Anonymous: Hacktivisten erklären Trump den „totalen Krieg“

Das Internet-Kollektiv Anonymous erklärt in einem neuen Video den "totalen Krieg" gegen den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

Anonymous by Juan Osborne @ DeviantArt
"Anonymous" by Juan Osborne @ DeviantArt

Hacktivisten des Internet-Kollektivs Anonymous erklären in einem neuen Video den „totalen Krieg“ gegen den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Der derzeit aussichtsreichste republikanische Bewerber um die Kandidatur bei den Wahlen im Herbst steht schon länger im Fadenkreuz von Anonymous. Mit dem neuen Video will man diese Bemühungen aber nach dem Willen der Hacktivisten intensiviern.

„Anonymous Loyalists“

Der Sprecher des Videos gibt sich selbst als langjähriger Mitstreiter und Organisator aus den Reihen des Internet-Kollektivs zu erkennen. Sich selbst und Gleichgesinnte bezeichnet er als „Anonymous Loyalists“. Aus dieser Position heraus will er nun an die bisherigen Erfolge der „#OpTrump“ genannten Aktionen gegen den kontroversen Politiker anknüpfen.


„Abstoßende Ideen und Handlungen“

Das Video zeigt einige der von Anonymous – und auch vielen anderen Menschen – kritisierten Ausfälle Trumps. Darunter sind rassistische Äußerungen gegen Mexikaner (die illegale Einwanderung armer Mexikaner wird gerade von konservativen US-Amerikanern als großes Problem angesehen und Trump will die Grenzen nach eigener Aussage mit Waffengewalt verteidigen), sexistische Kommentare gegenüber einer ganzen Reihe von Frauen, Prahlereien Trumps über sein umfangreiches Vermögen und sein berüchtigter Angriff gegen den körperbehinderten New-York-Times-Reporter Serge Kovaleski, der gewagt hatte, Trumps Hetztiraden gegen Muslime zu hinterfragen.

Wegen dieser „abstoßenden Ideen und Handlungen“ müsse Trump zur Rechenschaft gezogen werden, so Anonymous in dem Video. Die Hacktivisten rufen daher dazu auf, nicht nur Trumps Websites durch DDoS-Angriffe lahmzulegen, sondern auch kompromittierende Informationen über den Politiker zu finden und zu veröffentlichen („Doxxing“). Menschen, die sich nicht selbst an solchen Aktionen beteiligen können oder wollen, ruft der Sprecher des Videos auf, das Video weiter zu verbreiten und Werbung für die „#OpTrump“ zu machen.

Trump schon länger im Visier von Anonymous

Nicht erst seit diesem neuen Video steht Donald Trump im Fadenkreuz der Hacktivisten von Anonymous. So wurde bereits im Dezember 2015 – kurz nach besonders krassen Äußerungen Trumps gegen Muslime – die Website des milliardenschweren Politikers angegriffen. Anfang dieses Monats wurde Trumps Sprachbox geknackt und deren Inhalt veröffentlicht.

Es wird sich zeigen, ob die neue Kriegserklärung den Druck auf Trump noch einmal erhöhen kann. Am 1. April soll laut Video ein besonders heftiger Angriff auf Trumps Website stattfinden.

Tarnkappe-info