuen Finanzierungs-Modelles vor. Bzw. als eine Möglichkeit! Auch ist man, wie bereits korrekt angemerkt wurde, mit einem Buch länger beschäftigt, als mit einem Musik-Stück. Somit ist die Zahl der vom Kunden gelesenen Titel begrenzt, und damit die Einnahmen pro Exemplar höher. Jedenfalls theoretisch!

Noch mal, so lange das niemand ernsthaft probiert hat, gibt es keine Erfahrungswerte. Ein grundsätzliches Ablehnen bringt die Diskussion nicht weiter. Es ist eine Überlegung die weiter gedacht werden muss, und mit der man sich auseinander setzen muss.

Kleines Beispiel, wenn ein Kunde 10 Euro im Monat für eine Flatrate bezahlen würde, und könnte dafür täglich 5 Bücher laden, dann würde jeder Autor pro Buch eine ungefähre Einnahme von 6,6 Cent bekommen. Nur dafür, dass jemand das Buch runter geladen hat. Kaum einer wird es allerdings schaffen, diese 5 Bücher zu lesen, so dass die effektive Einnahme wesentlich höher ausfallen könnte.

Natürlich wird es dann Missbrauch geben. Aber ganz ehrlich, den haben wir jetzt schon! Die Frage ist also lediglich, wie verhindern wir, bzw. die Autoren und Verlage, dass die Kunden weiterhin bei den „Buchpiraten“ einkaufen gehen. Wie sorgen wir dafür, dass die Autoren tatsächlich von den Einnahmen leben können. Und da kann eine Flatrate eine Option sein. Ob sie funktioniert? Keine Ahnung, es hat ja noch niemand ausprobiert…

Kommentar von does not care:
Das bedeutet, dass es kein Interesse an dem Titel gab. Worin dieser begründet ist, ist schlußendlich erstmal egal. Es wird vielen anderen Autoren ähnlich ergangen sein. „Buchpiraten“ haben damit aber offensichtlich nichts zu tun…

Kommentar von does not care:
In einem Überwachungsstaat will ich nicht leben. Nebenbei gibt es bereits Bauppläne für Killervieren und Waffen im Internet. Die Situation gibt es seid geschätzen 30 Jahren. Die letzten 25 Jahre hat es niemand interessiert, und jetzt, wo auf einmal alles im Fokus steht, in dem Augenblick soll anonymität etwas schlechtes sein?

Der arabische Frühling konnte nur durch die Vernetzung des internets stattfinden. Nur weil man vernetzt ist, heißt das noch nicht, dass man nicht anonym ist. Das ist ein Trugschluss und auch Facebook erlaubt es anonym zu bleiben.

Der Auto-Halter kann aber nicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn jemand Drittes den Wagen geklaut hat. Eine kurze Meldung bei der Polizei reicht, um die Verantwortung abzulegen. Wenn jemand meinen Internet-Anschluss, oder meine Identität kapert, muss ICH Nachweisen, dass ICH es NICHT war. Das ist eine Verdrehung der Beweislast. Und diese Verdrehung kennen wir AUSSCHLIEßLICH im Internet, oder daran angeschlossene Dienste.

Kommentar von does not care:
Nur weil die NSA das getan hat, ist es legal, oder gut? Nur weil die Nazis Ausschwitz aufgebaut haben, finden Sie das jetzt gut? Weil etwas möglich, oder gemacht wird, heißt das noch nicht, dass es gut, oder moralisch vertretbar ist. Ich finde weder Ausschwitz, noch die Überwachung moralisch vertretbar. Und viel fehlt nicht mehr, damit die Überwachung der NSA die Kriegsverbrechen von damals übertreffen. Und das find ich nicht nur traurig, sondern beschämend! So ein Verhalten in einer modernen Gesellschaft, und dann auch noch Leute, die das gut finden?

Kommentar von does not care:
Sie sagen, dass sie drauf zahlen, wenn sie ihren Roman veröffentlichen, und Sie wollen belege dafür, dass das klassische Modell nicht mehr funktioniert?

Vielleicht waren die Fortsetzungsgeschichten in Deutschland einfach nur uninteressant? Außerdem kann eine Fortsetzungsgeschichte auch ein Roman in Etappen sein, und ein klares vorher definiertes Ende finden.

Kommentar von does not care:
Das System ändert man nicht, wenn man das Verlegemodell ändert. Das KONZEPT dahinter ist das Problem. Das hat auch nichts mit den pösen „Buchpiraten“ zu tun. Vielmehr damit, dass die Autoren und Verlage nicht wirklich wagen etwas komplett neues anzugehen und das klassische Verlags- und Schreib-Geschäft zu verlassen.

