Zu deiner ursprünglichen Frage:
Thin-Clients werden auch heute noch eingesetzt, insbesondere bei Cloud- / Edge-Umgebungen. Ich habe eher den Eindruck das du nicht ganz verstanden hast was ein Thinclient ist, hier eine mögliche Definition und für was sie genutzt werden: https://www.fortinet.com/resources/cyberglossary/thin-client
Ich weiß nicht, woher du deine Informationen hast, dass Linux vermehrt eingesetzt wird. Ich gehe nicht davon aus, dass du den Serverbereich meinst, wo Linux schon immer stark war und auch bei KI-/Cloud-Anwendungen sogar mehr genutzt wird. Im Desktopbereich kann man jedoch nicht einfach sagen, man nutze im Unternehmen einfach ein anderes OS, wenn z. B. SAP das weitgehend ausschließt.
Ich kenne durchaus Fälle, bei denen Linux auf Thin-Clients als Basis-Betriebssystem lief und darin Windows emuliert wurde. Einfach aus dem Grund, dass SAP sonst nicht lauffähig gewesen wäre. Auch andere Business-Software setzt dies zwingend voraus. Nicht zuletzt kennen viele Nutzer nur die Bedienung von Windows-Software, und du würdest sie vor den Kopf stoßen, wenn du statt Windows 365 plötzlich LibreOffice oder ein darauf basierendes System einführen würdest. Das hieße Nachschulungsbedarf, und kaum ein Berufsanfänger könnte ohne Unterweisung damit umgehen. Die ganzen Skripte, Makros und entwickelte Software müssten nachprogrammiert werden, und das kann sich nicht jeder leisten.
Selbst wenn du alles in einer Edge-/Cloud-Umgebung auslagerst und nur noch das OS übrig bleibt, wären viele mit Linux am Desktop heillos überfordert. Das sind Beobachtungen, die ich und andere gemacht haben. Solange in Schule und Studium kein Umdenken kommt, wird sich daran nicht viel ändern. Es gibt zwar ein Umdenken im privaten Umfeld, wo andere Systeme ausprobiert werden, aber irgendwann sind die Leute auch hier überfordert, sobald sie etwas nicht mehr über den Paketmanager installieren können und die Kommandozeile nutzen müssen.
Eine richtige Trendwende erkenne ich daher nicht. Dazu sind die Leute nicht aufgeklärt genug, wenig experimentierfreudig und bleiben aus Gewohnheit bei ihrem alten Workflow. Versuche mal, einen Babyboomer zu überzeugen, dann wirst du sehen, dass für dich simple Probleme für sie unüberwindbare Hindernisse darstellen. Einfacher ist es oft, diese Leute von macOS zu überzeugen als von Linux.