Die Ransomware-Szene unter der Lupe: Welche Fragen habt ihr an die Macher von RansomLook?


Kommentare zu folgendem Beitrag: Die Ransomware-Szene unter der Lupe: Welche Fragen habt ihr an die Macher von RansomLook?

Das Portal RansomLook überwacht die Ransomware-Szene. Welche Fragen sollen wir den Machern stellen? Reicht sie bitte jetzt ein!!!

Was hat es eigentlich mit den Private Locations auf sich? Warum sind die Daten nicht öffentlich?

Mein Frage wäre gibts neben Geld auch andere Sachen die man berücksichtigt, wie moralische Aspekte?

Gibt es Fälle wo gezahlt wurde aber die Daten nicht freigeschaltet wurden?

Die Moral fehlt mehr oder weniger bei allen Gruppen oder Angriffe, würde ich sagen. Oder wie meinst Du das?

Ich dachte Ransomware war früher mal ein Thema… und aktuell nur sehr vereinzelnt Vorfälle die sich über 2 Hände abzählen lassen Deutschlandweit (also so vlt < 10 Vorfälle pro Jahr) :slight_smile:

Ja so meinte ichs. Mir gings darum ob diese Gedanken trotzdem eine Rolle spielen? Oder ob man sich dann bewußt dagegen entscheidet und warum. Das die Leute auch Moral haben denke ich schon.

Man hört evtl nicht alle Fälle. Zudem wappnen sich Firmen natürlich immer besser. Wäre auch mal ne Frage an die Hoster.

Welche Art von Infrastruktur werden heutzutage eher genutzt?

  • eigene Infrastruktur

  • angemietete Infrastruktur (IaaS)

???

Das kam noch von einem User unserer öffentlichen Telegram-Gruppe:

• Wie werden die Ziele ausgewählt?
• Wer führt die Kommunikation im Rahmen von Verhandlungen etc. mit der betroffenen Firma?
• Wie kann die Firma sicher sein, dass bei Zahlung die Daten gelöscht bzw nicht veröffentlicht werden?
• Was passiert mit den erbeuteten Daten?
• Wofür wird KI aktuell genutzt und an welchen Themen wird hier gearbeitet?
• Gibt es Priorisierungen falls durch eine Schwachstelle zahlreiche Unternehmen angreifbar wären?
• Gibt es einen Austausch mit anderen Gruppierungen (Lessons Learned, etc.)?
• Wie kann ich eine Meldung auf z.B. Ransomlook.io verifizieren ob die Behauptung der Angreifergruppe stimmen kann?
• Wie viele Firmen (ungefähre % Zahl) zahlen die Ransom?
• Was identifizieren sie als größte Schwachstelle bei den Unternehmen?
• Was ist für sie beim Angriff am anspruchsvollsten?
• Haben sie eine 24/7 Abdeckung? Wenn ja wie? „Arbeitsschichten“?
• Gibt es ein „Büro“ oder läuft alles aus dem „Home Office“?
• Wie finden sie Mitglieder und wie verifizieren sie dass diese vertrauenswürdig sind?
• Was passiert wenn man aus dem Business aussteigt oder aussteigen will?
• Wie lange machen sie das Business schon und wie lange wollen sie es noch machen?
Wie sind sie dazu gekommen in das Business einzusteigen? Was haben sie davor gemacht?

ochhheeee, hätt auch noch baar Fragen,…



-–Ransomware ist Ohne Fehlverhalten eines Angestellten nicht möglich auszuführen

Ohne aktive Benutzerinteraktion, Fehlverhalten von Benutzern ist so ein Angriff nicht möglich auszuführen ?
Betriebssysteme sind Grundsätzlich aus technischer Sicht mittlerweile so gut abgesichert, dass ohne Zutun und Fehlverhalten eines Mitarbeiters ein Angriff unwahrscheinlich oder überhaupt gar nicht möglich ist


-–Inwiefern sind Backupsysteme betroffen ?

NAS (network attacked storage) für DatenSpiegelung sind klarerweise betroffen.
Backupsysteme und Backups, die zu bestimmten Zeiten gemacht werden, sind bis zu dem Zeitpunkt wenn ein Angriff ausgeführt wird, nicht davon betroffen.

Was für ein Sicherungskonzept wäre sinnvoll?
Wird mittlerweile ein Angriff so gemacht, dass das Konzept von ATP (länger anhaltender Angriff) angewendet wird und somit Backups Mehrer Monate nicht mehr verwendet werden können…?


-–NextGen Schutzsysteme

Ist RansomwareSoftware heute komplizierter auszuführen als vor einigen Jahren?
Sind NextGen Schutzsysteme effizient oder sind diese recht einfach zu umgehen?