Selfpublishing ist ein erster Schritt, sich von den Fesseln zu lösen. Aber es ist nicht das Ziel. Es ist eine Stufe auf der Leite zu einem anderen Vertriebs- und Einnahme-Modell.

Die Leser wollen lesen, uneingeschränkt. Ohne DRM, und ohne Schranken. Genau das, was sie gerade interessiert. Und die Autoren wollen von ihrem Schreiben lesen. Wo bildet sich hier der Konsenz, mit dem beide leben können? Selfpublishing löst erstmal keines dieser Probleme. Leser sind noch immer beschränkt, und die Autoren können auch nicht von leben! Wir brauchen also ein besseres Modell…

Oder zumindest eine Diskussion darüber, wie so was aussehen könnte!

Kommentar von Hartmut Noack:
@Thomas Elbel:
„… was soll eigentlich dann diese sinnlose Sammelwut … ?“

Das sehe ich ganz genauso. Es gab mal Zeiten, da hat man im Kulturkreis, aus dem die Piraten kommen, schon das Anhängen einer Signatur an eine EMail als sinnlose Verschwendung von Bandbreite abgelehnt.
Viele haben alleine an Musik in MP3 so viel zusammengesaugt, dass es einige Jahrzehnte dauern würde, sich das alles ein mal anzuhören. Wer nun 10-12 Gigabyte durchschnittliche E-Books gehortet hat, möge kurz durchrechnen, wie lange es dauern würde, das alles ein mal zu lesen.

Ich sehe darin das Bedürfnis, eine Art privates Archiv anzulegen, aus dem man alles herausziehen kann, was es so gibt. In den meisten Fällen dürfte das in einer Mischung aus Gedankenlosigkeit und Größenwahn geschehen, es mag aber auch Ausnahmen geben. Unter Metal-Fans waren schon in den 1990ern Plattensammlungen mit 3-4000 Exemplaren keine totale Seltenheit. Diese Leute wussten dann auch tatsächlich alles über ihr Genre. Bei SF-Lesern dürfte es ähnliche Ansätze geben.

Ich persönlich würde eine online verfügbare öffentliche Bibliothek sehr viel besser finden. Würden solche Archive ähnlich wie Wikipedia betrieben, könnten sie auch genauso nützlich sein. Eine Abstufung der Zugangsmöglichkeit von anonymen Basiszugängen bis Premium mit sozial vernünftig gestaffelter Gebührenpflicht könnte bei so einem Projekt auch für eine vernünftige Entlohnung von Autoren sorgen.

Kommentar von morgenstern:
Ich musste gerade herzhaft lachen, als ich las, dass Herr Wenzel von 1500-2000 € netto im Monat träumt. Vielleicht sollte er angestellter Autor werden, dann hat er ein sicheres Einkommen (bis auf weiteres). Ansonsten wird er wohl wie jeder Selbständige den Risiken des Marktes unterworfen sein. Auch ein Arno Schmidt, der unbedingt Berufsschriftsteller sein wollte, hatte die längste Zeit mit finanziellen Problemen zu kämpfen, die er durch Übersetzungen, Radio-Arbeiten etc. linderte, ansonsten Preisgelder, Stipendien, Mäzene.

Matthias Wenzel schreibt ebenso wie Thomas Elbel in einem Genre, das ich für hoffnungslos überbedient halte, ein Blick in einen beliebigen Bahnhofsbuchladen spricht diesbezüglich Bände. Und dort stehen sogar überwiegend nur die Bücher derjenigen Autoren, die schon einen Namen haben.
Aber gut, vielleicht sind die beiden ja so gut, dass sie den Markt aufrollen könnten, wenn … ja wenn … die bösen Piraten nicht wären?

