Dignity – Einladung zum besseren Sein

Article by · 7. Januar 2018 ·

Einladung zum Besseren

Liebe Mitmenschen, das Neue Jahr hat bereits die Startblöcke verlassen und die meisten von uns sind wieder im Alltag angekommen. Neue Vorsätze sind gefasst oder längst verworfen, einige befinden sich erneut im alten Trott. Die Mienen der Leute werden wieder ernster.

Erfahrungen machen

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um dich zu neuen Umgangsformen einzuladen. Neue, günstigere Erfahrungen machen? Ja, ich will. Ich will Subjekt werden und selbst gestalten.
Ich will den Pfad der anonymen Hasskommentare verlassen und selbst mal versuchen einen Beitrag auf Tarnkappe zu verfassen. Ich will aktiver Gestalter eines neuen Lebensprozesses werden.

Ein Bild von dir selbst

Und dann ist es auch schon so weit. Wow, das ging doch. Und die Kommentare der Leser waren gar nicht so schlecht. Vielleicht traue ich mich wieder, das nächste Mal.
So nach und nach nimmst du eine ganz neue Haltung ein. Du wirst ein Stück weit ein anderer oder eine andere. Schon hat deine neue Haltung damit begonnen, dein Verhalten zu bestimmen. Aber was bestimmt deine Haltung? Es ist das Bild von dir selbst. Das Bild von dir, wie du sein willst. Was willst du für einer sein? Weshalb willst du in der Welt sein? Willst du feige und anonym aus einem Hinterhalt feuern oder betrittst du als Gladiator die Arena? Willst du für Google Content produzieren und dich über Almosen freuen oder hast du eine Botschaft?

Das Anliegen

Es wäre interessant, wenn wir uns gegenseitig dabei helfen könnten, zu entdecken, wer oder was wir in der Welt sein wollen. Das ist das Anliegen. Und das wird dann wiederum Teil unserer Identität. Clickbait-Fotze für Google oder aktiver Gestalter einer Welt, die du mit anderen teilst.

Individualität

Individualität ist Teil deiner Persönlichkeitsentwicklung. Du unterscheidest dich von deiner Mutter. Du bist jemand anderes als sie. So geht es los. Das ist Individualität. Manche bleiben auf dieser Entwicklungsstufe hängen. Scriptkiddis, die das Leben noch vor sich haben und sich ausprobieren und Kommentarfeld-Terroristen, die es schon geschafft
haben, das Leben zu verscheißen. Ihr alle seid eingeladen, den nächsten Schritt zu gehen. Kommt heraus aus eurer Schmollecke, beendet euer Schattendasein und tretet ins Licht.

Identität

Ok, du bist, wie du bist, weil du in dieser Familie, in jenem Dorf (vielleicht in Sachsen-Anhalt) oder sonstwo in diesem Land und in unserem Kulturkreis groß geworden bist.
Das ist ok so. Das ist Identität. Identität ist nichts schlechtes per se. Sie ist größer als Individualität, reicher; sie hat mehr Inhalt. Da passt viel mehr rein.

Selbstbild

Manche Menschen machen dann diese besondere Erfahrung. Sie erfahren, dass es noch ganz andere Menschen gibt, ganz andere Menschen, die in ganz anderen Kulturkreisen groß geworden sind. Und dass diese sind, wie sie sind, weil sie in ganz anderen Orten und Kreisen aufgewachsen sind. Manche stellen dann fest, dass sie sogar die gleichen Dinge teilen. Auch eine Thai z.B. will, dass sie:

– gemocht wird,
– dass sie dazu gehört,
– dass sie wachsen kann und darf…

Wenn man das erkennt, entsteht die vielleicht höchste Form von Selbstbild, das ist die Würde (engl. Dignity). Dann hat man eine Vorstellung von der Würde eines Menschen, unabhängig von der Herkunft, unabhängig von dem, was ein Mensch ist; er hat dann Würde. Und wenn du darüber hinaus selbst deine Würde entdeckst, ganz abseits von Google-Werbe-Blocks oder Flamebaits in den Kommentaren, dann entdeckst du deine eigene Subjekthaftigkeit.

Gleich heute

Und beginne gleich heute, am Tage sieben des neuen Jahres und am ersten Tage deines neuen Lebens als aktiver Gestalter deiner eigenen Welt, die du mit anderen teilst. Und wenn du dich als Objekt behandeln lässt, dann entwürdigst du diese Menschen, die Täter und Angreifer und noch schlimmer, wenn du das tust, ist es gar nicht so schlimm, weil der andere, den du so schlecht behandelst, der muss das nicht annehmen. Wenn edoep sagt: “Blöder Kerl, was schreibt der da nur wieder für einen Unsinn zusammen”, sagst du: “Na, was hat die mir denn schon zu sagen”.

Ganz bei dir selbst

Man kann die Würde eines anderen gar nicht so leicht verletzen, wenn derjenige selbst Würde besitzt. Aber man kann seine eigene Würde dadurch verletzen, das man die Würde anderer ständig verletzt. Das nun wäre die höchste Form von Kohärenz, die man in seinem Leben erreichen könnte, dann würde man sich als jemand empfinden, der dazugehört und der gleichzeitig ganz bei sich ist. Lasst uns das neue Jahr zu einem Jahr der Würde machen, zu einem Jahr des höchsten Seins!

Euer Andreas Köppen

Was dich in diesem Zusammenhang noch interessieren könnte.

Weitere Artikel von Andreas Köppen findest du hier!

Bildquelle: ThuyHaBich, thx! (CC0 Public Domain)

Mehr zu diesem Thema:

4 Comments

  • comment-avatar

    Bummipol

    Erzähl uns doch lieber von deiner Verfolgung durch die Geheimdienste, das wäre deutlich spannender.

  • comment-avatar

    Anonymous

    “Man kann die Würde eines anderen gar nicht so leicht verletzen, wenn derjenige selbst Würde besitzt.”

    Liebe Frau Inge,

    danke für Ihre wöchentliche Kolumne ‘Frag Frau Inge’.

    Stimmt, Aber gelegentlich hülfe es schon, weniger sinnlose schwurbelige Allgemeinplätze abzusondern, um die Welt ein Stück besser zu machen.

    Ihr treuer Leser Kunibert

  • comment-avatar

    Kashmir

    Hasskommentare; Clickbait-Fotze; Scriptkiddis; Kommentarfeld-Terroristen….

  • comment-avatar

    Rebecca Sharp

    wie tori amos so schön sing there are some who give blood…i give love :) aye wir sind dabei zu 7 und ich weiss da draussen gibt es noch viele liebe seelen wie uns und euch, dranbleiben !!!

    in liebe Morri


Leave a comment