-–Auf Betriebsmitarbeiter angewiesen?

Gibt es noch das Konzept, dass Arbeitnehmer eines Unternehmens angeworben werden um eine RansomWareDatei auszuführen und dadurch eine Prozentuelle Beteiligung am Gewinn angeboten wird? Ist das heutzutage noch eine Voraussetzung oder war das nur vor einigen Jahren so ?


-–SaaS

Wird selbst Code dafür erstellt und verwendet oder Grundsätzlich nur von größeren Akteueren eingekauft oder gemietet ?


-–Ist RW anachronistisch (=nicht mehr Zeitgemäß)?

Ist RW eigentlich noch ein bedeutendes Thema heutzutage, oder hat nicht mehr dieselbe Reichweite, Häufigkeit, Gefahr … wie vor einigen Jahren noch?

Ich habe einen Bericht in Erinnerung, wo das die Aussage war, und dass es aktuell in Deutschland nur sehr wenige Vorfälle gibt.

1 Like

I love you, danke @smokedope

1 Like
  1. Wie erkennt ihr, ob eine neue Ransomware-Gruppe wirklich neu ist oder nur ein Rebranding?
  2. Wie schnell bemerkt ihr, dass sich eine Leak-Seite technisch verändert hat und euer Parser keine Daten mehr erfasst?
  3. Welche Datenpunkte sind für euch am verlässlichsten, um Tätergruppen, Affiliates und Kampagnen einzuordnen?
  4. Wie hoch schätzt ihr die Dunkelziffer von Opfern ein, die nie auf einer Leak-Seite veröffentlicht werden?
  5. Welche typischen OPSEC-Fehler von Ransomware-Gruppen beobachtet ihr am häufigsten?
  6. Welche Erkenntnisse liefern Mirror- und Relay-Infrastrukturen über die Organisation und Professionalität einer Gruppe?
  7. Wie belastbar sind Wallet-Zuordnungen zu einzelnen Gruppen, insbesondere bei RaaS-Modellen mit Affiliates?
  8. Inwieweit helfen veröffentlichte Ransom-Notes, Gruppen zuverlässig miteinander zu verknüpfen?
  9. Setzt ihr KI oder NLP ein, um Opfermeldungen, Gruppen oder neue Leak-Seiten automatisch einzuordnen?
  10. Könnte KI künftig dabei helfen, Parser für neue Leak-Sites schneller zu erstellen und zu warten?
  11. Wo zieht ihr die Grenze zwischen transparenter Sicherheitsforschung und zusätzlicher Aufmerksamkeit für Erpresser?
  12. Wie geht ihr mit Löschanfragen von betroffenen Unternehmen oder Personen um?
  13. Arbeitet ihr mit CERTs, Forschern oder Strafverfolgungsbehörden zusammen, und unter welchen Bedingungen?
  14. Welche Kennzahl wird bei Ransomware häufig überschätzt oder falsch interpretiert?
  15. Woran erkennt ihr, dass eine Gruppe tatsächlich verschwunden ist und nicht nur vorübergehend inaktiv?
1 Like

Da habe ich ja morgen viel zu tun!!! DANKE!!!

1 Like

Punkt 13, das war vor einigen Jahren mal die Diskussion inwiefern Sicherheitsfirmen selbst da mitspielen ( nicht speziel nur bei RansomWare aber allgemein bei MalewareMeldungen usw ) Angebot, Nachfrage…

müsste nachschaun ob die Aussage von John McAfee noch finden kann

Die vier grundsätzlichen Aussagen zu Malware / Ransomware von J. McAffee…

  1. Der Faktor Mensch statt Technik („Social Engineering“): McAfee betonte stets, dass Technologie allein keine Sicherheit bieten kann, da Angreifer nicht primär Software, sondern Menschen attackieren. Da Ransomware-Angriffe fast immer über Phishing-Emails oder manipulierte Identitäten (Social Engineering) starten, trifft eines seiner berühmtesten Zitate das Problem im Kern:„Social Engineering macht etwa 75 % des Werkzeugkastens eines durchschnittlichen Hackers aus, und bei den erfolgreichsten Hackern erreicht es 90 % oder mehr.“Für Ransomware bedeutet dies nach McAfee: Keine Antiviren-Software schützt ein Unternehmen, wenn ein Mitarbeiter durch Täuschung den Angreifern die Tür öffnet.