Ich denke, so läuft es nicht. Es herrscht ein Überangebot gerade an ‚billiger‘ Literatur, u.a. deshalb bedarf es neuer Geschäftsmodelle, die aber trotzdem nicht jedem Autoren ein gesichertes Einkommen bescheren werden. Um sich heute als Autor durchzusetzen, insbesondere als Indie, bedarf es z.B. einer Community. Vorher. Die finanziert dann eventuell auch das Buch, wie z.B. hier: https://www.startnext.com/ctrlverlust/
Als anonymer Autor, der nur seine 8 Stunden schreiben möchte, um dann Feierabend zu machen, wird man auch genauso behandelt und landet bestenfalls auf dem Grabbeltisch der Buchpiraten.
Ebenso ergeht es demjenigen, der sich stilistisch oder aber durch andere Kompetenzen nicht aus der Masse der Autoren abheben kann. Ich denke, die meisten Autoren wissen das und ahnen zumindest, dass diejenigen Leser, die ihre Bücher bei den Piraten downloaden eben nicht bereit sind, für diese Massenware auch nur 99 Cent zu zahlen. Das hat Gründe, die hier auszuführen aber den Rahmen sprengten.
Das Problem, dass sich für die Autoren daraus ergibt: Eure Drohung, dann eben den Wörterfluss abzustellen, greift nicht. Jeder Leser weiß instinktiv, dass das nicht passieren wird, dass es immer noch ausreichend Lektüre geben wird, selbst wenn die Wenzels und Elbels der Welt ihre Schriftstellerkarriere an den Nagel hängten. Manche Leser hielten das sogar für die bessere Alternative, denn die Konkurrenz belebt den Literaturbetrieb schon lange nicht mehr.

Kommentar von Mike:
Oh, ja, die böse Kinderporno-Keule!!!1elfl!!!

In meiner Frage steckte durchaus ein Argument, wenn du nur auf ein Wort fokussierst, vermittelt das nur den Eindruck, du willst dich um eine Antwort drücken.

Extra für dich also nochmal ohne die Kipo-Keule:

Auch Auftragskiller oder Zuhälter bedienen nur eine Nachfrage. Willst du wirklich alles erlauben, was irgendwie eine Nachfrage befriedigt?

Und wie soll ein ehrlicher Mensch, der von seiner Arbeit leben will, mit einem „Buchpiraten“ konkurrieren können, der ja für den Content, den er verteilt, keine Aufwände oder Kosten hat?

Kommentar von XB Liebiger:
Na das ist doch schon mal ein erster Schritt.

Sie verteidigen weiter oben die Portale und fragen jetzt nach neuen Modellen? Das passt nicht.
Ich kann für einen Autoren nichts gutes daran finden, wenn Dritte an der Distribution seiner Werke verdienen ohne ihn nicht beteiligen.
Das ist diesen Plattformen nämlich gemein.

Sie zeigen hier ein bekannte Denkweise und die ist im höchsten Maße asozial. Bezahlen sollen doch bitte andere, ich nicht. Das kann auch gern in der Zukunft sein, mit was für einem Modell auch immer. Solange aber feier ich mich als Befreier und verhelfe dem Autoren sogar noch zur Bekanntheit.
Wenn ich den Autoren respektiere, dann respektiere ich auch, dass ich ihn für seine Arbeit bezahle.

Kommentar von does not care:
Eine öffentliche Bibliothek ist nicht viel anders, als eine Flatrate. Lediglich die Verfügbarkeit ist eine Andere. Onleihen funktionieren derzeit nicht, weil es eine künstliche Verknappung der vorhandenen Titel gibt. Diese ist mit keiner techn. Logik begründbar.

Auf Nachfragen wurde sogar bestätigt, dass die künstliche Verknappung von den Verlagen gewollt ist. Womit wir dann wieder bei meinen anderen Ausführungen hier wären. Denn es zeigt, dass Verlage noch immer nicht kapiert haben, wie das internet funktioniert, und dass eine künstliche Verknappung des Angebotes kontraproduktiv ist, und damit die Piraterie fördert…

Kommentar von morgenstern:
„sinnlose Sammelwut“

Sammeln/Bunkern ist der Ersatz für Zugriff, diesen uralten Menschheitstraum. :wink:

Das Sammeln könnte man (leider nicht) ganz einfach abstellen, indem man für unbeschränkte Verfügbarkeit via Internet sorgte, zu einem gut kalkulierbaren und von der Mehrzahl der Rezipienten als angemessen empfundenen Preis (Flatrate).
Ich würde ohne mit der Wimper zu zucken 20-30 Euro monatlich hinlegen, wenn ich dafür unbeschränkten Zugriff auf alle digital verfügbaren Inhalte bekäme.

Gerade ältere Semester neigen an dieser Stelle dazu, die Nase zu rümpfen über die anmaßende Einstellung, alles immer sofort haben zu wollen. Geschenkt. Es ist derzeit so und es kommt nicht aus dem luftleeren Raum (Wink mit dem Zaunpfahl). Ich sehe darin auch nichts Verwerfliches.

„Kind, du kannst nicht alles haben!“
„Von dir anscheinend nicht.“

„Müssen wir als Gesellschaft sowas dulden?“
Ja, nein, vielleicht. Erwarten Sie darauf wirklich eine Antwort? Von der Gesellschaft? Falsches Forum.