Kommentare zu folgendem Beitrag: Gaming-Bann geerbt: Gebrauchte CPU sperrt neuen Besitzer aus
Gaming-Bann geerbt: Ein Käufer erwirbt einen gebrauchten Ryzen 7 5800X3D und wird wegen einer Hardware-Sperre von Riot Games ausgesperrt.
Gaming-Bann geerbt: Ein Käufer erwirbt einen gebrauchten Ryzen 7 5800X3D und wird wegen einer Hardware-Sperre von Riot Games ausgesperrt.
Riot beruft sich dabei auf das TPM bzw. das fTPM, was zur Identifizierung der (gesperrten) CPU rangezogen wird.
Irgendwie schon Humbug, wenn man bedenkt, dass CPUs (egal, welcher Hersteller) sowieso schon eine eindeutige ID (Seriennummer) enthalten und nicht auf TPMs angewiesen sind zur Lokalisierung! Wenn man darüber nachweislich gefälschte CPUs entdecken kann, kappiere ich nicht, wieso Riot das umgehbare TPM dafür nutzt?
CPUs besitzen zwar individuelle Kennzeichnungen aber die ist für normale Software nicht unbedingt als stabile und fälschungssichere Hardware-ID nutzbar.
CPUID liefert primär technische Identifikationsdaten zur CPU, nicht zwingend eine weltweit eindeutige Seriennummer.
fTPM wird für Riot daher interessanter sein weil sich damit eine kryptografisch abgesicherte Geräteidentität aufbauen lässt.
Eine simple Seriennummer wäre deutlich leichter zu spoofen.
Problematisch bleibt aber wenn so ein HWID-Bann beim Gebrauchtkauf praktisch mitvererbt wird.
Wenn wir da beim Thema Spoofing sind, muss ich sagen, dass dies göttlich gelobte TPM auch nur aus Silizium ist!
Schon vor über 2,5 Jahren gabs ja mehrfach das Problem, dass BitLocker-Keys abgefangen und ausgelesen werden konnten. Und zwar an den nicht verschlüsselten Kommunikationskanälen zwischen CPU und dem TPM. Es waren zwar nicht alle Modelle der Hersteller betroffen, aber eine beachtliche Menge. Dort, wo man einwandfrei auslesen kann, kann man umgekehrt auch leicht manipulieren! Die TPM-Version war dabei unerheblich.
Info z.B. hier → https://github.com/NoobieDog/TPM-Sniffing/
TPM-Modul mit betroffenen Kanälen:
Wenn du sagst, dass die CPU-ID keine absolut sichere Identifizierung zulässt, muss ich das allerdings auf das TPM bzw. seiner Datenkanäle übertragen!
Wobei wir uns bestimmt einig sind, ist die Tatsache, dass man so etwas wie ein Anti-Cheatsystem (inkl. Kernel-Treiber usw.) bestimmt nicht auf unsicheren Faktoren aufbauen kann! Riot kann sich mit diesem Schachzug doch grinsend zurücklehnen, weil es den Hardware-Herstellern finanz. Zuwachs bringt und damit parallel ihnen selber…
Jemand schrieb als Kommentar bei Facebook:
Ziemlich heftig die Story, zumal ja inzwischen der Rest der Hardware nun auch einen Bann hat …
Ganz ehrlich, ich würde damit einen Rechtsanwalt konsultieren und die komplette Hardware einklagen!
Natürlich vorher den Verkäufer damit konfrontieren und um eine Lösung bitten, vermutlich wird dies aber mit Sicherheit abgewiesen…
Heftig, zumal man als Käufer überhaupt keine Chance hat gebrauchte Hardware auf etwaige Bans zu prüfen.
Persönlich bin ich total für solche Hardwarebans oder auch für eine Registrierungspflicht per Personalausweises… Die Cheater versauen allen die wenige Zeit, die man noch für das Hobby Gaming hat.. einfach zum Kotzen solche Honks…