  2. Die Illusion von Sicherheit durch Verschlüsselung: Ransomware nutzt starke Verschlüsselung (Encryption), um Daten als Geiseln zu nehmen. McAfee warnte davor, dass Verschlüsselungstechnologien oft blindes Vertrauen erzeugen und den Blick auf das eigentliche Problem verstellen:„Verschlüsselung allein erzeugt ein trügerisches Gefühl von Sicherheit.“Er argumentierte, dass Daten zwar auf dem Transportweg geschützt sein mögen, die Endgeräte und die Benutzer (Endpoints) jedoch die eigentlichen Schwachstellen bleiben. Wenn ein Erpresser direkt Zugriff auf das System erlangt, nützt die beste Verschlüsselung der Daten im Vorfeld nichts.

  3. Seine Fehleinschätzung zu Computerviren (1988): Historisch gesehen ist eine seiner am schlechtesten gealterten Aussagen aus dem Jahr 1988 bemerkenswert. Damals unterschätzte er die evolutionäre Dynamik von Schadsoftware, aus der Jahrzehnte später hochentwickelte Ransomware-Netzwerke hervorgingen:„Das Problem mit Viren ist vorübergehend und wird in zwei Jahren gelöst sein.“

  4. Das „Internet der Dinge“ als größte Ransomware-Schwachstelle: In seinen späteren Jahren (unter anderem bei einer Konferenz in Peking 2016) warnte McAfee eindringlich vor der unkontrollierten Vernetzung von Haushalts- und Industrieoberflächen (IoT). Er prognostizierte, dass die Verbindung von Alltagsgegenständen mit dem Internet die größte Angriffsfläche der Menschheit darstellt. Heute zeigt sich diese Prophezeiung real: Hacker nutzen zunehmend IoT-Geräte, um in Netzwerke einzudringen und großflächige Ransomware-Attacken auf kritische Infrastrukturen zu starten.Möchtest du mehr über John McAfees allgemeine Cybersicherheits-Philosophie erfahren oder suchst du nach einem spezifischen historischen Vorfall, bei dem seine Software mit Ransomware in Verbindung gebracht wurde (wie z. B. die ironischen Nutzerbeschwerden, McAfees eigene Software verhalte sich wie Ransomware)?

R.I.P John

:wink: :laughing:

Da habe ich mir ja was angetan. :wink:

Werde das jetzt mal sichten, sortieren und ergänzen - und dann gehen die Fragen endlich raus!

Wurde der Artikel schon veröffentlich ? LG <3

Schwimme in Arbeit, das kommt, ist in der Pipeline, keine Sorge, noch hast Du nichts verpasst.

1 Like

Ich schicke die 25 (!) besten Fragen aus den 40 Fragen gleich raus:

RansomLook and the Data

  1. What was the original idea behind RansomLook, and what problem were you trying to solve?
  2. How does RansomLook collect information about ransomware groups and their victims?
  3. How do you determine whether a newly emerging ransomware group is genuinely new or simply operating under a different name?
  4. How do you verify that a company named on a leak site has actually fallen victim to an attack?
  5. How large do you estimate the “dark figure” to be – in other words, the number of victims that never appear on a leak site?
  6. How often do ransomware groups bluff when claiming to have stolen data or successfully compromised a company?
  7. How can you tell whether a ransomware group has actually disappeared rather than simply becoming inactive for a while?

The Ransomware Business

  1. How professionally organised is the ransomware scene today? Has it effectively become a form of criminal industry?
  2. What role do ransomware-as-a-service (RaaS) and affiliates play today?
  3. How do ransomware groups select their victims – and why are some companies targeted while others are spared?
  4. How often do companies actually pay a ransom following a ransomware attack?
  5. What happens to stolen data if a victim refuses to pay?
  6. Does it really happen that a company pays the ransom and the attackers publish the stolen data anyway?
  7. How can victims verify after making a payment that the attackers are actually keeping their promise and deleting the data?

How Ransomware Attacks Work

  1. Are ransomware attacks still primarily dependent on phishing or an employee making a mistake, or can attackers compromise companies without any active user interaction?
  2. What role do vulnerabilities in publicly accessible systems play in gaining initial access?
  3. On average, how long do attackers remain inside a company’s network before the actual encryption or extortion begins?
  4. Do attackers deliberately try to destroy or encrypt backups before demanding a ransom?
  5. What are the most common mistakes companies make with their backups that can later prove fatal?
  6. How easy or difficult is it for modern security solutions to detect and stop current ransomware?

New Technologies and the Future

  1. What role does artificial intelligence already play in ransomware attacks today?
  2. In your assessment, will AI enable cybercriminals to carry out attacks more quickly, more cheaply and with a greater degree of automation in the future?
  3. Which development within the ransomware scene has surprised you the most in recent years?
  4. Is ransomware still an attractive business model for criminals, or is the scene currently undergoing a fundamental transformation?
  5. Which development concerns you most when you look at the coming years?

Und noch die gleichen Fragen auf Deutsch

RansomLook und die Daten

Was war die ursprüngliche Idee hinter RansomLook und welches Problem wolltet ihr damit lösen?
Wie sammelt RansomLook die Informationen über Ransomware-Gruppen und deren Opfer?
Wie stellt ihr fest, ob eine neu auftauchende Ransomware-Gruppe tatsächlich neu ist oder nur unter einem anderen Namen weitermacht?
Wie verifiziert ihr, dass ein auf einer Leak-Seite genanntes Unternehmen tatsächlich Opfer eines Angriffs geworden ist?
Wie groß schätzt ihr die Dunkelziffer ein – also die Zahl der Opfer, die niemals auf einer Leak-Seite auftauchen?
Wie häufig bluffen Ransomware-Gruppen bei ihren Behauptungen über gestohlene Daten oder erfolgreiche Angriffe?
Woran erkennt ihr, dass eine Ransomware-Gruppe tatsächlich verschwunden ist und nicht lediglich vorübergehend pausiert?

Das Geschäft mit Ransomware

Wie professionell ist die Ransomware-Szene inzwischen organisiert? Handelt es sich tatsächlich um eine Art kriminelle Industrie?
Welche Rolle spielen Ransomware-as-a-Service und Affiliates heute?
Wie wählen Ransomware-Gruppen ihre Opfer aus – und warum trifft es manche Unternehmen, während andere verschont bleiben?
Wie häufig zahlen Unternehmen nach einem Ransomware-Angriff tatsächlich Lösegeld?
Was passiert mit den gestohlenen Daten, wenn ein Opfer nicht zahlt?
Kommt es tatsächlich vor, dass ein Unternehmen bezahlt und die Angreifer die Daten anschließend trotzdem veröffentlichen?
Wie können Opfer nach einer Zahlung überhaupt überprüfen, ob die Angreifer ihre Zusage einhalten und die Daten löschen?

Wie Angriffe funktionieren

Sind Ransomware-Angriffe heute noch hauptsächlich auf Phishing oder einen Fehler eines Mitarbeiters angewiesen – oder können Angreifer Unternehmen auch ohne aktive Benutzerinteraktion kompromittieren?
Welche Rolle spielen Sicherheitslücken in öffentlich erreichbaren Systemen beim ersten Eindringen?
Wie lange befinden sich Angreifer durchschnittlich in einem Unternehmensnetzwerk, bevor die eigentliche Verschlüsselung oder Erpressung beginnt?
Versuchen Angreifer gezielt, Backups zu zerstören oder zu verschlüsseln, bevor sie Lösegeld fordern?
Welche Fehler bei Backups machen Unternehmen besonders häufig, die sich später als fatal erweisen?
Wie einfach oder schwierig ist es für moderne Sicherheitslösungen, aktuelle Ransomware zu erkennen und zu stoppen?

Neue Technologien und die Zukunft

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz bereits heute bei Ransomware-Angriffen?
Wird KI eurer Einschätzung nach dazu führen, dass Cyberangriffe künftig schneller, günstiger und stärker automatisiert durchgeführt werden können?
Welche Entwicklung innerhalb der Ransomware-Szene hat euch in den vergangenen Jahren am meisten überrascht?
Ist Ransomware nach wie vor ein attraktives Geschäftsmodell für Kriminelle – oder verändert sich die Szene gerade grundlegend?
Welche Entwicklung bereitet euch mit Blick auf die kommenden Jahre derzeit am meisten Sorgen?

2 Likes

ezgif-76c03b4dd94185a8

Das das Logo eines Akteuers von Shinyhunter oder von dem Typ was erst Daten vom Pentagon exfiltriert hat ?

Ambrion
versteckt sich in der Nacht und wird stärker wenn die Sonne untergeht
3:26 Minute

Hack des JAHRHUNDERTS: Pentagon-Dateien ENTHÜLLT

Schon Interessant, die gesammte Doku vlt bisschen lang anzusehen, muss später nochmal reinschaun wer dann da der Akteur war, denn anscheinend war der gesuchte Hacker ein offizieller IT-Berater oder sowas, der eigentlich für die Sicherheit von IT-Systemen zuständig ist :slight_smile:

https://www.youtube.com/watch?v=R7K5_AdfVzY



Sry für den Exkurs…

Wann wird das Interview veröffentlicht ? LG



Edit: Freue mich auf das Interview,

@Ghandy gibt es möglichkeiten das ich selber mal eine anfrage stellen kann an das Unternehmen .